Ein Buch, welches mir Grundbegriffe der Globalisierung nähergebracht hat, ist "21.0 - Eine kurze Geschichte der Gegenwart" von dem Historiker Andreas Rödder. In seinem Buch beschreibt Rödder, wie aktuelle Entwicklungen aus einem historischen Kontext entstanden sind. Dabei ist das Buch in verschiedene Teilbereiche, wie politische und wirtschaftliche Strukturen, gesellschaftliche Normen, soziale Verfasstheit und technische Entwicklungen, gegliedert. Über Prozesse, die sich in diesen Teilbereichen in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten entwickelten, erklärt er aktuelle Phänomene und gibt vereinzelt auch Prognosen für die Zukunft.
Im zweiten Kapitel, das er "Global Economy" nennt, teilt er die Globalisierung in zwei Teile auf. Nach Rödder hat die erste Globalisierung zwischen 1850 und 1913 stattgefunden und die zweite Globalisierung ist erst nach Fall des Eisernen Vorhangs entbrannt. Unterbrochen wurde die Globalisierung durch die Stärkung der Nationalstaaten im 20. Jahrhundert und deren kriegerische Auseinandersetzungen. Durch die Nachkriegsordnung war eine Globalisierung nicht möglich, jedoch verbreitete sich in den westlichen Ländern die Marktwirtschaft, die ein wichtiger Faktor für die zweite Globalisierung darstellt. Rödder belegt mit eindrücklichen Statistiken, was für Auswirkungen die Globalisierung auf die gesamte Menschheit hatte, und vergleicht die beiden Globalisierungen auch anhand dieser Statistiken miteinander.
Alles in einem kann ich das Buch nur weiterempfehlen, da Rödder die Entstehung aktueller Prozesse gut verständlich aus historischen Kontexten erklärt und seine Aussagen meistens mit Statistiken unterstützt.
Donnerstag, 24. Oktober 2019
Mittwoch, 23. Oktober 2019
Infografiken zur Globalisierung
Diagramme und Grafiken können uns helfen, bestimmte Sachverhalte besser zu verstehen und zu analysieren. Leider ist es oftmals ein anstrengender und zeitaufwändiger Weg, eine geeignete und vertrauenswürdige Grafik zu einem bestimmten Thema zu finden ...
'Our World in Data' ist eine Website, in welcher über 3000 Diagramme zu 297 verschiedenen Themen existieren. Die Seite wird von Autoren, welche ihren Sitz an der Universität Oxford haben, überprüft und gestaltet. 'Our World in Data' bietet die Möglichkeit, interessante Daten und Fakten zu den unterschiedlichsten Themen finden. Beispielsweise beinhaltet diese Website einen sogenannter SDG-Tracker, dieser präsentiert alle verfügbaren Daten über die von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele für nachhaltige Entwicklung.
Unter dem Reiter Globalisierung und Handel lassen sich zu diesem Thema unter einer Vielzahl von Aspekten gesammelte Daten finden. So gibt es Grafiken, welche verdeutlichen, inwieweit globaler Handel die Weltwirtschaft beeinflusst hat. Darunter existiert unter anderem eine Grafik, welche den Umfang der exportierten Waren im zeitlichen Verlauf darstellt. Zusätzlich lässt sich auch eine interaktive Datenvisualisierung finden, welche die Positionen von Frachtschiffen in den Meeren zeigt. Durch diese Visualisierung kann verdeutlicht werden, wie komplex unser heutiges Handelssystem tatsächlich ist. Ein anderer Reiter veranschaulicht sehr schön, welche Art von Gütern und zu welchem prozentualen Anteil diese exportiert worden sind.
Diese Beispiele sollten aufzeigen, wie vielfältig 'Our World in Data' tatsächlich ist und wie man sich auf diese Weise zu den unterschiedlichsten Thematiken einen Überblick verschaffen kann. Ich denke, dass sich ein genauerer Blick auf die besagte Website in jedem Falle lohnt.
'Our World in Data' ist eine Website, in welcher über 3000 Diagramme zu 297 verschiedenen Themen existieren. Die Seite wird von Autoren, welche ihren Sitz an der Universität Oxford haben, überprüft und gestaltet. 'Our World in Data' bietet die Möglichkeit, interessante Daten und Fakten zu den unterschiedlichsten Themen finden. Beispielsweise beinhaltet diese Website einen sogenannter SDG-Tracker, dieser präsentiert alle verfügbaren Daten über die von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele für nachhaltige Entwicklung.
Unter dem Reiter Globalisierung und Handel lassen sich zu diesem Thema unter einer Vielzahl von Aspekten gesammelte Daten finden. So gibt es Grafiken, welche verdeutlichen, inwieweit globaler Handel die Weltwirtschaft beeinflusst hat. Darunter existiert unter anderem eine Grafik, welche den Umfang der exportierten Waren im zeitlichen Verlauf darstellt. Zusätzlich lässt sich auch eine interaktive Datenvisualisierung finden, welche die Positionen von Frachtschiffen in den Meeren zeigt. Durch diese Visualisierung kann verdeutlicht werden, wie komplex unser heutiges Handelssystem tatsächlich ist. Ein anderer Reiter veranschaulicht sehr schön, welche Art von Gütern und zu welchem prozentualen Anteil diese exportiert worden sind.
Diese Beispiele sollten aufzeigen, wie vielfältig 'Our World in Data' tatsächlich ist und wie man sich auf diese Weise zu den unterschiedlichsten Thematiken einen Überblick verschaffen kann. Ich denke, dass sich ein genauerer Blick auf die besagte Website in jedem Falle lohnt.
