Der folgende TED Talk von Tim Jackson, Autor des Klassikers "Prosperity Without Growth" ("Wohlstand ohne Wachstum"), bildet für das Nachhaltigkeitsseminar eine ideale Nachbereitung, für das Masterseminar die Pflicht"lektüre" für die erste Sitzung im neuen Jahr:
Samstag, 21. Dezember 2019
Freitag, 13. Dezember 2019
Radikale Wende – Lösungsansatz von Graeme Maxton zur Rettung unseres Planeten
Der Klimawandel ist in den vergangenen Jahren zu einem immer wichtigeren Thema geworden. Die Sorge um die Erde und ihre Zukunft wird immer stärker thematisiert und wir finden in Zeitschriften wie dem Spiegel Titelthemen vor wie „Was der Erde droht und was wir tun können – der Plan gegen die Klimakatastrophe“ (Der Spiegel, Nr. 49/01.12.2018). Einer der radikalsten Denker, welcher sich dieser Thematik angenommen hat, ist Graeme Maxton. In der vorliegenden Arbeit soll seine Position näher betrachtet werden.
Zur Person: Graeme Maxton
Graeme Maxton ist ein britischer Ökonom und Vollmitglied des Club of Rome. Von 2014 bis 2018 fungierte er dort als Generalsekretär (Maxton, 2018, S. 153). Von 1988 bis 2002 war er Visiting Professor an der Cass Business School in London und arbeitete in der Technologieberatung für Booz Allen Hamilton, für American Express und für die Citigroup (URL: https://www.clubofrome.org/member/graeme-maxton/ [abgerufen am 25.03.2019, 23:00]).
Maxton ist auch als Autor tätig und hat in den vergangenen Jahren mehrere Publikationen veröffentlicht. Unter anderem im Jahr 2011 das Werk "Die Wachstumslüge: Warum wir alle die Welt nicht länger Politikern und Ökonomen überlassen dürfen", gefolgt von dem Werk "Ein Prozent ist genug", welches im Jahr 2016 erschien, bis hin zu seinem jüngsten Werk "Change – Warum wir eine radikale Wende brauchen". In seinen Publikationen befasst sich der Autor ausschließlich mit dem Klimawandel, ergründet dessen Ursachen und versucht, Lösungsansätze zu entwickeln.
Club of Rome
Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von Experten, der sich aus Wissenschaftlern und Humanisten, Ökonomen, Erziehungsfachleuten, Beamten und Industriellen zusammensetzt (vgl. Peccei, Siebker, 1974, S. 19). Die Zielsetzung des Clubs lässt sich wie folgt definieren:
Nachhaltigkeit
Der Begriff der Nachhaltigkeit findet sich im alltäglichen Gebrauch immer häufiger wieder. Da er in den unterschiedlichsten Zusammenhängen genutzt wird, ist es schwierig, eine einheitliche Definition des Begriffes abzuliefern. Die am häufigsten angeführte Definition stammt aus dem Brundtland-Bericht der UN von 1987:
Zu einem Problem kommt es bei dieser Unterscheidung des Begriffes dann, wenn beispielsweise ein Unternehmen ein letztlich umweltschädliches Vorgehen tätigt, es aber durch die allgemeinsprachliche Bedeutung des Begriffes als nachhaltig tituliert.
Der Philosoph Hans Jonas lehnt sich an Kants kategorischen Imperativ an und schreibt in seinem Hauptwerk „Das Prinzip Verantwortung“ folgenden Satz:
Das jüngste Werk: Change!
In einem knapp einstündigen Gespräch geht Maxton persönlich auf sein Buch ein und erklärt, worum es ihm bei seiner Arbeit hauptsächlich geht:
Das Problem
Zu Beginn des Werkes bezieht sich Maxton auf den Bericht von 1972, der unter dem Titel "Grenzen des Wachstums" weltberühmt wurde. Er stellt das Ergebnis der Studie vor, welche besagt, dass die menschliche Zivilisation zusammenbrechen werde, wenn sie sich nicht ändert. Das Ergebnis des Standardszenarios, welches aufzeigt, wie die Menschheit sich entwickeln würde, wenn Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelproduktion, Industrieproduktion, Verschmutzung und Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen weiterhin ihren gewohnten Kurs fahren, sieht so aus:
Zur Person: Graeme Maxton
Graeme Maxton ist ein britischer Ökonom und Vollmitglied des Club of Rome. Von 2014 bis 2018 fungierte er dort als Generalsekretär (Maxton, 2018, S. 153). Von 1988 bis 2002 war er Visiting Professor an der Cass Business School in London und arbeitete in der Technologieberatung für Booz Allen Hamilton, für American Express und für die Citigroup (URL: https://www.clubofrome.org/member/graeme-maxton/ [abgerufen am 25.03.2019, 23:00]).
Maxton ist auch als Autor tätig und hat in den vergangenen Jahren mehrere Publikationen veröffentlicht. Unter anderem im Jahr 2011 das Werk "Die Wachstumslüge: Warum wir alle die Welt nicht länger Politikern und Ökonomen überlassen dürfen", gefolgt von dem Werk "Ein Prozent ist genug", welches im Jahr 2016 erschien, bis hin zu seinem jüngsten Werk "Change – Warum wir eine radikale Wende brauchen". In seinen Publikationen befasst sich der Autor ausschließlich mit dem Klimawandel, ergründet dessen Ursachen und versucht, Lösungsansätze zu entwickeln.
Club of Rome
Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von Experten, der sich aus Wissenschaftlern und Humanisten, Ökonomen, Erziehungsfachleuten, Beamten und Industriellen zusammensetzt (vgl. Peccei, Siebker, 1974, S. 19). Die Zielsetzung des Clubs lässt sich wie folgt definieren:
„Ein tiefgreifendes Verständnis des kritischen Stadiums der menschlichen Lebensbedingungen und der sich verengenden und unsicheren Zukunftsaussichten zu erwerben und zu verbreiten und dadurch unter den aufgeschlosseneren Meinungs- und Entscheidungsträgern ein Klima für politisches Handeln zu schaffen; neue politische Richtlinien und Organisationsformen zu erarbeiten und vorzuschlagen, um die menschlichen Geschicke in Zukunft vernünftiger lenken zu können.“ (Peccei, Siebker, 1974, S. 19-20).
Nachhaltigkeit
Der Begriff der Nachhaltigkeit findet sich im alltäglichen Gebrauch immer häufiger wieder. Da er in den unterschiedlichsten Zusammenhängen genutzt wird, ist es schwierig, eine einheitliche Definition des Begriffes abzuliefern. Die am häufigsten angeführte Definition stammt aus dem Brundtland-Bericht der UN von 1987:
„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Fähigkeit zukünftiger Genrationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“ (Grober, 2010, S. 20).Ulrich Grober schreibt in seinem Werk „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“:
„Die Idee der Nachhaltigkeit ist weder eine Kopfgeburt moderner Technokraten noch ein Geistesblitz von Ökofreaks der Generation Woodstock. Sie ist unser ursprüngliches Weltkulturerbe“ (Grober, 2010, S. 13).Er unterscheidet den Begriff der Nachhaltigkeit im Deutschen in zwei Dimensionen. So sei er einmal ein allgemeinsprachliches Wort, welches nichts weiter bedeutet wie »nachdrücklich« oder »dauerhaft« (vgl. Grober, 2010, S. 17). Die andere Dimension sei Nachhaltigkeit als politischer Begriff, welche die ökologisch aufgeladene Bedeutung des Begriffes zum Erhalt der Erde meint (vgl. Grober, 2010, S. 17).
Zu einem Problem kommt es bei dieser Unterscheidung des Begriffes dann, wenn beispielsweise ein Unternehmen ein letztlich umweltschädliches Vorgehen tätigt, es aber durch die allgemeinsprachliche Bedeutung des Begriffes als nachhaltig tituliert.
„Man erklärt den Bau eines Kohlekraftwerks zur »nachhaltigen« Lösung, weil es sauberer sei als das alte und Arbeitsplätze erhalte“ (Grober, 2010, S. 17).Die Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaftlerin Iris Pufé spricht in ihrem Werk „Nachhaltigkeit“ davon, dass Nachhaltigkeit ein erst noch an Kontur gewinnendes, unterschiedlich interpretierbares Leitbild sei, welches voneinander abweichende, wenn nicht gegensätzliche Natur-, Mensch- und Weltbilder ebenso wie Anliegen, Bedürfnisse und Modelle einer „guten Gesellschaft“ vereint (vgl. Pufé, 2018, S. 25).
