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Samstag, 7. Dezember 2024

Nachhaltiger einkaufen mithilfe von Apps

Unser Konsumverhalten schadet der Umwelt und dem Klima. Jede:r ist und wird auf lange Sicht von den Konsequenzen unserer Konsumgesellschaft betroffen sein. Darum ist jede:r Einzelne von uns gefragt, etwas am Konsumverhalten zu ändern. Indem wir nachhaltiger konsumieren, können wir nicht nur das Klima und unsere Umwelt schützen, sondern auch unsere Gesundheit und gleichzeitig noch Geld sparen. Es wurden mittlerweile einige Apps entwickelt, die einen Schritt in Richtung nachhaltigen Konsum ermöglichen. Darum sollen im Folgenden vier Apps vorgestellt werden, die helfen, nachhaltige Produkte zu finden und nachhaltiger zu leben.

1. CodeCheck: Mit dieser App kann jede:r die Inhaltsstoffe eines Produkts (Lebensmittel, Haushalts- und Kosmetikprodukt) überprüfen. Dazu muss man einfach den Barcode des vorliegenden Produkts mit der App scannen. Dann erhält man Informationen zum Produkt. Die App teilt einem zum Beispiel mit, ob das Produkt Mikroplastik, Palmöl oder tierische Stoffe enthält und gibt Informationen zur Herkunft, dem Hersteller und möglichen Produktalternativen. Die App ist kostenlos und für Android und iOS verfügbar.

2. Replace Plastic: Diese App hilft dabei, Plastikverpackungen bei Produkten zu reduzieren. Durch das Scannen des Barcodes eines Produkts durch die App kannst du Produkte melden, bei denen deiner Meinung nach zu viel Plastikverpackung verwendet wurde. Dadurch teilst du dem Anbieter automatisch mit, dass du dir weniger Plastikverpackung wünschst. Die App-Entwickler teilen dein Feedback den Hersteller-Firmen mit. Je mehr Leute entsprechende Produkte melden, umso mehr Druck kann auf die Firmen ausgeübt werden, Plastik einzusparen. Laut Website wurden bereits über 2.000.000 Verpackungen gescannt und fast 200.000 E-Mails an Hersteller verschickt. So kann jede:r Einzelne einen Beitrag zur Reduktion von Plastikmüll leisten. Die App ist ebenfalls kostenlos und für Android und iOS verfügbar.

3. Too Good To Go: Too Good To Go ist eine kostenlose und mittlerweile sehr bekannte Nachhaltigkeitsapp. Sie rettet Essen und Lebensmittel vor dem Müll. Sie ist nicht nur nachhaltig, sondern auch gut für den eigenen Geldbeutel. Die geretteten Lebensmittel und Gerichte werden nämlich zu einem günstigeren Preis verkauft. Über die App kann man Essen und Lebensmittel aus lokalen Läden, Restaurants, Bäckereien, Imbissen und Supermärkten zu einem günstigen Preis kaufen, die ansonsten weggeschmissen worden wären. Als Nutzer:in der App kann man entweder Überraschungstüten mit unverkauften Lebensmitteln zu einem günstigen Preis kaufen und diese dann zu einer vereinbarten Zeit vor Ort abholen. Oder man kann Too Good To Go-Pakete, die aus Überschüssen von Produktion und Großhandel bestehen, vergünstigt kaufen und nach Hause liefern lassen. Mit dieser App leisten die Nutzer:innen einen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung.

4. Vinted: Auch die kostenlose App Vinted ist mittlerweile sehr beliebt. Sie ermöglicht Secondhand-Shopping von zu Hause aus. Dabei können sowohl Kleidung, Deko-Artikel und Accessoires von Privatleuten gekauft als auch verkauft werden. Nutzer:innen der App können Produkte, die sie selber nicht mehr brauchen oder tragen, in ihrem Vinted-Account hochladen und anderen zu einem günstigeren Preis verkaufen. Hier liegt auch wieder eine Win-Win-Situation vor: Als Verkäufer verdient man etwas Geld dazu und wirft seine noch gut erhaltene Kleidung etc. nicht einfach weg, und als Käufer spart man Geld und kauft nachhaltig ein. Dies ist eine gute Alternative zu Fast Fashion und ein guter Beitrag gegen unsere Wegwerfgesellschaft.