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Elektromobilität und Nachhaltigkeit
Mobilität beeinflusst unser Leben enorm, sie gibt uns die Möglichkeit, uns frei zu bewegen und am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben zu können. Die Voraussetzung für eine optimal vernetzte Verkehrsstruktur und damit die Möglichkeit, mobil zu sein, sind gute Verkehrswege und eine Vielfalt an Verkehrsmitteln. (Vgl. Maxwill 2012) Allein in Deutschland werden insgesamt 3,2 Milliarden Kilometer täglich zurückgelegt. (Vgl. BMVI 2019)
Die Form, wie wir uns fortbewegen, hat erhebliche Folgen für die Umwelt, vor allem in Großstädten leiden die Einwohner unter den Folgen des Verkehrs. Aus diesem Grund ist nachhaltige Mobilität ein globales Ziel, da im Endeffekt nur eine nachhaltige Mobilität zu einer höheren Lebensqualität führen kann.
Gemeinden und Städte sowie die darin lebende Bevölkerung zeigen sich offen für Nachhaltigkeit. In den letzten Jahren hat sich in Bezug auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel viel verändert. Vor allem die jüngere Bevölkerung nutzt Angebote wie Carsharing, bildet über das Internet Fahrgemeinschaften, nutzt öfter das Fahrrad oder nimmt statt dem Auto den Bus oder die Bahn. Dieser Wandel trägt zur sogenannten Verkehrswende bei, deren Ziel es ist, dass die Gesellschaft es schafft, auf eine Form der umweltfreundlichen Mobilität umzusteigen.
Die Verkehrswende hat allerdings noch lange nicht das gewünschte Stadium erreicht. Wie die Studie ,,Mobilität in Deutschland 2017‘‘ des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft für das Bundesverkehrsministerium gezeigt hat, bleibt das Auto das dominierende Verkehrsmittel. Die meisten bevorzugen das Auto als individuelles Fortbewegungsmittel. Aus diesem Grund steht das Elektroauto besonders im Fokus, es stellt das Sinnbild der Verkehrswende dar. Denn momentan sind Elektrofahrzeuge die einzigen Antriebsformen, die nicht nur umweltschonend sind, sondern auch den gewohnten Fahrkomfort gewährleisten können.
Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, ob Elektroautos eine Alternative zum Auto mit Verbrennungsmotor darstellen, wie nachhaltig diese tatsächlich sind beziehungsweise durch welche Faktoren sie es werden können. Im ersten Kapitel wird der Begriff ,,Elektromobilität'' definiert und verschiedene Formen des Elektroautos aufgeführt, das darauffolgende Kapitel wird sich mit der Geschichte des Elektroautos beschäftigen und welche Bedeutung diesem über die Jahre zugesprochen wurde. Das dritte Kapitel zeigt auf, wie es um die Ökobilanz der Elektroautos steht und wie nachhaltig diese sind. Kann Elektromobilität den Weg in eine ‚,saubere" Zukunft ermöglichen und welche Mittel sind dafür nötig?
Die Form, wie wir uns fortbewegen, hat erhebliche Folgen für die Umwelt, vor allem in Großstädten leiden die Einwohner unter den Folgen des Verkehrs. Aus diesem Grund ist nachhaltige Mobilität ein globales Ziel, da im Endeffekt nur eine nachhaltige Mobilität zu einer höheren Lebensqualität führen kann.
Gemeinden und Städte sowie die darin lebende Bevölkerung zeigen sich offen für Nachhaltigkeit. In den letzten Jahren hat sich in Bezug auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel viel verändert. Vor allem die jüngere Bevölkerung nutzt Angebote wie Carsharing, bildet über das Internet Fahrgemeinschaften, nutzt öfter das Fahrrad oder nimmt statt dem Auto den Bus oder die Bahn. Dieser Wandel trägt zur sogenannten Verkehrswende bei, deren Ziel es ist, dass die Gesellschaft es schafft, auf eine Form der umweltfreundlichen Mobilität umzusteigen.
Die Verkehrswende hat allerdings noch lange nicht das gewünschte Stadium erreicht. Wie die Studie ,,Mobilität in Deutschland 2017‘‘ des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft für das Bundesverkehrsministerium gezeigt hat, bleibt das Auto das dominierende Verkehrsmittel. Die meisten bevorzugen das Auto als individuelles Fortbewegungsmittel. Aus diesem Grund steht das Elektroauto besonders im Fokus, es stellt das Sinnbild der Verkehrswende dar. Denn momentan sind Elektrofahrzeuge die einzigen Antriebsformen, die nicht nur umweltschonend sind, sondern auch den gewohnten Fahrkomfort gewährleisten können.
Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, ob Elektroautos eine Alternative zum Auto mit Verbrennungsmotor darstellen, wie nachhaltig diese tatsächlich sind beziehungsweise durch welche Faktoren sie es werden können. Im ersten Kapitel wird der Begriff ,,Elektromobilität'' definiert und verschiedene Formen des Elektroautos aufgeführt, das darauffolgende Kapitel wird sich mit der Geschichte des Elektroautos beschäftigen und welche Bedeutung diesem über die Jahre zugesprochen wurde. Das dritte Kapitel zeigt auf, wie es um die Ökobilanz der Elektroautos steht und wie nachhaltig diese sind. Kann Elektromobilität den Weg in eine ‚,saubere" Zukunft ermöglichen und welche Mittel sind dafür nötig?
Samstag, 5. Oktober 2019
Ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört – die Donut-Ökonomie
In Zeiten, in denen allein in Deutschland die Fridays For Future-Bewegung am 20. September 2019 1,4 Millionen Menschen mobilisieren konnte und weltweit in vielen verschiedenen Ländern für das Klima gestreikt wurde, scheint es, als wäre eine Wende unumgänglich (vgl. dpa 2019). Ironischerweise wurde am gleichen Tag das Klimaschutzprogramm von der Bundesregierung verabschiedet. Das Programm scheint eher ein verzweifelter Versuch zu sein, überhaupt eine Einigung zu erreichen. Die Wichtigkeit des Klimaschutzes kommt in dem Programm nicht zum Tragen, als Beispiel könnte man hierfür die fehlenden Zielvorgaben in Zahlen anführen.
