Mittwoch, 29. April 2020
Hartmut Rosa im Gespräch über Corona und das gute Leben
Gestern war der Soziologe Hartmut Rosa zu Gast bei SWR1 Leute. Das rund halbstündige, in vielerlei Hinsicht interessante Gespräch gibt es als Podcast zum Nachhören: Corona ist der größte Entschleuniger seit 200 Jahren. Das Gespräch dreht sich - natürlich - um die Corona-Krise und macht deutlich, dass man nicht umhin kann, über das gute Leben zu sprechen, wenn man über die Corona-Krise diskutiert. Es bildet eine ideale Ergänzung zu dem Vortrag über Resonanz (siehe Seite "Videos"), vor allem was das Konzept der Unverfügbarkeit betrifft...
Dienstag, 28. April 2020
TED Talk über das Wissen indigener Völker hinsichtlich der Klimakatastrophe
Vor wenigen Tagen wurde in diesem Blog eine Seminararbeit über indigene Landnutzung als wirksame Maßnahme zum Klimaschutz vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine der zahlreichen Maßnahmen im Rahmen des Projekts Drawdown (zur Seminararbeit). Nun wurde der folgende, thematisch einschlägige TED Talk veröffentlicht:
Samstag, 25. April 2020
Ein gutes Leben heißt für mich ...
![]() |
| Wordcloud aus Ihren Sätzen (erstellt mit www.wortwolken.com) |
Zur Erläuterung: In der Anmeldemail zum Seminar "Nachhaltigkeit, Postwachstumsgesellschaft und das gute Leben" im momentan anlaufenden Corona-Online-Semester hatte ich darum gebeten, neben der Angabe der üblichen Daten auch einen Satz zu vervollständigen, nämlich "Ein gutes Leben heißt für mich ...". Die Antworten im Wortlaut stehen unten, eine aus den Antworten generierte Wortwolke oben.
Ihre Ergänzungen des Satzes: Ein gutes Leben heißt für mich, ...
- ... genügend Zeit zu haben, die Dinge zu tun und die Menschen zu treffen, die mir gut tun, gemeinschaftlich-solidarisch zu denken und zu handeln und achtsam mit Mensch, Tier, Pflanze und Planet umzugehen.
- ... einen achtsamen, wertschätzenden und reflektierten Umgang zu pflegen (mit mir selbst, meinen Mitmenschen, unserer Umwelt, meinem Konsumverhalten...).
- ... Entscheidungsfreiheit zu haben.
- ... ein Leben Aller in Frieden und Freiheit ohne Einschränkungen, Benachteiligungen und Ausgrenzung.
- ... das eigene Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten und (meistens) zufrieden damit zu sein, ohne gleichzeitig anderen damit zu schaden.
- ... ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft zu sein und nicht auf Kosten anderer zu leben.
- ... mich zu entwickeln, mit anderen Menschen verbunden zu sein und mich in eine friedliche, demokratische Gesellschaft mit meinen Fähigkeiten einzubringen.
- ... kein langes Leben, sondern eines voller Freiheit.
- ... sich um so wenig wie möglich Sorgen zu machen und mit Freude durch das Leben zu gehen.
- ... ein sorgenfreies Leben. Die Möglichkeit und die Sicherheit zu haben, ohne Angst haben zu müssen um meine Freiheit, meine Chance auf Bildung und meine Gewissheit, dass ich nicht verhungern oder verdursten muss. So definiere ich ein gutes Leben, wobei finanzielle Sicherheit auch einen großen Teil dazu beiträgt.
- ... Träume zu haben und die Freiheit, an diesen zu arbeiten.
- ... ein Leben voller Freude, Liebe, Sinn und Erfüllung.
- ... von Herzen lachen und sich selbst erfüllen.
- ... wahre deine Gesundheit, denn ohne geht nicht.
- ... am Ende meines Lebens sagen zu können, dass ich immer geholfen habe, wenn ich konnte.
- ... in meiner Freiheit nicht eingeschränkt zu werden & stetig dazuzulernen.
- ... selbstbestimmt leben zu können und umgeben zu sein von meiner Familie.
- ... meine Familie und meine Freunde glücklich und gesund zu sehen, mit diesen in Sicherheit zu sein und viele schöne Momente zu teilen.
- ... gesund und zufrieden zu sein.
- ... dass man mit dem, was man hat, zufrieden ist.
- ... ein zufriedenes Leben mit glücklichen Momenten und liebenswerten Menschen.
- ... viel Geld zu verdienen und alle meine Bedürfnisse zu erfüllen.
- ... ein Leben voller Freude, Liebe, Sinn und Erfüllung.
- ... Entscheidungsfreiheit zu haben und so mein Leben frei gestalten zu können.
- ... Zeit mit meiner Familie und meinen Freund*innen zu verbringen, meinen eigenen Interessen und Wünschen in der Freizeit und im Beruf nachzugehen und für andere da zu sein.
- ... so zu leben, wie man es selber möchte, und die Freiheit zu haben es auch so zu leben.
- ... zunächst glücklich, zufrieden und gesund zu leben. Neue Herausforderungen anzunehmen, nicht daran verzweifeln, sondern im Gegenteil zu wachsen. Offen dafür sein, neue, alternative Wege wahrzunehmen und auch mal den holprigen Weg zum Gipfel wählen. Menschen in ihrer Einzigartigkeit zu sehen und zu schätzen, selbiges gilt für die Natur, auch diese in ihrer Einmaligkeit zu sehen, zu schätzen und zu bewahren. Achtsamkeit, Selbstreflexion, Empathie und Resilienz sind meine persönlichen Werte, die mir sehr am Herzen liegen.
Seminar Nachhaltigkeit ...
| Foto: Ragnar Müller |
Wie nachhaltig ist der deutsche Lebensmitteleinzelhandel wirklich - am Beispiel von ALDI Süd
Der Handel nimmt als drittgrößter Wirtschaftszweig weltweit eine besondere Rolle für den nachhaltigen Konsum ein. Als Schnittstelle zwischen Erzeuger und Endverbraucher hat er Verantwortung für Mensch, Umwelt und Gesellschaft. Die Nachhaltigkeit wird dem Kunden immer wichtiger und ist seit Jahren eines der gefragtesten Themen. Der Lebensmitteleinzelhandel entwickelt sich auch in diesem Feld unübersehbar weiter.
Aber was bedeutet Nachhaltigkeit für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel wirklich und wie kann Nachhaltigkeit dort umgesetzt werden? Wie wird das Thema Nachhaltigkeit von Seiten des Lebensmitteleinzelhandels kommuniziert und gegenüber den Kunden publik gemacht? Was für Möglichkeiten werden dem Kunden in Bezug auf Nachhaltigkeit geboten?