Quellen:

Sonntag, 14. Januar 2024

Klima-Taler - eine App für mehr Nachhaltigkeit

https://klima-taler.com/de/home-de/ - Wenn Menschen sich bewusst dafür entscheiden, individuell dem Klimawandel begegnen zu wollen, stoßen sie früh auf die Problematik, bereits viele klimaschädliche Angewohnheiten in ihren Alltag integriert zu haben. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Hilfen. Zu diesen zählen neben schriftlichen Ratgebern auch Apps, die ein klimafreundlicheres Leben erleichtern wollen.

Diese offerieren CO2-Rechner, eine Art Ablasshandel durch Spendenmöglichkeiten oder Tipps, an welchen Stellen die Kohlenstoffemissionen im Alltag reduziert werden können. Grundsätzlich hebt sich Klima-Taler nicht von diesen Apps ab. Klimafreundliche Aktivitäten werden getrackt und Bilanzen erstellt. So lässt sich der Strom-, Wasser- und Gasverbrauch sowie die Fortbewegung klimafreundlicher gestalten.

Motivieren sollen die sogenannten "Klima-Taler", die hierbei verdient werden. Die verdienten Taler können im lokalen Einzelhandel für Rabatte genutzt werden, sofern die jeweiligen Geschäfte ebenfalls teilnehmen. Dies motiviert zu einem klimafreundlicheren Kaufverhalten, da Nutzer zum Kauf regionaler Produkte animiert werden. Teilnehmende Händler profitieren durch eine erhöhte Werbewirkung, da ihr Geschäft und ihre Produkte Nutzern in der App vorgeschlagen werden. Des weiteren werden die Nutzer durch verschiedene Bestenlisten motiviert, möglichst viele Klima-Taler zu sammeln. Sollte das Wettsammeln gegen den Nachbarn nicht genug Ansporn sein, werden mit zunehmender Anzahl von gesammelten Talern auch Abzeichen, sogenannte "Badges" freigeschaltet.

Die Klima-Taler App richtet sich jedoch nicht an einzelne Personen, sondern explizit an Kommunen. Diese können den Zugang mit einem Mindestlaufzeitraum von 12 Monaten erwerben. Für die Nutzer ist die App kostenlos und eine Registrierung ist nicht notwendig. Laut der Blacksquared GmbH aus Berlin, welche die App vertreibt, können Kommunen die App "ab 4800 Euro/Jahr" nutzen. Diese können sich anschließend mit einem Siegel schmücken sowie die Erfolge ihrer Bürger zur Schau stellen. Hier beispielhaft die Website der hessischen Stadt Nidderau: https://www.nidderau.de/leben-wohnen/umwelt-klima-energie/klima/klimataler-app/

Die App selbst lässt sich intuitiv bedienen und ist angenehm gestaltet. Die Verbuchung der Leistungen erfolgt unkompliziert. Sinn macht die App jedoch ausschließlich, wenn sie von einer ausreichenden Anzahl von Personen im Umfeld genutzt wird. Die versprochene "Gamification" beschränkt sich auf die lieblich gestalteten Badges, welche mich persönlich jedoch wenig motiviert haben. Ich selbst konnte die App allerdings nicht vollumfänglich testen, da meine Heimatgemeinde keine Partnerschaft eingegangen ist.

Dienstag, 5. Dezember 2023

Nebenan.de - Die Nachbarschaftsapp

Nebenan.de hat mein Leben in meinem Viertel wirklich verändert. Diese App funktioniert ähnlich wie Facebook und Kleinanzeigen gemischt, nur ist sie viel simpler gestaltet und auch einfacher zu bedienen und natürlich sind deine sozialen Kontakte auf dieser Plattform alle aus deiner Nachbarschaft!

