Donnerstag, 14. November 2019

Peak Oil und seine Auswirkungen

Kann das Öl ausgehen? Obwohl die Peak Oil-Theorie eine Schlüsselrolle in der Lösung der Klimafrage darstellt, spielt sie in den laufenden Diskursen eine eher untergeordnete Rolle, obwohl sie von weltweiter Bedeutung ist. Die Theorie beschäftigt sich mit der Endlichkeit der Ressource Öl, von der momentan über 96 Prozent des Verkehrs in der Europäischen Union abhängig ist.

Bei der Endlichkeit von Rohstoffen wird zwischen einer absoluten und einer relativen Erschöpfung unterschieden. Von der absoluten Erschöpfung wird gesprochen, wenn die Rohstoffe bis zur letzten Einheit verbraucht worden sind, eine relative Erschöpfung liegt bereits dann vor, wenn die Bedürfnisse, die an die Nutzung der Rohstoffe gebunden sind, nicht mehr auf breiter Basis befriedigt werden können. Somit müssten gesellschaftliche Wandlungsprozesse weg vom Öl dann ansetzen, wenn die Nachfrage dauerhaft erheblich über dem Angebot liegt.

In diesem Zusammenhang entwickelte der Geologe M. King Hubbert die Peak Oil-Theorie. Nach dieser wird die weltweite Förderung von Erdöl zunächst stetig ansteigen und dann, sobald die Hälfte des Erdöls gefördert wurde, irreversibel zurückgehen. Da bei Peak Oil theoretisch die Hälfte der Erdölmenge verbraucht sein wird, wird dieser Punkt auch Depletion Midpoint genannt. Allgemein wird als Peak Oil das Allzeit-Fördermaximum an Erdöl, also die maximal pro Jahr jemals geförderte Menge an Rohöl verstanden.

Ursprünglich für die Vorhersage des Förderverlaufs von Erdöl entwickelt, wird dieses Modell inzwischen auch für Erdgas (Peak Gas) und Kohle (Peak Coal) verwendet. Die Frage, wann das globale Ölfördermaximum erreicht wird, ist von internationalem Ausmaß. Jedoch gibt es einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor bei der Prognose künftiger Förderentwicklungen, z.B. weil Staaten durch Fracking die letzten vorhandenen Ressourcen (unkonventionelles Erdöl) erschließen wollen.

Die folgende Ergebnisse aus Forschungsarbeiten möchte ich unbedingt teilen:
  • Erdöl verursacht Verteilungskonflikte - Gerade in ölreichen Regionen finden im Augenblick Kriege statt, bei denen das internationale Militär-Engagement nicht selten auf die Ressourcenvorräte zurückgeführt werden (vgl. Planungsamt der Bundeswehr 2012, 18).
  • Peak Oil 2035 - Da der Ölverbrauch weltweit ansteigt, hatte die Internationale Energieagentur das Erreichen der maximalen Ölfördermenge auf 2035 datiert (vgl. Internationale Energieagentur 2012, 81). Zu welchem Zeitpunkt das Ölfördermaximum eintritt, kann aufgrund einer schwierigen Datenlage wohl erst einige Jahre nach dessen Eintreten datiert werden.
  • Zusammenbruch des Kapitalismus - Ausgerechnet die deutsche Bundeswehr warnt in einem Zukunftsanalysebericht öffentlich davor, dass mittelfristig bei Peak Oil das globale Wirtschaftssystem und jede marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaft zusammenbräche (vgl. Planungsamt der Bundeswehr 2012, 57). Weitere erwarteten Effekte seien Massenarbeitslosigkeit, Hungersnöte und der Zusammenbruch der Infrastruktur (vgl. Planungsamt der Bundeswehr 2012, 58f.). Der Bundeswehrbericht meint, dass Sicherheitsrisiken bei Peak Oil kaum abzuschätzen sind, weil eine Umstellung der Ölversorgung bis zum Eintritt des Peak Oil nicht in allen Weltregionen gleichermaßen möglich sein wird. Es ist wahrscheinlich, dass viele Staaten nicht in der Lage sein werden, die notwendigen Investitionen rechtzeitig und in ausreichender Höhe zu leisten (vgl. ebd.). Offengelassen wurde, ob Deutschland sich aus der Ölabhängigkeit noch rechtzeitig retten kann.
Verwendete Literatur:

Sonntag, 10. November 2019

Masterseminar: Sitzung am Do wird verschoben

Leider kann die Sitzung am kommenden Donnerstag nicht stattfinden. Dadurch verschieben sich alle Sitzungen um eine Woche. Den aktualisierten Seminarplan finden Sie hier...