Doch können wir so weiterleben? Wohl kaum, wenn man den Zahlen der Wissenschaftler*innen glauben mag. So haben wir bereits am 29.07.2019, drei Tage früher als im Vorjahr, die Ressourcen verbraucht, die unsere Erde innerhalb eines Jahres erneuern könnte (vgl. Umweltbundesamt 2019). Führen wir Deutschland als Beispiel an, leben wir bereits seit dem 3. Mai 2019 auf Pump, und würde jede*r so Leben wie wir, bräuchten wir mehr als drei Erden (vgl. ebd.). Fest steht, es muss sich etwas ändern. Die Frage ist, was steht dem Klimaschutz entgegen? Eine logische Antwort wäre: die Wirtschaft, aber kann man eine Wirtschaft auch so ausrichten, dass sie den Planeten nicht zerstört?
Kate Raworth, eine britische Wirtschaftswissenschaftlerin, beginnt ihr Buch damit, zu erklären, was Ökonomie überhaupt ist. Denn ihr Ziel ist, dass nicht nur Studierende der Wirtschaftswissenschaften ihr Buch verstehen, denn in jede*r von uns schlummert ein*e Ökonom*in. Ökonomie wird als „Kunst der Haushaltsführung" (Raworth 2017, S. 13) bezeichnet. Die Wirtschaftslehre ist wahnsinnig einflussreich und es ist uns in vielen Bereichen nicht bewusst, wie sehr wir von ihr beeinflusst werden.
Egal welche Ausbildung oder welches Studium wir anstreben, immer gibt es Anknüpfungspunkte mit der Ökonomie. Als Beispiele führt Raworth die Sprache und Denkweisen an, die die Theorie vermittelt (vgl. Raworth 2017, S. 17). Die Wirtschaftslehre sei die „Muttersprache der öffentlichen Ordnung, die Sprache des öffentlichen Lebens und die Geisteshaltung, welche die Gesellschaft formt“ (Raworth 2017, S. 15). Sie kritisiert, dass die Theorien längst überholt und widerlegt seien:
Doch können wir so weiterleben? Wohl kaum, wenn man den Zahlen der Wissenschaftler*innen glauben mag. So haben wir bereits am 29.07.2019, drei Tage früher als im Vorjahr, die Ressourcen verbraucht, die unsere Erde innerhalb eines Jahres erneuern könnte (vgl. Umweltbundesamt 2019). Führen wir Deutschland als Beispiel an, leben wir bereits seit dem 3. Mai 2019 auf Pump, und würde jede*r so Leben wie wir, bräuchten wir mehr als drei Erden (vgl. ebd.). Fest steht, es muss sich etwas ändern. Die Frage ist, was steht dem Klimaschutz entgegen? Eine logische Antwort wäre: die Wirtschaft, aber kann man eine Wirtschaft auch so ausrichten, dass sie den Planeten nicht zerstört?
Was ist eigentlich Ökonomie und ist das wichtig?
Kate Raworth, eine britische Wirtschaftswissenschaftlerin, beginnt ihr Buch damit, zu erklären, was Ökonomie überhaupt ist. Denn ihr Ziel ist, dass nicht nur Studierende der Wirtschaftswissenschaften ihr Buch verstehen, denn in jede*r von uns schlummert ein*e Ökonom*in. Ökonomie wird als „Kunst der Haushaltsführung" (Raworth 2017, S. 13) bezeichnet. Die Wirtschaftslehre ist wahnsinnig einflussreich und es ist uns in vielen Bereichen nicht bewusst, wie sehr wir von ihr beeinflusst werden.
Egal welche Ausbildung oder welches Studium wir anstreben, immer gibt es Anknüpfungspunkte mit der Ökonomie. Als Beispiele führt Raworth die Sprache und Denkweisen an, die die Theorie vermittelt (vgl. Raworth 2017, S. 17). Die Wirtschaftslehre sei die „Muttersprache der öffentlichen Ordnung, die Sprache des öffentlichen Lebens und die Geisteshaltung, welche die Gesellschaft formt“ (Raworth 2017, S. 15). Sie kritisiert, dass die Theorien längst überholt und widerlegt seien:
„Der Weg der Menschheit wird von den politischen Entscheidungsträgern, den Lehrern, Journalisten, Gemeinschaftsorganisationen, Aktivisten und Wählern bestimmt werden, die heute ihre Ausbildung erhalten. Doch diese Bürger des Jahres 2050 werden in einer Geisteshaltung erzogen, die aus Lehrbüchern aus den 1950er-Jahren stammt, die auf Theorien von 1850 beruhen“ (Raworth 2017, S. 17).Sie appelliert an jeden, die Ökonomie neu zu denken, denn so wie die Zusammenhänge, unsere Werte und Ziele ständig im Wandel sind, so muss sich auch die Ökonomie ständig verändern (vgl. Raworth 2017, S. 33). Doch Vorsicht ist geboten, denn es gibt nicht die eine richtige Ökonomie, sondern wir müssen eine Ökonomie erschaffen, die uns nützt und uns hilft, unsere Ziele zu verfolgen, und jedes Modell, das wir erschaffen, ist immer nur ein Modell, eine Vereinfachung der Wirklichkeit (vgl. ebd.). Die Frage, ob Ökonomie für uns relevant ist, lässt sich relativ leicht mit ja beantworten, und der folgende Text wird noch zeigen, in welchen Bereichen die Ökonomie eine Rolle spielt.
Dienstag, 1. Oktober 2019
Wohin geht eigentlich all die Zeit, die wir sparen?
Jegliche Technik lockt uns mit dem Versprechen, an irgendeiner Stelle Zeit einzusparen. Ob es nun das neue Küchengerät ist, welches mühsames Schneiden von Gemüse erleichtert, das Navigationsgerät, welches die schnellste Route mit unserem ebenso möglichst schnellen Auto empfiehlt, oder überhaupt erst das Auto im Gegensatz zur Kutsche. Zeitersparnisse versprechen ebenfalls der schnellere neue Computer, das schnellere Smartphone oder die schnellste Internetverbindung.