Auf der Plattform geht es primär darum, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen, was in vielerlei Hinsicht nachhaltige Aspekte beinhaltet. Mit einem kleinen Post kannst du deine ganze Nachbarschaft nach einer Bohrmaschine zum Ausleihen fragen, statt sie neu zu kaufen und damit Geld und wertvolle Ressourcen zu verschwenden, oder, so wie ich letztens, nach Wollknäuel-Überresten, die ich für Häkelmützen verwerten wollte. Umgekehrt kannst du auch Hilfe anbieten, zum Beispiel Nachhilfe für Schüler und Studenten oder Katzen- oder Hundesitting. Über die Kommentar- und Nachrichtenfunktion ist es leicht möglich, sich miteinander auszutauschen.

Ein weitere, sehr interessante Möglichkeit ist es, hier von örtlichen Veranstaltungen zu erfahren oder selbst welche einzutragen. Ob Flohmarkt, Yoga-Workshop oder das nächste Scheunenkonzert, du findest es in deinem Viertel. Lokaler geht es nicht! Des Weiteren kann man Empfehlungen für neue und alte Orte, Geschäfte, Organisationen etc. aussprechen, wenn einem das am Herzen liegt.

Cool ist auch, dass Nebenan seinen eigenen kleinen Marktplatz besitzt, wo du Dinge durchstöbern kannst, die Nachbarn verschenken oder verkaufen wollen. Das finde ich persönlich mega praktisch, denn oft ist es ja doch so, dass man bei anderen Secondhand-Apps die Dinge von weiter weg abholen oder herbestellen muss.

Falls du dein eigenes kleines Business hast und mehr Kundschaft aus deiner näheren Umgebung anziehen möchtest, hast du auf Nebenan auch die Möglichkeit, dein eigenes Gewerbe anzumelden. #shoplocal

Natürlich ist Nebenan vor allem dazu da, um sich untereinander zu vernetzen und auch um neue Freundschaften oder Bekanntschaften zu schließen. Eine Nachbarschaft, die sich gegenseitig gut kennt, die hilfsbereit ist und die sich gegenseitig unterstützt, wo man weiß, dass man sich auf sie verlassen kann, ist enorm wertvoll für dein Local Life!

Wie kannst du bei Nebenan mitmachen? Du musst dich registrieren, dann verifizieren, dass du auch wirklich in dem Ort wohnst, den du angegeben hast, und das ist auch schon alles! Dann kannst du schon loslegen. Wichtig ist, dass man die 3 goldenen Regeln für ein gutes Miteinander einhält:

  • Sei nett
  • Sei hilfsbereit
  • Sei ehrlich

So kann sich Nebenan erhalten und weiter entfalten. Probiert es unbedingt mal aus!

Sonntag, 9. Juli 2023

Initiative: Zu gut für die Tonne!

Wer die Lebensmittelverschwendung reduziert, der betreibt aktiven Ressourcen- und Klimaschutz. In Deutschland fallen jährlich rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an (Stand 2020). Die Nationale Strategie zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen, die im Februar 2019 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorgestellt wurde, zielt darauf ab, die Menge der Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette zu reduzieren. Ziel ist die Halbierung der Lebensmittelabfälle pro Kopf in Deutschland auf der Ebene des Einzelhandels und der Verbraucherinnen und Verbraucher bis 2030 sowie die Reduzierung der Lebensmittelabfälle entlang der Produktions- und Lieferkette.

Um die Lebensmittelverschwendung in Deutschland zu reduzieren, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im März 2012 die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ ins Leben gerufen (https://www.zugutfuerdietonne.de). Ziel der Initiative ist es, Verbraucher, Unternehmen und andere Akteure für das Thema zu sensibilisieren und zum Handeln zu motivieren.

Um die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung voranzutreiben, setzt die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ auf verschiedene Maßnahmen. Auf der einen Seite steht die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Informationskampagnen, Veranstaltungen und Medienpräsenz sensibilisieren für die Problematik der Lebensmittelverschwendung. Ziel ist es, das Bewusstsein der Verbraucher für das eigene Konsumverhalten zu schärfen und sie zu motivieren, aktiv Maßnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zu treffen. Darüber hinaus unterstützt die Initiative Verbraucherinnen und Verbraucher mit umfassenden Informationen, praktischen Tipps und Rezeptideen bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen.