Samstag, 9. November 2019

Sandvorspülungen an der Nordsee - ein verlorener Kampf gegen die Natur

Die Nordseeinsel Sylt bietet mit ihrer geographischen Lage eine Art Schutzdamm für das Wattenmeer und das dahinterliegende Festland. Das Wattenmeer bietet für Zugvögel und andere Tiere einen unvergleichbaren Lebensraum. Millionen Zugvögel rasten zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, mehrere Wochen im nahrungsreichen Wattenmeer, um hier Energie aufzutanken - auf dem weiten Weg in die Brutgebiete im hohen Norden bzw. die Winterquartiere in südlichen Gefilden. 
Sylt ist die Insel, die am stärksten der Kraft der Strömung und Wellen der Nordsee ausgesetzt ist. Jedes Jahr verliert die Insel daher erhebliche Mengen an Sand und wird kleiner.

Auf Grund dessen wurden seit 1972 als Küstenschutzmaßnahme rund 50 Millionen Kubikmeter Sand auf die Nordseeinsel Sylt vorgespült. Dies sind 1,3 Millionen Kubikmeter Sand pro Jahr, was wiederum 600 50-Meter-Becken eines Freibads entspricht. Die Kosten dafür belaufen sich insgesamt auf 230 Millionen Euro. Aktuell belaufen sich die gesamten Kosten der Küstenschutzmaßnahmen der Insel Sylt auf 80 Millionen Euro pro Jahr. Würden diese Maßnahmen eingestellt werden, würden Sylt und andere Nordseeinseln langfristig nicht mehr existieren, was einen Verlust des Festlands von Schleswig Holstein von bis zu 25% zur Folge haben kann.

Wenn heute über die Klimakatastrophe gesprochen wird, ist oft die Rede davon, dass sich deren Auswirkungen besonders gut an Meeren oder auf Inseln beobachten lassen. In der Tat war ich das erste Mal im Jahr 2002 und das letzte Mal im Jahr 2016 auf Sylt und konnte den Unterschied feststellen. Die Strände haben deutlich an Sand verloren. Ein Phänomen hat mich jedoch besonders negativ beeindruckt. Die südlichste Stelle der Insel, die "Hörnum-Odde", verschwindet unter den Kräften der Natur mehr und mehr. Im Zuge meiner Recherche fand ich heraus, dass dieses Phänomen nicht nur auf die Gewalten der Natur zurückzuführen ist, sondern zum Großteil von Menschen verursacht ist. Eine Präsentation des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig Holsteins beschreibt diesen Phänomen sehr ausführlich und zeigt die Veränderungen der "Hörnum-Odde" seit 1972.

Die roten Balken am linken Rand der dortigen Grafiken stellen Tetrapoden dar, die die Gebäude (rote Punkte) vor den Wellen und der Strömung schützen sollen. Diese wurden in den 60er Jahren im Auftrag des damaligen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm, der zufällig seinen Zweitwohnsitz an dieser Stelle hatte, zum ersten mal auf den Grund der Nordsee gelassen. Der Plan ging auf. Die Siedlung konnte vor der Strömung und den Wellen geschützt werden und es lagerte sich neuer Sand vor der Siedlung an. Sand, der sich bis dahin schützend an die Sylter Südspitze abgelagert hatte. Auch diverse Umlagerungen der Betonklötze konnte die Situation nicht verbessern. Die Sandvorspülungen und somit auch die "Hörnum-Odde" an diesem Punkt der Insel wurden aufgegeben. Eine Niederlage gegen die Natur.

Quellen und weitere Informationen:

Donnerstag, 7. November 2019

Earthling Ed zu Gast an der PH Ludwigsburg

Ed Winters, besser bekannt als "Earthling Ed", ist ein populärer Umweltaktivist und Tierrechtler aus Großbritannien. Er hält vor allem an Universitäten, aber auch bei TEDx und anderen Veranstaltungen Vorträge über Veganismus, Tierethik und Klimaschutz. Seine Reden sind auf YouTube teilweise millionenfach angeklickt und sein aufrichtiger Aktivismus ist mittlerweile über die Grenzen Großbritanniens hinaus bekannt.

Im Rahmen seiner aktuellen Tour durch Europa kommt Earthling Ed am 30. November an die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg sowie an die Universität Stuttgart.