Da ich neben meinem Studium selbst als Werksstudentin bei ALDI Süd GmbH & Co. KG in der Verwaltung angestellt bin, möchte ich diese Fragen am Beispiel von ALDI Süd im Folgenden näher beleuchten. Durch meine Tätigkeit bekomme ich auch interne Blicke, welche ich in meinem Beitrag als solche kennzeichnen werde. Nachhaltigkeit betrifft ALDI als einen Teil der Geschäftsstrategie, der zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt.
Aber was bedeutet Nachhaltigkeit für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel wirklich und wie kann Nachhaltigkeit dort umgesetzt werden? Wie wird das Thema Nachhaltigkeit von Seiten des Lebensmitteleinzelhandels kommuniziert und gegenüber den Kunden publik gemacht? Was für Möglichkeiten werden dem Kunden in Bezug auf Nachhaltigkeit geboten?
Da ich neben meinem Studium selbst als Werksstudentin bei ALDI Süd GmbH & Co. KG in der Verwaltung angestellt bin, möchte ich diese Fragen am Beispiel von ALDI Süd im Folgenden näher beleuchten. Durch meine Tätigkeit bekomme ich auch interne Blicke, welche ich in meinem Beitrag als solche kennzeichnen werde. Nachhaltigkeit betrifft ALDI als einen Teil der Geschäftsstrategie, der zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt.
Montag, 20. April 2020
Project Drawdown - Landnutzung durch indigene Völker und Klimaschutz
Darauf gibt es keine einfachen Antworten, außer man leugnet den Klimawandel und richtet sich bequem im status quo ein. Das ändert jedoch nichts daran, dass Klimawissenschaftler*innen schon seit Jahren davor warnen, dass der Ausstoß klimaschädlicher Gase auf ein Minimum reduziert werden sollte, besser noch komplett gestoppt. Doch wie sollen wir das erreichen?
Eine amerikanische NGO namens Project Drawdown hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Blaupause aller praktischen und umsetzbaren Maßnahmen zu erstellen, die bereits existieren, und zu zeigen, dass wir bereits alle Mittel haben, um den menschengemachten Klimawandel rückgängig zu machen. Wir müssen die uns zur Verfügung stehenden Mittel nur noch nutzen und sie in weltweiter Zusammenarbeit global umsetzen.
Dieser Blogbeitrag setzt sich mit einer der von Drawdown vorgeschlagenen Maßnahmen auseinander: Landnutzung durch indigene Völker. In einem ersten Schritt wird die Maßnahme beschrieben und deren CO2-Reduktionspotential aufgezeigt. Im Weiteren wird geprüft, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, dass die von Project Drawdown vorgeschlagene Maßnahme umgesetzt werden kann. Abschließend soll am Beispiel Lateinamerikas die Problematik der Ressourcenausbeutung und deren Einfluss auf indigene Bevölkerungsgruppen beleuchtet werden. Die ersten beiden Abschnitte beschäftigen sich genauer mit dem Project Drawdown als Ganzem, bevor auf die Lösung „Landnutzung durch indigene Völker“ eingegangen wird.
Sonntag, 5. April 2020
Gespräch mit der Nachhaltigkeitsforscherin Maja Göpel
Bei SWR1 Leute war am 1. April 2020 Maja Göpel zu Gast. Sie ist Mitbegründerin von Scientists for Future, einer Initiative zur Unterstützung von Fridays for Future, Politökonomin und Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen sowie Honorarprofessorin an der Leuphana Universität in Lüneburg. In ihrem neuen Buch “Unsere Welt neu denken“ hinterfragt sie traditionelle ökonomische Annahmen, auf deren Grundlage bis heute Wirtschaft verstanden und betrieben wird. Zugang zum Podcast mit dem rund 30-minütigen Gespräch gibt es ausgehend von dieser Seite: https://www.swr.de/swr1/bw/swr1leute/maja-goepel-swr1-leute-100.html...
Mittwoch, 18. März 2020
Freiwillige CO2-Kompensation - (k)ein Trugschluss
Alltägliche Konsum- und Verhaltensfragen werden immer mehr zu einer Gewissensfrage im Rahmen der Frage, wie wir als Gesellschaft durch inzwischen auch aufkommenden sozialen Druck ökonomisch konform leben wollen bzw. sollten. Exemplarisch dafür steht der Neologismus „Flugscham“, welcher es bis in den Duden geschafft hat. Dieser beschreibt ein „schlechtes Gewissen, das Klima beim Reisen mit dem Flugzeug (vor allem durch den hohen CO2-Ausstoß) zu belasten.“ (Duden 2020)
Genau an diesem Punkt knüpfen Kritiker der freiwilligen Klimakompensation an und bezeichnen diese als modernen Ablasshandel, welcher primär dem Gewissen und eben nicht in ausreichendem und angemessenem Maße dem Schutz des Klimas dient. Bei aller öffentlichen Kritik verzeichnen die Anbieter jedoch in den letzten Jahren einen stetigen Anstieg an Kunden. Führende bundesweite Nachrichtenportale wie der „Spiegel“ und die „Welt“ sprechen, angelehnt an die schwedische Klimaschutzaktivistin, schon von einem „Greta-Effekt“, welcher immer mehr Geld in die Kassen der Anbieter spült (vgl. Fritz 2019, S. 1; Hecking 2019, S. 1).
Der folgende Blogeintrag hinterfragt das Angebot von freiwilliger Klimakompensation kritisch und zeigt nach einer Einführung zur Funktionsweise neben den Chancen auch mögliche Risiken auf, welche bis hin zu einer Verzögerung der Transformation in Richtung einer klimaneutralen Gesellschaft führen können, und das obwohl gerade die Kompensation von Treibhausgasen für vermeintliche Klimaneutralität steht, wo doch die ausgestoßenen Emissionen parallel an anderer Stelle im selben Maß eingespart werden.
Genau an diesem Punkt knüpfen Kritiker der freiwilligen Klimakompensation an und bezeichnen diese als modernen Ablasshandel, welcher primär dem Gewissen und eben nicht in ausreichendem und angemessenem Maße dem Schutz des Klimas dient. Bei aller öffentlichen Kritik verzeichnen die Anbieter jedoch in den letzten Jahren einen stetigen Anstieg an Kunden. Führende bundesweite Nachrichtenportale wie der „Spiegel“ und die „Welt“ sprechen, angelehnt an die schwedische Klimaschutzaktivistin, schon von einem „Greta-Effekt“, welcher immer mehr Geld in die Kassen der Anbieter spült (vgl. Fritz 2019, S. 1; Hecking 2019, S. 1).
Der folgende Blogeintrag hinterfragt das Angebot von freiwilliger Klimakompensation kritisch und zeigt nach einer Einführung zur Funktionsweise neben den Chancen auch mögliche Risiken auf, welche bis hin zu einer Verzögerung der Transformation in Richtung einer klimaneutralen Gesellschaft führen können, und das obwohl gerade die Kompensation von Treibhausgasen für vermeintliche Klimaneutralität steht, wo doch die ausgestoßenen Emissionen parallel an anderer Stelle im selben Maß eingespart werden.
