Um sich in unserer Konsumgesellschaft ein bisschen bewusster zu bewegen, haben sich die Leiter der Website rankabrand zusammengesetzt, um große Marken kritisch auf Nachhaltigkeit zu durchleuchten.
Die dabei gewählten Bereiche sind die größten Konsumstellen wie Mode, Telekommunikation, Lebensmittel, Online, Elektronik und Kosmetika. Insgesamt sind auf der Website über 2000 Marken gelistet, die in ökologischer und sozialer Hinsicht streng geprüft und "gerankt" werden. Als Fazit gibt es Einstufungen von A bis E. Alle Referenzen zu den jeweiligen Bewertungen sind auch mit Quellen hinterlegt.
Eine gute Möglichkeit, um den Markt mit bewusstem Kaufverhalten in Richtung Nachhaltigkeit zu beeinflussen!
Dienstag, 28. Mai 2019
Montag, 27. Mai 2019
Share - Teilen als Mission
Die Firma Share möchte jedem Menschen den Zugang zu Essen, Trinken und Hygiene ermöglichen. Jeder kann mit seinem täglichen Konsum etwas dazu beitragen. Share nennt dieses Prinzip sozialen Konsum.
Aber kann Konsum überhaupt sozial sein? Definitiv! Denn es wird nicht nur das eigene Bedürfnis befriedigt, sondern auch das eines anderen Menschen. Share basiert auf dem 1 + 1 Prinzip, das bedeutet, dass mit jedem Kauf eines Produkts einem Menschen in Not geholfen wird, indem an ihn ein gleichwertiges Produkt gespendet wird. Es wird geteilt, ohne abzugeben.
Transparenz wird bei Share großgeschrieben. Auf der Verpackung von jedem Share-Produkt findet man einen Track-Code, mit dem man genau nachverfolgen kann, wo man hilft. Die Produkte selbst sind gleichzeitig auch umweltfreundlich, die Wasserflaschen zum Beispiel sind zu 100% recycelt und die Hygieneprodukte vegan und tierversuchsfrei.
Aber kann Konsum überhaupt sozial sein? Definitiv! Denn es wird nicht nur das eigene Bedürfnis befriedigt, sondern auch das eines anderen Menschen. Share basiert auf dem 1 + 1 Prinzip, das bedeutet, dass mit jedem Kauf eines Produkts einem Menschen in Not geholfen wird, indem an ihn ein gleichwertiges Produkt gespendet wird. Es wird geteilt, ohne abzugeben.
Transparenz wird bei Share großgeschrieben. Auf der Verpackung von jedem Share-Produkt findet man einen Track-Code, mit dem man genau nachverfolgen kann, wo man hilft. Die Produkte selbst sind gleichzeitig auch umweltfreundlich, die Wasserflaschen zum Beispiel sind zu 100% recycelt und die Hygieneprodukte vegan und tierversuchsfrei.
Happy Cow - praktischer Alltagshelfer für eine pflanzliche Ernährung
Die Produktion tierischer Lebensmittel geht mit massiven Auswirkungen auf unsere Umwelt einher. Inbesondere die industrielle Massentierhaltung, aus welcher der Großteil aller tierischen Produkte stammt, ist durch einen enormen Flächen-, Wasser- und Energieverbrauch gekennzeichnet. Die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten belastet außerdem das Klima durch einen hohen Ausstoß verschiedener Emissionen wie die des Ozon-Killers Methylbromid, Stickoxid und Methangas. Die Rodung des Regenwaldes sowie die großflächige Nutzung anderer Gebiete für die Massentierhaltung und deren Futterproduktion führt zur Zerstörung natürlicher Lebensräume und in letzter Konsequenz zum Rückgang der Artenvielfalt.
Es gibt demnach viele Gründe, die für eine pflanzliche Ernährung ohne Tierleid sprechen. Entgegen mancher Vorurteile ist die pflanzliche Ernährungsweise, auch dank zahlreicher Ersatzprodukte, nicht sonderlich kompliziert oder aufwendig. Schnell finden sich neue, pflanzliche Lieblingsprodukte im Supermarkt und leckere Rezepte für Zuhause. Doch wie findet man unterwegs, möglicherweise in einer fremden Stadt, die passenden Restaurants und Kaffees mit vielfältigen Angeboten?
Die Internetseite sowie die dazugehörige App für iPhone und Android namens Happy Cow bietet eine schnelle Orientierung bei der Suche nach vegetarischen und veganen Restaurants, Läden, Kaffees und Bars.
Hinter dieser Anwendung steht eine riesige weltweite Datenbank, welche die Nutzung von Happy Cow an vielen Orten ermöglicht. Es gibt unterschiedliche Filterfunktionen wie "rein vegan", "vegetarisch-vegan" oder "veggie-freundlich", wodurch die Suche perfekt an die eigenen Kriterien angepasst werden kann. Insbesondere die Kommentare und Bewertungen anderer Besucherinnen und Besucher können äußerst hilfreich sein. Zudem lassen sich den Angaben meistens Öffnungszeiten und Preisspanne entnehmen. Die App bietet außerdem die Möglichkeit, ausgesuchte Restaurants zu speichern und sich diese dann auf einer übersichtlichen Karte anzeigen zu lassen.
Es lohnt sich in jedem Fall, Happy Cow bei der nächsten Restaurantsuche oder dem nächsten Städtetrip einmal auszuprobieren.
Es gibt demnach viele Gründe, die für eine pflanzliche Ernährung ohne Tierleid sprechen. Entgegen mancher Vorurteile ist die pflanzliche Ernährungsweise, auch dank zahlreicher Ersatzprodukte, nicht sonderlich kompliziert oder aufwendig. Schnell finden sich neue, pflanzliche Lieblingsprodukte im Supermarkt und leckere Rezepte für Zuhause. Doch wie findet man unterwegs, möglicherweise in einer fremden Stadt, die passenden Restaurants und Kaffees mit vielfältigen Angeboten?
Die Internetseite sowie die dazugehörige App für iPhone und Android namens Happy Cow bietet eine schnelle Orientierung bei der Suche nach vegetarischen und veganen Restaurants, Läden, Kaffees und Bars.
Hinter dieser Anwendung steht eine riesige weltweite Datenbank, welche die Nutzung von Happy Cow an vielen Orten ermöglicht. Es gibt unterschiedliche Filterfunktionen wie "rein vegan", "vegetarisch-vegan" oder "veggie-freundlich", wodurch die Suche perfekt an die eigenen Kriterien angepasst werden kann. Insbesondere die Kommentare und Bewertungen anderer Besucherinnen und Besucher können äußerst hilfreich sein. Zudem lassen sich den Angaben meistens Öffnungszeiten und Preisspanne entnehmen. Die App bietet außerdem die Möglichkeit, ausgesuchte Restaurants zu speichern und sich diese dann auf einer übersichtlichen Karte anzeigen zu lassen.
Es lohnt sich in jedem Fall, Happy Cow bei der nächsten Restaurantsuche oder dem nächsten Städtetrip einmal auszuprobieren.
Öko-Amazon: Avocadostore
Amazon und Öko? Ein kapitalistisches Unternehmen und Nachhaltigkeit in einem Satz? Ja das geht! Die Begründer der Online-Plattform www.avocadostore.de, Philipp Gloeckler und Stephan Uhrenbacher, zeigen uns eindrucksvoll, dass Konsum und Nachhaltigkeit sich nicht automatisch ausschließen.
Nach Vorbild des Onlinegiganten Amazon haben die beiden Unternehmer eine Verkaufsplattform gegründet, die sich als Ziel gesetzt hat, dass alle angebotenen Produkte nachhaltig hergestellt werden und gleichzeitig umweltfreundlich sind. Dazu haben sie zehn Kriterien für Nachhaltigkeit, die von jedem der bisher 165 Händler erfüllt werden müssen.
Einige dieser Kriterien wären zum Beispiel, dass die Produkte in Deutschland hergestellt werden müssen, dass sie fair und sozial sind sowie vegan und haltbar sein müssen. Die zehn Kriterien sind mit Erklärung auf der Startseite transparent und verständlich nachzulesen.
Ob die Unternehmer hier eine Marktlücke gefunden haben und mit ihrer Plattform durchstarten werden, das wird sich mit der Zeit zeigen. Fakt ist aber: Auch wenn für uns Konsum und Nachhaltigkeit zwei Begriffe sind, die noch nicht richtig zusammenpassen, kann man mit solchen Ideen Nachhaltigkeit voranbringen.
Der Artikel zum Avocadostore: https://www.geschaeftsideen.de/Produkte-aus-oekologischer-Nachhaltigkeit.html
Nach Vorbild des Onlinegiganten Amazon haben die beiden Unternehmer eine Verkaufsplattform gegründet, die sich als Ziel gesetzt hat, dass alle angebotenen Produkte nachhaltig hergestellt werden und gleichzeitig umweltfreundlich sind. Dazu haben sie zehn Kriterien für Nachhaltigkeit, die von jedem der bisher 165 Händler erfüllt werden müssen.
Einige dieser Kriterien wären zum Beispiel, dass die Produkte in Deutschland hergestellt werden müssen, dass sie fair und sozial sind sowie vegan und haltbar sein müssen. Die zehn Kriterien sind mit Erklärung auf der Startseite transparent und verständlich nachzulesen.