Im Anschluss an seinen Vortrag wird es eine offene Fragerunde geben. Hier ein kleiner Vorgeschmack:



Orte und Zeiten:

30. November 13:30 Uhr
PH Ludwigsburg, Reuteallee 46, Raum 1.101.

30. November 17:00 Uhr
Universität Stuttgart, Keplerstraße 11, Raum M11.91, 9. OG.

Der Eintritt ist frei.

Klimawandel und Nationalismus

In einem TED-Dialog nach der Veröffentlichung von "Homo Deus" spricht Yuval Noah Harari über die Herausforderungen der modernen globalen Gesellschaft. Hierbei erklärt er diverse Zusammenhänge und Verknüpfungen zwischen diesen großen Herausforderungen.

Er beschreibt, dass eine sehr enge Korrelation zwischen Nationalismus und Klimawandel besteht. Klimawandelleugner stehen oft für nationalistische Werte. Diese Korrelation wirkt zunächst überraschend. Die Antwort ist jedoch offensichtlich: Nationalismus kennt keine Antwort auf die Klimakatastrophe.

Wer also nationalistische Ideologien im 21. Jahrhundert vertreten will, muss sich diesem Problem völlig verweigern. Wer den Klimawandel als Problem anerkennt, der muss multiple Loyalitäten akzeptieren, also neben der Loyalität zur Familie und Nation, welche von Nationalisten vertreten wird, ebenso die Loyalität zur Weltgesellschaft, welche weltweite Probleme auf einer globalen Ebene effizient bearbeiten kann.

Shut up legs

Bei den Treibhausgas-Emissionen nimmt der Verkehrssektor einen großen Teil ein. Bei der Diskussion über die Möglichkeiten zur Reduzierung dieser Emissionen werden häufig die Probleme der E-Autos diskutiert: ungünstiger Strommix, problematische Batterieherstellung usw.

Argumente für ein weiteres Verkehrsmittel liefert das Umweltbundesamt mit "Vorteile[n] des Fahrradfahrens". Auch international genießt das Fahrradfahren einen guten Ruf. So wollen 56 Staaten das Fahrradfahren bis 2030 verdoppeln.

Schon John F. Kennedy wusste, dass "Nichts [...] vergleichbar [ist] mit der einfachen Freude, ein Rad zu fahren." und auch folgendes Zitat verdeutlicht, dass das Fahrradfahren nicht nur dem Klimaschutz dient: "I don't ride a bike to add days to my life. I ride a bike to add life to my days."

Mittwoch, 6. November 2019

Italiens Bildungsminister will das Schulfach "Klimawandel" einführen

Italiens Bildungsminister Lorenzo Fioramonti sorgt für Schlagzeilen. Er will eine Reform des italienischen Bildungssystems und fordert die Einführung des verpflichtenden Schulfachs: "Klimawandel und nachhaltige Entwicklung". Ab September 2020 soll das neue Schulfach für alle Klassen verpflichtend eingeführt werden. Doch sein Reformvorstoß will weiter greifen, um  fächerübergreifend nachhaltige Entwicklung zu lehren. Ob die Pläne des Bildungsministers tatsächlich umgesetzt werden können, ist noch unklar. Klar ist aber, dass dieser Reformvorstoß einiges ins Rollen bringen wird, vor allem auch Widerstände.

Weiterführende Links:
Spiegel Online: Italien führt das Schulfach "Klimawandel" ein
FAZ: Italien führt Klimawandel als Schulfach ein
New York Times

Klimaschutz in Schulen

Der Klimaschutz ist gerade für Kinder und Jugendliche ein wichtiges Anliegen. Niemand ist davon mehr betroffen bzw. wird davon mehr betroffen sein wie die junge Generation. Bewegungen wie Fridays for Future zeigen uns, dass Jugendliche bereit sind, etwas für den Klimaschutz zu tun und dies auch einfordern. Italien führt nun sogar das Schulfach "Klimawandel" ein. Aber was kann an Schulen in Deutschland getan werden, um Schüler*Innen den Klimaschutz näherzubringen und zu thematisieren?