Donnerstag, 12. März 2020
Reallabore als Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung
Reallabore stehen für eine neuartige Erscheinung im Wissenschaftssystem. Die große Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung kann nur geleistet werden, wenn die globalen Herausforderungen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden. Hierzu ist auch die Wissenschaft gefordert. Das noch junge Forschungsformat Reallabor hält seit einigen Jahren vermehrt Einzug in die Nachhaltigkeitsforschung und kann als Beitrag für die Bewältigung von Transformationsprozessen angesehen werden. In der vorliegenden Seminararbeit soll näher beleuchtet werden, was Reallabore auszeichnet, wie die Arbeitsweise innerhalb der Reallabore erfolgt und warum Bürger-Rikschas, Parklets und Lastenräder Untersuchungsgegenstände von Reallaboren sind.
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Seminararbeit
Mittwoch, 4. März 2020
Handelt es sich bei der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen um ein sinnvolles und realisierbares Verlangen?
1. Einleitung
Während über die dringende Reformbedürftigkeit des deutschen Sozialstaats daher weitgehende Einigkeit zu herrschen scheint, divergieren die hierzu vorgeschlagenen Maßnahmen fundamental in Art und Umfang. Einer nicht unerheblichen Beliebtheit erfreut sich in der Debatte um eine Neuordnung des Sozialstaats dabei der Vorschlag, die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens anzustreben.
Der vorliegenden Seminararbeit ist es angesichts der zunehmenden Instabilität des deutschen Sozialstaats ein dringendes Anliegen, sich gewissenhaft mit der Sinnhaftigkeit und Realisierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens auseinanderzusetzen. Nachdem zu Beginn ein grundlegender Überblick über besonders populäre Grundeinkommenskonzepte und deren maßgebliche Unterschiede geleistet wird, werden in der Folge sowohl Vorzüge als auch Nachteile einer bedingungslosen Finanzspritze für alle Bürgerinnen und Bürger einer detaillierten Betrachtung unterzogen. Anschließend widmet sich die vorliegende Abhandlung der Frage, ob und inwiefern finanzielle Umstände und gesellschaftliche Stimmungen der Einführung eines BGE entscheidend im Wege stehen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend nochmals in gebündelter Form aufgeführt und mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen versehen.
''Die Finanzierung des Sozialsystems ist an der Erwerbsgesellschaft angelegt; das Ende des wirtschaftlichen Aufschwungs, die demografischen Entwicklungen, aber auch die Veränderungen in den Erwerbsbiografien rütteln daher nicht nur an den finanziellen Grundmauern des Systems, sondern verstärken auch die gesellschaftlichen Spannungen zwischen Erwerbstätigen und anderen Mitgliedern der Gesellschaft" (Thimm 2010, S. 43).Anhand dieser Analyse unternimmt Katja Thimm den Versuch, die Ursachen und Hintergründe für die Schräglage des deutschen Sozialstaates zu veranschaulichen und auf die Tragweite der zu erwartenden Konsequenzen hinzuweisen. Neben zahlreichen weiteren fatalen Folgen ist es nicht zuletzt die Altersarmut, die sich angesichts des demografischen Wandels und der stetigen Zunahme von prekären Beschäftigungsverhältnissen massiv auszubreiten droht (Stapf-Finé 2009, S. 202).
Während über die dringende Reformbedürftigkeit des deutschen Sozialstaats daher weitgehende Einigkeit zu herrschen scheint, divergieren die hierzu vorgeschlagenen Maßnahmen fundamental in Art und Umfang. Einer nicht unerheblichen Beliebtheit erfreut sich in der Debatte um eine Neuordnung des Sozialstaats dabei der Vorschlag, die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens anzustreben.
''Unter einem bedingungslosen Grundeinkommen wird meist eine regelmäßige, monatliche Zahlung an alle verstanden, die ohne jegliche Bedingungen und Voraussetzungen gezahlt wird. Typischerweise soll das BGE einen gesellschaftlich festgelegten, akzeptablen Mindestlebensstandard sicherstellen'' (Enste 2019, S.7).Da die Auszahlung eines bedingungslosen Grundeinkommens einen weitgehenden Umbau des bestehenden Steuer- und Transfersystems verlangen würde, muss hinsichtlich dieser Forderung zweifelsohne von der Etablierung einer fundamental neuen Gesellschaftsordnung gesprochen werden (Osterkamp 2015d, S. 243). Nicht zuletzt durch eine Volksabstimmung,die in der Schweiz im Jahre 2016 bezüglich der potenziellen Einführung eines BGE durchgeführt wurde, erfuhr die Thematik ein verstärktes öffentliches und mediales Interesse (Enste 2019, S.7). ''77 Prozent der Befragten haben sich dabei gegen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ausgesprochen'' (Enste 2019,S.7).
Der vorliegenden Seminararbeit ist es angesichts der zunehmenden Instabilität des deutschen Sozialstaats ein dringendes Anliegen, sich gewissenhaft mit der Sinnhaftigkeit und Realisierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens auseinanderzusetzen. Nachdem zu Beginn ein grundlegender Überblick über besonders populäre Grundeinkommenskonzepte und deren maßgebliche Unterschiede geleistet wird, werden in der Folge sowohl Vorzüge als auch Nachteile einer bedingungslosen Finanzspritze für alle Bürgerinnen und Bürger einer detaillierten Betrachtung unterzogen. Anschließend widmet sich die vorliegende Abhandlung der Frage, ob und inwiefern finanzielle Umstände und gesellschaftliche Stimmungen der Einführung eines BGE entscheidend im Wege stehen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend nochmals in gebündelter Form aufgeführt und mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen versehen.
Montag, 3. Februar 2020
Vortrag von Niko Paech als Podcast
Deutschlandfunk Nova hat in der Reihe "Hörsaal" einen Vortrag von Niko Paech vom September 2019 als Podcast veröffentlicht, der vieles von dem aufgreift, um was es in unseren Seminaren zu Nachhaltigkeit und Postwachstum geht. Titel des Vortrags ist "Nachhaltigkeit, Wachstum und globale Gerechtigkeit". Auf der Deutschlandfunk Nova-Website heißt es:
"Elektroauto und Biofleisch als Antwort auf Klimakatastrophe, Artensterben und Umweltzerstörung? Volkswirt Niko Paech erklärt, warum dieses Ausgleichsmodell nicht funktioniert."
