Mittwoch, 20. November 2019

Solidarische Landwirtschaft Stuttgart

"Beim Betreten des Supermarktes erwartet uns zu jeder Tageszeit eine prall gefüllte Obst- und Gemüseabteilung, die uns das ganze Jahr über Zucchini, Blattsalat und Bananen bieten soll. Zum kleinen Preis, versteht sich. Tomaten und Erdbeeren im Dezember, Ananas zu Spottpreisen, Äpfel, die eine halbe Weltreise hinter sich haben und Biogurken in Plastik verschweißt. Wir ärgern uns über die vielen Lebensmittelskandale, die in immer kürzer werdenden Abständen über uns hinwegrollen, wissen aber nicht, wo unser Brot eigentlich herkommt. Müssen wirklich tonnenweise hochwertige Lebensmittel täglich im Müll landen, damit wir auch um 22 Uhr nicht vor leeren Regalen stehen?" - https://solawis.de/
In einigen Blog-Beiträgen wurde bereits zum Thema Lebensmittelverschwendung über Projekte wie Foodsharing, Rübenretter oder die Too-Good-To-Go App berichtet. Der Verein Solidarische Landwirtschaft in Stuttgart oder kurz: SoLaWi Stuttgart setzt sich ebenfalls gegen Lebensmittelverschwendung ein. Es handelt sich um eine Gruppe von Verbrauchern, die in Zusammenarbeit mit dem Reyerhof aus Stuttgart-Möhringen der Nahrungsmittelindustrie den Kampf ansagt.

Bei der Solidarischen Landwirtschaft geht es darum, dass viele private Haushalte die Kosten für einen landwirtschaftlichen Betrieb tragen und im Gegenzug Teile dessen Ernteertrags erhalten. Die Mitglieder können hierbei oft auch bei so genannten "Hofeinsätzen" selbst aktiv werden und direkt bei der Ernte helfen. Die Verteilung der Lebensmittel wird über Verteilpunkte abgewickelt.

Hier entsteht ein anderes Verhältnis zu Lebensmitteln. Wenn die Ernte mal knapper ausfällt, dann gibt es nur 500 g statt 2 kg Kartoffeln. Man teilt hier nicht nur Kosten, Ernteabnahme und Risiko, sondern auch eine regionale und saisonale Ernährungsweise mit meist krummem, zu kleinem oder zu großem Gemüse.

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