Das BMU fördert seit 2008 verschiedene Klimaschutzprojekte und ähnliches in Schulen und Bildungseinrichtungen. Interessant ist unter anderem die Seite „Escape Climate Change“. Hierbei handelt es sich um ein interaktives Spiel, welches das Thema Klimaschutz schülergerecht angeht. Das Spiel basiert auf dem Escape Games Prinzip, welches allein dadurch auch für Schüler*Innen sicherlich interessant ist. Nur wenn die Schüler*Innen sich mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzen, kommen sie an das Ziel. Der konkrete Ablauf sieht zum Beispiel so aus:


Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Schülern das Thema Klimaschutz auf interessante Art und Weise näherzubringen. Da viele Schüler*Innen selbst auch aktiv werden wollen, lohnt es sich sicher auch, innerhalb des Klassenzimmers einen Blick auf das Thema Energiesparen zu werfen. Die Seite energiesparmeister.de hat beispielsweise einen Leitfaden als PDF erstellt, der zeigt, wie im Klassenzimmer Energie aktiv gespart werden kann. Interessant ist, dass hier auch immer wieder Beispiele innerhalb der Schule aufgegriffen werden. Auf der Seite können Interessierte außerdem an einem Wettbewerb teilnehmen.

Abenteuer Regenwald - Schüler und Kids für den Regenwald

Was ist ein tropischer Regenwald? Welche Bedeutung haben die Regenwälder der Erde für unser Leben? Welche Tiere und Pflanzen finden sich dort? Welchen Einfluss hat der Regenwald auf unser Klima? Warum soll der Regenwald gerettet und geschützt werden und welche Konsequenzen folgen, wenn Menschen den Regenwald weiterhin abholzen? Diese und weitere Fragen werden auf der Seite Abenteuer Regenwald –Schüler und Kids für den Regenwald beantwortet.

Das UN-Dekadenprojekt fokussiert sich auf Umweltbildung für die nächste Generation zur Wahrung der biologischen Vielfalt. Junge Leser im Alter von 8 bis 15 Jahren, Jugendliche und Schulklassen oder Arbeitsgruppen werden über den Regenwald informiert und ihnen werden Möglichkeiten aufzeigt, wie der Regenwaldschutz sogar von hier, in ihrem täglichen Leben erfolgen kann. Auch haben Schüler die Gelegenheit, alle möglichen Fragen rund um das Thema Regenwald zu stellen und herauszufinden, wie sie ihn schützen können.

Neben zahlreichen Umweltbildungsangeboten und spannenden Artikeln mit Alltagsbezug gibt es auch viele Mitmachangebote wie Spiele oder Bastelvorlagen. Hinzu kommt, dass alle Angebote auf der Website für den Nutzer kosten- und werbefrei sind. Auch für erwachsene Interessenten gibt es auf der Facebookseite von „Abenteuer Regenwald“ die Chance, sich auszutauschen. Das Projekt wird hauptsächlich von ehrenamtlichen Aktivisten durchgeführt sowie durch Spenden finanziert.

Zero Waste Kochen


İn dem Video von Tasty geht es darum zu kochen ohne Müll zu produzieren. Es ist kein sehr seriöser/ wissenschaftlicher Beitrag und das Thema Klimaschutz wird nur indirekt angesprochen. Aber es hat mich zum Nachdenken gebracht, wie viel Plastik, Verpackung und Müll wir in unserem Alltag erzeugen. Vor allem beim Kochen. İm Video werden sehr hilfreiche Alternativen gezeigt, das Einkaufen klimafreundlicher zu gestalten und unseren Alltag mit weniger Müll zu organisieren.

Klimareporter°

Diese Nachrichtenseite konzentriert sich nur auf ein Thema. Auf das wohl wichtigste Thema unserer Zeit: die Klimakrise. Klimareporter° gibt auf der eigenen Seite an, "das erste unabhängige Online-Magazin zu Klimawandel und Energiewende im deutschsprachigen Raum" zu sein. Desweiteren ist klimareporter° ein Projekt des gemeinnützigen Vereins "Klimawissen e.V.". Auf der Seite werden täglich Berichte und Analysen zu den Ursachen und Folgen der Klimakrise veröffentlicht. Auf der Seite finden sich sowohl Informationen zur deutschen, europäischen und globalen Klimapolitik als auch Forschungsergebnisse und Wissenswertes zur Energiewende.

Ice on Fire - Leonardo DiCaprios neuer Dokumentarfilm

Die zunehmende Erderwärmung lässt weltweit Tausende Jahre altes Eis schmelzen. Und das deutlich schneller, als es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Vergangenheit vermutet hatten. Doch das Auftauen der Permafrostböden ist nur eine von vielen Auswirkungen der Klimakatastrophe, die unsere gesamte Lebensgrundlage gefährdet.