Der Philosoph Hans Jonas lehnt sich an Kants kategorischen Imperativ an und schreibt in seinem Hauptwerk „Das Prinzip Verantwortung“ folgenden Satz:
„Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“ (Jonas, 2017, S. 36).Letztlich lässt sich hier eine kurze und prägnante Definition dessen finden, was Nachhaltigkeit bedeutet.
Das jüngste Werk: Change!
In einem knapp einstündigen Gespräch geht Maxton persönlich auf sein Buch ein und erklärt, worum es ihm bei seiner Arbeit hauptsächlich geht:
Das Problem
Zu Beginn des Werkes bezieht sich Maxton auf den Bericht von 1972, der unter dem Titel "Grenzen des Wachstums" weltberühmt wurde. Er stellt das Ergebnis der Studie vor, welche besagt, dass die menschliche Zivilisation zusammenbrechen werde, wenn sie sich nicht ändert. Das Ergebnis des Standardszenarios, welches aufzeigt, wie die Menschheit sich entwickeln würde, wenn Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelproduktion, Industrieproduktion, Verschmutzung und Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen weiterhin ihren gewohnten Kurs fahren, sieht so aus:
„Mit zunehmender Bevölkerung und Industrieproduktion würde die Verfügbarkeit nicht erneuerbarer Ressourcen sinken und der Verschmutzungsgrad der Umwelt steigen. Das ganze System würde aufgrund höherer Ressourcenkosten und größerer Verschmutzung instabil werden. Die Industrieproduktion würde dann sinken und die menschliche Bevölkerung schrumpfen.“ (Maxton, 2018, S. 14-15).
Donnerstag, 5. Dezember 2019
Schaubild zur Wachstumsgesellschaft
In den Seminaren zu Themen rund um Nachhaltigkeit ist das folgende Schaubild entstanden, das viele Aspekte der Gesellschaftsdiagnose zusammenfasst und das ich auf vielfachen Wunsch hier zur Verfügung stelle:
Dienstag, 3. Dezember 2019
Was hält uns davon ab, nachhaltig(er) zu leben?
Ein Beitrag von Jasemin Bal
Mittwochabend, 19 Uhr: ich liege im Bett und shoppe online auf der Zalando-App. Plötzlich kommt mir ein Gedanke: neue weiße Sneaker, das wär’s doch! Meine drei anderen Paare weiße Sneaker liegen zwar im Schuhschrank, sind aber meiner Meinung nach entweder schon viel zu abgerockt, um sie weiterhin tragen zu können, oder haben einen gaaaaaaanz anderen Stil, weswegen ich unbedingt neue brauche. Also mache ich mich schließlich auf die Suche nach neuen Turnschuhen, wohl wissend, dass ich drei Paare im Schuhschrank habe und eigentlich keine neuen brauche.
Die Frage ist doch: Wieso konsumieren wir weiter, obwohl wir selbst wissen, dass wir bestimmte Produkte oder Dinge, wie ein viertes Paar weißer Sneaker, nicht brauchen? In der folgenden Arbeit geht es darum, ausgehend von den Grundlagen der Nachhaltigkeitsdebatte über verschiedene Gesellschaftsschichten bis hin zur Konsumkultur und psychologischen Gründen diese Frage zu beantworten und die Ursachen für die Diskrepanz des Nachhaltig-Sein-Wollens, aber des Nicht-Nachhaltig-Seins zu finden.
Mittwochabend, 19 Uhr: ich liege im Bett und shoppe online auf der Zalando-App. Plötzlich kommt mir ein Gedanke: neue weiße Sneaker, das wär’s doch! Meine drei anderen Paare weiße Sneaker liegen zwar im Schuhschrank, sind aber meiner Meinung nach entweder schon viel zu abgerockt, um sie weiterhin tragen zu können, oder haben einen gaaaaaaanz anderen Stil, weswegen ich unbedingt neue brauche. Also mache ich mich schließlich auf die Suche nach neuen Turnschuhen, wohl wissend, dass ich drei Paare im Schuhschrank habe und eigentlich keine neuen brauche.
Die Frage ist doch: Wieso konsumieren wir weiter, obwohl wir selbst wissen, dass wir bestimmte Produkte oder Dinge, wie ein viertes Paar weißer Sneaker, nicht brauchen? In der folgenden Arbeit geht es darum, ausgehend von den Grundlagen der Nachhaltigkeitsdebatte über verschiedene Gesellschaftsschichten bis hin zur Konsumkultur und psychologischen Gründen diese Frage zu beantworten und die Ursachen für die Diskrepanz des Nachhaltig-Sein-Wollens, aber des Nicht-Nachhaltig-Seins zu finden.
Montag, 2. Dezember 2019
Nachhaltigkeit für Grundschüler
Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der oft fällt und aus Nachrichten sowie Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Dabei haben es viele Jugendliche schwer, sich unter dem Begriff etwas vorzustellen. Nachhaltiger Konsum ist ein Thema, das früh genug behandelt werden muss.
Aus diesem Anlass startete das Großprojekt "Die Vernetzung der Umweltinstitutionen in der Euregio Egrensis", welches sich im zweiten Jahr befindet und von der Europäischen Union gefördert wird. Es geht um eine Projektwoche in einer Jugendherberge, wo sich zwei Grundschulen treffen und sich mit dem Kernthema "Nachhaltiger Konsum" beschäftigen.
Zum Weiterlesen: https://www.frankenpost.de/region/wunsiedel/Schueler-aus-zwei-Laendern-ein-Ziel;art2460,6993047
Zum Weiterlesen: https://www.frankenpost.de/region/wunsiedel/Schueler-aus-zwei-Laendern-ein-Ziel;art2460,6993047
Rechenzentren: Die vergessenen Klima-Killer?
Im Jahr 2017 wurden insgesamt 13,2 Mrd. kWh Strom für Server und Rechenzentren in Deutschland benötigt. Der Energiebedarf solcher Rechenzentren hat sich zwischen 2010 und 2017 um 25% erhöht. Trotz erhöhter Effizienz der Rechenzentren und der Tatsache, dass Hyperscale-Rechenzentren den Standort Deutschland meiden, ergab sich ein signifikanter Anstieg. Als Gründe der Vermeidung werden die relativ hohen Stromkosten sowie langwierige Genehmigungsprozesse genannt.
Weltweit stieg der Stromverbrauch für Rechenzentren allein zwischen 2010 und 2015 um 30% auf insgesamt 287 Mrd. kWh an. 2017 waren es bereits 350 Mrd. kWh. Zum einen wird dies auf die Digitalisierung und zum anderen aber auch auf neue Anwendungen wie das Bitcoin-Mining zurückgeführt.
Der wahre Energiebedarf von Rechenzentren darf deutlich höher angenommen werden, da bei der Ermittlung des Energiebedarfs die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen nicht berücksichtigt wurden. Die Frage nach nachhaltigen bzw. CO2-neutralen Rechenzentren stellt sich somit automatisch – nicht nur für die umweltbewusste Gesellschaft, sondern auch für deren Betreiber. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Weltweit stieg der Stromverbrauch für Rechenzentren allein zwischen 2010 und 2015 um 30% auf insgesamt 287 Mrd. kWh an. 2017 waren es bereits 350 Mrd. kWh. Zum einen wird dies auf die Digitalisierung und zum anderen aber auch auf neue Anwendungen wie das Bitcoin-Mining zurückgeführt.
Der wahre Energiebedarf von Rechenzentren darf deutlich höher angenommen werden, da bei der Ermittlung des Energiebedarfs die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen nicht berücksichtigt wurden. Die Frage nach nachhaltigen bzw. CO2-neutralen Rechenzentren stellt sich somit automatisch – nicht nur für die umweltbewusste Gesellschaft, sondern auch für deren Betreiber. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- kein bzw. geringer Einsatz von Konfliktrohstoffen
- Nutzung von erneuerbaren Energien für den Betrieb
- Nutzung der Abwärme der Rechenzentren
- 1. Beispiel: https://www.windcloud.org/rechenzentrum/
- 2. Beispiel: https://www.cloudandheat.com/
Donnerstag, 28. November 2019
Warum trifft der Mensch schlechte Entscheidungen? shifting baselines
Dem überwiegenden Teil der Menschheit ist wohl durchaus bewusst, dass unser Handeln in vielen Lebensbereichen alles andere als ideal ist. Das Wissen über problematisches Verhalten führt oft allerdings trotzdem nicht zu anderen („besseren“) Entscheidungen – in vielen Situationen entscheiden wir uns sogar wider besseren Wissens für die „schlechtere“ Alternative.