Ob die Unternehmer hier eine Marktlücke gefunden haben und mit ihrer Plattform durchstarten werden, das wird sich mit der Zeit zeigen. Fakt ist aber: Auch wenn für uns Konsum und Nachhaltigkeit zwei Begriffe sind, die noch nicht richtig zusammenpassen, kann man mit solchen Ideen Nachhaltigkeit voranbringen.
Der Artikel zum Avocadostore: https://www.geschaeftsideen.de/Produkte-aus-oekologischer-Nachhaltigkeit.html
Ernährungsrat in Köln: Beispiel nachhaltiger Kommunalpolitik?
Auf das Projekt „Ernährungsrat“ wurde ich in einem Vortrag des Dokumentarfilmers Valentin Thurn (einem breiteren Publikum bekannt geworden durch den Dokumentarfilm „Taste the waste“, Autor des Buches „Genial lokal“) aufmerksam. Grundlegend orientiert sich das Konzept des Ernährungsrates an den sogenannten „Food Policy Councils“, die in den USA bereits längere Zeit bestehen.
Das zentrale Anliegen eines Ernährungsrates oder der „Food Policy Councils“ ist es, ein Forum für alle Akteure zu bieten, die in dem regionalen Ernährungssystem involviert sind. Dazu gehören ebenso VertreterInnen der lokalen Wirtschaft (GastronomInnen, LandwirtInnen etc.), der kommunalen Politik wie auch Konsumenten und Konsumentinnen.
In der Stadt Köln setzt sich der Ernährungsrat jeweils zu einem Drittel aus Vertretern und Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft zusammen. Durch verschiedene Ausschüsse (z.B. „Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung“ oder „Urbane Landwirtschaft / Essbare Stadt“) soll eine nachhaltige Ernährungsstrategie unter Einbezug aller relevanten Akteure erarbeitet werden.
Ziel ist dabei insbesondere, dass Konsumierende und LandwirtInnen miteinander in Kontakt treten und so ein bewussteres und nachhaltigeres Konsumverhalten angestoßen werden kann. Meiner Meinung nach können Ernährungsräte sinnvolle Ergänzungen zu einer global ausgerichteten Politik nachhaltiger Entwicklung darstellen. Gut wird die Idee des Ernährungsrates in diesem kurzen Video zusammengefasst:
Das zentrale Anliegen eines Ernährungsrates oder der „Food Policy Councils“ ist es, ein Forum für alle Akteure zu bieten, die in dem regionalen Ernährungssystem involviert sind. Dazu gehören ebenso VertreterInnen der lokalen Wirtschaft (GastronomInnen, LandwirtInnen etc.), der kommunalen Politik wie auch Konsumenten und Konsumentinnen.
In der Stadt Köln setzt sich der Ernährungsrat jeweils zu einem Drittel aus Vertretern und Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft zusammen. Durch verschiedene Ausschüsse (z.B. „Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung“ oder „Urbane Landwirtschaft / Essbare Stadt“) soll eine nachhaltige Ernährungsstrategie unter Einbezug aller relevanten Akteure erarbeitet werden.
Ziel ist dabei insbesondere, dass Konsumierende und LandwirtInnen miteinander in Kontakt treten und so ein bewussteres und nachhaltigeres Konsumverhalten angestoßen werden kann. Meiner Meinung nach können Ernährungsräte sinnvolle Ergänzungen zu einer global ausgerichteten Politik nachhaltiger Entwicklung darstellen. Gut wird die Idee des Ernährungsrates in diesem kurzen Video zusammengefasst:
Weiter Informationen finden sich auch auf der Homepage der Initiative.
Rübenretter
Gib krummen Gemüse eine Chance. Die inneren Werte zählen.
Zu krumm, zu schief, zu klein, zu verdreht – es hat viele Gründe, wieso Gemüse oder Obst bei der Ernte aussortiert wird und nicht in den Handel kommt. Eine krumme Gurke oder ein Apfel mit ein paar Macken landen einfach im Müll, obwohl diese genauso lecker sind. Bis zu 50% einer Ernte werden aufgrund von optischem Makel aussortiert.
Ein engagiertes Team aus Berg möchte gegen diese Lebensmittelverschwendung etwas unternehmen und gründet das Projekt Rübenretter. In enger Zusammenarbeit mit Bio-Bauern leisten sie ihren Beitrag zu nachhaltigem Konsum. Jeder kann online einfach eine Retterbox in Form eines Abos bestellen und wird so zum Rübenretter. Die Retterbox enthält Gemüse und Obst und ist in verschiedenen Größen erhältlich. Das Gemüse kommt von Bauern aus der Region und das Obst kommt aus Spanien. Was genau in der Box landet, entscheidet die Natur.
Zu krumm, zu schief, zu klein, zu verdreht – es hat viele Gründe, wieso Gemüse oder Obst bei der Ernte aussortiert wird und nicht in den Handel kommt. Eine krumme Gurke oder ein Apfel mit ein paar Macken landen einfach im Müll, obwohl diese genauso lecker sind. Bis zu 50% einer Ernte werden aufgrund von optischem Makel aussortiert.
Ein engagiertes Team aus Berg möchte gegen diese Lebensmittelverschwendung etwas unternehmen und gründet das Projekt Rübenretter. In enger Zusammenarbeit mit Bio-Bauern leisten sie ihren Beitrag zu nachhaltigem Konsum. Jeder kann online einfach eine Retterbox in Form eines Abos bestellen und wird so zum Rübenretter. Die Retterbox enthält Gemüse und Obst und ist in verschiedenen Größen erhältlich. Das Gemüse kommt von Bauern aus der Region und das Obst kommt aus Spanien. Was genau in der Box landet, entscheidet die Natur.
FAIRlaufen in Stuttgart - die interaktive Stadtrallye
Ab Ende Juni 2019 bietet das Welthaus Stuttgart eine interaktive Stadtrallye an:
Das Ziel der Stadtrallye ist es, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster in Stuttgart aufzuzeigen und damit das SDG 12 und dessen Umsetzung vor Ort bekannter zu machen. Auch die restlichen SDGs werden an passender Stelle mit aufgenommen. SDG steht für Sustainable Development Goal, was mit "Ziele für nachhaltige Entwicklung" übersetzt wird.
Es handelt sich um eine digital unterstützte Stadtrallye. Das selbst mitgebrachte mobile Endgerät navigiert die Teilnehmer*innen zu den Stationen. An den Stationen werden die Teilnehmer*innen durch interaktive Aufgaben, Fragestellungen und im Gespräch mit den Mitarbeiter*innen vor Ort an das Stationsthema herangeführt. Der Fokus liegt darauf, positive Handlungsoptionen aufzuzeigen und die Handlungskompetenzen der Spieler*innen auszubilden. Trotzdem wird auch eine kritische Perspektive geschult. Die Spieler*innen nehmen sich während der Stadtrallye gleichzeitig als Individuen und als Teil der Gesellschaft wahr. Sie lernen, wie ihre eigenen Konsumentscheidungen Einfluss auf die Gesamtgesellschaft haben, und lernen, mit dem Spannungsfeld zwischen individuellen und gesellschaftlichen Interessen umzugehen.
Ort: Stuttgart (S-Mitte/S-West)
Zielgruppe(n): Schüler*innen jeder Schulform ab der 8. Klasse, Freundeskreise, Betriebsausflüge usw. mit pädagogischer Vor- und Nachbereitung; Einzelpersonen und Öffentlichkeit ohne pädagogische Begleitung.
Dauer: ca. 3 Stunden
Fortbewegungsmittel: Zu Fuß und mit dem ÖPNV
Kosten: 25€ pro Gruppe und Kosten für den ÖPNV
Vorraussetzung: Ein eigenes mobiles Endgerät mit Internetverbindung und GPS
Themen: Textilwirtschaft, Elektronik, Recycling, Lebensmittel, Fair Trade, Sozialunternehmertum
Stationen: Welthaus Stuttgart, Weltladen an der Planie, Weltcafé Stuttgart, Second Dreams, AfB, Oxfam Buchshop, Greenality, smark Kessellädle, Café Immersatt e.V.
Buchung: Mo-Fr ab 10:30 Uhr
Jetzt Buchung anfragen unter: lena.wissel@welthaus-stuttgart.de
Die Website wird Ende Juni gelaunched!
Ein Projekt des Welthaus Stuttgart e.V. in Kooperation mit den Stuttgarter Weltläden und dem EPiZ Reutlingen + Bildung trifft Entwicklung (BtE), gefördert durch die SEZ - Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg
Das Ziel der Stadtrallye ist es, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster in Stuttgart aufzuzeigen und damit das SDG 12 und dessen Umsetzung vor Ort bekannter zu machen. Auch die restlichen SDGs werden an passender Stelle mit aufgenommen. SDG steht für Sustainable Development Goal, was mit "Ziele für nachhaltige Entwicklung" übersetzt wird.
Es handelt sich um eine digital unterstützte Stadtrallye. Das selbst mitgebrachte mobile Endgerät navigiert die Teilnehmer*innen zu den Stationen. An den Stationen werden die Teilnehmer*innen durch interaktive Aufgaben, Fragestellungen und im Gespräch mit den Mitarbeiter*innen vor Ort an das Stationsthema herangeführt. Der Fokus liegt darauf, positive Handlungsoptionen aufzuzeigen und die Handlungskompetenzen der Spieler*innen auszubilden. Trotzdem wird auch eine kritische Perspektive geschult. Die Spieler*innen nehmen sich während der Stadtrallye gleichzeitig als Individuen und als Teil der Gesellschaft wahr. Sie lernen, wie ihre eigenen Konsumentscheidungen Einfluss auf die Gesamtgesellschaft haben, und lernen, mit dem Spannungsfeld zwischen individuellen und gesellschaftlichen Interessen umzugehen.