Um dies zu erreichen, arbeitet die Initiative mit verschiedenen Partnern zusammen, unter anderem mit Handelsunternehmen, Herstellern, Verbänden und gemeinnützigen Organisationen. Gemeinsam werden Projekte entwickelt und Aktionen durchgeführt, um Food Waste zu reduzieren. So werden beispielsweise Logistikprozesse optimiert, überschüssige Lebensmittel an Bedürftige verschenkt und Lebensmittelreste besser verwertet. Um das Ausmaß des Problems besser zu verstehen und die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen zu überprüfen, erhebt die Initiative zudem Daten zur Lebensmittelverschwendung. Auf diese Weise werden gezielte Handlungsempfehlungen und eine Messung der Fortschritte bei der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung möglich sein.

Mit der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ wird ein positiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Sie trägt zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung der Ressourceneffizienz bei, was wiederum Auswirkungen auf den Klimawandel hat, indem sie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beiträgt. Im Folgenden sind einige Möglichkeiten aufgeführt, wie die Initiative dazu beitragen kann. 

Die Produktion von Lebensmitteln ist mit erheblichen Treibhausgasemissionen verbunden. Durch die Verringerung der Lebensmittelverschwendung werden weniger Ressourcen wie Land, Wasser und Energie für die Produktion von nicht verzehrten Lebensmitteln benötigt. Dies führt zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen, die mit der Produktion und Entsorgung von Lebensmitteln verbunden sind. Außerdem werden für die Produktion, Verarbeitung, Lagerung und den Transport von Lebensmitteln erhebliche Mengen an Energie benötigt. Wenn weniger Lebensmittel verschwendet werden, sinkt auch der damit verbundene Energieaufwand. Dadurch werden klimaschädliche Emissionen reduziert.

Für die Produktion von Lebensmitteln werden Agrarflächen, Wasser und andere natürliche Ressourcen benötigt. Weniger Lebensmittelverschwendung bedeutet auch weniger Ressourcenverbrauch für die Produktion ungenutzter Lebensmittel. Dies trägt zur Schonung natürlicher Ressourcen bei und verringert den Druck auf empfindliche Ökosysteme, die für den Klimaschutz wichtig sind. Des Weiteren produzieren Lebensmittelabfälle, die auf Deponien landen, Methan, ein starkes Treibhausgas. Die Umsetzung von Maßnahmen zur Lebensmittelrettung und -umverteilung, wie z.B. die Weitergabe von überschüssigen Lebensmitteln an Bedürftige reduziert die Menge an Lebensmittelabfällen, die auf Deponien landen und Methan ausstoßen.

Mit diesen Maßnahmen leistet die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ einen Beitrag zum Klimaschutz durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, die Einsparung von Energie, den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Förderung von Verhaltensänderungen.

Freitag, 7. Juli 2023

Zu schade zum Wegwerfen!

Die App „Too Good To Go“ (https://toogoodtogo.de/de/) ist eine bemerkenswerte Initiative, die dazu beiträgt, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren und den Klimawandel zu bekämpfen. In einer Welt, in der jährlich Millionen Tonnen von Nahrungsmitteln weggeworfen werden, trägt diese innovative App dazu bei, den Verbrauch von Ressourcen und den Ausstoß von Treibhausgasen einzudämmen.

Den Konsum und die Produktion von Lebensmitteln nachhaltiger zu gestalten, ist eine der größten Herausforderungen im Kampf gegen den Klimawandel. Die App "Too Good To Go" ist ein praktischer Ansatz zur Revolutionierung des Lebensmittelsektors und zur Durchbrechung des gesamten Kreislaufs der Lebensmittelverschwendung. Die App ermöglicht es Konsumentinnen und Konsumenten, überzählige Lebensmittel aus Restaurants, Supermärkten, Bäckereien und anderen Geschäften für einen vergünstigten Preis einzukaufen. Das Ergebnis ist die "Rettung" von Lebensmitteln, die sonst auf dem Müll gelandet wären. Diese Methode, Lebensmittel zu „retten“, trägt dazu bei, dass Ressourcen wie Wasser, Energie und Land, die verwendet wurden, um diese Lebensmittel zu produzieren, nicht sinnlos verschwendet werden.