Der von Leonardo DiCaprio und Mathew Schmid für HBO produzierte Dokumentarfilm „Ice on Fire“ lässt keine Zweifel daran, wie ernst die Lage ist. Doch ist das Ziel der Dokumentation nicht die Verbreitung von Panik, sondern die Aufklärung der Zuschauer und das Aufzeigen (technischer) Möglichkeiten, die Auswirkungen der Klimakatastrophe zu lindern.

Anders als in DiCaprios erster Klima-Dokumentation „Before the Flood“ (hier in voller Länge) tritt er dieses Mal nur als Erzählerstimme auf. Denn es stehen andere im Fokus: Wissenschaftler, die Temperaturen messen, Luftproben analysieren, das Schrumpfen der Gletscher dokumentieren und die Folgen abschmelzender Polkappen ergründen.

Klimakiller Methan

Der fortschreitende Klimawandel wird in der öffentlichen Debatte fast ausschließlich mit Kohlenstoffdioxid assoziiert. Tatsächlich aber übertrifft die Klimawirkung von Methan diejenige von Kohlenstoffdioxid um das 25-fache. In den vergangenen Jahren stieg die Methankonzentration in der Luft zudem rasant an. Besonders der übermäßige Fleischkonsum der Industrienationen und die daraus resultierende Massentierhaltung tragen entscheidend zum menschengemachten Methanausstoß bei.

Ein verstärktes Augenmerk muss zudem auf das Auftauen der Permafrostböden, beispielsweise in Alaska oder Sibirien, gelegt werden. Diese Permafrostböden speichern gigantische Mengen an Methan und Kohlenstoffdioxid, die im Zuge der Erderwärmung sukzessive an die Atmosphäre abgegeben werden. Eine Beschleunigung der Erderwärmung und ein noch rascheres Auftauen der Permafrostböden sind die Folge. Die Gefahr eines fatalen Teufelskreises ist somit nicht von der Hand zu weisen.

Fridays For Future - Aktivisten gegen die Klimakatastrophe

Die "Fridays For Future"- Bewegung: Streiken für ein besseres Klima - "Skolstrejk för klimatet"

Jeden Freitag bleiben tausende Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt dem Unterricht fern. Der Grund: Unter dem Motto "Fridays For Future" gehen sie, ganz nach dem Vorbild der Initiatorin, Greta Thunberg, auf die Straßen und demonstrieren für den Klimaschutz. Was einst als "Skolstrejk för klimatet" von dem 16-jährigen Mädchen aus Schweden begann, hat sich unlängst zu einer globalen, sozialen Bewegung entwickelt.

Die "Fridays For Future"-Bewegung hat es durch ihre Proteste und deren öffentlichen Aufsehen, vor allem in den Medien, geschafft, die Politik ganz klar zu addressieren. Es ist den Verantwortlichen gelungen, das Thema des Klimaschutzes stärker zu emotionalisieren und somit auch eine gewisse individuelle Betroffenheit bei Jedem zu erreichen. Denn nun wird es umso deutlicher gemacht, dass der Schutz der Umwelt direkt auch unser Leben betrifft.

Mit ihrem langen Atem, denn die Demonstrationen finden mittlerweile schon seit ganzen 44 Wochen jeden Freitag statt, gelingt es gleichzeitig den Druck auf die Politik aufzubauen. Diesen zu ignorieren ist aufgrund der vorliegenden Situation wohl kaum mehr möglich.

Die Aktivisten streiken für eine "wirkungsvolle" Politik, deren Hauptaufgabe in der Bewältigung des wohl größten Problems des 21. Jahrhunderts liegt: Die Bedrohung durch die Klimakrise, welche eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation darstellt.

Allgemein verstehen sich die FFFD selbst als Graswurzelbewegung mit etwa 600 Ortsgruppen in ganz Deutschland.

Immer auf dem Laufenden was die neusten Entwicklungen der FFF-Bewegung angeht und auch über die aktuellsten Fortschritte bzw. Entscheidungen, die die Politik im Bereich des Klimaschutzes trifft lassen sich im Blog entdecken.

Ihre größte Forderung: Die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels.

"Es darf nicht die alleinige Aufgabe der Jugend sein, Verantwortung für die Priorisierung des Klimaschutzes zu übernehmen. Da die Politik diese kaum wahrnimmt, sehen wir uns gezwungen, weiter zu streiken, bis gehandelt wird!" - FFF

Mehr Informationen, auch zu Streikterminen und Ortsgruppen findet ihr hier: Fridays For Future