Donnerstag, 31. März 2022

Pflanzen selbst züchten

Gerade in der Pandemie ist der Trend aufgekommen, selbst Pflanzen, Obst und Gemüse zu züchten, anstatt diese immer wieder im Supermarkt zu kaufen. Besonders beliebt war dabei, von bereits gekauftem Obst und Gemüse die Kerne zu entnehmen und Pflanzen daraus zu züchten. Überall in den Sozialen Medien gab es Videos, wie man beispielsweise Avocado selbst züchtet. Abgesehen davon, dass die Avocadopflanze sehr lange braucht, um Früchte zu tragen, ist dieser Trend etwas sehr Wünschenswertes.

Jeder hat ein bisschen Platz zuhause, um selbst Kräuter anzubauen, anstatt sie im Laden zu kaufen und aufgrund der Überzüchtung viel zu schnell wegzuwerfen. Beispielsweise könnte man in ein Gartencenter gehen, dort einen Blumentopf kaufen, ebenso die Samen, die man möchte, z.B. Basilikum und Kresse, dazu noch Erde kaufen, dann zuhause einpflanzen, den Topf auf das Fensterbrett stellen und regelmäßig gießen.

Bei Steinobst kann man oftmals den Kern selbst in ein feuchtes Tuch wickeln und dann in eine Plastiktüte packen, nach ein paar Wochen keimt der Kern und man kann ihn in die Erde einpflanzen. Diese einfache Methode kostet zwar ein wenig Zeit, aber sie verschafft einem die Freude, selbst etwas angebaut zu haben. Ein weiterer Vorteil ist dabei, dass die unnötigen Plastikverpackungen nicht mitgekauft werden, wenn man selbst sein Obst und Gemüse anpflanzt. Auch wird einem bewusst, welche Lebensmittel zu welcher Jahreszeit angemessen sind und welche mit Unmengen an CO2-Ausstoß nach Deutschland transportiert werden müssen.

Internetquellen:

Wie fair ist Fairtrade?

Seit einigen Jahren kann man immer mehr Fairtrade-Produkte in unseren Supermärkten finden. Die Produkte kann der Konsument an dem Fairtrade-Siegel erkennen und kauft sie auch deswegen. Wir assoziieren mit Fairtrade faire Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung und auch einen nachhaltigen Anbau. In diesem Beitrag möchte ich folgende Fragen ansprechen: Was steckt hinter der Fairtrade-Bewegung? Inwieweit sind die Produkte nachhaltig? Wie fair ist Fairtrade wirklich?

Mittwoch, 30. März 2022

Auswirkungen der Gemeinwohl-Ökonomie auf zertifizierte Firmen anhand des Beispiels Novatec

1. Einleitung

Im Jahr 2011 hat Christian Felber mit der Gemeinwohl-Ökonomie (nachfolgend GWÖ) ein Konzept vorgelegt, das nicht nur ein Zielbild einer nachhaltigen Welt mit Win-Win-Momenten für dessen Bewohner UND den Planeten bietet, sondern als „Bottom-Up“-Bewegung konkrete Veränderung möglich macht. Seitdem ist viel passiert: Es entstand eine Bewegung, der sich Firmen, Kommunen und ganze Regionen angeschlossen haben, die GWÖ wurde öffentlich kritisch wie wohlwollend diskutiert und fand bereits auf EU-Ebene positive Beachtung.

Nun stellt sich die Frage, wo die GWÖ heute steht und welches Veränderungspotential sie in die teilnehmenden Firmen hineinzubringen vermag. Der nachfolgende Beitrag widmet sich daher der Frage: Welche Auswirkungen hat die GWÖ auf die Firmen, die sich bilanzieren lassen? Die Erkenntnisse und Ergebnisse basieren auf dem Beispiel der Novatec Consulting GmbH (nachfolgend „Novatec“), einer Firma mit 300 MitarbeiterInnen, die IT-Dienstleistungen für die Branchen Automotive, Versicherungen und Manufacturing anbietet.

Novatec hat sich ab 2018 als erste größere Firma aus ihrer Branche auf den Weg gemacht, eine GWÖ-Bilanzierung zu erstellen. Seit Juni 2020 liegt eine erste Gemeinwohl-Bilanz inklusive Gemeinwohl-Bericht vor. Anhand dieses Berichts und eines Interviews mit der Geschäftsführerin Rita Ehses wird die obenstehende Frage beantwortet.

Dafür erfolgt zunächst eine Einführung in die Entstehung und das Konzept der GWÖ. Danach wird die Novatec und deren Weg zu einer ersten Gemeinwohl-Bilanz vorgestellt sowie die daraus resultierenden Auswirkungen anhand eines Interviews mit der Geschäftsführerin erörtert. Abschließend wird im Fazit die dieser Arbeit zugrundeliegende Frage beantwortet und es werden Herausforderungen für die GWÖ aufgezeigt.