Ort: Stuttgart (S-Mitte/S-West)
Zielgruppe(n): Schüler*innen jeder Schulform ab der 8. Klasse, Freundeskreise, Betriebsausflüge usw. mit pädagogischer Vor- und Nachbereitung; Einzelpersonen und Öffentlichkeit ohne pädagogische Begleitung.
Dauer: ca. 3 Stunden
Fortbewegungsmittel: Zu Fuß und mit dem ÖPNV
Kosten: 25€ pro Gruppe und Kosten für den ÖPNV
Vorraussetzung: Ein eigenes mobiles Endgerät mit Internetverbindung und GPS
Themen: Textilwirtschaft, Elektronik, Recycling, Lebensmittel, Fair Trade, Sozialunternehmertum
Stationen: Welthaus Stuttgart, Weltladen an der Planie, Weltcafé Stuttgart, Second Dreams, AfB, Oxfam Buchshop, Greenality, smark Kessellädle, Café Immersatt e.V.
Buchung: Mo-Fr ab 10:30 Uhr
Jetzt Buchung anfragen unter: lena.wissel@welthaus-stuttgart.de
Die Website wird Ende Juni gelaunched!
Ein Projekt des Welthaus Stuttgart e.V. in Kooperation mit den Stuttgarter Weltläden und dem EPiZ Reutlingen + Bildung trifft Entwicklung (BtE), gefördert durch die SEZ - Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg
Sonntag, 26. Mai 2019
Wiederbelebt - Upcycling Fashion in Stuttgart
Die LabelgründerInnen haben sich mit Textilunternehmen aus Baden-Württemberg zusammengetan und kaufen deren Überschüsse auf. Dabei werden nicht nur Stoffe, sondern auch Knöpfe oder Reißverschlüsse wiederverwertet. Neben den Materialien werden die Kollektionen im eigenen Atelier designed und in einer eigenen Produktionsstätte produziert und somit auch kontrolliert.
https://www.wiederbelebt.de/
Esslinger Straße 14
70182 Stuttgart
Ohne PlaPla - verpackungsfrei in Ludwigsburg
In Plastik verpackte Lebensmittel war gestern - zumindest zum Teil. Denn seit ein paar Monaten hat in Ludwigsburg (und damit auch für uns Studenten der PH einfach erreichbar) ein verpackungs- und plastikfreier Laden eröffnet.
Ohne PlaPla verkauft alles, was nachhaltige Konsumenten, die Wert auf zero waste oder zumindest less waste legen, mögen. Von Nudeln über vegane Schokolade bis hin zu Waschpulver, Seifen und wiederverwendbaren Hygieneartikeln ist beinahe alles dabei, was man im Alltag brauchen kann.
Und anders als man vielleicht erwartet, sind die Preise hier nicht überdimensional hoch, sodass auch wir Studenten eigentlich keine Ausrede mehr haben, um nicht unsere Glasbehälter von zuhause zu schnappen und die nächste Mahlzeit plastik- und verpackungsfrei einzukaufen.
Und wer mal in Ruhe ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee genießen möchte, kann dies auch vor Ort im angrenzenden Café - alles fairtrade und auf Wunsch vegan.
Ohne PlaPla verkauft alles, was nachhaltige Konsumenten, die Wert auf zero waste oder zumindest less waste legen, mögen. Von Nudeln über vegane Schokolade bis hin zu Waschpulver, Seifen und wiederverwendbaren Hygieneartikeln ist beinahe alles dabei, was man im Alltag brauchen kann.
Und anders als man vielleicht erwartet, sind die Preise hier nicht überdimensional hoch, sodass auch wir Studenten eigentlich keine Ausrede mehr haben, um nicht unsere Glasbehälter von zuhause zu schnappen und die nächste Mahlzeit plastik- und verpackungsfrei einzukaufen.
Und wer mal in Ruhe ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee genießen möchte, kann dies auch vor Ort im angrenzenden Café - alles fairtrade und auf Wunsch vegan.
Samstag, 25. Mai 2019
Café Raupe Immersatt
Auf der Suche nach einem passenden Beitrag für die Fundgrube bin ich auf das Foodsharing-Café Raupe Immersatt in Stuttgart gestoßen. Am 06.06.2019 um 17 Uhr eröffnet das Café Raupe Immersatt am Hölderlinplatz in Stuttgart. Besonders hervorzuheben ist, dass das Foodsharing-Konzept in das Café integriert wird. Dies bedeutet, dass ein Foodsharing Fairteiler im Café installiert werden soll. Für die hygienischen Rahmenbedingungen werden die Mitarbeiter*innen des Cafés zuständig sein.
Die Getränke werden nach regionalen und nachhaltigen Gesichtspunkten ausgewählt, sodass keine unnötigen Transportwege entstehen. Außerdem wird es keine festen Preise im Café geben, jede*r bezahlt einfach so viel, wie ihm / ihr das Produkt, beziehungsweise das Getränk wert ist. Obwohl die Preise auf dem Freiwilligkeitsprinzip beruhen, erhalten die Mitarbeiter*innen ein normales Gehalt. Die Gehälter werden transparent auf den Mitgliederversammlungen bestimmt.
Getragen wird das Café von einem gemeinnützigen Verein. Sollten dennoch Gewinne abfallen, werden diese an Bildungsprojekte oder andere gemeinnützige Organisationen gespendet. Ein weiteres Highlight wird mit Sicherheit der Veranstaltungskalender, da sich das Café als kreativer Austauschort sieht. Für mehr Informationen könnt ihr folgende Seite aufrufen: www.raupeimmersatt.de, oder besucht das Café ab dem 6. Juni einfach selbst...
Die Getränke werden nach regionalen und nachhaltigen Gesichtspunkten ausgewählt, sodass keine unnötigen Transportwege entstehen. Außerdem wird es keine festen Preise im Café geben, jede*r bezahlt einfach so viel, wie ihm / ihr das Produkt, beziehungsweise das Getränk wert ist. Obwohl die Preise auf dem Freiwilligkeitsprinzip beruhen, erhalten die Mitarbeiter*innen ein normales Gehalt. Die Gehälter werden transparent auf den Mitgliederversammlungen bestimmt.
Getragen wird das Café von einem gemeinnützigen Verein. Sollten dennoch Gewinne abfallen, werden diese an Bildungsprojekte oder andere gemeinnützige Organisationen gespendet. Ein weiteres Highlight wird mit Sicherheit der Veranstaltungskalender, da sich das Café als kreativer Austauschort sieht. Für mehr Informationen könnt ihr folgende Seite aufrufen: www.raupeimmersatt.de, oder besucht das Café ab dem 6. Juni einfach selbst...
Ecosia - Die ökologische Suchmaschine
Jeder kennt es von sich selbst. Man möchte wissen, wie das Wetter ist, googelt schnell, wie man von A nach B kommt. Dabei muss die Google-Suchmaschine täglich etwa 5,6 Milliarden Suchanfragen bewältigen, das sind in der Sekunde ca. 65.000 Anfragen. Mit der steigenden Anzahl der Internetnutzer wird sich diese Zahl in den nächsten Jahren noch deutlich erhöhen. Als ökologische Alternative zu Google gibt es seit 2009, die in Berlin gegründete Suchmaschine Ecosia. Das Unternehmen spendet ca. 80 Prozent des Überschusses an gemeinnützige Naturschutzorganisationen, um Bäume dort auf der Welt zu pflanzen, wo sie am dringendsten benötigt werden.
Aber wie funktioniert Ecosia? Bei jeder Suchanfrage wird rechts in der Ecke dein persönlicher „Baumzähler“ angezeigt. Die Suchmaschine gibt derzeit an, dass durchschnittlich 45 Suchanfragen benötigt werden, bis ein Baum gepflanzt wird. Unterstützt wird Ecosia dabei von der Suchmaschine Bing, die sowohl Suchergebnisse als auch Suchanzeigen liefert. Seit Oktober 2014 spendet Ecosia für das „Greenig desert“-Projekt von WeForest, durch dessen Hilfe Bäume in Burkina Faso gepflanzt werden. Laut eigenen Angaben hat die Suchmaschine bisher 50 Millionen Bäume gepflanzt.
Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist, dass Ecosia nach eigenen Angaben alle Server mit Ökostrom von Greenpeace Energy betreibt; dies gilt jedoch leider nicht für den eigentlichen Suchvorgang auf den Servern von Bing. Zudem veröffentlichen sie jeden Monat einen Finanzbericht, sodass man jederzeit nachvollziehen kann, wohin genau die Einnahmen aus den Suchanfragen fließen. Auch der Datenschutz spielt bei der Suchanfrageseite eine außergewöhnlich große Rolle. Sie legen Wert darauf, dass keine Daten an Dritte verkauft werden und anonymisierten zusätzlich sämtliche Suchdaten innerhalb von einer Woche.
In der heutigen Zeit wird Nachhaltigkeit ein immer größeres Thema, das sehr ernst genommen werden muss. Daher finde ich, dass auch schon mit kleinen Schritten am Ende große Dinge bewirkt werden können. Leider nutzen dieses Angebot noch viel zu wenig Menschen, jedoch hat mich das Konzept komplett überzeugt, da man mit Suchanfragen, wovon ich am Tag sehr viele habe, etwas Gutes für die Umwelt tun kann - und das ohne großen Aufwand und fast nebenbei.