Gerade im Bereich der Kommunikation ist das Tempo geradezu unbeschreiblich. Mit einer Email sparen wir im Vergleich zum Brief mehr als die Hälfte der Zeit, durch Instant-Messenger kann bei einer Kurznachricht kaum noch von Zeitaufwand gesprochen werden. Wenn wir also an allen Ecken und Enden unseres Tagesablaufes Zeit sparen, drängt sich doch geradezu die Frage auf, wo all diese Zeit hingeht? Denn obwohl wir Zeit im Überfluss gewinnen, kennt doch jeder das Gefühl der Zeitnot. Ist das nicht paradox?
Diese Frage wird in der folgenden Arbeit beantwortet werden. Hierfür wird die Erfahrung des modernen Lebens unter dem Aspekt der sozialen Beschleunigung betrachtet. Auf Basis der Überlegungen Hartmut Rosas wird die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne thematisiert, um zu zeigen, inwiefern die soziale Beschleunigung das spätmoderne Leben durchdringt, und um zu klären, ob die Beschleunigung in der modernen Gesellschaft fest verankert ist. Leitfrage dieser Arbeit ist, ob die Beschleunigung als prägendes Merkmal der Moderne gilt und inwiefern die spätmoderne Gesellschaft dem Autonomieversprechen der Moderne gerecht wird.
Hierfür werden zunächst die verschiedenen Arten der Beschleunigung sowie ihre Motoren definiert, bevor die Entschleunigung thematisiert wird, um zu betrachten, inwiefern sie einen Gegentrend zur Beschleunigung darstellt. Darauffolgend wird das Erleben der Moderne analysiert und überprüft, inwiefern dieses als Beschleunigungserfahrung charakterisiert werden kann. Hierbei wird die Entwicklung der Zeitstrukturen im Verlauf der Moderne betrachtet, ebenso wie die Rolle der Gesellschaft gegenüber dem Individuum. Abschließend wird kritisch betrachtet, ob die Erfahrung des spätmodernen Lebens dem Ideal des selbstbestimmten Lebens entspricht.
Gerade im Bereich der Kommunikation ist das Tempo geradezu unbeschreiblich. Mit einer Email sparen wir im Vergleich zum Brief mehr als die Hälfte der Zeit, durch Instant-Messenger kann bei einer Kurznachricht kaum noch von Zeitaufwand gesprochen werden. Wenn wir also an allen Ecken und Enden unseres Tagesablaufes Zeit sparen, drängt sich doch geradezu die Frage auf, wo all diese Zeit hingeht? Denn obwohl wir Zeit im Überfluss gewinnen, kennt doch jeder das Gefühl der Zeitnot. Ist das nicht paradox?
Diese Frage wird in der folgenden Arbeit beantwortet werden. Hierfür wird die Erfahrung des modernen Lebens unter dem Aspekt der sozialen Beschleunigung betrachtet. Auf Basis der Überlegungen Hartmut Rosas wird die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne thematisiert, um zu zeigen, inwiefern die soziale Beschleunigung das spätmoderne Leben durchdringt, und um zu klären, ob die Beschleunigung in der modernen Gesellschaft fest verankert ist. Leitfrage dieser Arbeit ist, ob die Beschleunigung als prägendes Merkmal der Moderne gilt und inwiefern die spätmoderne Gesellschaft dem Autonomieversprechen der Moderne gerecht wird.
Hierfür werden zunächst die verschiedenen Arten der Beschleunigung sowie ihre Motoren definiert, bevor die Entschleunigung thematisiert wird, um zu betrachten, inwiefern sie einen Gegentrend zur Beschleunigung darstellt. Darauffolgend wird das Erleben der Moderne analysiert und überprüft, inwiefern dieses als Beschleunigungserfahrung charakterisiert werden kann. Hierbei wird die Entwicklung der Zeitstrukturen im Verlauf der Moderne betrachtet, ebenso wie die Rolle der Gesellschaft gegenüber dem Individuum. Abschließend wird kritisch betrachtet, ob die Erfahrung des spätmodernen Lebens dem Ideal des selbstbestimmten Lebens entspricht.
Mittwoch, 25. September 2019
Überblickstext zur Postwachstums-Idee
Katharina Mau hat für Krautreporter einen äußerst lesenswerten Text zum Thema Postwachstum entlang folgender Fragen verfasst:
- Was bedeutet Wachstum wirklich?
- Warum wollen so viele immer mehr Wachstum?
- Wie kam das Wachstum in die Köpfe?
- Was ist schlecht an Wachstum?
- Aber brauchen arme Länder nicht Wachstum, um ihre Bürger aus der Armut zu holen?
- Wie würde eine Wirtschaft ohne Wachstum funktionieren?
- Wie würde unser Leben aussehen?
- Gäbe es dann noch Unternehmen?
- Haben wir dann nicht total viel Arbeitslosigkeit?
- Kann Deutschland eine Postwachstums-Gesellschaft überhaupt im Alleingang umsetzen, wenn die Welt nicht mitzieht?
- Aber geht nicht auch beides: Wachsen und gleichzeitig Klima und Umwelt schützen?
- Wir leben jetzt in einer Wachstumsgesellschaft. Der Umbruch hin zu einer Post-Wachstumsgesellschaft wäre doch gigantisch. Wie soll das gelingen?
- Welche politischen Parteien unterstützen Postwachstum?
- Hat so ein Umbruch jemals in der Vergangenheit funktioniert?
Samstag, 14. September 2019
Nachhaltigkeitsforscher Felix Ekardt im Interview
Vor ein paar Tagen war der Nachhaltigkeitsforscher Felix Ekardt zu Gast bei der Sendung SWR 1 Leute. Das rund halbstündige Gespräch kann und sollte man als Podcast nachhören. Auf der entsprechenden Website findet man folgenden Teaser:
Etwas älter ist ein Beitrag auf dem Blog Postwachstum, in dem Ekardt sein (damals neu erschienenes) Buch "Wir können uns ändern" vorstellt.