Die App „Too Good To Go“ ist weltweit in verschiedenen Ländern verfügbar. Sie wurde in Europa ins Leben gerufen und hat sich seitdem auch auf andere Regionen, wie zum Beispiel Nordamerika und Asien, ausgeweitet. Die App verfügt über eine wachsende Nutzerbasis, die sich aus Verbrauchern zusammensetzt, die daran interessiert sind, überschüssige Lebensmittel zu einem günstigen Preis zu erwerben und die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren.

Die Verbindung zwischen „Too Good To Go“ und dem Klimawandel ist offensichtlich. Die Produktion von Lebensmitteln ist ein energieintensiver Prozess, der mit erheblichen Emissionen von Treibhausgasen verbunden ist. Durch die Reduzierung von Lebensmittelabfällen werden sowohl die Emissionen bei der Produktion als auch die Emissionen von Treibhausgasen beim Transport und bei der Entsorgung von Lebensmittelabfällen verringert. Dieser doppelte Effekt ist ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks des Lebensmittelsektors. Die App trägt auch zur Steigerung des Bewusstseins für nachhaltige Ernährung und die Auswirkungen der Verschwendung von Lebensmitteln auf den Klimawandel bei. Menschen werden zu aktiven Teilnehmern, indem sie gerettete Lebensmittel kaufen und konsumieren können.

Freitag, 15. Januar 2021

Transparenz fördert nachhaltigen Konsum

In dem Artikel "Apps sorgen für einen nachhaltigen Konsum" auf der Website der österreichischen Sparkasse geht es um eine App, die im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts entwickelt wurde. Diese App zeigt genaue Informationen über die Produkte an, so lässt sich punktgenau eine nachhaltige Produktion und ein nachhaltiger Vertrieb direkt einschätzen. 

Ergebnis: das Verhalten der Konsumenten wurde beeinflusst - zum Guten! Das so schwer erscheinende Verändern des Einkaufsverhaltens der Konsumenten lässt sich also doch mit modernen Mitteln unterstützen.

Mittwoch, 20. November 2019

Strava Heatmaps

Strava ist eine Art soziales Netzwerk zum internetbasierten Tracking sportlicher Aktivitäten wie Radfahren, Joggen, Schwimmen, Skifahren oder Rudern. Betrieben wird es vom gleichnamigen Unternehmen mit Sitz in San Francisco.

Mitglieder von Strava können zurückgelegte Strecken über eine mobile Applikation für Smartphones oder einen kompatiblen GPS-Empfänger samt Informationen zu Dauer, Steigung, Geschwindigkeit, Krafteinsatz, Temperatur oder Energieumsatz abspeichern. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Daten detaillierter auszuwerten und die eigene Leistung mit anderen Mitgliedern des Netzwerkes zu vergleichen. Der Großteil der angebotenen Dienste ist kostenlos, gegen eine Gebühr kann die Funktionalität jedoch erweitert werden.

Strava bietet die über das Netzwerk gesammelten Daten Verkehrsplanern an, die damit die reale Nutzung von Straßen und Wegen durch Fußgänger und Radfahrer, sowie gegebenenfalls Wassersportler, ermitteln können. Über diese Verkehrsteilnehmer liegen sonst zumeist nur punktuelle Daten vor.

In der so genannten Heatmap werden die Routen der Nutzer weltweit aggregiert und je nach Dichte durch Farbwerte dargestellt. Damit kann bereits die Intensität der Nutzung von Verkehrswegen ermittelt werden. Individuelle Auswertungen können von öffentlichen Institutionen und sonstigen Bedarfsträgern über ein eigens entwickeltes Forschungsprogramm bezogen werden.

Die Nutzung der Heatmap hat sich für mich persönlich schon oft als nützliche Funktion erwiesen. Zum Beispiel lassen lassen sich so im Urlaub, beispielsweise beim Wandern oder Radfahren, Routen spielend leicht erstellen.