Einen Erklärungsansatz, den ich zur Erklärung dieses Paradoxon sehr interessant finde, liefert das Konzept der shifting baselines. Shifting baselines (sich verschiebende Grundlinien) beschreiben das Phänomen, dass sich Menschen sukzessive an Veränderungen (i.e. Verschlechterungen) gewöhnen und sie deshalb nicht zur Kenntnis nehmen. Uns fehlt bei Veränderungsprozessen ein Markierungspunkt, ab dem die Veränderung für uns manifest wird.
Verhaltensänderungen werden noch akzeptiert, solange sie zu unserem Referenzwert passen. Dass sich dieser Referenzwert immer weiter verschiebt, ist das eigentlich Dramatische dabei. Zuerst habe ich in der Scobel-Sendung am 17.05.2018 vom Konzept der shifting baselines gehört. (Minute 24:00 bis 25:49)
Geprägt wurde der Begriff wohl vom Meeresbiologen Daniel Pauly, der sich vor allem mit den Auswirkungen des Menschen auf die globale Fischerei beschäftigt. Wenn eine Art komplett ausstirbt - "so what? Es gab doch sowieso nur noch ein paar wenige Exemplare. Ist doch kein großer Verlust!" Dass diese Art erst im Laufe der Jahre immer seltener wurde, wird dabei aber übersehen.
(ab ca. Minute 4:20)
Einen Erklärungsansatz, den ich zur Erklärung dieses Paradoxon sehr interessant finde, liefert das Konzept der shifting baselines. Shifting baselines (sich verschiebende Grundlinien) beschreiben das Phänomen, dass sich Menschen sukzessive an Veränderungen (i.e. Verschlechterungen) gewöhnen und sie deshalb nicht zur Kenntnis nehmen. Uns fehlt bei Veränderungsprozessen ein Markierungspunkt, ab dem die Veränderung für uns manifest wird.
Verhaltensänderungen werden noch akzeptiert, solange sie zu unserem Referenzwert passen. Dass sich dieser Referenzwert immer weiter verschiebt, ist das eigentlich Dramatische dabei. Zuerst habe ich in der Scobel-Sendung am 17.05.2018 vom Konzept der shifting baselines gehört. (Minute 24:00 bis 25:49)
Geprägt wurde der Begriff wohl vom Meeresbiologen Daniel Pauly, der sich vor allem mit den Auswirkungen des Menschen auf die globale Fischerei beschäftigt. Wenn eine Art komplett ausstirbt - "so what? Es gab doch sowieso nur noch ein paar wenige Exemplare. Ist doch kein großer Verlust!" Dass diese Art erst im Laufe der Jahre immer seltener wurde, wird dabei aber übersehen.
(ab ca. Minute 4:20)
Dienstag, 26. November 2019
ZORA gGmbH - ZunkunftORientierungArbeit
ZORA gGmbH ist ein
Sozialunternehmen in Stuttgart, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mädchen
und Frauen in Stuttgart in chancenbenachteiligten Lebensverhältnissen und mit berufsbezogenem
Unterstützungsbedarf eine Anlaufstelle, sowie Beratung und eine Beschäftigung zu ermöglichen. Es gibt die Möglichkeit, an Qualifizierungs- und
Ausbildungsprogrammen teilzunehmen.
Die ZORA gGmbH betreibt mehrere Secondhandläden. Es gibt
eine Kita und es gibt viele Projekte, die alle
der Unterstützung von Frauen oder Mädchen in chancenbenachteiligten
Lebensverhältnissen dienen.
Folgende Arbeitsbereiche gibt es:
Folgende Arbeitsbereiche gibt es:
- Kinderkaufhaus ZORELLA
- z.megastore second hand fashion
- SecondHandKaufhaus
- Kreativwerkstatt ZORA-FAKTUR
- Servicecenter Kaufhäuser
Eine Auswahl an Projekten:
- Takaa Niroo – Bestärkungsprograme für geflüchtete Frauen und Mädchen
- TaBea - Tagesstrukturierung, Beschäftigung, Arbeit - Angebot für Frauen mit psychischen Erkrankungen
- Plan P – Wir schaffen Perspektiven - für Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen
- Life Update - Qualifizierung im Bereich digitaler Medien
- Forum Frauen - berufliche Beratung, Begleitung und Vermittlung für Frauen
- MUPERTRA II - Langzeitarbeitslose Frauen als Hundehalterinnen in Arbeit
- 400 plus zukunft 4 girls -Unterstützung für chancenarme, junge Frauen
- und noch viele mehr…
Mit dem Einkauf bzw. der Abgabe von Textilien in einem der Secondhandläden der ZORA gGmbH unterstützt ihr nicht nur das Durchbrechen des Kreislaufs von Kaufen und Wegwerfen von Kleidung, sondern unterstützt auch noch ein tolles Sozialunternehmen und alle Frauen und Mädchen, die durch die Arbeit der ZORA gGmbH unterstützt werden können. Außerdem kann das Unternehmen unterstützt werden, indem man den zugehörigen Förderverein unterstützt.
Kleiderei - Abwechslung im Kleiderschrank ohne schädliche Folgen?
Die Größen der Modewelt verkünden beinahe in einem monatlichen Rhythmus vermeintliche neue Trends und wie zwingend notwendig diese seien, um seine Persönlichkeit zu formen bzw. (noch wichtiger) diese auch nach außen auszustrahlen. Der Slogan „Kleider machen Leute!“ ist tief in unserer Gesellschaft verankert, und so führt für viele kein Weg daran vorbei, sich mehrmals pro Jahr mit neuen Klamotten einzudecken, da die bereits erworbenen zum Beispiel nicht mehr zeitgemäß sind oder das eigene Denken bzw. Handeln nicht mehr optisch repräsentieren.
Die stark erhöhte Zahl an (neuen) Kollektionen wird auch als „Fast Fashion“ bezeichnet. H&M führt so pro Jahr circa 12 bis 16 Kollektionen ein, Zara sogar bis zu 24. Offensichtlich ist hierbei, dass die Nutzungsdauer, in diesem Fall Tragedauer, der erworbenen Kleidung drastisch sinkt und Kleidung lange vor der Obsoleszenz im Kleiderschrank, im Müll oder bei der Altkleidersammlung verschwindet.
Zum einen hat dies verheerende Folgen für die Fabrikarbeiter*innen und Näher*innen in den Entwicklungsländer, da die Fertigungszyklen immer kürzer werden und damit der Produktionsdruck steigt, aber der Preiskampf zwischen den Modekonzernen natürlich ungebrochen weitergeht. Zum anderen wächst natürlich auch die Masse an Müll rasant an.
Genau an diesem Punkt knüpft die „Kleiderei“, welche inzwischen ein Geschäft in Köln und Freiburg eröffnet hat, nahtlos an. Für eine Mitgliedschaft (vergleichbar mit einem Abonnement), die 25€ im Monat kostet, darf man vor Ort bis zu vier Kleidungsstücke ausleihen. Hat man in der Folge Lust auf neue Kleidungsstücke bzw. sich an den ausgeliehenen Artikeln satt gesehen, kann man jederzeit alle oder einzelne Kleidungsstücke zurückgeben und neue ausleihen.
Somit eröffnet die „Kleiderei“ die Möglichkeit, sich entschieden gegen den Trend der „Fast Fashion“ zu stellen, aber dennoch „neue“ (natürlich gebrauchte) Kleidungsstücke im Schrank zu haben, ohne aber den Konsum und damit auch die Neuproduktion von Modeartikel weiter zu beschleunigen.