Sonntag, 26. Januar 2020
Ratgeber für nachhaltigen Konsum
Wer nachhaltig konsumieren möchte, benötigt Informationen. Hier haben sich besonders zwei Angebote bewährt. Auf beide Ratgeber wurde hier im Blog schon wiederholt hingewiesen:
- Buch: "Fair einkaufen - aber wie? - Das Handbuch für fairen Konsum"; 2019 in 6. Auflage erschienen; AutorInnen: Martina Hahn / Frank Herrmann; Link zum Blog der AutorInnen
- Website / App: Nachhaltiger Warenkorb - www.nachhaltiger-warenkorb.de. Hier gibt es Informationen zu den folgenden Kategorien:
- Essen und Trinken
- Mode und Pflegeprodukte
- Wohnen und Haushalt
- Energie und Elektronik
- Renovieren und Bauen
- Reisen und Mobilität
- Shoppen und Bestellen
- Spielen und Schenken
- Sparen und Finanzen
Samstag, 25. Januar 2020
Podiumsdiskussion zum Thema Klimakatastrophe und politische Bildung
Am Dienstag, den 28. Januar 2020, findet die Podiumsdiskussion „Wie politisch darf und muss Bildung angesichts der Klimakrise sein?“ von 18:15-19:45 Uhr an der PH Ludwigsburg in Raum 1.329 statt. Auf dem Podium wird auch Florian Weber-Stein sitzen. Auf der PH-Website findet sich folgende Ankündigung:
Die planetaren Grenzüberschreitungen, insbesondere Klimakrise und Artensterben, sind zentrale, menschheitsbedrohende Faktoren der Gegenwart und Zukunft. Der öffentliche Diskurs darüber wurde im Jahr 2019 durch die Initiative „Fridays4Future“ und den zivilen Ungehorsam von Schüler*innen befördert, die vor allem in den Industrienationen jeden Freitag während der Schulzeit für sofortige und umfassende Maßnahmen gegen den Klimawandel demonstrierten. Ihr Engagement findet Unterstützung aus dem Bildungssystem, aus Wissenschaft und Forschung.
Die planetaren Grenzüberschreitungen, insbesondere Klimakrise und Artensterben, sind zentrale, menschheitsbedrohende Faktoren der Gegenwart und Zukunft. Der öffentliche Diskurs darüber wurde im Jahr 2019 durch die Initiative „Fridays4Future“ und den zivilen Ungehorsam von Schüler*innen befördert, die vor allem in den Industrienationen jeden Freitag während der Schulzeit für sofortige und umfassende Maßnahmen gegen den Klimawandel demonstrierten. Ihr Engagement findet Unterstützung aus dem Bildungssystem, aus Wissenschaft und Forschung.
- Fridays-for-Future – legitime Kämpfer*innen für das Weltklima und Initiatoren eines politischen (Klima-)Wandels oder Schulschwänzer?
- Schulen und Hochschulen in Zeiten der Klimakrise: Orte politischen Engagements gegen die Klimakrise und politischer Nachhaltigkeitsbildung – und wenn ja, wie?
- Markus Moskau, Fridays4Future Ludwigsburg
- Lisa Reinecke, Campus4 Future Ludwigsburg
- OStD Mathias Hilbert, Geschäftsführender Schulleiter der Ludwigsburger Gymnasien
- Prof. Dr. Gudrun Guttenberger, Evangelische Theologie / Religionspädagogik
- Prof. Dr. Florian Weber-Stein, Politik und ihre Didaktik
- Prof. Dr. Jörg Kessler, Englische Sprache und ihre Didaktik
Montag, 20. Januar 2020
Das Projekt Drawdown
Drawdown ist ein Forschungsprojekt und wurde 2014 von dem Unternehmensberater und Publizisten Paul Hawken gegründet. In dem gleichnamigen Buch (dt. Titel: Drawdown - der Plan), das 2017 in Amerika erschien, werden 100 Lösungen beschrieben, die dazu beitragen, den Ausstoß an klimaschädlichen Emissionen zu reduzieren bzw. bereits vorhandene Treibhausgase in der Atmosphäre wieder zu binden. Der folgende TED-Talk gibt einen Einblick in die Arbeit und die Ergebnisse des Drawdown Projekts:
In einem weiteren TED Talk wird eine interessante Perspektive auf zwei Lösungsvorschläge von Drawdown aufgezeigt, die in Kombination miteinander den größten Beitrag zur Umkehr der Erderwärmung leisten können: Familienplanung und bessere Ausbildung für Mädchen:
Sonntag, 12. Januar 2020
Vortrag von Niko Paech an der Uni Stuttgart
Am 29. Januar 2020, 18:00 - 20:30 Uhr - also ziemlich genau passend, um das Ende der Vorlesungszeit einzuläuten - veranstaltet die Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg an der Universität Stuttgart - Campus Stadtmitte, Hörsaal M12.01 (Azenbergstr. 12, 70174 Stuttgart) - einen Vortrag von Niko Paech zur Nachhaltigkeitsökonomie, einem zentralen Thema unseres Nachhaltigkeitsseminars und des Masterseminars zu Ideen, Ansätzen und Utopien der Gegenwart. Im Beschreibungstext auf der Stiftungs-Website heißt es:
Als «Postwachstumsökonomie» wird eine Wirtschaft bezeichnet, die ohne Wachstum des Bruttoinlandsprodukts über stabile, wenngleich mit einem vergleichsweise reduzierten Konsumniveau einhergehende Versorgungsstruktur verfügt. Die Postwachstumsökonomie grenzt sich von landläufigen, auf Konformität zielenden Nachhaltigkeitsvisionen wie «qualitatives», «nachhaltiges», «grünes», «dematerialisiertes» oder «dekarbonisiertes» Wachstum ab.Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der DGB-Hochschulgruppe Stuttgart, dem DGB Region Nordwürttemberg und Fridays for Future Stuttgart durchgeführt. In der anschließenden Diskussion soll es um Fragen gehen wie: Was heißt das für Arbeitnehmerinnen, Lohnniveau und Sozialversicherung?
Samstag, 21. Dezember 2019
TED Talk von Tim Jackson
Der folgende TED Talk von Tim Jackson, Autor des Klassikers "Prosperity Without Growth" ("Wohlstand ohne Wachstum"), bildet für das Nachhaltigkeitsseminar eine ideale Nachbereitung, für das Masterseminar die Pflicht"lektüre" für die erste Sitzung im neuen Jahr:
Freitag, 13. Dezember 2019
Radikale Wende – Lösungsansatz von Graeme Maxton zur Rettung unseres Planeten
Der Klimawandel ist in den vergangenen Jahren zu einem immer wichtigeren Thema geworden. Die Sorge um die Erde und ihre Zukunft wird immer stärker thematisiert und wir finden in Zeitschriften wie dem Spiegel Titelthemen vor wie „Was der Erde droht und was wir tun können – der Plan gegen die Klimakatastrophe“ (Der Spiegel, Nr. 49/01.12.2018). Einer der radikalsten Denker, welcher sich dieser Thematik angenommen hat, ist Graeme Maxton. In der vorliegenden Arbeit soll seine Position näher betrachtet werden.
Zur Person: Graeme Maxton
Graeme Maxton ist ein britischer Ökonom und Vollmitglied des Club of Rome. Von 2014 bis 2018 fungierte er dort als Generalsekretär (Maxton, 2018, S. 153). Von 1988 bis 2002 war er Visiting Professor an der Cass Business School in London und arbeitete in der Technologieberatung für Booz Allen Hamilton, für American Express und für die Citigroup (URL: https://www.clubofrome.org/member/graeme-maxton/ [abgerufen am 25.03.2019, 23:00]).