Jedoch bringt die immense Menge an Daten auch Risiken für jeden einzelnen mit sich. So sollte man sich vorher genau überlegen, welche Daten man preisgeben will und welche nicht. Die Nutzung von Strava durch Angehörige des US-Militärs sowie die freiwillige Einspeisung der Bewegungsdaten in der zuvor genannten Heatmap durch diese hat im Januar 2018 zu einem Sicherheitsrisiko für in Syrien und dem Irak stationierte Einsatzkräfte geführt. Anhand öffentlich einsehbarer Joggingstrecken lassen sich vor allem in dünn besiedelten Regionen Standorte und manchmal auch Grundrisse verschiedener Militärbasen ausfindig machen.

Links:

Dienstag, 29. Oktober 2019

DEMOCRACY App

DEMOCRACY ist eine App, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Bürgern vergangene, aktuelle und zukünftige Abstimmungen des Bundestages zugänglich zu machen. Dabei werden aktuelle parlamentarische Daten in die App übertragen. Das gegenwärtige politische Geschehen wird so einsehbar und kann über Filterfunktionen auf politische Themen, die dem eigenen Interesse entsprechen, angepasst werden.

Die App will jedoch nicht nur informieren, sondern bietet auch Möglichkeiten zur politischen Teilhabe. So kann jeder Nutzer, sofern er seine (deutsche) Handynummer angibt, über Anträge abstimmen. Die eigene Entscheidung wird anschließend mit jener der anderen Nutzer verglichen und ebenfalls nach der Abstimmung im Bundestag mit jenen der Abgeordneten.

Gibt man in der App seine Postleitzahl an, dann werden auch Wahlkreis-Community-Ergebnisse angezeigt, die als Grundlage für die Direktkandidaten der Wahlkreise vor ihren Abstimmungen gedacht sind. Mit dem Wahl-o-Meter ermöglicht die App zudem den fortlaufenden Vergleich der eigenen Abstimmungen mit den Bundestagsparteien und macht auf Übereinstimmungen aufmerksam, die für die nächste Wahl als Hilfe zur Entscheidung herangezogen werden können.

Die positive Resonanz auf die App überwiegt eindeutig in den Bewertungen. So sehen viele diese App als Vorreiter für Modelle, die möglichst bald von staatlicher Seite aus unterstützt und ausgebaut werden sollten, um direkt-demokratische Elemente zu etablieren. Die Übersicht über die verschiedenen Anträge wird geschätzt als Informationsgrundlage, die über die Berichterstattung der Medien hinausgeht.

Gleichzeitig sorgt die Angabe der Handynummer für Unverständnis, da somit deutsche Staatsbürger mit einer nicht-deutschen Handynummer ausgeschlossen werden, während hier jeder - unabhängig davon, ob er wahlberichtigt ist oder nicht - abstimmen kann. Somit erscheint die Abstimmung nicht repräsentativ. Zumal es zu hinterfragen gilt, ob diese App von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und ebenso von Personen unterschiedlichen Alters genutzt wird etc.
Andere wiederum sehen die App im Hinblick auf das Sammeln von Daten kritisch.

Ich persönlich finde es sehr gut, dass ich wählen kann, ob ich die App nur zum Informieren nutzen oder darüber hinaus durch weitere Angaben zu meiner Person auch abstimmen und vergleichen möchte.

Montag, 19. November 2018

WIR RETTEN LEBENSMITTEL

Too Good To Go ist die App für Lebensmittelrettung. Sei dabei – für leckeres, günstiges Essen und weniger Verschwendung. Essen gehört auf den Teller und nicht in den Müll. Von 7 Milliarden Menschen hungern täglich rund eine Milliarde Menschen. Die globale Lebensmittelproduktion würde theoretisch aber ausreichen, um bis zu 12 Milliarden Menschen satt zu machen.