"Er fliegt nicht, er hat keinen Führerschein und fährt nicht Auto. (...) Er hat kein Handy und ernährt sich vegan. (...) Felix Ekardt ist Jurist, Soziologe und Religionswissenschaftler. Er hat eine Professur an der Universität Rostock und er leitet die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig. Und er fordert eine radikale Änderung unseres Verhaltens und der politischen Vorgaben, um den Planeten Erde zu retten."Bereits im August ist ein Gastbeitrag von Felix Ekardt in der ZEIT erschienen, der unbedingt lesenswert ist: "Wie können wir ohne Wachstum leben?"
Etwas älter ist ein Beitrag auf dem Blog Postwachstum, in dem Ekardt sein (damals neu erschienenes) Buch "Wir können uns ändern" vorstellt.
Donnerstag, 12. September 2019
Interview mit Aktivistin und VW-Chef
In der taz wurde ein sehr interessantes Streitgespräch zwischen einer Aktivistin, die gegen die internationale Automobilmesse IAA diesen Sonntag demonstriert und diese blockieren will, und dem VW-Konzernchef veröffentlicht. Ich finde es sehr lesenswert. Liebe Grüße und noch eine schöne freie Zeit an alle :) - Hier gehts zum Interview
Samstag, 7. September 2019
Nachhaltigkeit in der Textilbranche am Beispiel der Firma Volcom
1. Einleitung: Nachhaltigkeit und CSR in der Textilindustrie
Die Globalisierung verursacht, dass sich die Handelswelt immer schneller dreht. Eine der weltweit größten Branchen ist die Textilbranche, welche sich mit ihrer Wertschöpfungskette über mehrere Kontinente erstreckt. Von der Baumwollherstellung über das Design bis zur Produktion ist der Wertschöpfungsprozess stark unterteilt. Diese starke Unterteilung bietet Unternehmen neue Optionen und Herausforderungen zu anderen Marktstrategien (Heinrich 2018, S. V).
Hierbei stößt man oft auf den Begriff CSR - Corporate Social Responsibility. Er gilt als ein Hauptbegriff der Unternehmensethik, wobei stets zu beachten ist, dass es sich bei dem Begriff nicht um ein klares Managementkonzept, sondern um eine Leitidee handelt. Stets verbunden mit der CSR ist die Nachhaltigkeit sowie die Einbringung von positiven wie die Reduzierung von negativen Aspekten und gesellschaftlichen Beiträgen.
Im Grunde deckt das Konzept der CSR die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales - ab. Jedes Unternehmen kann jedoch eine unterschiedliche Auffassung und Interpretation der CSR haben, da ihre Leitideen nicht rechtsbindend sind. Hinzu kommt die Schwierigkeit, eine gerechte CSR zu formulieren, welche alle Bedürfnisse zu allen Produkten einer jeweiligen Firma abdeckt.
Der Begriff Nachhaltigkeit wird heute schnell für ein Produkt verwendet, welches den Anschein hat, "fair" zu sein. Verschiedene Firmen betreiben gerne sogenanntes ‚Greenwashing‘. Dabei bringen sie genau ein nachhaltig produziertes Produkt mit ein und wenden dieses neu geschaffene Image der Nachhaltigkeit vor allem zu Marketingzwecken auf die gesamte Firma an.
Ein Produkt gilt allerdings erst dann als nachhaltig, wenn die drei Dimensionen der Ökologie, Ökonomie und des Sozialen gleichermaßen berücksichtigt werden. Für ein amerikanisches oder europäisches Modelabel bedarf es also eines hohen Anteils an ´Sustainable Management´, ebenso wie ´Interkulturellem Management´. Dadurch ergeben sich zunehmend neue Berufssparten, welche in Zukunft wohl immer bedeutender in Hinblick auf das Firmenmanagement werden.
Dieser Blogeintrag soll Möglichkeiten und Chancen zur nachhaltigen Textilproduktion aufzeigen und hinterfragen. Dies soll anhand des Boardsport-Modelabels Volcom exemplarisch untersucht werden.
Freitag, 5. Juli 2019
Klimawandelleugner – Versuch einer Erklärung
Im „Grundsatzpapier Klima“ der EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie), lässt sich auf die Frage, ob CO2 ein Lebenselixier oder Schadstoff sei, folgende Antwort finden:
So soll sich in diesem Beitrag nicht mit der Frage beschäftigt werden, ob es nun einen von Menschen erzeugten Klimawandel gibt oder nicht. Denn zu dieser Frage existiert bereits ein breiter Konsens in der Wissenschaft. Vielmehr soll es darum gehen, warum in Anbetracht des aktuellen Forschungsstandes immer noch eine Vielzahl an Strömungen existieren, welche die aktuellen Forschungsergebnisse anzweifeln und sogar bekämpfen oder auch vehement die Augen vor einer solchen Krise verschließen. Dabei muss erwähnt werden, dass diese Arbeit nicht den Anspruch auf eine vollständige Klärung dieses Phänomens erheben kann. Ziel ist es, mit diesem Beitrag weitere Überlegungen und Denkanstöße zu dieser Thematik zu ermöglichen.
Um sich dieser Thematik nähern zu können, soll wie folgt vorgegangen werden: Zu Beginn dieses Beitrages sollen rechtspopulistische Strömungen und deren Einstellung zum anthropogenen Klimawandel fokussiert werden. Danach sollen historische Aspekte der Klimawandel-Leugnung genauer betrachtet werden und es soll untersucht werden, welche wirtschaftlichen Interessengruppen dabei eine Rolle spielen. In einem letzten Schritt werden psychologische Faktoren zu Rate gezogen, um dieses Phänomen besser zu erklären.