Maxton ist auch als Autor tätig und hat in den vergangenen Jahren mehrere Publikationen veröffentlicht. Unter anderem im Jahr 2011 das Werk "Die Wachstumslüge: Warum wir alle die Welt nicht länger Politikern und Ökonomen überlassen dürfen", gefolgt von dem Werk "Ein Prozent ist genug", welches im Jahr 2016 erschien, bis hin zu seinem jüngsten Werk "Change – Warum wir eine radikale Wende brauchen". In seinen Publikationen befasst sich der Autor ausschließlich mit dem Klimawandel, ergründet dessen Ursachen und versucht, Lösungsansätze zu entwickeln.
Club of Rome
Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von Experten, der sich aus Wissenschaftlern und Humanisten, Ökonomen, Erziehungsfachleuten, Beamten und Industriellen zusammensetzt (vgl. Peccei, Siebker, 1974, S. 19). Die Zielsetzung des Clubs lässt sich wie folgt definieren:
Nachhaltigkeit
Der Begriff der Nachhaltigkeit findet sich im alltäglichen Gebrauch immer häufiger wieder. Da er in den unterschiedlichsten Zusammenhängen genutzt wird, ist es schwierig, eine einheitliche Definition des Begriffes abzuliefern. Die am häufigsten angeführte Definition stammt aus dem Brundtland-Bericht der UN von 1987:
Zu einem Problem kommt es bei dieser Unterscheidung des Begriffes dann, wenn beispielsweise ein Unternehmen ein letztlich umweltschädliches Vorgehen tätigt, es aber durch die allgemeinsprachliche Bedeutung des Begriffes als nachhaltig tituliert.
Der Philosoph Hans Jonas lehnt sich an Kants kategorischen Imperativ an und schreibt in seinem Hauptwerk „Das Prinzip Verantwortung“ folgenden Satz:
Das jüngste Werk: Change!
In einem knapp einstündigen Gespräch geht Maxton persönlich auf sein Buch ein und erklärt, worum es ihm bei seiner Arbeit hauptsächlich geht:
Das Problem
Zu Beginn des Werkes bezieht sich Maxton auf den Bericht von 1972, der unter dem Titel "Grenzen des Wachstums" weltberühmt wurde. Er stellt das Ergebnis der Studie vor, welche besagt, dass die menschliche Zivilisation zusammenbrechen werde, wenn sie sich nicht ändert. Das Ergebnis des Standardszenarios, welches aufzeigt, wie die Menschheit sich entwickeln würde, wenn Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelproduktion, Industrieproduktion, Verschmutzung und Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen weiterhin ihren gewohnten Kurs fahren, sieht so aus:
Zur Person: Graeme Maxton
Graeme Maxton ist ein britischer Ökonom und Vollmitglied des Club of Rome. Von 2014 bis 2018 fungierte er dort als Generalsekretär (Maxton, 2018, S. 153). Von 1988 bis 2002 war er Visiting Professor an der Cass Business School in London und arbeitete in der Technologieberatung für Booz Allen Hamilton, für American Express und für die Citigroup (URL: https://www.clubofrome.org/member/graeme-maxton/ [abgerufen am 25.03.2019, 23:00]).
Maxton ist auch als Autor tätig und hat in den vergangenen Jahren mehrere Publikationen veröffentlicht. Unter anderem im Jahr 2011 das Werk "Die Wachstumslüge: Warum wir alle die Welt nicht länger Politikern und Ökonomen überlassen dürfen", gefolgt von dem Werk "Ein Prozent ist genug", welches im Jahr 2016 erschien, bis hin zu seinem jüngsten Werk "Change – Warum wir eine radikale Wende brauchen". In seinen Publikationen befasst sich der Autor ausschließlich mit dem Klimawandel, ergründet dessen Ursachen und versucht, Lösungsansätze zu entwickeln.
Club of Rome
Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von Experten, der sich aus Wissenschaftlern und Humanisten, Ökonomen, Erziehungsfachleuten, Beamten und Industriellen zusammensetzt (vgl. Peccei, Siebker, 1974, S. 19). Die Zielsetzung des Clubs lässt sich wie folgt definieren:
„Ein tiefgreifendes Verständnis des kritischen Stadiums der menschlichen Lebensbedingungen und der sich verengenden und unsicheren Zukunftsaussichten zu erwerben und zu verbreiten und dadurch unter den aufgeschlosseneren Meinungs- und Entscheidungsträgern ein Klima für politisches Handeln zu schaffen; neue politische Richtlinien und Organisationsformen zu erarbeiten und vorzuschlagen, um die menschlichen Geschicke in Zukunft vernünftiger lenken zu können.“ (Peccei, Siebker, 1974, S. 19-20).
Nachhaltigkeit
Der Begriff der Nachhaltigkeit findet sich im alltäglichen Gebrauch immer häufiger wieder. Da er in den unterschiedlichsten Zusammenhängen genutzt wird, ist es schwierig, eine einheitliche Definition des Begriffes abzuliefern. Die am häufigsten angeführte Definition stammt aus dem Brundtland-Bericht der UN von 1987:
„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Fähigkeit zukünftiger Genrationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“ (Grober, 2010, S. 20).Ulrich Grober schreibt in seinem Werk „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“:
„Die Idee der Nachhaltigkeit ist weder eine Kopfgeburt moderner Technokraten noch ein Geistesblitz von Ökofreaks der Generation Woodstock. Sie ist unser ursprüngliches Weltkulturerbe“ (Grober, 2010, S. 13).Er unterscheidet den Begriff der Nachhaltigkeit im Deutschen in zwei Dimensionen. So sei er einmal ein allgemeinsprachliches Wort, welches nichts weiter bedeutet wie »nachdrücklich« oder »dauerhaft« (vgl. Grober, 2010, S. 17). Die andere Dimension sei Nachhaltigkeit als politischer Begriff, welche die ökologisch aufgeladene Bedeutung des Begriffes zum Erhalt der Erde meint (vgl. Grober, 2010, S. 17).
Zu einem Problem kommt es bei dieser Unterscheidung des Begriffes dann, wenn beispielsweise ein Unternehmen ein letztlich umweltschädliches Vorgehen tätigt, es aber durch die allgemeinsprachliche Bedeutung des Begriffes als nachhaltig tituliert.
„Man erklärt den Bau eines Kohlekraftwerks zur »nachhaltigen« Lösung, weil es sauberer sei als das alte und Arbeitsplätze erhalte“ (Grober, 2010, S. 17).Die Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaftlerin Iris Pufé spricht in ihrem Werk „Nachhaltigkeit“ davon, dass Nachhaltigkeit ein erst noch an Kontur gewinnendes, unterschiedlich interpretierbares Leitbild sei, welches voneinander abweichende, wenn nicht gegensätzliche Natur-, Mensch- und Weltbilder ebenso wie Anliegen, Bedürfnisse und Modelle einer „guten Gesellschaft“ vereint (vgl. Pufé, 2018, S. 25).