Aber wie funktioniert Ecosia? Bei jeder Suchanfrage wird rechts in der Ecke dein persönlicher „Baumzähler“ angezeigt. Die Suchmaschine gibt derzeit an, dass durchschnittlich 45 Suchanfragen benötigt werden, bis ein Baum gepflanzt wird. Unterstützt wird Ecosia dabei von der Suchmaschine Bing, die sowohl Suchergebnisse als auch Suchanzeigen liefert. Seit Oktober 2014 spendet Ecosia für das „Greenig desert“-Projekt von WeForest, durch dessen Hilfe Bäume in Burkina Faso gepflanzt werden. Laut eigenen Angaben hat die Suchmaschine bisher 50 Millionen Bäume gepflanzt.
Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist, dass Ecosia nach eigenen Angaben alle Server mit Ökostrom von Greenpeace Energy betreibt; dies gilt jedoch leider nicht für den eigentlichen Suchvorgang auf den Servern von Bing. Zudem veröffentlichen sie jeden Monat einen Finanzbericht, sodass man jederzeit nachvollziehen kann, wohin genau die Einnahmen aus den Suchanfragen fließen. Auch der Datenschutz spielt bei der Suchanfrageseite eine außergewöhnlich große Rolle. Sie legen Wert darauf, dass keine Daten an Dritte verkauft werden und anonymisierten zusätzlich sämtliche Suchdaten innerhalb von einer Woche.
In der heutigen Zeit wird Nachhaltigkeit ein immer größeres Thema, das sehr ernst genommen werden muss. Daher finde ich, dass auch schon mit kleinen Schritten am Ende große Dinge bewirkt werden können. Leider nutzen dieses Angebot noch viel zu wenig Menschen, jedoch hat mich das Konzept komplett überzeugt, da man mit Suchanfragen, wovon ich am Tag sehr viele habe, etwas Gutes für die Umwelt tun kann - und das ohne großen Aufwand und fast nebenbei.
Donnerstag, 23. Mai 2019
Nachhaltigkeit beim Smartphone-Kauf, geht das?
Klar, uns allen ist Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen, doch dafür auf Geräte wie Computer, Laptop, Tablet und vor allem Smartphones zu verzichten, wollen und (immer häufiger auch beruflich) können wir nicht. Eine der größten Industrien also, die der Nachhaltigkeit im Weg steht, ist eine für uns unverzichtbare. Was also tun? Während viele versuchen, auf kostengünstigere Alternativen umzusteigen, die wenigstens ein bisschen nachhaltiger sind als die Big-Player (Apple, Samsung …), bietet ein deutsches Unternehmen eine wunderbare Alternative, die allerdings leider aufgrund von der Entscheidung, weitestgehend auf Marketing zu verzichten, bis heute unbekannt geblieben ist.
Die Rede ist von der Marke: SHIFT (https://www.shiftphones.com/)
SHIFT ist ein deutsches Unternehmen aus Falkenberg in Hessen, das Smartphones herstellt und dabei bemüht ist, die Produktion, den Verkauf, die Verwendung und auch die Entsorgung so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Dabei liefert das Unternehmen ein wichtiges Merkmal, das für den Verbraucher beim Thema Nachhaltigkeit zentral wichtig ist: TRANSPARENZ!
Nahezu nichts bleibt geheim. Auf der offiziellen Website lässt sich ein sogenannter Wirkungsbericht einsehen (https://www.shiftphones.com/downloads/SHIFT-wirkungsbericht-2019-05-10.pdf). Dieses 60 Seiten lange Dokument (das stets in Bearbeitung ist), gibt Aufschluss über alle Themen, die den Verbraucher interessieren:
War die Rücksendung nun also erfolgreich, bekommt der Kunde einen 22 € Gutschein für den Shop, und das beste daran: Es ist völlig egal, in welchem Zustand sich das Gerät befindet! Smartphone aus der Tasche gefallen und im selben Moment rollt ein Auto drüber? (Ja, das hat es alles schon gegeben, es ist unvorstellbar, was für Dinge manchen Menschen mit ihren Smartphones passieren…) Kein Problem! Die Pfandrückgabe kann trotzdem problemlos erfolgen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: die Garantie. Man kennt es von all den großen Herstellern: einmal das Gerät geöffnet und die Garantie ist weg. Andere Software installiert und die Garantie ist weg. Egal was man tut, die Garantie scheint immer zu verfliegen. Doch bei SHIFT läuft das anders: das eigene Herumexperimentieren ist nicht nur erlaubt, es ist sogar gewünscht! Im Shop lassen sich nicht nur fertige Geräte kaufen, auch Ersatzteile kann man separat bestellen, um sie dann daheim selber auszutauschen. Und wenn es eben mal nicht funktioniert ist das nicht schlimm, denn der Garantieanspruch gilt nach wie vor!
Auch das von großen Unternehmen so sehr gehasste Rumpfuschen an der Software: Unzufrieden mit der installierten Android-Version? Spiel einfach das Betriebssystem auf das SHIFT-Phone, das Du willst! SHIFT freut sich hier sogar über Informationen, was für Betriebssysteme sich kompatibel zeigen, um es in ihre Liste aufzunehmen. Und für die, die Reparaturen und Software-Austausch nicht schon von sich aus können, liefert der YouTube-Kanal von SHIFT Anleitungen dafür, wie man Teile austauscht und das SHIFT-Phone reparieren kann.
Man könnte noch mehrere Seiten damit füllen, was das SHIFT-Phone so besonders und nachhaltig macht, doch das kann jeder selbst entdecken mit einem Klick auf die Homepage. Zum Schluss soll aber auch noch ein Kritikpunkt angebracht werden: Diejenigen, die sich stets das neueste iPhone für 1000 € vorbestellen, sollte das kaum interessieren, doch gibt es auch viele, die von den ganzen unnötigen Features eines 500 € Smartphones gar nichts mehr wissen wollen und stattdessen auf 100-200 € teure Alternativen ausweichen. Hier kann SHIFT nicht mithalten. Das günstigste Gerät kostet derzeit 444 € und die Preisspanne geht bis 1222 € (wobei es sich hier um ein Bundle handelt, das die Möglichkeit bietet, das Smartphone „tabletfähig“ zu machen). Doch auch hier ist das Unternehmen außergewöhnlich fair: möchte man auf ein anderes Gerät umsteigen, kann man das zu einem günstigeren Preis tun („Upgradefunktion“), wenn man dafür das bisher genutzte SHIFT-Phone zurücksendet.
Wenn das Smartphone also das nächste mal den Geist aufgibt, lohnt es sich zu überlegen, ob man sich wieder ein 300 € Smartphone von Samsung holt, dessen Akku zwei Monate später explodiert, oder ob man nicht doch noch 200 € mehr zahlt, um eine nachhaltige und kundenfreundliche Alternative zu haben, die zudem qualitativ hochwertig verarbeitet wurde und unter fairen Bedingungen produziert wurde.
Die Rede ist von der Marke: SHIFT (https://www.shiftphones.com/)
SHIFT ist ein deutsches Unternehmen aus Falkenberg in Hessen, das Smartphones herstellt und dabei bemüht ist, die Produktion, den Verkauf, die Verwendung und auch die Entsorgung so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Dabei liefert das Unternehmen ein wichtiges Merkmal, das für den Verbraucher beim Thema Nachhaltigkeit zentral wichtig ist: TRANSPARENZ!
Nahezu nichts bleibt geheim. Auf der offiziellen Website lässt sich ein sogenannter Wirkungsbericht einsehen (https://www.shiftphones.com/downloads/SHIFT-wirkungsbericht-2019-05-10.pdf). Dieses 60 Seiten lange Dokument (das stets in Bearbeitung ist), gibt Aufschluss über alle Themen, die den Verbraucher interessieren:
- Finanzen: Wo fließt wieviel Geld hin, wieviel verdienen die Mitarbeiter an welchem Standort …?
- Fertigung: Wo werden die Smartphones hergestellt? (China); Warum werden sie in China hergestellt …?
- Lieferkette und Rohstoffe: Welche Rohstoffe werden verwendet, wo kommen diese her, auf welche wird verzichtet … ?
War die Rücksendung nun also erfolgreich, bekommt der Kunde einen 22 € Gutschein für den Shop, und das beste daran: Es ist völlig egal, in welchem Zustand sich das Gerät befindet! Smartphone aus der Tasche gefallen und im selben Moment rollt ein Auto drüber? (Ja, das hat es alles schon gegeben, es ist unvorstellbar, was für Dinge manchen Menschen mit ihren Smartphones passieren…) Kein Problem! Die Pfandrückgabe kann trotzdem problemlos erfolgen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: die Garantie. Man kennt es von all den großen Herstellern: einmal das Gerät geöffnet und die Garantie ist weg. Andere Software installiert und die Garantie ist weg. Egal was man tut, die Garantie scheint immer zu verfliegen. Doch bei SHIFT läuft das anders: das eigene Herumexperimentieren ist nicht nur erlaubt, es ist sogar gewünscht! Im Shop lassen sich nicht nur fertige Geräte kaufen, auch Ersatzteile kann man separat bestellen, um sie dann daheim selber auszutauschen. Und wenn es eben mal nicht funktioniert ist das nicht schlimm, denn der Garantieanspruch gilt nach wie vor!