„CO2 ist Grundbaustein der Photosynthese und damit Voraussetzung allen Lebens unserer Erde. Mit zunehmender CO2-Konzentration wachsen Pflanzen besser: Die Getreide-Erträge im Freiland steigen. Gewächshauskulturen werden zur Ertragssteigerung mit CO2 begast.“ (EIKE, Grundsatzpapier Klima).In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt dagegen Professor Mathias Frisch:
„Wer in Anbetracht des Forschungsstandes immer noch zweifelt, dass Kohlendioxid-Emissionen vorrangig für den gegenwärtigen Klimawandel verantwortlich sind, ist daher nicht ein kritisch-rationaler Skeptiker sondern ein Klimawandel-Leugner […]“ (Frisch 2019).Aber auch von anderen Seiten werden die „skeptischen“ Stimmen immer lauter. Wer einen genaueren Blick in das Europawahlprogramm der ‚Alternative für Deutschland‘ wirft, wird unter dem Kapitel „Umweltschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“ folgendes Zitat finden:
„Der propagierte Ausbau der sogenannten Erneuerbaren Energien führt zu einer Vernichtung unserer Natur- und Kulturlandschaften.“ (Europawahlprogramm der AfD 2019).Einer Studie der Denkfabrik ‚adelphi‘ zufolge ist dieses Phänomen europaweit zu erkennen:
„We found that party programmes seldom cover climate policy and if they do, the position is relatively simplistic or underdeveloped.“ (Convenient Truths Mapping climate agendas of right-wing populist parties in Europe 2019)Noch interessanter ist ein anderes Ergebnis der Studie: 7 von 21 überprüften rechtspopulistischen Parteien dementieren den Klimawandel und den damit verbundenen Konsens in der Wissenschaft (vgl. ebd.). Dass der von Menschen gemachte Klimawandel (anthropogener Klimawandel) in der Wissenschaft beinahe unumstritten ist, bestätigt die Professorin Claudia Kemfert mit folgenden Worten:
„Natürlich, Diskurs gehört zur Wissenschaft. Aber wir streiten nur noch darüber, wie die Auswirkungen des Klimawandels genau aussehen werden (…). Im Grundsatz gibt es aber kein Erkenntnisproblem. Der menschengemachte Klimawandel gilt als zu 97 Prozent sicher.“ (Kemfert 2019)Weiter unterstrichen wird diese Aussage durch den vom IPCC (Intergovernmantel Panel on Climate Change) veröffentlichten Sonderbericht über 1,5°C globale Erwärmung (eine auf Deutsch übersetzte Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger gibt es hier zu lesen). An dieser Stelle sollte bereits eine Dissonanz zwischen anerkannter Wissenschaft und Klimawandel-Leugnern ersichtlich geworden sein. In der Zeitschrift fluter zieht der Autor Bartholomäus von Laffert zu besagter Dissonanz folgenden Schluss:
„Und bis auf ein paar merkwürdige Ausnahmen sogenannter Klimawandel-Leugner bezweifeln wir auch nicht, dass er [der Klimawandel] menschengemacht ist (Anpassung F.L.).“ (Laffert 2019)‚Merkwürdige Ausnahmen‘, diese Umschreibung klingt eher wie eine Art Euphemismus. Denn es handelt sich eben nicht um einzelne Ausnahmen, sondern um ein breites und auch organisiertes Netzwerk von Personen. Eine solche Beschönigung würde diesem Phänomen nicht gerecht werden und die Tragweite solcher ‚Skeptiker‘ verharmlosen.
So soll sich in diesem Beitrag nicht mit der Frage beschäftigt werden, ob es nun einen von Menschen erzeugten Klimawandel gibt oder nicht. Denn zu dieser Frage existiert bereits ein breiter Konsens in der Wissenschaft. Vielmehr soll es darum gehen, warum in Anbetracht des aktuellen Forschungsstandes immer noch eine Vielzahl an Strömungen existieren, welche die aktuellen Forschungsergebnisse anzweifeln und sogar bekämpfen oder auch vehement die Augen vor einer solchen Krise verschließen. Dabei muss erwähnt werden, dass diese Arbeit nicht den Anspruch auf eine vollständige Klärung dieses Phänomens erheben kann. Ziel ist es, mit diesem Beitrag weitere Überlegungen und Denkanstöße zu dieser Thematik zu ermöglichen.
Um sich dieser Thematik nähern zu können, soll wie folgt vorgegangen werden: Zu Beginn dieses Beitrages sollen rechtspopulistische Strömungen und deren Einstellung zum anthropogenen Klimawandel fokussiert werden. Danach sollen historische Aspekte der Klimawandel-Leugnung genauer betrachtet werden und es soll untersucht werden, welche wirtschaftlichen Interessengruppen dabei eine Rolle spielen. In einem letzten Schritt werden psychologische Faktoren zu Rate gezogen, um dieses Phänomen besser zu erklären.
Sonntag, 23. Juni 2019
Faszination Berge - Vortrag von Hartmut Rosa zur Resonanztheorie
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Die irreführende (und etwas blödsinnige) Aufmachung (Mount Everest, Gefahren) auf der Deutschlandfunk-Website sollte Sie nicht abschrecken. Weder mit dem Everest, der ja bekanntlich nicht in den Alpen liegt, noch mit den tödlichen Gefahren dort hat der Vortrag etwas zu tun.
Es handelt sich vielmehr um den instruktiven Versuch von Rosa, seine Resonanztheorie auf die intuitiv sofort zugängliche, allerdings schwer zu erklärende Faszination anzuwenden, die von den Bergen ausgeht.
Resonanz, so der bedeutende Soziologe, umfasst vier Elemente: Etwas muss mich berühren, zu mir sprechen (1), worauf ich aktiv und selbstwirksam antworte (2), wodurch ich mich verändere (3), wobei die ganze Sache unverfügbar bleibt (4), also gewissermaßen das Andere dessen bildet, was konstitutiv für die Moderne ist, nämlich (immer mehr) Welt verfügbar zu machen. Zum entscheidenden letzten Element, der Unverfügbarkeit, hat Hartmut Rosa zwischenzeitlich ein lesenswertes Buch vorgelegt:
Donnerstag, 13. Juni 2019
polis aktuell zu geplanter Obsoleszenz
Das Zentrum polis ist das österreichische Gegenstück zur deutschen Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Beide beschäftigen sich häufig mit Nachhaltigkeits-Themen. Passend zu unserer Beschäftigung mit der Wachstums- und Konsumgesellschaft ist nun ein "polis aktuell" zum Thema "Geplante Obsoleszenz" erschienen. Es handelt sich um die Ausgabe 3/2019, die ausgehend von der folgenden Seite heruntergeladen werden kann: https://www.politik-lernen.at/pa_geplanteobsoleszenz.