Der Philosoph Hans Jonas lehnt sich an Kants kategorischen Imperativ an und schreibt in seinem Hauptwerk „Das Prinzip Verantwortung“ folgenden Satz:
„Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“ (Jonas, 2017, S. 36).Letztlich lässt sich hier eine kurze und prägnante Definition dessen finden, was Nachhaltigkeit bedeutet.
Das jüngste Werk: Change!
In einem knapp einstündigen Gespräch geht Maxton persönlich auf sein Buch ein und erklärt, worum es ihm bei seiner Arbeit hauptsächlich geht:
Das Problem
Zu Beginn des Werkes bezieht sich Maxton auf den Bericht von 1972, der unter dem Titel "Grenzen des Wachstums" weltberühmt wurde. Er stellt das Ergebnis der Studie vor, welche besagt, dass die menschliche Zivilisation zusammenbrechen werde, wenn sie sich nicht ändert. Das Ergebnis des Standardszenarios, welches aufzeigt, wie die Menschheit sich entwickeln würde, wenn Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelproduktion, Industrieproduktion, Verschmutzung und Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen weiterhin ihren gewohnten Kurs fahren, sieht so aus:
„Mit zunehmender Bevölkerung und Industrieproduktion würde die Verfügbarkeit nicht erneuerbarer Ressourcen sinken und der Verschmutzungsgrad der Umwelt steigen. Das ganze System würde aufgrund höherer Ressourcenkosten und größerer Verschmutzung instabil werden. Die Industrieproduktion würde dann sinken und die menschliche Bevölkerung schrumpfen.“ (Maxton, 2018, S. 14-15).
Donnerstag, 5. Dezember 2019
Schaubild zur Wachstumsgesellschaft
In den Seminaren zu Themen rund um Nachhaltigkeit ist das folgende Schaubild entstanden, das viele Aspekte der Gesellschaftsdiagnose zusammenfasst und das ich auf vielfachen Wunsch hier zur Verfügung stelle:
Dienstag, 3. Dezember 2019
Was hält uns davon ab, nachhaltig(er) zu leben?
Ein Beitrag von Jasemin Bal
Mittwochabend, 19 Uhr: ich liege im Bett und shoppe online auf der Zalando-App. Plötzlich kommt mir ein Gedanke: neue weiße Sneaker, das wär’s doch! Meine drei anderen Paare weiße Sneaker liegen zwar im Schuhschrank, sind aber meiner Meinung nach entweder schon viel zu abgerockt, um sie weiterhin tragen zu können, oder haben einen gaaaaaaanz anderen Stil, weswegen ich unbedingt neue brauche. Also mache ich mich schließlich auf die Suche nach neuen Turnschuhen, wohl wissend, dass ich drei Paare im Schuhschrank habe und eigentlich keine neuen brauche.
Die Frage ist doch: Wieso konsumieren wir weiter, obwohl wir selbst wissen, dass wir bestimmte Produkte oder Dinge, wie ein viertes Paar weißer Sneaker, nicht brauchen? In der folgenden Arbeit geht es darum, ausgehend von den Grundlagen der Nachhaltigkeitsdebatte über verschiedene Gesellschaftsschichten bis hin zur Konsumkultur und psychologischen Gründen diese Frage zu beantworten und die Ursachen für die Diskrepanz des Nachhaltig-Sein-Wollens, aber des Nicht-Nachhaltig-Seins zu finden.
Mittwochabend, 19 Uhr: ich liege im Bett und shoppe online auf der Zalando-App. Plötzlich kommt mir ein Gedanke: neue weiße Sneaker, das wär’s doch! Meine drei anderen Paare weiße Sneaker liegen zwar im Schuhschrank, sind aber meiner Meinung nach entweder schon viel zu abgerockt, um sie weiterhin tragen zu können, oder haben einen gaaaaaaanz anderen Stil, weswegen ich unbedingt neue brauche. Also mache ich mich schließlich auf die Suche nach neuen Turnschuhen, wohl wissend, dass ich drei Paare im Schuhschrank habe und eigentlich keine neuen brauche.
Die Frage ist doch: Wieso konsumieren wir weiter, obwohl wir selbst wissen, dass wir bestimmte Produkte oder Dinge, wie ein viertes Paar weißer Sneaker, nicht brauchen? In der folgenden Arbeit geht es darum, ausgehend von den Grundlagen der Nachhaltigkeitsdebatte über verschiedene Gesellschaftsschichten bis hin zur Konsumkultur und psychologischen Gründen diese Frage zu beantworten und die Ursachen für die Diskrepanz des Nachhaltig-Sein-Wollens, aber des Nicht-Nachhaltig-Seins zu finden.
Montag, 2. Dezember 2019
Nachhaltigkeit für Grundschüler
Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der oft fällt und aus Nachrichten sowie Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Dabei haben es viele Jugendliche schwer, sich unter dem Begriff etwas vorzustellen. Nachhaltiger Konsum ist ein Thema, das früh genug behandelt werden muss.
Aus diesem Anlass startete das Großprojekt "Die Vernetzung der Umweltinstitutionen in der Euregio Egrensis", welches sich im zweiten Jahr befindet und von der Europäischen Union gefördert wird. Es geht um eine Projektwoche in einer Jugendherberge, wo sich zwei Grundschulen treffen und sich mit dem Kernthema "Nachhaltiger Konsum" beschäftigen.
Zum Weiterlesen: https://www.frankenpost.de/region/wunsiedel/Schueler-aus-zwei-Laendern-ein-Ziel;art2460,6993047
Zum Weiterlesen: https://www.frankenpost.de/region/wunsiedel/Schueler-aus-zwei-Laendern-ein-Ziel;art2460,6993047
Rechenzentren: Die vergessenen Klima-Killer?
Im Jahr 2017 wurden insgesamt 13,2 Mrd. kWh Strom für Server und Rechenzentren in Deutschland benötigt. Der Energiebedarf solcher Rechenzentren hat sich zwischen 2010 und 2017 um 25% erhöht. Trotz erhöhter Effizienz der Rechenzentren und der Tatsache, dass Hyperscale-Rechenzentren den Standort Deutschland meiden, ergab sich ein signifikanter Anstieg. Als Gründe der Vermeidung werden die relativ hohen Stromkosten sowie langwierige Genehmigungsprozesse genannt.
Weltweit stieg der Stromverbrauch für Rechenzentren allein zwischen 2010 und 2015 um 30% auf insgesamt 287 Mrd. kWh an. 2017 waren es bereits 350 Mrd. kWh. Zum einen wird dies auf die Digitalisierung und zum anderen aber auch auf neue Anwendungen wie das Bitcoin-Mining zurückgeführt.