Ein Beitrag von Janis Luis Rosenfelder
Quellen:
Die stark erhöhte Zahl an (neuen) Kollektionen wird auch als „Fast Fashion“ bezeichnet. H&M führt so pro Jahr circa 12 bis 16 Kollektionen ein, Zara sogar bis zu 24. Offensichtlich ist hierbei, dass die Nutzungsdauer, in diesem Fall Tragedauer, der erworbenen Kleidung drastisch sinkt und Kleidung lange vor der Obsoleszenz im Kleiderschrank, im Müll oder bei der Altkleidersammlung verschwindet.
Zum einen hat dies verheerende Folgen für die Fabrikarbeiter*innen und Näher*innen in den Entwicklungsländer, da die Fertigungszyklen immer kürzer werden und damit der Produktionsdruck steigt, aber der Preiskampf zwischen den Modekonzernen natürlich ungebrochen weitergeht. Zum anderen wächst natürlich auch die Masse an Müll rasant an.
Genau an diesem Punkt knüpft die „Kleiderei“, welche inzwischen ein Geschäft in Köln und Freiburg eröffnet hat, nahtlos an. Für eine Mitgliedschaft (vergleichbar mit einem Abonnement), die 25€ im Monat kostet, darf man vor Ort bis zu vier Kleidungsstücke ausleihen. Hat man in der Folge Lust auf neue Kleidungsstücke bzw. sich an den ausgeliehenen Artikeln satt gesehen, kann man jederzeit alle oder einzelne Kleidungsstücke zurückgeben und neue ausleihen.
Somit eröffnet die „Kleiderei“ die Möglichkeit, sich entschieden gegen den Trend der „Fast Fashion“ zu stellen, aber dennoch „neue“ (natürlich gebrauchte) Kleidungsstücke im Schrank zu haben, ohne aber den Konsum und damit auch die Neuproduktion von Modeartikel weiter zu beschleunigen.
Ein Beitrag von Janis Luis Rosenfelder
Quellen:
- https://www.ci-romero.de/kritischer-konsum/produkte/kleidung/fast-fashion [Zugriff am 24.11.2019]
- http://fudder.de/ab-samstag-kannst-du-mit-einem-abo-system-kleidung-in-freiburg-leihen--174622975.html [Zugriff am 24.11.2019]
- https://kleiderei.com/ [Zugriff am 24.11.2019]
- https://www.facebook.com/kleidereikoeln/ [Zugriff am 24.11.2019]
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nachhaltiger Konsum
Trampen ohne Daumen: Mitfahrbänke
Eine vielleicht etwas andere Form der Nachhaltigkeit ist eine sogenannte "Mitfahrbank". Auf dieser Bank sitzende Personen signalisieren vorbeifahrenden Autofahrern, dass sie auf eine Mitfahrgelegenheit hoffen. Die Bänke finden sich meistens an den Hauptverkehrsstraßen oder vielbefahrenen Straßen, um die Chancen für Wartende möglichst hoch zu halten.
Seit 2010 finden sich vermehrt in deutschen Städten "Mitfahrbänke". Besonders in ländlichen Gegenden mit einer immer noch schlechten Busanbindung ist diese Möglichkeit besonders für Jugendliche und Senioren von Interesse. Auch können so Ortsteile untereinander besser vernetzt werden. Die Europäische Union hat ebenfalls das Potential der Bänke erkannt und unterstützt Gemeinden und Kommunen finanziell. Im Kreis Ludwigsburg findet sich seit kurzem so eine Bank in Gärtringen.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.mitfahrbank-in-gaertringen-rohrau-eine-neue-form-des-trampens.17afc6a0-eac5-4a6c-8174-9ae70b825c8e.html
Seit 2010 finden sich vermehrt in deutschen Städten "Mitfahrbänke". Besonders in ländlichen Gegenden mit einer immer noch schlechten Busanbindung ist diese Möglichkeit besonders für Jugendliche und Senioren von Interesse. Auch können so Ortsteile untereinander besser vernetzt werden. Die Europäische Union hat ebenfalls das Potential der Bänke erkannt und unterstützt Gemeinden und Kommunen finanziell. Im Kreis Ludwigsburg findet sich seit kurzem so eine Bank in Gärtringen.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.mitfahrbank-in-gaertringen-rohrau-eine-neue-form-des-trampens.17afc6a0-eac5-4a6c-8174-9ae70b825c8e.html
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Das Bienenwachstuch - die nachhaltige Alternative zur Frischhaltefolie
Du möchtest so gut es geht auf Plastik verzichten? Dann probier doch mal das Bienenwachstuch aus. Das mit Bienenwachs eingelassene Baumwolltuch wird zum Abdecken von Lebensmitteln, Pausenbroten oder Schüsseln verwendet. Das Bienenwachs wirkt antibakteriell und hält die eingepackten Lebensmittel lange frisch.
Das in der Bienenwachsmischung enthaltene Kiefernharz lässt das Tuch an allen Oberflächen anhaften. Das Jojobaöl in der Mischung sorgt für die Geschmeidigkeit des Tuches und macht es leicht formbar.
Die Anwendung des Bienenwachstuches ist ganz einfach: Das Tuch wird um oder auf das Lebensmittel bzw. die Schüssel gelegt. Durch die Wärme der Hände wird das Tuch weich und lässt sich leicht andrücken.
Nach der Verwendung wäscht man das Tuch mit lauwarmem Wasser ab und benutzt es weiter. Verliert das Tuch nach einigen Anwendungen etwas Wachs, kann es mit neuem Wachs eingelassen werden. So kann das Bienenwachstuch bis zu zwei Jahre verwendet werden, und die Frischhaltefolie wird überflüssig. Das Bienenwachstuch kannst du zum Beispiel hier erhalten:
Oder noch besser, ganz einfach selbst herstellen: https://www.youtube.com/watch?v=7AapAdAvyaI
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Das in der Bienenwachsmischung enthaltene Kiefernharz lässt das Tuch an allen Oberflächen anhaften. Das Jojobaöl in der Mischung sorgt für die Geschmeidigkeit des Tuches und macht es leicht formbar.
Die Anwendung des Bienenwachstuches ist ganz einfach: Das Tuch wird um oder auf das Lebensmittel bzw. die Schüssel gelegt. Durch die Wärme der Hände wird das Tuch weich und lässt sich leicht andrücken.
Nach der Verwendung wäscht man das Tuch mit lauwarmem Wasser ab und benutzt es weiter. Verliert das Tuch nach einigen Anwendungen etwas Wachs, kann es mit neuem Wachs eingelassen werden. So kann das Bienenwachstuch bis zu zwei Jahre verwendet werden, und die Frischhaltefolie wird überflüssig. Das Bienenwachstuch kannst du zum Beispiel hier erhalten:
Oder noch besser, ganz einfach selbst herstellen: https://www.youtube.com/watch?v=7AapAdAvyaI
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Montag, 25. November 2019
Rocketbook - eine grüne Alternative für Notizen
Ich möchte einen Fund aus einer anderen Fundgrube vorstellen und mich deshalb nicht mit fremden Federn schmücken. Hier gehts zur Quelle.
Das Rocketbook bietet die Möglichkeit, Dinge handschriftlich zu schreiben und danach direkt zu digitalisieren. Nach dem Einscannen kann die Seite mit einem feuchten Tuch wieder saubergewischt und somit - laut Hersteller - ein Leben lang wiederverwendet werden. Mit einem Kostenpunkt von gerade einmal 40 Euro ist das auf jeden Fall einen Versuch wert.
Wermutstropfen: Die Tinte braucht 10-15 Sekunden zum Trocknen. Wer also Linkshänder ist, sollte wohl die Finger vom Rocketbook lassen.
Das Rocketbook bietet die Möglichkeit, Dinge handschriftlich zu schreiben und danach direkt zu digitalisieren. Nach dem Einscannen kann die Seite mit einem feuchten Tuch wieder saubergewischt und somit - laut Hersteller - ein Leben lang wiederverwendet werden. Mit einem Kostenpunkt von gerade einmal 40 Euro ist das auf jeden Fall einen Versuch wert.
Wermutstropfen: Die Tinte braucht 10-15 Sekunden zum Trocknen. Wer also Linkshänder ist, sollte wohl die Finger vom Rocketbook lassen.