Donnerstag, 6. Juni 2019
Bäume pflanzen
iplantatree.org - Idee: Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2006 dazu aufgerufen, eine Milliarde Bäume zu pflanzen. Sie haben sich gefragt: wie kann man eigentlich nachvollziehen, ob und wo diese Bäume gepflanzt werden? Daraus ist diese Webseite entstanden, auf der Nutzer online Bäume pflanzen. Außerdem wollten sie messen, welchen Einfluss die Pflanzungen auf das Klima haben. Das Ergebnis sind CO2-Zähler, die bei der Berechnung nicht nur die Baumart berücksichtigen. Weil durch natürliche Selektion und Entnahme nicht alle Bäume überleben, teilen sie die CO2-Bindung des Bestandes durch die Anzahl der gepflanzten Bäume. Der individuelle CO2-Zähler zeigt also, wie groß der eigene Anteil an der gesamten CO2-Bindung ist.
Ziel sind naturnahe Wälder. Sie konzentrieren sich auf Deutschland, weil sie hier den Schutz der Bäume garantieren können. Es gibt wenig administrative Kosten, keine Flugreisen oder langwierige Genehmigungsverfahren – einfach und direkt. Sie konzentrieren sich auf dieses eine Thema. Ein schlanker Ansatz gekoppelt mit der Hoffnung auf viele Mitdenker und Unterstützer. Sie wollen keine CO2-Kompensation, um umweltschädliche Lebensstile zu legitimieren. Bäume pflanzen kann nur Teil der Lösung sein. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren: Ökostrom beziehen, keine Flugreisen machen, mundraub.org nutzen statt Obst aus Neuseeland kaufen, Bier aus lokalen Brauereien trinken... :) Packen wir es an!
Ziel sind naturnahe Wälder. Sie konzentrieren sich auf Deutschland, weil sie hier den Schutz der Bäume garantieren können. Es gibt wenig administrative Kosten, keine Flugreisen oder langwierige Genehmigungsverfahren – einfach und direkt. Sie konzentrieren sich auf dieses eine Thema. Ein schlanker Ansatz gekoppelt mit der Hoffnung auf viele Mitdenker und Unterstützer. Sie wollen keine CO2-Kompensation, um umweltschädliche Lebensstile zu legitimieren. Bäume pflanzen kann nur Teil der Lösung sein. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren: Ökostrom beziehen, keine Flugreisen machen, mundraub.org nutzen statt Obst aus Neuseeland kaufen, Bier aus lokalen Brauereien trinken... :) Packen wir es an!
Sonntag, 2. Juni 2019
GOOD KRAMA - Kambodscha
Da die Mode den zweitgrößten Umweltverschmutzer unter den Industrien darstellt, lebt der Kleidungshersteller GOOD KRAMA nach dem Prinzip der drei R´s; reduce, reuse, recycle. Was auf der Mülldeponie gelandet wäre, hängt nun im Schrank. Damit schwimmt GOOD KRAMA gegen den Strom der fast-fashion Industrie.
Ansässig in Phnom Penh in Kambodscha, arbeiten sie ausschließlich mit handgewebter Seide/Baumwolle sowie upgecycelten Materialien. Zudem reduzieren sie aktiv ihren generellen Produktionsmüll, CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch.
Eine ihrer Hauptinitiativen ist es, zu jedem Kleidungsstück eine Lebenszyklusanalyse anzufertigen, die genauestens den Kohlenstoffdioxidausstoß, Wasserverbrauch und Produktionsmüll festhält. Diese Daten sind beim Kauf - auch im Vergleich zu industriell hergestellten Produkten - direkt auf der Website ersichtlich.
GOOD KRAMA kauft toten Lagerbestand der über 500 in Kambodscha ansässigen Kleidungsfabriken ab. Dieser besteht aus alten, übriggebliebenen oder überbestellten Stoffen. Auch bei Preisschildern, Verpackung sowie Versandverpackung wird auf die Nutzung biologisch abbaubarer und recyclebarer Stoffe geachtet.
Während GOOD KRAMA die genaue Herkunft ihrer up-gecycelten Materialien nicht genau bestimmen kann, kontrollieren sie diese bei anderen verwendeten Materialien umso genauer. Die Seide wird in Kooperation nach alter kambodschanischer Tradition gewoben. In der ländlich gelegenen Weberei werden 400 Frauen beschäftigt und überdurchschnittlich entlohnt.
Ansässig in Phnom Penh in Kambodscha, arbeiten sie ausschließlich mit handgewebter Seide/Baumwolle sowie upgecycelten Materialien. Zudem reduzieren sie aktiv ihren generellen Produktionsmüll, CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch.
Eine ihrer Hauptinitiativen ist es, zu jedem Kleidungsstück eine Lebenszyklusanalyse anzufertigen, die genauestens den Kohlenstoffdioxidausstoß, Wasserverbrauch und Produktionsmüll festhält. Diese Daten sind beim Kauf - auch im Vergleich zu industriell hergestellten Produkten - direkt auf der Website ersichtlich.
GOOD KRAMA kauft toten Lagerbestand der über 500 in Kambodscha ansässigen Kleidungsfabriken ab. Dieser besteht aus alten, übriggebliebenen oder überbestellten Stoffen. Auch bei Preisschildern, Verpackung sowie Versandverpackung wird auf die Nutzung biologisch abbaubarer und recyclebarer Stoffe geachtet.
Während GOOD KRAMA die genaue Herkunft ihrer up-gecycelten Materialien nicht genau bestimmen kann, kontrollieren sie diese bei anderen verwendeten Materialien umso genauer. Die Seide wird in Kooperation nach alter kambodschanischer Tradition gewoben. In der ländlich gelegenen Weberei werden 400 Frauen beschäftigt und überdurchschnittlich entlohnt.