Der wahre Energiebedarf von Rechenzentren darf deutlich höher angenommen werden, da bei der Ermittlung des Energiebedarfs die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen nicht berücksichtigt wurden. Die Frage nach nachhaltigen bzw. CO2-neutralen Rechenzentren stellt sich somit automatisch – nicht nur für die umweltbewusste Gesellschaft, sondern auch für deren Betreiber. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Weltweit stieg der Stromverbrauch für Rechenzentren allein zwischen 2010 und 2015 um 30% auf insgesamt 287 Mrd. kWh an. 2017 waren es bereits 350 Mrd. kWh. Zum einen wird dies auf die Digitalisierung und zum anderen aber auch auf neue Anwendungen wie das Bitcoin-Mining zurückgeführt.
Der wahre Energiebedarf von Rechenzentren darf deutlich höher angenommen werden, da bei der Ermittlung des Energiebedarfs die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen nicht berücksichtigt wurden. Die Frage nach nachhaltigen bzw. CO2-neutralen Rechenzentren stellt sich somit automatisch – nicht nur für die umweltbewusste Gesellschaft, sondern auch für deren Betreiber. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- kein bzw. geringer Einsatz von Konfliktrohstoffen
- Nutzung von erneuerbaren Energien für den Betrieb
- Nutzung der Abwärme der Rechenzentren
- 1. Beispiel: https://www.windcloud.org/rechenzentrum/
- 2. Beispiel: https://www.cloudandheat.com/
Donnerstag, 28. November 2019
Warum trifft der Mensch schlechte Entscheidungen? shifting baselines
Dem überwiegenden Teil der Menschheit ist wohl durchaus bewusst, dass unser Handeln in vielen Lebensbereichen alles andere als ideal ist. Das Wissen über problematisches Verhalten führt oft allerdings trotzdem nicht zu anderen („besseren“) Entscheidungen – in vielen Situationen entscheiden wir uns sogar wider besseren Wissens für die „schlechtere“ Alternative.
Einen Erklärungsansatz, den ich zur Erklärung dieses Paradoxon sehr interessant finde, liefert das Konzept der shifting baselines. Shifting baselines (sich verschiebende Grundlinien) beschreiben das Phänomen, dass sich Menschen sukzessive an Veränderungen (i.e. Verschlechterungen) gewöhnen und sie deshalb nicht zur Kenntnis nehmen. Uns fehlt bei Veränderungsprozessen ein Markierungspunkt, ab dem die Veränderung für uns manifest wird.
Verhaltensänderungen werden noch akzeptiert, solange sie zu unserem Referenzwert passen. Dass sich dieser Referenzwert immer weiter verschiebt, ist das eigentlich Dramatische dabei. Zuerst habe ich in der Scobel-Sendung am 17.05.2018 vom Konzept der shifting baselines gehört. (Minute 24:00 bis 25:49)
Geprägt wurde der Begriff wohl vom Meeresbiologen Daniel Pauly, der sich vor allem mit den Auswirkungen des Menschen auf die globale Fischerei beschäftigt. Wenn eine Art komplett ausstirbt - "so what? Es gab doch sowieso nur noch ein paar wenige Exemplare. Ist doch kein großer Verlust!" Dass diese Art erst im Laufe der Jahre immer seltener wurde, wird dabei aber übersehen.
(ab ca. Minute 4:20)
Einen Erklärungsansatz, den ich zur Erklärung dieses Paradoxon sehr interessant finde, liefert das Konzept der shifting baselines. Shifting baselines (sich verschiebende Grundlinien) beschreiben das Phänomen, dass sich Menschen sukzessive an Veränderungen (i.e. Verschlechterungen) gewöhnen und sie deshalb nicht zur Kenntnis nehmen. Uns fehlt bei Veränderungsprozessen ein Markierungspunkt, ab dem die Veränderung für uns manifest wird.
Verhaltensänderungen werden noch akzeptiert, solange sie zu unserem Referenzwert passen. Dass sich dieser Referenzwert immer weiter verschiebt, ist das eigentlich Dramatische dabei. Zuerst habe ich in der Scobel-Sendung am 17.05.2018 vom Konzept der shifting baselines gehört. (Minute 24:00 bis 25:49)
Geprägt wurde der Begriff wohl vom Meeresbiologen Daniel Pauly, der sich vor allem mit den Auswirkungen des Menschen auf die globale Fischerei beschäftigt. Wenn eine Art komplett ausstirbt - "so what? Es gab doch sowieso nur noch ein paar wenige Exemplare. Ist doch kein großer Verlust!" Dass diese Art erst im Laufe der Jahre immer seltener wurde, wird dabei aber übersehen.
(ab ca. Minute 4:20)
Dienstag, 26. November 2019
ZORA gGmbH - ZunkunftORientierungArbeit
ZORA gGmbH ist ein
Sozialunternehmen in Stuttgart, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mädchen
und Frauen in Stuttgart in chancenbenachteiligten Lebensverhältnissen und mit berufsbezogenem
Unterstützungsbedarf eine Anlaufstelle, sowie Beratung und eine Beschäftigung zu ermöglichen. Es gibt die Möglichkeit, an Qualifizierungs- und
Ausbildungsprogrammen teilzunehmen.
Die ZORA gGmbH betreibt mehrere Secondhandläden. Es gibt
eine Kita und es gibt viele Projekte, die alle
der Unterstützung von Frauen oder Mädchen in chancenbenachteiligten
Lebensverhältnissen dienen.
Folgende Arbeitsbereiche gibt es:
Folgende Arbeitsbereiche gibt es:
- Kinderkaufhaus ZORELLA
- z.megastore second hand fashion
- SecondHandKaufhaus
- Kreativwerkstatt ZORA-FAKTUR
- Servicecenter Kaufhäuser
Eine Auswahl an Projekten:
- Takaa Niroo – Bestärkungsprograme für geflüchtete Frauen und Mädchen
- TaBea - Tagesstrukturierung, Beschäftigung, Arbeit - Angebot für Frauen mit psychischen Erkrankungen
- Plan P – Wir schaffen Perspektiven - für Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen
- Life Update - Qualifizierung im Bereich digitaler Medien
- Forum Frauen - berufliche Beratung, Begleitung und Vermittlung für Frauen
- MUPERTRA II - Langzeitarbeitslose Frauen als Hundehalterinnen in Arbeit
- 400 plus zukunft 4 girls -Unterstützung für chancenarme, junge Frauen
- und noch viele mehr…
Mit dem Einkauf bzw. der Abgabe von Textilien in einem der Secondhandläden der ZORA gGmbH unterstützt ihr nicht nur das Durchbrechen des Kreislaufs von Kaufen und Wegwerfen von Kleidung, sondern unterstützt auch noch ein tolles Sozialunternehmen und alle Frauen und Mädchen, die durch die Arbeit der ZORA gGmbH unterstützt werden können. Außerdem kann das Unternehmen unterstützt werden, indem man den zugehörigen Förderverein unterstützt.