Auch das von großen Unternehmen so sehr gehasste Rumpfuschen an der Software: Unzufrieden mit der installierten Android-Version? Spiel einfach das Betriebssystem auf das SHIFT-Phone, das Du willst! SHIFT freut sich hier sogar über Informationen, was für Betriebssysteme sich kompatibel zeigen, um es in ihre Liste aufzunehmen. Und für die, die Reparaturen und Software-Austausch nicht schon von sich aus können, liefert der YouTube-Kanal von SHIFT Anleitungen dafür, wie man Teile austauscht und das SHIFT-Phone reparieren kann.
Man könnte noch mehrere Seiten damit füllen, was das SHIFT-Phone so besonders und nachhaltig macht, doch das kann jeder selbst entdecken mit einem Klick auf die Homepage. Zum Schluss soll aber auch noch ein Kritikpunkt angebracht werden: Diejenigen, die sich stets das neueste iPhone für 1000 € vorbestellen, sollte das kaum interessieren, doch gibt es auch viele, die von den ganzen unnötigen Features eines 500 € Smartphones gar nichts mehr wissen wollen und stattdessen auf 100-200 € teure Alternativen ausweichen. Hier kann SHIFT nicht mithalten. Das günstigste Gerät kostet derzeit 444 € und die Preisspanne geht bis 1222 € (wobei es sich hier um ein Bundle handelt, das die Möglichkeit bietet, das Smartphone „tabletfähig“ zu machen). Doch auch hier ist das Unternehmen außergewöhnlich fair: möchte man auf ein anderes Gerät umsteigen, kann man das zu einem günstigeren Preis tun („Upgradefunktion“), wenn man dafür das bisher genutzte SHIFT-Phone zurücksendet.
Wenn das Smartphone also das nächste mal den Geist aufgibt, lohnt es sich zu überlegen, ob man sich wieder ein 300 € Smartphone von Samsung holt, dessen Akku zwei Monate später explodiert, oder ob man nicht doch noch 200 € mehr zahlt, um eine nachhaltige und kundenfreundliche Alternative zu haben, die zudem qualitativ hochwertig verarbeitet wurde und unter fairen Bedingungen produziert wurde.
Donnerstag, 16. Mai 2019
Podcast: Wege in eine nachhaltige Zukunft
In der Reihe "Eine Stunde Talk" des Deutschlandfunks war gestern Maja Göpel zur Gast. Sie ist Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung globale Umweltveränderung. Im Podcast (39 min) geht es um die Frage, die wir uns im Seminar auch schon wiederholt gestellt haben, nämlich warum trotz eindeutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse seit 30 Jahren nichts passiert. Anhören lohnt sich, wobei Sie sich die ersten 9:27 min sparen können (da geht es um die etwas alberne Frage, ob Maja Göpel lieber mit Greta Thunberg Monopoly spielen oder Trump beraten oder den Henker Heinz [!?] treffen möchte). Sie finden den Podcast hier...
Maja Göpel will dabei helfen, unseren Lebensstil im 21. Jahrhundert neu zu gestalten. Wie genau der aussieht, muss noch gar nicht klar sein. Sicher ist aber: Der Kapitalismus in seiner jetzigen Form hat ausgedient.
Donnerstag, 2. Mai 2019
Nachtrag zum Thema "Glück" und "Das gute Leben"
Nachdem wir uns zu Beginn des Semesters auf verschiedene Weise und unter verschiedenen Gesichtspunkten mit Glück und dem guten Leben befasst haben, kommt es wie gerufen, dass der Deutschlandfunk einen Podcast des Ethikers Jean-Pierre Wils zu genau diesem Thema veröffentlicht hat, der vieles von dem aufgreift, über das wir gesprochen hatten (u.a. auch Hartmut Rosa, Beschleunigung und Entfremdung). Eine Zusammenfassung findet sich auch im Online-Angebot der Zeit. Die beiden Links im einzelnen:
- Deutschlandfunk: Der Glücksimperativ - ein Fallstrick?
- Zeit Online: Herrlichkeit des Lebens
Freitag, 19. April 2019
Einladung zum Politik-Café zum Thema Ernährung und Nachhaltigkeit
Ihr Kommilitone Daniel Christen möchte Sie auf folgende Veranstaltung hinweisen und Sie zur Teilnahme einladen: Politk-Café: "HAPPIER MEAL - Ist uns der Planet wurst?"
Ein gutes Essen kann für den Moment glücklich machen. Aber auf Dauer wirkt sich unser Ernährungsverhalten auf den Planeten aus: Fleischkonsum, lange Transportwege und Fast Food tragen dazu bei, dass der Klimawandel vorangetrieben wird und es um unser Ökosystem immer schlechter bestellt ist. Was kann man über den eigenen Konsum beeinflussen und wie helfen Alternativen wie z.B. Foodsharing, zukunftsfähig zu handeln und trotzdem die Freude am Essen zu behalten?
Das Politik-Café bietet politikinteressierten jungen Menschen als abendlicher Treffpunkt Raum zum Austausch und zur Diskussion in einem unkonventionellen Rahmen. Diesmal haben wir Cora Sacher von der Heinrich-Böll-Stiftung eingeladen. Sie engagiert sich rund um die Themen Ernährung, Klimapolitik und Nachhaltigkeit und kann euch daher einen guten Einblick geben. Anschließend wird sie in geselliger Runde Rede und Antwort stehen.
Kommt vorbei am Donnerstag, den 16.05.2019, um 19 Uhr im PKC Freudental!
Pädagogisch-Kulturelles Centrum Ehemalige Synagoge Freudental e.V.
Strombergstr. 19 • 74392 Freudental
Ein gutes Essen kann für den Moment glücklich machen. Aber auf Dauer wirkt sich unser Ernährungsverhalten auf den Planeten aus: Fleischkonsum, lange Transportwege und Fast Food tragen dazu bei, dass der Klimawandel vorangetrieben wird und es um unser Ökosystem immer schlechter bestellt ist. Was kann man über den eigenen Konsum beeinflussen und wie helfen Alternativen wie z.B. Foodsharing, zukunftsfähig zu handeln und trotzdem die Freude am Essen zu behalten?
Das Politik-Café bietet politikinteressierten jungen Menschen als abendlicher Treffpunkt Raum zum Austausch und zur Diskussion in einem unkonventionellen Rahmen. Diesmal haben wir Cora Sacher von der Heinrich-Böll-Stiftung eingeladen. Sie engagiert sich rund um die Themen Ernährung, Klimapolitik und Nachhaltigkeit und kann euch daher einen guten Einblick geben. Anschließend wird sie in geselliger Runde Rede und Antwort stehen.
Kommt vorbei am Donnerstag, den 16.05.2019, um 19 Uhr im PKC Freudental!
Pädagogisch-Kulturelles Centrum Ehemalige Synagoge Freudental e.V.
Strombergstr. 19 • 74392 Freudental
Sonntag, 14. April 2019
Die ökologische Krise aus der Perspektive von Vittorio Hösle
"Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter." (Bertolt Brecht, Exil, III)
(zit. nach Hösle 1994, 43)
Mit diesem Zitat beschreibt Vittorio Hösle den kollektiven Wettlauf der ersten Welt in die ökologische Katastrophe. Der Mensch hat durch technischen Fortschritt eine ungeheure Macht gewonnen und dabei vergessen, an die Folgen zu denken. Der Mensch muss "[...] für den Raubbau an der Natur verantwortlich gemacht werden." (Hösle 1994, 43)
In dieser Arbeit wird die Sichtweise des deutsch-italienischen, in Amerika lebenden Philosophen auf die aktuelle ökologische Krise dargestellt. Doch warum beschäftigt sich ein Philosoph mit dieser Frage? Die Philosophie erscheint auf den ersten Blick nicht als die Wissenschaft, mit der das Problem gelöst werden kann. Doch sie kann wertvolle Impulse liefern. Das ist unter anderem Thema der historischen Abhandlung, wie es zur ökologischen Krise kam. Zu Hösles Lösungsansatz gehört ein grundlegender Paradigmenwechsel. Auch dieser ist ein Aspekt der vorliegenden Arbeit. Wie kann und muss die Politik die Rahmenbedingungen ändern, damit die ökologische Katastrophe verhindert werden kann?
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter." (Bertolt Brecht, Exil, III)
(zit. nach Hösle 1994, 43)
Mit diesem Zitat beschreibt Vittorio Hösle den kollektiven Wettlauf der ersten Welt in die ökologische Katastrophe. Der Mensch hat durch technischen Fortschritt eine ungeheure Macht gewonnen und dabei vergessen, an die Folgen zu denken. Der Mensch muss "[...] für den Raubbau an der Natur verantwortlich gemacht werden." (Hösle 1994, 43)
In dieser Arbeit wird die Sichtweise des deutsch-italienischen, in Amerika lebenden Philosophen auf die aktuelle ökologische Krise dargestellt. Doch warum beschäftigt sich ein Philosoph mit dieser Frage? Die Philosophie erscheint auf den ersten Blick nicht als die Wissenschaft, mit der das Problem gelöst werden kann. Doch sie kann wertvolle Impulse liefern. Das ist unter anderem Thema der historischen Abhandlung, wie es zur ökologischen Krise kam. Zu Hösles Lösungsansatz gehört ein grundlegender Paradigmenwechsel. Auch dieser ist ein Aspekt der vorliegenden Arbeit. Wie kann und muss die Politik die Rahmenbedingungen ändern, damit die ökologische Katastrophe verhindert werden kann?