Update:
Aktuell gibts das Rocketbook in der Black Friday Woche bei Amazon für unter 30 Euro (keine Sorge - dies ist kein Affiliate - Link)
Das Shiftphone
Das Shiftphone ist ein unter - so gut es geht - fairen und nachhaltigen Bedingungen produziertes Smartphone eines StartUps aus Deutschland. Es besteht aus unabhängigen Komponenten, die ausgetauscht, verbessert und leichter repariert werden können als bei herkömmlichen Smartphones. Das Unternehmen will darauf abzielen, die Lebensdauer und Benutzung so hoch wie möglich zu halten und verantwortungsvoll mit Endprodukten sowie den Herstellungsbedingungen umzugehen. Aufgrund dessen weist die Shift GmbH einige Besonderheiten auf:
- Die Smartphones haben keinen Garantieverlust, wenn man selbst Hand an die Reparatur legt, es werden sogar Tutorialvideos vom Hersteller veröffentlicht, um das zu ermutigen.
- Sie werden durch Crowdfunding und Eigenkapital finanziert und können somit frei entscheiden, wie und wo sie produzieren, und machen dies so fair und nachhaltig wie möglich. (Shift Report).
- Sie haben eine Art Pfandsystem auf ihre Produkte und kümmern sich somit um die Entsorgung oder Weiterverwendung.
- Eine Upgrade-Funktion, in der man jederzeit verbilligt auf ein anderes Modell des Shiftphones wechseln kann, und das alte wird von der Firma wiederverwertet, als gebraucht verkauft oder an Hilfsprojekte weitergegeben.
Schmuck aus Plastiktüten
Ökologie und Solidarität sind keine sich ausschließenden Begriffe, vor allem wenn es darum geht, ein Ärgernis aus der Welt zu schaffen: Ich spreche von Plastiktüten. So wird aus Müll etwas Nützliches. Normalerweise trägt man Schmuck aus Gold oder Silber, verziert mit Steinen oder Perlen, aber Schmuck aus Plastikmüll herzustellen, das hat noch keiner ausprobiert. Dieser Schmuck hier wird aus Plastiktüten hergestellt.
Eine gute Nischen-Idee, die aus verschmutzten Dingen wieder Gebrauchsgegenstände erzeugt. Dieser Schmuck ist absolut umweltschonend. Es gibt viele Menschen, die ungewöhnliche Ideen umgesetzt haben. Mario Albrecht stellt hochwertigen Schmuck aus gepressten Plastiktüten und Folien her. Die Materialien werden ihm gebracht. So entsteht eine Perlenkette, ursprünglich waren es Plastikplatten.
Siehe:
Eine gute Nischen-Idee, die aus verschmutzten Dingen wieder Gebrauchsgegenstände erzeugt. Dieser Schmuck ist absolut umweltschonend. Es gibt viele Menschen, die ungewöhnliche Ideen umgesetzt haben. Mario Albrecht stellt hochwertigen Schmuck aus gepressten Plastiktüten und Folien her. Die Materialien werden ihm gebracht. So entsteht eine Perlenkette, ursprünglich waren es Plastikplatten.
Siehe:
"SIRPLUS" - Schone die Umwelt und spare dabei Geld!
Das deutschlandweit agierende Social Impact Startup kommt aus Berlin und bringt seit 2017 Lebensmittel, die aussortiert wurden, wieder zurück in die Geschäfte. Die Lebensmittel werden von Großhändlern, Produzenten und Landwirten (wie z. B. Alpro, Veganz, Lindner, Real und viele mehr) kostengünstig an "SIRPLUS" abgegeben. Hier werden keine Lebensmittel abgelehnt (außer natürlich verdorbene Lebensmittel). Also werden auch Lebensmittel mit einem überschrittenen MHD verkauft. Alle Produkte werden aber vorher von Experten überprüft, ob sie noch zum Verzehr geeignet sind. Es gibt also eine große Auswahl an Bio- und auch Nicht-Bio-Lebensmittel zu kaufen.
Vision: "Wir haben die Vision von einer Welt, in der alles produzierte Essen gegessen wird und niemand Hunger leiden muss."
Mission: "Unsere Mission ist es, in den nächsten 10 Jahren 5 Millionen Tonnen Lebensmittel in mehr als 15 verschiedenen Ländern zu retten."
Leider gibt es bis jetzt nur in Berlin Geschäfte von "SIRPLUS". Allerdings kann man auf der Internetseite bestellen (CO2-neutral). Es gibt verschiedene "Retterboxen" - Veggie, Bio + Vegan und Feinkost. Man kann aber auch einzelne Nahrungsmittel oder Produkte aus der "Drogerie" kaufen. Die Produkte sind natürlich auch billiger als im "normalen" Handel.
Auf der Internetseite werden zusätzlich Workshops angeboten, bei denen man sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen kann. Hier ist noch ein kleines Video: https://youtu.be/wfmtWu8Yo5Q
Quelle: https://sirplus.de/ (letzter Zugriff: 25.11.2019)
Vision: "Wir haben die Vision von einer Welt, in der alles produzierte Essen gegessen wird und niemand Hunger leiden muss."
Mission: "Unsere Mission ist es, in den nächsten 10 Jahren 5 Millionen Tonnen Lebensmittel in mehr als 15 verschiedenen Ländern zu retten."
Leider gibt es bis jetzt nur in Berlin Geschäfte von "SIRPLUS". Allerdings kann man auf der Internetseite bestellen (CO2-neutral). Es gibt verschiedene "Retterboxen" - Veggie, Bio + Vegan und Feinkost. Man kann aber auch einzelne Nahrungsmittel oder Produkte aus der "Drogerie" kaufen. Die Produkte sind natürlich auch billiger als im "normalen" Handel.
Auf der Internetseite werden zusätzlich Workshops angeboten, bei denen man sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen kann. Hier ist noch ein kleines Video: https://youtu.be/wfmtWu8Yo5Q
Quelle: https://sirplus.de/ (letzter Zugriff: 25.11.2019)
Atmosfair - nachhaltiges Reisen?
Mit dem Projekt „atmosfair“ kannst du den CO2-Ausstoß deiner Flugreisen kompensieren und Umweltprojekte im globalen Süden unterstützen. Der globale Süden verursacht den geringsten CO2-Ausstoß, bekommt die Folgen aber am stärksten zu spüren.
atmosfair gGmbH ist eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation mit Sitz in Berlin, die 2014 aus einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums und einer Gemeinschaftsinitiative des Reiseveranstalterverbandes "forum anders reisen" und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch entstanden ist. Mit seinen Klimaschutzprojekten fördert atmosfair den Ausbau von erneuerbarer Energie und Energieeffizienztechnologien und trägt damit nachhaltig zu einer Kompensation von CO2 bei.
Kritiker ziehen dabei Parallelen zum Ablasshandel. Allerdings versucht das Projekt dies mit Investitionen in nachhaltige Energieprojekte zu entkräften, die langfristig einen größeren CO2-Ausstoß vermeiden sollen. Durch ihre Projekte wollen sie verhindern, dass in den Ländern des globalen Südens überhaupt erst Kohlekraftwerke gebaut werden müssen. Das Projekt dient folglich nicht dazu, das Fliegen zu rechtfertigen und durch eine einfache Zahlung sein Gewissen freikaufen zu können.
Quellen:
atmosfair gGmbH ist eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation mit Sitz in Berlin, die 2014 aus einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums und einer Gemeinschaftsinitiative des Reiseveranstalterverbandes "forum anders reisen" und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch entstanden ist. Mit seinen Klimaschutzprojekten fördert atmosfair den Ausbau von erneuerbarer Energie und Energieeffizienztechnologien und trägt damit nachhaltig zu einer Kompensation von CO2 bei.
Kritiker ziehen dabei Parallelen zum Ablasshandel. Allerdings versucht das Projekt dies mit Investitionen in nachhaltige Energieprojekte zu entkräften, die langfristig einen größeren CO2-Ausstoß vermeiden sollen. Durch ihre Projekte wollen sie verhindern, dass in den Ländern des globalen Südens überhaupt erst Kohlekraftwerke gebaut werden müssen. Das Projekt dient folglich nicht dazu, das Fliegen zu rechtfertigen und durch eine einfache Zahlung sein Gewissen freikaufen zu können.