Kleiderei - Abwechslung im Kleiderschrank ohne schädliche Folgen?
Die Größen der Modewelt verkünden beinahe in einem monatlichen Rhythmus vermeintliche neue Trends und wie zwingend notwendig diese seien, um seine Persönlichkeit zu formen bzw. (noch wichtiger) diese auch nach außen auszustrahlen. Der Slogan „Kleider machen Leute!“ ist tief in unserer Gesellschaft verankert, und so führt für viele kein Weg daran vorbei, sich mehrmals pro Jahr mit neuen Klamotten einzudecken, da die bereits erworbenen zum Beispiel nicht mehr zeitgemäß sind oder das eigene Denken bzw. Handeln nicht mehr optisch repräsentieren.
Die stark erhöhte Zahl an (neuen) Kollektionen wird auch als „Fast Fashion“ bezeichnet. H&M führt so pro Jahr circa 12 bis 16 Kollektionen ein, Zara sogar bis zu 24. Offensichtlich ist hierbei, dass die Nutzungsdauer, in diesem Fall Tragedauer, der erworbenen Kleidung drastisch sinkt und Kleidung lange vor der Obsoleszenz im Kleiderschrank, im Müll oder bei der Altkleidersammlung verschwindet.
Zum einen hat dies verheerende Folgen für die Fabrikarbeiter*innen und Näher*innen in den Entwicklungsländer, da die Fertigungszyklen immer kürzer werden und damit der Produktionsdruck steigt, aber der Preiskampf zwischen den Modekonzernen natürlich ungebrochen weitergeht. Zum anderen wächst natürlich auch die Masse an Müll rasant an.
Genau an diesem Punkt knüpft die „Kleiderei“, welche inzwischen ein Geschäft in Köln und Freiburg eröffnet hat, nahtlos an. Für eine Mitgliedschaft (vergleichbar mit einem Abonnement), die 25€ im Monat kostet, darf man vor Ort bis zu vier Kleidungsstücke ausleihen. Hat man in der Folge Lust auf neue Kleidungsstücke bzw. sich an den ausgeliehenen Artikeln satt gesehen, kann man jederzeit alle oder einzelne Kleidungsstücke zurückgeben und neue ausleihen.
Somit eröffnet die „Kleiderei“ die Möglichkeit, sich entschieden gegen den Trend der „Fast Fashion“ zu stellen, aber dennoch „neue“ (natürlich gebrauchte) Kleidungsstücke im Schrank zu haben, ohne aber den Konsum und damit auch die Neuproduktion von Modeartikel weiter zu beschleunigen.
Ein Beitrag von Janis Luis Rosenfelder
Quellen:
Die stark erhöhte Zahl an (neuen) Kollektionen wird auch als „Fast Fashion“ bezeichnet. H&M führt so pro Jahr circa 12 bis 16 Kollektionen ein, Zara sogar bis zu 24. Offensichtlich ist hierbei, dass die Nutzungsdauer, in diesem Fall Tragedauer, der erworbenen Kleidung drastisch sinkt und Kleidung lange vor der Obsoleszenz im Kleiderschrank, im Müll oder bei der Altkleidersammlung verschwindet.
Zum einen hat dies verheerende Folgen für die Fabrikarbeiter*innen und Näher*innen in den Entwicklungsländer, da die Fertigungszyklen immer kürzer werden und damit der Produktionsdruck steigt, aber der Preiskampf zwischen den Modekonzernen natürlich ungebrochen weitergeht. Zum anderen wächst natürlich auch die Masse an Müll rasant an.
Genau an diesem Punkt knüpft die „Kleiderei“, welche inzwischen ein Geschäft in Köln und Freiburg eröffnet hat, nahtlos an. Für eine Mitgliedschaft (vergleichbar mit einem Abonnement), die 25€ im Monat kostet, darf man vor Ort bis zu vier Kleidungsstücke ausleihen. Hat man in der Folge Lust auf neue Kleidungsstücke bzw. sich an den ausgeliehenen Artikeln satt gesehen, kann man jederzeit alle oder einzelne Kleidungsstücke zurückgeben und neue ausleihen.
Somit eröffnet die „Kleiderei“ die Möglichkeit, sich entschieden gegen den Trend der „Fast Fashion“ zu stellen, aber dennoch „neue“ (natürlich gebrauchte) Kleidungsstücke im Schrank zu haben, ohne aber den Konsum und damit auch die Neuproduktion von Modeartikel weiter zu beschleunigen.
Ein Beitrag von Janis Luis Rosenfelder
Quellen:
- https://www.ci-romero.de/kritischer-konsum/produkte/kleidung/fast-fashion [Zugriff am 24.11.2019]
- http://fudder.de/ab-samstag-kannst-du-mit-einem-abo-system-kleidung-in-freiburg-leihen--174622975.html [Zugriff am 24.11.2019]
- https://kleiderei.com/ [Zugriff am 24.11.2019]
- https://www.facebook.com/kleidereikoeln/ [Zugriff am 24.11.2019]
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nachhaltiger Konsum
Trampen ohne Daumen: Mitfahrbänke
Eine vielleicht etwas andere Form der Nachhaltigkeit ist eine sogenannte "Mitfahrbank". Auf dieser Bank sitzende Personen signalisieren vorbeifahrenden Autofahrern, dass sie auf eine Mitfahrgelegenheit hoffen. Die Bänke finden sich meistens an den Hauptverkehrsstraßen oder vielbefahrenen Straßen, um die Chancen für Wartende möglichst hoch zu halten.
Seit 2010 finden sich vermehrt in deutschen Städten "Mitfahrbänke". Besonders in ländlichen Gegenden mit einer immer noch schlechten Busanbindung ist diese Möglichkeit besonders für Jugendliche und Senioren von Interesse. Auch können so Ortsteile untereinander besser vernetzt werden. Die Europäische Union hat ebenfalls das Potential der Bänke erkannt und unterstützt Gemeinden und Kommunen finanziell. Im Kreis Ludwigsburg findet sich seit kurzem so eine Bank in Gärtringen.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.mitfahrbank-in-gaertringen-rohrau-eine-neue-form-des-trampens.17afc6a0-eac5-4a6c-8174-9ae70b825c8e.html
Seit 2010 finden sich vermehrt in deutschen Städten "Mitfahrbänke". Besonders in ländlichen Gegenden mit einer immer noch schlechten Busanbindung ist diese Möglichkeit besonders für Jugendliche und Senioren von Interesse. Auch können so Ortsteile untereinander besser vernetzt werden. Die Europäische Union hat ebenfalls das Potential der Bänke erkannt und unterstützt Gemeinden und Kommunen finanziell. Im Kreis Ludwigsburg findet sich seit kurzem so eine Bank in Gärtringen.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.mitfahrbank-in-gaertringen-rohrau-eine-neue-form-des-trampens.17afc6a0-eac5-4a6c-8174-9ae70b825c8e.html
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