Samstag, 13. April 2019
Kleinprojekt „Nachhaltigkeit im E-Center Besigheim“
„Als ich ungefähr 8 Jahre alt war, hörte ich zum ersten Mal vom Klimawandel und von der globalen Erwärmung. Offenbar hatten das Menschen durch ihre Lebensweise verursacht. Mir wurde gesagt ich solle das Licht ausmachen, um Energie zu sparen, und Papier wiederverwenden, um Ressourcen zu sparen. Ich erinnerte mich daran, dass ich es sehr seltsam fand, dass Menschen, die eine Tierart von vielen sind, dazu fähig sind, das Erdklima zu verändern. Denn, wenn wir es wären, und es tatsächlich geschah, dann würden wir doch über nichts Anderes mehr sprechen. Im Fernsehen würde es nur darum gehen. Schlagzeilen, Radio und Zeitungen - wir würden von nichts Anderem hören und lesen, so als wäre ein Weltkrieg ausgebrochen. Aber niemand sprach darüber.“ (Thunberg, G., TEDxStockholm, 2018)Und genau diese Fragen stellte ich mir Woche für Woche, als ich Hunderten von Menschen am Wochenende ihre Lebensmittel verkaufte. Warum spricht hier niemand davon, dass wir an unserem Lebensstil etwas ändern müssen? Warum kauft der Großteil der Menschen weiterhin genauso ein, als wüssten sie nicht, dass das Thema Erderwärmung bzw. Klimawandel uns alle etwas angeht und wir nur etwas verändern können, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Warum sehen die meisten Menschen, die mit gutem Gewissen weiter ihre Mandarinen in Plastiktüten einpacken, obwohl drei Meter weiter eine Papiertüte liegt, diesen Strang nicht? Wollen sie ihn nicht sehen? Sind die zu faul, ihn zu sehen? Haben sie Angst, ihn zu sehen?
All diese Fragen wollte ich beantwortet haben und deshalb entschied ich mich, für ein Wochenende nicht an der Kasse zu sitzen. Ich wollte weg von dem Ort, an dem sich die Menschen schon entschieden haben, was sie aufs Band legen, hin zu dem Ort, an dem man – so glaubte ich – noch etwas beeinflussten konnte.
Ich fing also an, mir Gedanken zu machen, wie ich das Ganze darstellen könnte. Bewusst war mir dabei, dass das Thema viel zu groß ist, um es auf einen Informationsstand zu reduzieren. Deshalb entschied ich mich, das Thema Nachhaltigkeit nur auf den Alltag herunterzubrechen. Ich entwarf einen Flyer, auf dem lediglich einfache und leicht umsetzbare Tipps für den Alltag notiert waren. Zudem bestellte ich mehr Obst- und Gemüsenetze sowie Transportdosen für die Wurst-, Käse- und Fleischtheke und druckte Saisonkalender von dem Obst und Gemüse aus, welches man in unserem Markt kaufen kann.
Der Plan stand, die Einwilligung von meinem Chef hatte ich und dann ging es los. Geplant hatte ich, diesen Informationsstand an einem Freitag und einem Samstag von 10-15 Uhr in der Obst - und Gemüseabteilung unseres Marktes aufzubauen.
Mittwoch, 10. April 2019
Die Ambivalenz der Sharing Economy: Ein Vergleich zwischen Mitfahrzentrale und Uber
In Deutschland gibt es mehr als 47,1 Millionen Personenkraftwagen (Pkw), und dies bei einer Einwohnerzahl von ca. 82 Millionen. Die Fahrzeugdichte in Deutschland ist also relativ hoch. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei 9,5 Jahren, wobei über 50 Prozent der Fahrzeuge in Deutschland nach Euro 5 und Euro 6 Norm gelistet werden. Im Vergleich zum 01.01.2018 erhöhte sich der Fahrzeugbestand um rund 1,1 Millionen, ein Anstieg von 1,7 Prozent. Man kann also davon ausgehen, dass sich die Zahl an Pkw immer weiter erhöhen wird, wenn sich keine Alternativen bieten (vgl. Kraftfahrt-Bundesamt-Jahresbilanz des Fahrzeugbestandes am 1. Januar 2019).
Eine dieser Alternativen ist die „Sharing Economy“ - ein Phänomen, das in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gewinnt und sich stark verbreitet. Es ist eine Entwicklung, in der die Menschen auf unnötigen Besitz verzichten und durch organisiertes Teilen an die Waren und Dienstleistungen gelangen, die sie temporär benötigen. Der Gedanke, dass wir Menschen lieber besitzen statt nutzen, ist also im Wandel. So ist es auch mit dem Auto. In einer Fahrgemeinschaft oder als Fahrgast bei Uber ist man Teil dieser Sharing Economy.
In diesem Blogeintrag werden nun Uber und die Mitfahrzentrale (Mifaz.de) miteinander verglichen. Beide gehören der Sharing Economy an. Ziel dieser Arbeit ist es, die Ambivalenz dieses Begriffes durch den Vergleich zweier unterschiedlicher Unternehmen aufzuzeigen. Um einen guten Überblick über das Themenfeld zu erlangen, haben mir zwei Bücher sehr geholfen. Zum einen „Die Sharing Economy. Teile und herrsche“ von Brad Stone und „Deins ist meins. Die unbequeme Wahrheit der Sharing Economy“ von Tom Slee. Literatur über Uber zu finden ist einfach. Aufgrund mangelnder Literatur war es schwierig, Erkenntnisse über die Mitfahrzentrale zu sammeln. Die meisten Informationen über die Mitfahrzentrale erlangt man leider nur über deren eigene Homepage (www.mifaz.de).
Für den Vergleich war es sinnvoll, ein Analysemuster zu erstellen. Dieses Analysemuster prüft beide Unternehmen nach den gleichen fünf Kriterien. Zunächst wird etwas zur Entstehung der beiden Unternehmen gesagt. Danach wird darauf eingegangen, welche Anforderungen an den Fahrer gestellt werden. Für das dritte Kriterium wird analysiert, wie jeweils der Preis zustande kommt. Das vorletzte Kriterium ist der Einfluss auf unsere Umwelt: Helfen die Unternehmen, damit weniger Kraftstoff verbraucht wird oder bewirken sie das Gegenteil? Im letzten Teil der Analyse wird darauf eingegangen, was für einen Einfluss diese Unternehmen auf das Taxigewerbe haben.
Eine dieser Alternativen ist die „Sharing Economy“ - ein Phänomen, das in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gewinnt und sich stark verbreitet. Es ist eine Entwicklung, in der die Menschen auf unnötigen Besitz verzichten und durch organisiertes Teilen an die Waren und Dienstleistungen gelangen, die sie temporär benötigen. Der Gedanke, dass wir Menschen lieber besitzen statt nutzen, ist also im Wandel. So ist es auch mit dem Auto. In einer Fahrgemeinschaft oder als Fahrgast bei Uber ist man Teil dieser Sharing Economy.
In diesem Blogeintrag werden nun Uber und die Mitfahrzentrale (Mifaz.de) miteinander verglichen. Beide gehören der Sharing Economy an. Ziel dieser Arbeit ist es, die Ambivalenz dieses Begriffes durch den Vergleich zweier unterschiedlicher Unternehmen aufzuzeigen. Um einen guten Überblick über das Themenfeld zu erlangen, haben mir zwei Bücher sehr geholfen. Zum einen „Die Sharing Economy. Teile und herrsche“ von Brad Stone und „Deins ist meins. Die unbequeme Wahrheit der Sharing Economy“ von Tom Slee. Literatur über Uber zu finden ist einfach. Aufgrund mangelnder Literatur war es schwierig, Erkenntnisse über die Mitfahrzentrale zu sammeln. Die meisten Informationen über die Mitfahrzentrale erlangt man leider nur über deren eigene Homepage (www.mifaz.de).
Für den Vergleich war es sinnvoll, ein Analysemuster zu erstellen. Dieses Analysemuster prüft beide Unternehmen nach den gleichen fünf Kriterien. Zunächst wird etwas zur Entstehung der beiden Unternehmen gesagt. Danach wird darauf eingegangen, welche Anforderungen an den Fahrer gestellt werden. Für das dritte Kriterium wird analysiert, wie jeweils der Preis zustande kommt. Das vorletzte Kriterium ist der Einfluss auf unsere Umwelt: Helfen die Unternehmen, damit weniger Kraftstoff verbraucht wird oder bewirken sie das Gegenteil? Im letzten Teil der Analyse wird darauf eingegangen, was für einen Einfluss diese Unternehmen auf das Taxigewerbe haben.