Jedes Jahr werden in Deutschland ungefähr 18,4 Millionen Tonnen an Nahrung in den Müll geworfen. Im Schnitt würden die Deutschen also 313 Kilo genießbare Nahrungsmittel unnötig wegwerfen - pro Sekunde. In ärmeren Ländern sind die größten Verluste bereits bei der Ernte, dem Transport und der Lagerung zu beklagen. In reichen Ländern ist der Endverbraucher das Problem. In Deutschland fallen 40 Prozent des Mülls in Privathaushalten an. Außerdem gibt es noch Verluste bei der Produktion und in der Gastronomie. Unabhängig davon, ob es in den USA, der Schweiz oder Skandinavien ist, es zeigt sich immer das gleiche Muster: Die Endverbraucher werfen ca. 20 Prozent ihrer Lebensmittel ungenutzt in den Müll.

Deswegen haben sich Initiativen gebildet, deren Ziel es ist, die sinnlose Lebensmittelverschwendung einzuschränken. Es gibt Internetplattformen wie „Foodsharing.de“ und die Initiative „VoluNation“, über die man gratis bzw. vergünstigt Lebensmittel erwerben kann. Für diesen Zweck gibt es auch die App „Too Good To Go“. Die Betreiber von „Too Good To Go“ haben das Ziel, dass in der Gastronomie zubereitete Speisen nicht in den Müll wandern. Zu diesem Zweck vernetzt die App gastronomische Betriebe mit Kunden. Durch die App werden überproduzierte Lebensmittel zum reduziertem Preis angeboten. Die Restaurants werfen ihre Lebensmittel nicht sinnlos weg, und der Kunde bekommt zum günstigerem Preis eine fertig zubereitete Mahlzeit (für ca. 3 - 4 €). Die Kunden lernen neue Läden kennen, das Restaurant wirft ihre Mahlzeiten nicht in den Müll, Ressourcen werden gespart. Eine klare Win-Win-Situation.

Es beteiligen sich bereits 9 Länder und weitere folgen bald. Seit Ende 2015 wurde das Unternehmen medial begleitet (z.B. Galileo, Höhle der Löwen, … ). Aktuell beteiligen sich über 10.000 gastronomische Betriebe und 5 Millionen Nutzer. 7 Millionen Mahlzeiten wurden bereits gerettet. Umgerechnet sind das 14.000 Tonnen CO2, die somit eingespart wurden. Ziel ist es, eine globale Community aufzubauen. Mit diesem Ansatz kann die Lebensmittelrettung gelingen.


Sonntag, 18. November 2018

Too Good To Go – Die App gegen Essensverschwendung

Die App „Too Good To Go“ setzt sich seit Ende 2015 gegen die Essensverschwendung ein. Doch nicht die App rettet das übriggebliebene Essen, sondern der Konsument, der sich die App auf das mobile Endgerät herunterlädt. Sobald diese heruntergeladen wurde, erlaubt man der App den Zugriff auf den aktuellen Standort. Danach werden die Läden, Restaurants und Cafés sichtbar, die ihr überproduziertes Essen noch verkaufen wollen. Der Käufer sucht sich also ein passendes Angebot aus und kauft sich eine (oder mehrere) Portionen über die App. Zum angegebenen Zeitpunkt kann diese dann abgeholt werden.

Den Preis der Portionen bestimmen die Unternehmen selber. Allerdings wird nicht der komplette angezeigte Preis ausgezahlt, denn die App Too Good To Go muss sich ebenfalls finanzieren. Ihr werden von jeder geretteten Portion 1,09 € ausgezahlt. Der Durchschnittspreis einer Portion liegt bei ca. 3 €.

Es gibt 3 Ziele, die verfolgt werden:
1. Essensverschwendung bekämpfen
2. Umweltschutz
3. Sensibilisierung der Gesellschaft

Die App wird mittlerweile in 9 Ländern genutzt. Knapp 10.000 gastronomische Betriebe beteiligen sich und über 5 Millionen Menschen nutzen sie.

Nach jeder gekauften Portion wird dem Nutzer angezeigt, wie viel CO2 er gespart hat. Diese Einsparungen werden dem Nutzer allerdings nicht in Kilogramm angezeigt, sondern in einem alltäglichen Vergleich. Ein Beispiel dafür ist die Energiemenge einer 7,9 km langen Fahrt in einem durchschnittlichen PKW, die man einspart. Der CO2-Wert ist laut Too Good To Go ein Richtwert der US Environmental Protection Agency. Dieser beträgt 2 kg pro Portion.