Quellen:
- https://www.atmosfair.de/de/
- interessanter kritischer Artikel aus der "Zeit"
Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit
Menschen aus allen Bundesländern haben die Möglichkeit, sich für das Thema "Nachhaltigkeit in Deutschland" einzusetzen. Das Projekt wurde im Rahmen der Weltkonferenz der Vereinten Nationen im Jahr 2012 gegründet. 2020 finden die Tage im Zeitraum vom 30.05. bis zum 05.06.2020 statt, Aktionen können bis März 2020 eingereicht werden.
Sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen (Schulen, Kirchen, Unternehmen, Universitäten ...) können am Projekt mitwirken. Die eingebrachten Ideen sollten dem Konzept "Agenda 2030" entsprechen. Dieses beruht auf 17 Zielen, die durch nachhaltiges Leben erreicht werden sollen. Interessierte müssen hierfür ein Konto erstellen und ihre Aktion(en) online anmelden.
2019 wurden mehr als 3000 Aktionen eingereicht (Vergleich 2012: 270). Der Großteil der Aktionen wurde in BaWü durchgeführt (2028 Aktionen). Unternehmen, Vereine und Bildungseinrichtungen haben besonders partizipiert.
Quellen:
Sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen (Schulen, Kirchen, Unternehmen, Universitäten ...) können am Projekt mitwirken. Die eingebrachten Ideen sollten dem Konzept "Agenda 2030" entsprechen. Dieses beruht auf 17 Zielen, die durch nachhaltiges Leben erreicht werden sollen. Interessierte müssen hierfür ein Konto erstellen und ihre Aktion(en) online anmelden.
2019 wurden mehr als 3000 Aktionen eingereicht (Vergleich 2012: 270). Der Großteil der Aktionen wurde in BaWü durchgeführt (2028 Aktionen). Unternehmen, Vereine und Bildungseinrichtungen haben besonders partizipiert.
Quellen:
- https://open-educational-resources.de/gleichberechtigter-zugang-zu-bildung-und-bildungsqualitaet-fuer-alle-die-nachhaltigkeitsziele-der-vereinten-nationen-und-oer/
- https://www.tatenfuermorgen.de/aktion/?aktionid=8625&aktionslug=reparaturcaf%C3%A9-fellbach
- https://www.tatenfuermorgen.de/deutsche-aktionstage-nachhaltigkeit/
Emil - die Flasche zum Anziehen
„Lebensmittelecht | Geschmacksneutral | Bruchfest | Umweltfreundlich | Auslaufsicher | Isolierend – Welche Flasche schafft das alles? EMIL DIE FLASCHE®!"
„Emil“ wurde bereits 1990 von der Familie Weiß in Bayern (Wittibreut) gegründet. Die Idee kam den Gründern, weil sie die losen Einweggetränkepackungen sahen, die überall auf den Straßen und in der Natur entsorgt werden. Daraufhin experimentierten sie mit verschiedenen Materialien an der Erfindung einer Mehrwegflasche, die sowohl bruchsicher als auch isolierend und nicht gesundheitsschädlich sein sollte. Auf Emil die Flasche zum Anziehen meldete das Familienunternehmen ein Patent an. Denn hinter der Idee steckt ein ausgeklügeltes System. Die Emil-Flasche besteht aus einem 3-Schichten-System:
Die 14 Mitarbeiter sind wie eine kleine Familie, der Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Gesundheit am Herzen liegt. Inzwischen hat das Unternehmen seine Produktpalette erweitert und bietet unter anderem auch Brotdosen und Taschen an. Besonders an dem Familienunternehmen ist, dass es in den 90er-Jahren bereits versuchte, gegen die wachsenden Müllberge mit ihrer innovativen Flasche anzukämpfen.
Testberichte:
„Emil“ wurde bereits 1990 von der Familie Weiß in Bayern (Wittibreut) gegründet. Die Idee kam den Gründern, weil sie die losen Einweggetränkepackungen sahen, die überall auf den Straßen und in der Natur entsorgt werden. Daraufhin experimentierten sie mit verschiedenen Materialien an der Erfindung einer Mehrwegflasche, die sowohl bruchsicher als auch isolierend und nicht gesundheitsschädlich sein sollte. Auf Emil die Flasche zum Anziehen meldete das Familienunternehmen ein Patent an. Denn hinter der Idee steckt ein ausgeklügeltes System. Die Emil-Flasche besteht aus einem 3-Schichten-System:
- Glasflasche (mit Füllmarkierung und auslaufsicherem Verschluss aus Polypropylen)
- BottleProtector (stabiler Schutz aus PP, schützt vor Kratzern und Brüchen, hält Getränke warm/kalt)
- Stoffüberzug (von Hand sauber vernäht, perfekte Passform, in verschiedenen Designs erhältlich)
Die 14 Mitarbeiter sind wie eine kleine Familie, der Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Gesundheit am Herzen liegt. Inzwischen hat das Unternehmen seine Produktpalette erweitert und bietet unter anderem auch Brotdosen und Taschen an. Besonders an dem Familienunternehmen ist, dass es in den 90er-Jahren bereits versuchte, gegen die wachsenden Müllberge mit ihrer innovativen Flasche anzukämpfen.
Testberichte:
GREEN CARD - Nachhaltigkeit an der PH Ludwigsburg
Die Green Card ist ein Projekt von Kommilitonen der PH Ludwigsburg. Dabei wird das Ziel verfolgt, dass mehr Personen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und somit CO²-Abgase eingespart werden können.
Die Idee ist, dass jeder, der an der PH Ludwigsburg studiert, eine Green Card erhält. Durch Benützen der öffentlichen Verkehrsmittel zur PH können Punkte auf dieser Green Card aufgeladen werden. Ein festgelegtes Punktesystem entscheidet, wie viele Punkte einem Kommilitone pro Fahrt zugeschrieben werden. Diese Punkte kann man an der PH an verschiedensten Stellen einlösen. Zum Beispiel, dass man Vergünstigungen in der Mensa, Kaffeebar oder im Copyshop erhält.
Wie gut dieses Projekt umsetzbar ist, wird bald geklärt. Es stehen noch Gespräche mit dem Kursleiter des Seminars "Klima: Nachhaltigkeit: Bildung" und dem Rektorat aus. Die Umsetzung ist davon abhängig, wie sehr die PH Ludwigsburg die Green Card finanziell unterstützt, so dass den Kommilitoninnen Vergünstigungen angeboten werden können.
Die Idee ist, dass jeder, der an der PH Ludwigsburg studiert, eine Green Card erhält. Durch Benützen der öffentlichen Verkehrsmittel zur PH können Punkte auf dieser Green Card aufgeladen werden. Ein festgelegtes Punktesystem entscheidet, wie viele Punkte einem Kommilitone pro Fahrt zugeschrieben werden. Diese Punkte kann man an der PH an verschiedensten Stellen einlösen. Zum Beispiel, dass man Vergünstigungen in der Mensa, Kaffeebar oder im Copyshop erhält.
Wie gut dieses Projekt umsetzbar ist, wird bald geklärt. Es stehen noch Gespräche mit dem Kursleiter des Seminars "Klima: Nachhaltigkeit: Bildung" und dem Rektorat aus. Die Umsetzung ist davon abhängig, wie sehr die PH Ludwigsburg die Green Card finanziell unterstützt, so dass den Kommilitoninnen Vergünstigungen angeboten werden können.
Projektleiter der Green Card: Kai Pleschke, Lars Muschack, Marie-Angela Friedrich, Alexander Schubert, Frederik Probst
Sonntag, 24. November 2019
Dortmund – Bienenfutter aus dem Automaten
Normalerweise kennt man diese Automaten von früher. Steckte man damals 50 Pfennig rein, so erhielt man entweder ein Spielzeug oder einen Kaugummi. Der Dortmunder Sebastian Everding hatte eine andere Idee und kreierte einen neuartigen zweigeteilten Automaten. Auf der einen Seite befindet sich eine mehrjährige Spezial-Blütenmischung für eine Vielzahl von Wild- und Honigbienenarten; die andere Seite ist mit Frühlingskrokus-Zwiebeln gefüllt, die im Frühjahr vor allem Hummeln als erste Nahrungsquelle dienen. Für die Blumenzwiebeln muss man 50 Cent einwerfen sowie 20 Cent für die Blütenmischung.