Montag, 8. April 2019
fluter zum Thema Klimawandel
Die aktuelle Ausgabe des Magazins fluter der Bundeszentrale für politische Bildung (Nr. 70, Frühjahr 2019) widmet sich dem Thema Klimawandel. Aus der Beschreibung auf der bpb-Website:
Die Debatten um das Klima als Krise sind weltweit voll im Gang. Kritische Befunde zu Luftverschmutzung, Artensterben, Abholzung der Regenwälder, Erosion der Böden, Anstieg des Meeresspiegels und anderem verweisen auf einen brisanten Zusammenhang: Unser Verhältnis zu den natürlichen Lebensgrundlagen muss neu gestaltet werden. Von wegen "Macht euch die Erde untertan". (...) Die kapitalistische Wirtschaftsweise hat einen prekären Stoffwechsel. Noch immer herrscht hier Ignoranz gegenüber den Umweltschäden und ist die Auslagerung ihrer Kosten auf die Allgemeinheit die Regel. (...) Der Klimawandel bedroht Menschen auf der ganzen Welt sehr unterschiedlich. Er wird neue Gewinner und Verlierer erzeugen. Klimaschutz birgt sozialen Sprengstoff: Wenn nur die Preise für klimaschädliche Produkte verteuert oder diese ganz verboten werden, ohne erschwingliche Alternativen zu schaffen, trifft es Arme und Familien mit Kindern härter. Noch immer ist "Bio" vor allem ein Phänomen der gehobenen Schichten. Die größten Klimasünder finden sich bei den Gutverdienern, die sich allerdings ihr gutes Gewissen etwas kosten lassen können. Und wie gerecht ist es, von den Staaten des globalen Südens die gleichen Anstrengungen zu fordern wie von den Staaten des globalen Nordens? (...) Wir streiten ums Klima oft so, wie wir übers Wetter reden, mit kurzem Blick, rascher Aufregung und schnellem Vergessen. Mit der Klimadebatte kommen aber in vielen Arenen des Streits langfristige Überlegungen ins Spiel, mit Zeitrahmen weit jenseits der Verwertungshorizonte unserer Märkte und ihrer Konsumkultur.
Donnerstag, 4. April 2019
Nachhaltigkeitspolitik in Deutschland - der PBNE
Für viele Menschen, die gerade neu nach Ludwigsburg ziehen, ist die wohl deutschlandweit einzigartige Mülltrennung vollkommenes Neuland. Getrennt wird nach Flach, Rund, Bio und noch einigen weiteren Kategorien. Ähnlich wird es denjenigen gehen, die die Mülltrennung in Deutschland allgemein neu kennen lernen. Viele fragen sich vielleicht, wo dabei der Sinn sein soll und wozu der ganze Aufwand betrieben wird.
Eine mögliche Antwort ist: Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit ist unglaublich breit gefächert und lässt sich in den verschiedensten Bereichen wiederfinden: Im Bildungsplan von Baden-Württemberg beispielsweise ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung als Leitperspektive verankert (vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 2019). Weiterhin gibt es Ratgeber zur nachhaltigen Lebensführung oder Zertifikate für Firmen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben.
Auch in diesem Blog finden sich bereits Beiträge beispielsweise zur nachhaltigen Mobilität oder der Nachhaltigkeit von E10. Ein ganz anderer Bereich ist die Deutsche Nachhaltigkeitspolitik bzw. die Nachhaltigkeitsstrategie, die hier betrachtet werden soll. Außerdem wird der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBNE), ein bedeutsames Gremium im Zusammenhang mit dieser Strategie, vorgestellt und seine Bedeutung und Aufgaben im Rahmen der Strategie verdeutlicht. Doch warum sollte ausgerechnet die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie so spannend sein?
Eine mögliche Antwort ist, dass die Bundesrepublik Deutschland (BRD) zusammen mit allen anderen Mitgliedsstaaten der UN im September 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet hat, deren Kernelement 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung darstellen (Pufé 2017, S. 55). Ein Beschluss also, der weltweit eine große Bedeutung hat und für alle Mitgliedsstaaten gleichermaßen gilt.
Dies war der Anlass für die BRD, die bisherige nationale Nachhaltigkeitsstrategie nochmals vollständig zu überarbeiten und 2017 zu veröffentlichen (von Hauff et al. 2018, S. 32). Aber warum ausgerechnet der Fokus auf den PBNE?
Nach der Überleitung mit Argumenten für die Betrachtung der institutionellen Seite der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie wird der PBNE vorgestellt und seine Aufgaben und Funktionen gezeigt. Sinnvollerweise wird dieses Gremium erst nach der Vorstellung der Nachhaltigkeitsstrategie behandelt, da somit deutlich werden kann, wie der PBNE mit der gesamten Strategie zusammenhängt. Im Anschluss wird er zusammen mit der Strategie kritisch betrachtet.
Eine mögliche Antwort ist: Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit ist unglaublich breit gefächert und lässt sich in den verschiedensten Bereichen wiederfinden: Im Bildungsplan von Baden-Württemberg beispielsweise ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung als Leitperspektive verankert (vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 2019). Weiterhin gibt es Ratgeber zur nachhaltigen Lebensführung oder Zertifikate für Firmen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben.
Auch in diesem Blog finden sich bereits Beiträge beispielsweise zur nachhaltigen Mobilität oder der Nachhaltigkeit von E10. Ein ganz anderer Bereich ist die Deutsche Nachhaltigkeitspolitik bzw. die Nachhaltigkeitsstrategie, die hier betrachtet werden soll. Außerdem wird der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBNE), ein bedeutsames Gremium im Zusammenhang mit dieser Strategie, vorgestellt und seine Bedeutung und Aufgaben im Rahmen der Strategie verdeutlicht. Doch warum sollte ausgerechnet die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie so spannend sein?
Eine mögliche Antwort ist, dass die Bundesrepublik Deutschland (BRD) zusammen mit allen anderen Mitgliedsstaaten der UN im September 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet hat, deren Kernelement 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung darstellen (Pufé 2017, S. 55). Ein Beschluss also, der weltweit eine große Bedeutung hat und für alle Mitgliedsstaaten gleichermaßen gilt.
Dies war der Anlass für die BRD, die bisherige nationale Nachhaltigkeitsstrategie nochmals vollständig zu überarbeiten und 2017 zu veröffentlichen (von Hauff et al. 2018, S. 32). Aber warum ausgerechnet der Fokus auf den PBNE?
„Die Einrichtung von Nachhaltigkeitsbeiräten kann dazu beitragen, die nachhaltige Entwicklung in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu fördern […]“ (Schomerus, Thomas 2011, S. 1).Im weiteren Verlauf dieses Beitrags soll erläutert und argumentiert werden, weshalb es sinnvoll ist, den PBNE eingehender zu analysieren. Zunächst soll nach einigen Begriffsdefinitionen und Erklärungen aber die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt werden. Es erfolgt zunächst ein historischer Umriss der Nachhaltigkeitsentwicklung in Deutschland, um ein tiefergehendes Verständnis für die heutige Situation zu erlangen, und die Strategie an sich wird dann erläutert.
Nach der Überleitung mit Argumenten für die Betrachtung der institutionellen Seite der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie wird der PBNE vorgestellt und seine Aufgaben und Funktionen gezeigt. Sinnvollerweise wird dieses Gremium erst nach der Vorstellung der Nachhaltigkeitsstrategie behandelt, da somit deutlich werden kann, wie der PBNE mit der gesamten Strategie zusammenhängt. Im Anschluss wird er zusammen mit der Strategie kritisch betrachtet.
Mittwoch, 3. April 2019
Cradle to Cradle - der Ausweg aus der Krise?
Wenn wir im Jahr 2019 über den Klimawandel sprechen, begehen
wir bereits den ersten Fehler. Viel treffender ist der zurecht häufig
verwendete Begriff Klimakatastrophe. Und die Liste der Problemfelder ist lang:
Die Abholzung der Regenwälder, die Verschmutzung der Weltmeere, das stetige
Schmelzen der Polkappen, unser Leben im Überfluss und die dadurch entstandene Knappheit
natürlicher Ressourcen. Man könnte diese Aufzählung dem Gefühl nach endlos weiterführen. Und dennoch gibt es immer
noch Menschen, die die Veränderungen des Klimas
als natürlichen Prozess beschreiben und den wissenschaftlich eindeutig belegten
Einfluss unserer Verhaltensweisen als nicht sonderlich relevant ansehen.
Dass die Themen Klima und Umwelt wichtiger sind denn je, zeigt die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg und die von ihr ausgelöste Schülerbewegung „Fridays For Future“. Weltweit demonstrieren jeden Freitag zehntausende Schüler_innen im Schulstreik als Appell an die Politik, aktiv gegen die bevorstehende Katastrophe vorzugehen und radikaler zu handeln.
Dass die Themen Klima und Umwelt wichtiger sind denn je, zeigt die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg und die von ihr ausgelöste Schülerbewegung „Fridays For Future“. Weltweit demonstrieren jeden Freitag zehntausende Schüler_innen im Schulstreik als Appell an die Politik, aktiv gegen die bevorstehende Katastrophe vorzugehen und radikaler zu handeln.
Das 2015 auf der UN-Klimakonferenz verabschiedete Klimaabkommen zeigt, dass die internationale
Bereitschaft, der Klimakatastrophe entgegenzuwirken, vorhanden ist. Hier heißt
es im Wortlaut:
„Wir sind entschlossen, den Planeten vor Schädigung zu schützen, unter anderem durch nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion, die nachhaltige Bewirtschaftung seiner natürlichen Ressourcen und umgehende Maßnahmen gegen den Klimawandel, damit die Erde die Bedürfnisse der heutigen und der kommenden Generationen decken kann.“ (2015)Auch in den aktuellen Regierungsprogrammen der großen Industrienationen sind vergleichbare Formulierungen zu finden. So lautet ein Ziel im aktuellen Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD:
„Wir wollen für unsere Kinder und Enkelkinder eine intakte Natur bewahren. Eine saubere Umwelt und der Schutz der Biodiversität sind unser Ziel. Dafür werden wir das Prinzip der Nachhaltigkeit umfassend beachten und wirksame Maßnahmen ergreifen, um den Artenschwund zu stoppen, die Landnutzung umweltgerechter zu gestalten, Wasser und Böden besser zu schützen, die Luft sauberer zu halten und unsere Ressourcen im Kreislauf zu führen.“ (2018)Es gibt bereits eine Fülle von Vorschlägen und Konzepten, wie sich Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft im Bereich Nachhaltigkeit verbessern und optimieren lassen. Christian Felber beispielsweise hat das Wirtschaftsmodell der Gemeinwohl-Ökonomie entworfen. Mithilfe der Gemeinwohl-Matrix können Unternehmen, Gemeinden, Bildungseinrichtungen und Privatpersonen ihren gesellschaftlichen Mehrwert bestimmen und sukzessive erhöhen. Welche Möglichkeiten wir im Mobilitätssektor haben, zeigt Matthias Wagner (2018) mit seiner Seminararbeit mit dem Titel „Kostenloser Nahverkehr - ein Weg zu nachhaltiger Mobilitätin Deutschland?“ auf.
