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Mittwoch, 6. November 2019

Fridays For Future - Aktivisten gegen die Klimakatastrophe

Die "Fridays For Future"- Bewegung: Streiken für ein besseres Klima - "Skolstrejk för klimatet"

Jeden Freitag bleiben tausende Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt dem Unterricht fern. Der Grund: Unter dem Motto "Fridays For Future" gehen sie, ganz nach dem Vorbild der Initiatorin, Greta Thunberg, auf die Straßen und demonstrieren für den Klimaschutz. Was einst als "Skolstrejk för klimatet" von dem 16-jährigen Mädchen aus Schweden begann, hat sich unlängst zu einer globalen, sozialen Bewegung entwickelt.

Die "Fridays For Future"-Bewegung hat es durch ihre Proteste und deren öffentlichen Aufsehen, vor allem in den Medien, geschafft, die Politik ganz klar zu addressieren. Es ist den Verantwortlichen gelungen, das Thema des Klimaschutzes stärker zu emotionalisieren und somit auch eine gewisse individuelle Betroffenheit bei Jedem zu erreichen. Denn nun wird es umso deutlicher gemacht, dass der Schutz der Umwelt direkt auch unser Leben betrifft.

Mit ihrem langen Atem, denn die Demonstrationen finden mittlerweile schon seit ganzen 44 Wochen jeden Freitag statt, gelingt es gleichzeitig den Druck auf die Politik aufzubauen. Diesen zu ignorieren ist aufgrund der vorliegenden Situation wohl kaum mehr möglich.

Die Aktivisten streiken für eine "wirkungsvolle" Politik, deren Hauptaufgabe in der Bewältigung des wohl größten Problems des 21. Jahrhunderts liegt: Die Bedrohung durch die Klimakrise, welche eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation darstellt.

Allgemein verstehen sich die FFFD selbst als Graswurzelbewegung mit etwa 600 Ortsgruppen in ganz Deutschland.

Immer auf dem Laufenden was die neusten Entwicklungen der FFF-Bewegung angeht und auch über die aktuellsten Fortschritte bzw. Entscheidungen, die die Politik im Bereich des Klimaschutzes trifft lassen sich im Blog entdecken.

Ihre größte Forderung: Die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels.

"Es darf nicht die alleinige Aufgabe der Jugend sein, Verantwortung für die Priorisierung des Klimaschutzes zu übernehmen. Da die Politik diese kaum wahrnimmt, sehen wir uns gezwungen, weiter zu streiken, bis gehandelt wird!" - FFF

Mehr Informationen, auch zu Streikterminen und Ortsgruppen findet ihr hier: Fridays For Future

Samstag, 13. April 2019

Kleinprojekt „Nachhaltigkeit im E-Center Besigheim“

„Als ich ungefähr 8 Jahre alt war, hörte ich zum ersten Mal vom Klimawandel und von der globalen Erwärmung. Offenbar hatten das Menschen durch ihre Lebensweise verursacht. Mir wurde gesagt ich solle das Licht ausmachen, um Energie zu sparen, und Papier wiederverwenden, um Ressourcen zu sparen. Ich erinnerte mich daran, dass ich es sehr seltsam fand, dass Menschen, die eine Tierart von vielen sind, dazu fähig sind, das Erdklima zu verändern. Denn, wenn wir es wären, und es tatsächlich geschah, dann würden wir doch über nichts Anderes mehr sprechen. Im Fernsehen würde es nur darum gehen. Schlagzeilen, Radio und Zeitungen - wir würden von nichts Anderem hören und lesen, so als wäre ein Weltkrieg ausgebrochen. Aber niemand sprach darüber.“ (Thunberg, G., TEDxStockholm, 2018)
Und genau diese Fragen stellte ich mir Woche für Woche, als ich Hunderten von Menschen am Wochenende ihre Lebensmittel verkaufte. Warum spricht hier niemand davon, dass wir an unserem Lebensstil etwas ändern müssen? Warum kauft der Großteil der Menschen weiterhin genauso ein, als wüssten sie nicht, dass das Thema Erderwärmung bzw. Klimawandel uns alle etwas angeht und wir nur etwas verändern können, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Warum sehen die meisten Menschen, die mit gutem Gewissen weiter ihre Mandarinen in Plastiktüten einpacken, obwohl drei Meter weiter eine Papiertüte liegt, diesen Strang nicht? Wollen sie ihn nicht sehen? Sind die zu faul, ihn zu sehen? Haben sie Angst, ihn zu sehen?

All diese Fragen wollte ich beantwortet haben und deshalb entschied ich mich, für ein Wochenende nicht an der Kasse zu sitzen. Ich wollte weg von dem Ort, an dem sich die Menschen schon entschieden haben, was sie aufs Band legen, hin zu dem Ort, an dem man – so glaubte ich – noch etwas beeinflussten konnte.

Ich fing also an, mir Gedanken zu machen, wie ich das Ganze darstellen könnte. Bewusst war mir dabei, dass das Thema viel zu groß ist, um es auf einen Informationsstand zu reduzieren. Deshalb entschied ich mich, das Thema Nachhaltigkeit nur auf den Alltag herunterzubrechen. Ich entwarf einen Flyer, auf dem lediglich einfache und leicht umsetzbare Tipps für den Alltag notiert waren. Zudem bestellte ich mehr Obst- und Gemüsenetze sowie Transportdosen für die Wurst-, Käse- und Fleischtheke und druckte Saisonkalender von dem Obst und Gemüse aus, welches man in unserem Markt kaufen kann.

Der Plan stand, die Einwilligung von meinem Chef hatte ich und dann ging es los. Geplant hatte ich, diesen Informationsstand an einem Freitag und einem Samstag von 10-15 Uhr in der Obst - und Gemüseabteilung unseres Marktes aufzubauen.