Links von dem Automaten findet man noch einen Briefkasten, in dem man die Plastikkugeln, in denen sich die Samen oder Zwiebeln befinden, einwerfen kann. Diese werden dann wieder verwendet. Allerdings soll die Befüllung je nach Jahreszeit variieren, so dass immer die passenden Samen oder Zwiebeln zur Verfügung stehen. Alle Produkte können auch auf dem Balkon gepflanzt werden, so dass auch eine Verwendung in den Innenstädten möglich ist.
Für Sebastian Everding sind diese Automaten ein „Herzensprojekt“. Er erklärt weiter, dass es den Bienen momentan sehr schlecht gehe. „Dies liegt zum einen an der starken Flächenversiegelung, wie auch an den Monokulturen, steinernen Vorgärten und dem massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“ – und das, obwohl „Bienen unverzichtbar für die biologische Artenvielfalt und Ernährung weltweit sind. Alleine 80% aller hiesigen Wild- und Nutzpflanzen werden durch Bienen bestäubt“, so der Tierfreund.
Inzwischen hat er auch zwei starke Partner an seiner Seite, wie das Bildungsprojekt Bienenretter vom Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V. (FINE), die ihn mit den Samen sowie Infomaterial versorgen, und die Tierrechtler von PETA. Die Gewinne des Automaten gehen als Spende an das Bildungsprojekt Bienenretter.
Quellen:
Links von dem Automaten findet man noch einen Briefkasten, in dem man die Plastikkugeln, in denen sich die Samen oder Zwiebeln befinden, einwerfen kann. Diese werden dann wieder verwendet. Allerdings soll die Befüllung je nach Jahreszeit variieren, so dass immer die passenden Samen oder Zwiebeln zur Verfügung stehen. Alle Produkte können auch auf dem Balkon gepflanzt werden, so dass auch eine Verwendung in den Innenstädten möglich ist.
Für Sebastian Everding sind diese Automaten ein „Herzensprojekt“. Er erklärt weiter, dass es den Bienen momentan sehr schlecht gehe. „Dies liegt zum einen an der starken Flächenversiegelung, wie auch an den Monokulturen, steinernen Vorgärten und dem massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“ – und das, obwohl „Bienen unverzichtbar für die biologische Artenvielfalt und Ernährung weltweit sind. Alleine 80% aller hiesigen Wild- und Nutzpflanzen werden durch Bienen bestäubt“, so der Tierfreund.
Inzwischen hat er auch zwei starke Partner an seiner Seite, wie das Bildungsprojekt Bienenretter vom Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V. (FINE), die ihn mit den Samen sowie Infomaterial versorgen, und die Tierrechtler von PETA. Die Gewinne des Automaten gehen als Spende an das Bildungsprojekt Bienenretter.
Quellen:
- https://www.in-stadtmagazine.de/dortmund/erster-bienen-automat-steht-in-dortmund-78257 (letzter Zugriff: 24.11.2019)
- https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.dortmund-bienenfutter-aus-dem-kaugummiautomaten.ecc65d07-e250-46c3-a9bb-821d1cc77a05.html (letzter Zugriff: 24.11.2019)
- www.bienenretter.de (letzter Zugriff: 24.11.2019)
Förderung von E-Lastenrädern in Stuttgart
Veränderung fängt bei jedem/r einzelnen Bürger/in an. Wir müssen uns verändern, wenn wir die Natur respektieren und schonen wollen. Im Stuttgarter Stadtkessel gibt es zu viel Feinstaub bzw. Stickoxide, Stau, Lärm und letztendlich Stress. Um dem Feinstaub, Stau und Lärm entgegenzuwirken, fördert die Landeshauptstadt die Neuanschaffung von E-Lastenrädern mit insgesamt 500.000 Euro. Das Förderprogramm "E-Lastenräder für Stuttgarter Familien" soll bewirken, dass durch den Umstieg auf Fahrräder weniger Autos auf Stuttgarts Staßen fahren.
Wer profitiert von diesem Förderprogramm?
Stuttgarter Familien oder Alleinerziehende (Hauptwohnsitz Stuttgart) mit mindestens einem Kind (bis 18 Jahre). Pro Haushalt wird ein E-Lastenrad gefördert. Dabei werden 1.700 Euro bei Kauf oder Leasing eines E-Lastenrads zur Verfügung gestellt. 1.200 Euro werden sofort ausgezahlt und 500 Euro werden nach 3 Jahren als "Nachhaltigkeitsbonus" ausgezahlt, sofern in dem geförderten Haushalt kein Auto zum Zeitraum angemeldet war. Durch die Förderung verpflichtet sich der Zuwendungsempfänger, das geförderte E-Lastenrad mindestens 3 Jahre zu nutzen, und muss zusätzlich einwilligen.dass ein Aktionslogo auf dem geförderten E-Lastenrad angebracht wird.
Bis wann findet die Förderung statt?
"Alle bis einschließlich 30.04.2019 online eingehenden Anträge werden als gleichwertig behandelt und erhalten auf jeden Fall eine Förderung. Sollte die im Haushalt 2019 bereitgestellte Fördersumme in Höhe von 500.000 € für die bis zu diesem Zeitpunkt eingereichten Anträge nicht ausreichen, wird die Fördersumme pro Antrag niedriger ausfallen. Sofern die zur Verfügung stehende Fördersumme bis zum 30.04.2019 nicht ausgeschöpft ist, können Sie sich auch danach noch um eine Förderung bewerben."
Quellen:
Wer profitiert von diesem Förderprogramm?
Stuttgarter Familien oder Alleinerziehende (Hauptwohnsitz Stuttgart) mit mindestens einem Kind (bis 18 Jahre). Pro Haushalt wird ein E-Lastenrad gefördert. Dabei werden 1.700 Euro bei Kauf oder Leasing eines E-Lastenrads zur Verfügung gestellt. 1.200 Euro werden sofort ausgezahlt und 500 Euro werden nach 3 Jahren als "Nachhaltigkeitsbonus" ausgezahlt, sofern in dem geförderten Haushalt kein Auto zum Zeitraum angemeldet war. Durch die Förderung verpflichtet sich der Zuwendungsempfänger, das geförderte E-Lastenrad mindestens 3 Jahre zu nutzen, und muss zusätzlich einwilligen.dass ein Aktionslogo auf dem geförderten E-Lastenrad angebracht wird.
Bis wann findet die Förderung statt?
"Alle bis einschließlich 30.04.2019 online eingehenden Anträge werden als gleichwertig behandelt und erhalten auf jeden Fall eine Förderung. Sollte die im Haushalt 2019 bereitgestellte Fördersumme in Höhe von 500.000 € für die bis zu diesem Zeitpunkt eingereichten Anträge nicht ausreichen, wird die Fördersumme pro Antrag niedriger ausfallen. Sofern die zur Verfügung stehende Fördersumme bis zum 30.04.2019 nicht ausgeschöpft ist, können Sie sich auch danach noch um eine Förderung bewerben."
Quellen:
Samstag, 23. November 2019
Organizmo - Häuser aus Plastikflaschen
Die Welt erstickt im Müll. Auch in Kolumbien ist Müll ein richtiges Problem. Die kolumbianische Organisation „Organizmo“ baut nachhaltige Häuser aus Plastikflaschen, Sand, Erde und Lehm. Durch alternative Technologien und Bio-Architektur sollen die Menschen lernen, mit ihrer Umwelt verantwortlich umzugehen und Wiederverwertung zu praktizieren.
Quellen:
“Wir wollen Recycling im Einklang mit der Umwelt anstoßen, Bewusstsein für unser Konsumverhalten schaffen: sowohl für das Produzieren von Abfällen als auch, wie man lernen kann, die Abfallprodukte in einen Recycling-Kreislauf zu integrieren”, so Ana Maria Gutierez (Gründerin).Organizmo wurde aus spontanen Amateurworkshops in nachhaltigen Architekturtechniken geboren, die von Ana Maria Gutierrez auf dem Bauernhof ihrer Familie geleitet wurden. Es werden Kurse für Schüler aus der ganzen Welt angeboten. Diese dauern in der Regel zwei Wochen. Ziel des Unterrichts ist, alte Bautechniken zu erhalten und Umweltschäden zu reduzieren. „Grüne Dächer”, Wasserwiederaufbereitungsanlagen und Komposttoiletten runden die ökologischen Flaschenhäuser ab.