Mittwoch, 20. März 2019
Die grüne Lüge - Greenwashing als profitables Geschäftsmodell
Nicht erst die aktuelle "Fridays for future"- Bewegung zeigt, dass das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit immer mehr das Interesse der breiten Öffentlichkeit findet. Dass dies so ist, bleibt auch der Wirtschaft, also den vielen nach Gewinn strebenden Konzernen und Unternehmen, nicht verborgen.
Doch bisher reagieren Unternehmen und Konzerne zumeist nicht etwa mit Schrecken auf das Phänomen der Bürgerin/des Bürgers, welche(r) immer umweltbewusster Leben will. Im Gegenteil. Eben diese Bürger stellen für Unternehmen und Konzerne ein neues Potenzial für ein neues "grünes Wachstum" dar. Mit "grünen Lügen" wird versucht, das eigene Auftreten nachhaltiger wirken zu lassen und somit den Konsumenten ein gutes Gewissen beim Kauf der Produkte einzureden und so für sich selbst zu überzeugen. Mit dieser Strategie, dem so genannten "Greenwashing" beschäftigt sich diese Arbeit.
Dass dieses Thema kaum aktueller sein könnte, zeigt die Veröffentlichung des Buches "Die grüne Lüge", welches von der Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann geschrieben wurde. Inhaltlich und strukturell bietet dieses Buch einen guten Leitfaden, weshalb sich diese Seminararbeit in großen Teilen daran orieniert. Hier der Trailer des Films "The Green Lie" zum Buch "Die grüne Lüge - Weltrettung als profitables Geschäftsmodell" von Kathrin Hartmann:
Um jedoch erst einmal genau zu verstehen, was mit dem Thema Greenwashing gemeint ist, beginnt diese Seminararbeit mit einer Einführung und Erklärung des Begriffs. Dann soll mit Hilfe von Beispielen verdeutlicht werden, wie Greenwashing in der Realität praktiziert wird und welche Auswirkungen es hat. Der Schluss der Arbeit ist einem Ausblick gewidmet, wie und ob eine Zukunft ohne "grüne Lügen" möglich ist.
Doch bisher reagieren Unternehmen und Konzerne zumeist nicht etwa mit Schrecken auf das Phänomen der Bürgerin/des Bürgers, welche(r) immer umweltbewusster Leben will. Im Gegenteil. Eben diese Bürger stellen für Unternehmen und Konzerne ein neues Potenzial für ein neues "grünes Wachstum" dar. Mit "grünen Lügen" wird versucht, das eigene Auftreten nachhaltiger wirken zu lassen und somit den Konsumenten ein gutes Gewissen beim Kauf der Produkte einzureden und so für sich selbst zu überzeugen. Mit dieser Strategie, dem so genannten "Greenwashing" beschäftigt sich diese Arbeit.
Dass dieses Thema kaum aktueller sein könnte, zeigt die Veröffentlichung des Buches "Die grüne Lüge", welches von der Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann geschrieben wurde. Inhaltlich und strukturell bietet dieses Buch einen guten Leitfaden, weshalb sich diese Seminararbeit in großen Teilen daran orieniert. Hier der Trailer des Films "The Green Lie" zum Buch "Die grüne Lüge - Weltrettung als profitables Geschäftsmodell" von Kathrin Hartmann:
Um jedoch erst einmal genau zu verstehen, was mit dem Thema Greenwashing gemeint ist, beginnt diese Seminararbeit mit einer Einführung und Erklärung des Begriffs. Dann soll mit Hilfe von Beispielen verdeutlicht werden, wie Greenwashing in der Realität praktiziert wird und welche Auswirkungen es hat. Der Schluss der Arbeit ist einem Ausblick gewidmet, wie und ob eine Zukunft ohne "grüne Lügen" möglich ist.
Montag, 18. März 2019
Welche neuen, ergänzenden Aspekte bringen feministische Ansätze im Bereich Kampf gegen Klimawandel ein?
Was meinen wir, wenn wir vom „guten Leben“ sprechen? Ein gutes Leben für uns selbst? Ein gutes Leben für privilegierte Bevölkerungsgruppen? Oder meinen wir ein gutes Leben für alle, wie es Martha Nussbaum (vgl. 1999: 7) fordert, deren Fähigkeitenansatz in der vorliegenden Arbeit in Bezug auf Klima- und Geschlechtergerechtigkeit betrachtet wird. Gelebte Realitäten, auch in Bezug auf Klima- und Geschlechtergerechtigkeit, sehen im Gegensatz zu Nussbaums Forderung ganz anders aus. Im Lila Podcast hat Susanne Klingner mit Katharina Wiegmann über das Thema gesprochen.
Wie hängen nun die Kategorien Klima und Gender zusammen? Zu Anfang soll im vorliegenden Blogbeitrag dieser Frage nachgegangen werden.
Wechselwirkung von Klima und Gender
Das Interview mit Ndivile Mokoena von "GenderCC Südafrika" gibt eine gute Einführung in die Thematik.
Nach Smith et al. (2015: 451) ist Gender einer der häufigsten Faktoren, die in Verbindung mit Vulnerabilität in Bezug auf Folgen des Klimawandels genannt werden. Unter „Gender“ wird die soziale Konstruktion von Geschlecht verstanden. Auch UN Women (2018) bestätigt in einem Bericht, dass Frauen einerseits stärker von Armut, Klimawandel und Ernährungsunsicherheit betroffen sind und auf der anderen Seite Gendergerechtigkeit einen erheblichen Beitrag zur Effektivität von Klimapolitik und Klimaschutz leisten kann. Dies gilt sowohl für den globalen Süden als auch für den globalen Norden.
Die Verbindung von Klima und Gender wird erst seit kurzem, auch den globalen Norden betreffend, wahrgenommen (vgl. Alber et al.: 41). In der Arbeit wird die Kategorie „Frau“ mit Sternchen gedacht, um auf die soziale Konstruktion aufmerksam zu machen und um die Kategorie für Menschen zu öffnen, die sich dieser zuordnen möchten und/oder ebenfalls unter patriarchalen Strukturen leiden.
Wie hängen nun die Kategorien Klima und Gender zusammen? Zu Anfang soll im vorliegenden Blogbeitrag dieser Frage nachgegangen werden.
Wechselwirkung von Klima und Gender
Das Interview mit Ndivile Mokoena von "GenderCC Südafrika" gibt eine gute Einführung in die Thematik.
Nach Smith et al. (2015: 451) ist Gender einer der häufigsten Faktoren, die in Verbindung mit Vulnerabilität in Bezug auf Folgen des Klimawandels genannt werden. Unter „Gender“ wird die soziale Konstruktion von Geschlecht verstanden. Auch UN Women (2018) bestätigt in einem Bericht, dass Frauen einerseits stärker von Armut, Klimawandel und Ernährungsunsicherheit betroffen sind und auf der anderen Seite Gendergerechtigkeit einen erheblichen Beitrag zur Effektivität von Klimapolitik und Klimaschutz leisten kann. Dies gilt sowohl für den globalen Süden als auch für den globalen Norden.
Die Verbindung von Klima und Gender wird erst seit kurzem, auch den globalen Norden betreffend, wahrgenommen (vgl. Alber et al.: 41). In der Arbeit wird die Kategorie „Frau“ mit Sternchen gedacht, um auf die soziale Konstruktion aufmerksam zu machen und um die Kategorie für Menschen zu öffnen, die sich dieser zuordnen möchten und/oder ebenfalls unter patriarchalen Strukturen leiden.
Donnerstag, 14. März 2019
Fridays & Scientists for Future
Die "Fridays for Future"-Proteste werden mittlerweile auch von vielen WissenschaftlerInnen unterstützt. Der entsprechende Slogan lautet "Scientists for Future"...
Sonntag, 10. März 2019
TED Talks zum Klimawandel
Die drohende Klimakatastrophe hat es (endlich und mit knapp 30-jähriger Verspätung) dahin geschafft, wo sie hingehört, nämlich auf die Titelseiten. Auch im TED-Universum bildet der Kampf für Klimagerechtigkeit mittlerweile einen unübersehbaren Schwerpunkt. Ein wichtiger Beitrag wurde hier im Blog bereits vorgestellt (TED Talk zum Projekt Drawdown), einige weitere kamen in den vergangenen Wochen dazu:
- Can we solve global warming? Lessons from how we protected the ozone layer | Sean Davis
- The disarming case to act right now on climate change | Greta Thunberg
- How empowering women and girls can help stop global warming | Katharine Wilkinson
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