Ein kurzes Fazit: Die App kann kostenlos heruntergeladen werden, was zu keinen anfänglichen Kosten führt. Außerdem müssen keine Mitgliedschaft oder ein Abo abgeschlossen werden. Ein Nachteil ist, dass die Portion in der App nur per PayPal oder Kreditkarte bezahlt werden kann.

Günstiger und nachhaltiger kommt man nicht an eine gute Portion Essen. Vorteile hat die App sowohl für den Konsumenten als auch für den Anbieter. Die gastronomischen Betriebe werden ihr Essen am Ende eines Tages gegen ein kleines Entgelt los, und der Kunde bekommt eine Portion Essen, welches sonst weggeschmissen werden würde. Eine klare Win-Win-Situation!

Quelle: https://toogoodtogo.de/de/about-us

Dienstag, 6. Juni 2017

Siegelklarheit - beim Einkaufen den Durchblick behalten

"Siegelklarheit.de" ist ein von der Bundesregierung gefördertes Internetportal (auch als App vorhanden), das beim Einkaufen helfen soll, Siegel zu verstehen und zu vergleichen. Das Portal ist hervorgegangen aus einem Projekt, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert und finanziert wurde. Das Projekt hat zum Ziel, nachhaltiges Handeln zu fördern, indem Verbraucher, Regierungen und Unternehmen dabei unterstützt werden, Umwelt- und Sozialsiegel besser zu verstehen und somit die Umsetzung hoher Umwelt- und Sozialstandards voranzutreiben. Die Bandbreite reicht dabei von Textiliensiegeln über Elektroniksiegel und Wasch-/Putzmittelsiegel bis hin zu Lebensmittelsiegeln.

Mikroplastik: die unsichtbare Gefahr

In vielen Kosmetikprodukten ist Mikroplastik enthalten. Neben Peelings und Shampoos enthalten auch andere Produkte wie Wimperntusche und Make-Up Mikroplastik. Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind (BUND). Die winzigen Plastikteilchen werden immer mehr zum Problem für die Umwelt und damit auch für unsere Gesundheit. Durch das Abwasser gelangen die Teilchen in die Meere.

Ob die Plastikpartikel in einem Kosmetikprodukt enthalten sind, ist schwer zu erkennen, da es keine explizite Kennzeichnungspflicht für Mikroplastik gibt. Mit Bezeichnungen wie Polyethylen (PE) oder Acrylate (ACS) können viele Konsumenten wenig anfangen. Der BUND hat deshalb eine Broschüre zum Thema Mikroplastik veröffentlicht. In dieser klärt er über die „unsichtbare Gefahr“ von Mikroplastik auf.

In der Broschüre findet sich ein Verzeichnis der häufigsten Kunststoffe in Kosmetika mit deren Bezeichnungen und Abkürzungen. Ebenfalls findet sich eine lange Liste an Kosmetika vieler Marken und deren enthaltenen Kunststoffen: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf

Für diejenigen, die sich die vielen Namen der Kunststoffe nicht merken können bzw. sich nicht sicher sind, ob sie beim Kauf von Kosmetika anhand der Inhaltsangaben Produkte mit Mikroplastik erkennen können, jedoch trotzdem lieber Kosmetika ohne Mikroplastik kaufen möchten, gibt es eine App: Codecheck. Mit Hilfe dieser App kann man beim Einkaufen Produkte scannen. Sie verrät einem, welche bedenklichen bzw. unbedenklichen Inhaltsstoffe in einem Produkt stecken und welche Problematik hinter den Stoffen steckt.

Ausblick: Auch durch Plastik in Textilien und durch unseren alltäglich produzierten Plastikmüll werden die Meere verschmutzt. Eine Grafik auf der Website der Stiftung Warentest zeigt den Kreislauf, welcher durch die Verschmutzung der Meere durch den Menschen entsteht: https://www.test.de/Mikroplastik-Riskante-Teilchen-in-Pullis-Peelings-und-Plankton-4817845-4818532/