Donnerstag, 17. März 2022

Ökodörfer als Modelle für eine nachhaltige Lebensweise? – am Beispiel des Ökodorfes "Sieben Linden"

1 Einleitung 

Der Anstieg des Meeresspiegels, die Zunahme von Extremwetterlagen, die Schädigung von Ökosystemen und die damit einhergehenden Hungersnöte und Fluchtbewegungen sind nur einige der zahlreichen Folgen des Klimawandels. Sowohl heutiges als auch zukünftiges Leben ist hiervon zunehmend bedroht (vgl. Welthungerhilfe o. D.). Der Klimawandel stellt somit „ein Kollektivproblem dar, das kollektives Handeln erfordert“ (Klein 2017: 20). Es bedarf einer Veränderung unserer Lebensweise, die weit über ein verändertes Kaufverhalten hinausgeht (vgl. ebd.: 21). Doch wie kann eine solche Lebensweise aussehen? 

Ökodörfer bezeichnen sich als Modelle für einen zukunftsfähigen, nachhaltigen Lebensstil (vgl. Andreas/Wagner 2012: 137). Das Ziel von Ökodörfern ist es, eine regenerative Zukunft für die Natur und das Individuum zu schaffen, die auf unbegrenzte Zeit nachhaltig ist (vgl. Svensson 2007: 16). Damit soll eine gesunde Entwicklung auch für kommende Generationen gewährleistet werden (vgl. ebd.: 16). 

Ob Ökodörfer tatsächlich Modelle für eine nachhaltige Lebensweise darstellen, gilt es in der vorliegenden Arbeit näher zu untersuchen. Die Leitfrage wird hierfür zunächst auf einer theoretischen Ebene beantwortet, bevor anschließend auf die Lebens- und Sichtweise des Ökodorfes Sieben Linden eingegangen wird. 

Um den ökodörflichen Lebensstil in Bezug auf seine Nachhaltigkeit beurteilen zu können, erfolgt in einem ersten Schritt die Klärung des Nachhaltigkeitsbegriffs sowie eine Skizzierung der zentralen Eigenschaften eines Ökodorfes. Es wird sich zeigen, dass sich Ökodörfer durch eine ganzheitlich nachhaltige Lebensweise auszeichnen, die in einem nächsten Schritt näher beleuchtet wird.

Nachdem der erste Teil der Fragestellung somit beantwortet ist, werden zentrale Herausforderungen, die mit der Gründung und Übertragung von Ökodörfern bzw. deren Konzepten einhergehen, aufgeführt. Dies ist notwendig, um prüfen zu können, ob Ökodörfer dem Anspruch eines Modells genügen und damit ein Transfer der nachhaltigen Lebensweise in die breite Bevölkerung möglich ist. Abschließend wird in derselben Reihenfolge zunächst die Lebensweise im Ökodorf Sieben Linden untersucht und daraufhin die verschiedenen Perspektiven der Bewohner*innen auf die Charakterisierung Sieben Lindens als Modell dargestellt.

Montag, 14. März 2022

Geplante Obsoleszenz am Beispiel von Apple

Jeder hat sie heutzutage in seinem Zimmer oder Haus. Die eine Schublade voller alter Handys, die sich im Laufe der letzten Jahre angesammelt haben. Allein in meinem Zimmer habe ich 7 Handys von verschiedenen Herstellern liegen, die ich in den letzten 10 bis 12 Jahren genutzt habe. Das entspricht einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von circa eineinhalb Jahren, bis es zu einer Neuanschaffung kommt. Das ist erschreckend kurz, da aber Neugeräte mittlerweile erschwinglich geworden sind, habe ich in der Vergangenheit nie wirklich darüber nachgedacht und mir fast jährlich ein neues Gerät angeschafft.

Die Frage, die sich stellt, ist, ob es an meinem schlechten Umgang mit den Smartphones liegt, dass sie nur kurz überleben, oder steckt dahinter vielleicht sogar ein System der großen Hersteller, das uns nach einem bestimmten Zeitraum zwingt, ein neues Gerät zu kaufen. Natürlich gab es bei mir den einen oder anderen Fall, in dem das Smartphone durch schlechten Umgang das Zeitliche gesegnet hat, doch in der Regel waren es tatsächlich plötzlich auftretende Fehler, die es mit der Zeit unbrauchbar gemacht haben.

Durch die mittlerweile geringen Anschaffungskosten von Smartphones macht eine Reparatur meist nur noch wenig Sinn, da diese meist zu aufwendig und teurer als das Endgerät selbst ist. Die Folge sind immer größer werdende Sammlungen von alten Smartphones und Elektrogeräten bei uns zuhause und immer größer werdende Müllberge aus Elektroschrott in Teilen der Welt, die weit weg von uns sind.

Ein Grund dafür liegt in dem Prinzip der „geplanten Obsoleszenz“, welches eine Strategie der großen Industriekonzerne ist, die mittlerweile in vielen Branchen fester Bestandteil ist und uns zu einem nie endenden Neukauf und Konsum „zwingt“. Ich möchte in dieser Arbeit am Beispiel von Apple beleuchten, was es mit dem Prinzip auf sich hat und warum gerade der Riesenkonzern Apple ein "Spezialist" der geplanten Obsoleszenz ist.