Quellen:
- https://www.organizmo.org/#
- https://www.dandc.eu/de/article/weltweit-wachsen-die-muellberge-und-verursachen-gesundheitsprobleme-sowie-umweltschaede
Labels:
Fundgrube,
Nachhaltigkeit,
Plastikmüll,
Recycling
Standort:
Kolumbien
Donnerstag, 21. November 2019
Seekuh räumt Weltmeere auf
Die Organisation „One Earth – One Ocean“, gegündet 2011, hat es sich zum Ziel gesetzt, weltweit die Gewässer von Plastikmüll zu befreien. Die Menge des Plastiks in den Weltmeeren wird auf ungefähr 140 Tonnen geschätzt. Dafür hat die Organisation ein Konzept der „maritimen Müllabfuhr“ entwickelt, bei dem die Seekuh, ein katamaran-ähnliches Schiff, Plastik aus dem Meer fischen soll.
Das ca. 10 auf 12 Meter große Schiff ist vor allem in Buchten, Flussmündungen und in Küstenregionen unterwegs. Zwischen den beiden Rümpfen hängen speziell entwickelte Netze, die den Müll in bis zu vier Metern Tiefe einsammeln können. Das besondere an diesem Schiff ist, dass es sehr flexibel ist. Es kann jederzeit auseinandergebaut und zusammengepackt werden, um zum Beispiel am anderen Ende der Welt ins Wasser gelassen zu werden.
Den ersten Einsatz hatte die Seekuh in Hongkong 2018. Für die Zukunft ist noch ein weiteres Schiff geplant, der Seeelefant. Dieser soll dann den gesammelten Müll direkt an Bord umwandeln und neue Rohstoffe wie Öl und Strom aus dem alten Plastik herstellen. So entsteht ein Kreislauf, bei dem Plastikmüll zum Wertstoff wird.
Anbei noch der Link zu einem kleinen Animations-Video wie die Schiffe im inneren und untereinander funktionieren: https://oneearth-oneocean.com/wp-content/uploads/Animation-Maritime-Mu%CC%88llabfuhr.mp4?_=1
Quelle: https://oneearth-oneocean.com/das-problem/ Zugriff am 20.11.2019
Das ca. 10 auf 12 Meter große Schiff ist vor allem in Buchten, Flussmündungen und in Küstenregionen unterwegs. Zwischen den beiden Rümpfen hängen speziell entwickelte Netze, die den Müll in bis zu vier Metern Tiefe einsammeln können. Das besondere an diesem Schiff ist, dass es sehr flexibel ist. Es kann jederzeit auseinandergebaut und zusammengepackt werden, um zum Beispiel am anderen Ende der Welt ins Wasser gelassen zu werden.
Den ersten Einsatz hatte die Seekuh in Hongkong 2018. Für die Zukunft ist noch ein weiteres Schiff geplant, der Seeelefant. Dieser soll dann den gesammelten Müll direkt an Bord umwandeln und neue Rohstoffe wie Öl und Strom aus dem alten Plastik herstellen. So entsteht ein Kreislauf, bei dem Plastikmüll zum Wertstoff wird.
Anbei noch der Link zu einem kleinen Animations-Video wie die Schiffe im inneren und untereinander funktionieren: https://oneearth-oneocean.com/wp-content/uploads/Animation-Maritime-Mu%CC%88llabfuhr.mp4?_=1
Quelle: https://oneearth-oneocean.com/das-problem/ Zugriff am 20.11.2019
Textilinnovation Bananenfasern
Jeder Mensch trägt Kleidung. Jeder Mensch hat Taschen. Jeder Mensch hat Gegenstände, die aus Fasern aufgebaut sind. Baumwolle, Polyester, Nylon etc. sind alles sehr gefragte Fasern. Das Problem? Die Herstellung dieser Fasern ist sehr umweltschädigend. Daher werden auch in der Textilbranche neue, innovative Fasern gesucht. Eine dieser innovativen Fasern ist aus Bananen.
Bananenfasern sind eine der stärksten Naturfasern, die existieren. Sie werden aus dem Stamm der Bananenstauden gewonnen und sind biologisch abbaubar. Nicht nur in der Textilbranche, sondern auch in Autoreifen und Teebeuteln wird dieses Produkt integriert. Da die Stämme weggeworfen werden würden, ist dies eine sehr gute Initiative, da so ein Abfallprodukt wieder verwendet wird. Ein weiterer positiver Faktor ist, dass die Bananenbauern eine zusätzliche Einnahmequelle haben. Negativ ist, dass die Gewinnung der Bananenfasern sehr arbeitsaufwändig ist. (Link)
Bananenfasern sind eine der stärksten Naturfasern, die existieren. Sie werden aus dem Stamm der Bananenstauden gewonnen und sind biologisch abbaubar. Nicht nur in der Textilbranche, sondern auch in Autoreifen und Teebeuteln wird dieses Produkt integriert. Da die Stämme weggeworfen werden würden, ist dies eine sehr gute Initiative, da so ein Abfallprodukt wieder verwendet wird. Ein weiterer positiver Faktor ist, dass die Bananenbauern eine zusätzliche Einnahmequelle haben. Negativ ist, dass die Gewinnung der Bananenfasern sehr arbeitsaufwändig ist. (Link)
Vinokilo – Vintagekilosale
Vinokilo ist ein Sozialunternehmen, welches in ganz Deutschland Pop-Up-Events für Second-Hand-Vintage-Kleidung leitet. Sie ist Deutschlands erfolgreichste Vintage-Mode-Marke. Das Unternehmen möchte vor allem deutlich machen, welche nachhaltigen Möglichkeiten es gibt bezüglich dem Thema Mode.
Bei Vinokilo wird die Kleidung per Kilopreis verkauft (niedrige und faire Preise). Gleichzeitig sorgt das Pop-Up-Event für eine Wohlfühlatmosphäre neben verschiedenen Delikatessen und der Musikbegleitung.
Der Gründer und Erfinder ist Robin Balser, der mit seinem Konzept gegen den Kreislauf von Kaufen und Wegwerfen ankommen will, indem die besonderen Vintage-Klamotten bei neuen Besitzern landen. Die Kleidungsstücke stammen aus einer Second-Hand-Industrie, dennoch werden sie anhand von 140 Kriterien aus einer Liste ausgewählt. Danach werden sie nach Amsterdam verschickt. Dort werden sie einer Qualitätskontrolle unterzogen, indem die Sachen gereinigt und ausgebessert werden.
Nicht nur die Nachhaltigkeit seiner Idee ist ein Erfolg, sondern auch, dass Vinokilo mit Hersteller*Innen organischer Lebensmittel, Körperpflegemittel, etc. kooperiert. Mittlerweile baut das Unternehmen mit 60.000 Fans im Alter von 17-25 Jahren eine junge Community auf. Eines der nächsten Ziele von Vinokilo ist es, den Fokus stärker auf die Kinderkleidung zu richten, da diese sehr schnell aussortiert und weggeworfen wird. Und natürlich, dass die Pop-Up-Events europaweit angeboten werden.
Quellen:
Bei Vinokilo wird die Kleidung per Kilopreis verkauft (niedrige und faire Preise). Gleichzeitig sorgt das Pop-Up-Event für eine Wohlfühlatmosphäre neben verschiedenen Delikatessen und der Musikbegleitung.
Der Gründer und Erfinder ist Robin Balser, der mit seinem Konzept gegen den Kreislauf von Kaufen und Wegwerfen ankommen will, indem die besonderen Vintage-Klamotten bei neuen Besitzern landen. Die Kleidungsstücke stammen aus einer Second-Hand-Industrie, dennoch werden sie anhand von 140 Kriterien aus einer Liste ausgewählt. Danach werden sie nach Amsterdam verschickt. Dort werden sie einer Qualitätskontrolle unterzogen, indem die Sachen gereinigt und ausgebessert werden.
Nicht nur die Nachhaltigkeit seiner Idee ist ein Erfolg, sondern auch, dass Vinokilo mit Hersteller*Innen organischer Lebensmittel, Körperpflegemittel, etc. kooperiert. Mittlerweile baut das Unternehmen mit 60.000 Fans im Alter von 17-25 Jahren eine junge Community auf. Eines der nächsten Ziele von Vinokilo ist es, den Fokus stärker auf die Kinderkleidung zu richten, da diese sehr schnell aussortiert und weggeworfen wird. Und natürlich, dass die Pop-Up-Events europaweit angeboten werden.
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