“FUN FACT: two thirds of the gross things about fashion happen after you take the garment home. Don’t be gross, follow our mindful care tips.”
Mittwoch, 29. Mai 2019
Emissionen ausgleichen mit Atmosfair
Atmosfair ist eine NGO, die auf ihrer Website anbietet, dass man seine Treibhausgasemissionen von zum Beispiel Flugreisen, Kreuzfahrten, Fernbusfahrten oder Veranstaltungen „ausgleicht“. Auf der Website gibt es einen Emissionsrechner, mit dessen Hilfe man ausrechen kann, welche Menge CO² durch die eigene Reise verursacht wurde, und kann dann im Anschluss durch einen freiwilligen Beitrag diese Emissionen kompensieren. Es wird dann ein empfohlener Beitrag angezeigt, mit Hilfe dieses Beitrags werden dann durch Klimaschutzprojekte an anderer Stelle Emissionen eingespart.
Atmosfair fördert zum Beispiel den Ausbau von erneuerbaren Energien in Ländern, wo es diese noch kaum gibt. Auf der Homepage findet ihre eine ganze Liste an Projekten von Atmosfair. Natürlich kann Kompensation nicht die Lösung sein, jedoch gibt es Vorteile: Durch die Kompensation wird der Verbraucher sensibilisiert und entscheidet sich vielleicht, doch lieber auf die Flugreise zu verzichten oder sich für die Fluggesellschaft zu entscheiden, die am klimaeffizientesten unterwegs ist.
Atmosfair fördert zum Beispiel den Ausbau von erneuerbaren Energien in Ländern, wo es diese noch kaum gibt. Auf der Homepage findet ihre eine ganze Liste an Projekten von Atmosfair. Natürlich kann Kompensation nicht die Lösung sein, jedoch gibt es Vorteile: Durch die Kompensation wird der Verbraucher sensibilisiert und entscheidet sich vielleicht, doch lieber auf die Flugreise zu verzichten oder sich für die Fluggesellschaft zu entscheiden, die am klimaeffizientesten unterwegs ist.
Dienstag, 28. Mai 2019
Anleitung zum Unglücklichsein
Ein Buchtipp zum Thema "glücklich sein"
Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein. 15. Auflage, Piper-TB 4938, München 2009 (Erstausgabe 1983)
Nachhaltige Buchbestellung:
"Buch7.de" spendet 75% seines Gewinns an soziale, kulturelle oder ökologische Projekte. "Ecobookstore.de" wiederum setzt sich für Klima- und Umweltschutz ein. Am Besten leiht Ihr es aber einfach aus...
"Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: "Behalten Sie Ihren Hammer!"."Die Geschichte mit dem Hammer" stammt von Paul Watzlawick, dem in Österreich geborenem Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor. In seinem Bestseller offenbart er genau das, was der Titel verspricht: Die Anleitung zum Unglücklichsein. Mit zahlreichen Anekdoten, Aphorismen und Geschichten gibt er uns zu verstehen, wie sich glücklich sein am Besten vermeiden lässt. Denn in unserer aufgeklärten Zeit, wie Watzlawick sarkastischerweise behauptet, wisse doch jeder, dass das Streben nach dem Unglücklichsein das höchste Ziel im Leben sei. Im Gegensatz zu den unzähligen Glücksratgebern, die wir heutzutage überall finden, führt Watzlawick uns vor Augen, wie die Menschheit ihrem Glück oftmals selbst im Wege steht. Die Beispiele sind aus dem Leben gegriffen, enthalten viel Humor und Ironie und sind ausgesprochen lehrreich. Ein Klassiker, den zu lesen lohnt!
Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein. 15. Auflage, Piper-TB 4938, München 2009 (Erstausgabe 1983)
Nachhaltige Buchbestellung:
"Buch7.de" spendet 75% seines Gewinns an soziale, kulturelle oder ökologische Projekte. "Ecobookstore.de" wiederum setzt sich für Klima- und Umweltschutz ein. Am Besten leiht Ihr es aber einfach aus...
Bewusster konsumieren
Um sich in unserer Konsumgesellschaft ein bisschen bewusster zu bewegen, haben sich die Leiter der Website rankabrand zusammengesetzt, um große Marken kritisch auf Nachhaltigkeit zu durchleuchten.
Die dabei gewählten Bereiche sind die größten Konsumstellen wie Mode, Telekommunikation, Lebensmittel, Online, Elektronik und Kosmetika. Insgesamt sind auf der Website über 2000 Marken gelistet, die in ökologischer und sozialer Hinsicht streng geprüft und "gerankt" werden. Als Fazit gibt es Einstufungen von A bis E. Alle Referenzen zu den jeweiligen Bewertungen sind auch mit Quellen hinterlegt.
Eine gute Möglichkeit, um den Markt mit bewusstem Kaufverhalten in Richtung Nachhaltigkeit zu beeinflussen!
Die dabei gewählten Bereiche sind die größten Konsumstellen wie Mode, Telekommunikation, Lebensmittel, Online, Elektronik und Kosmetika. Insgesamt sind auf der Website über 2000 Marken gelistet, die in ökologischer und sozialer Hinsicht streng geprüft und "gerankt" werden. Als Fazit gibt es Einstufungen von A bis E. Alle Referenzen zu den jeweiligen Bewertungen sind auch mit Quellen hinterlegt.
Eine gute Möglichkeit, um den Markt mit bewusstem Kaufverhalten in Richtung Nachhaltigkeit zu beeinflussen!
Montag, 27. Mai 2019
Share - Teilen als Mission
Die Firma Share möchte jedem Menschen den Zugang zu Essen, Trinken und Hygiene ermöglichen. Jeder kann mit seinem täglichen Konsum etwas dazu beitragen. Share nennt dieses Prinzip sozialen Konsum.
Aber kann Konsum überhaupt sozial sein? Definitiv! Denn es wird nicht nur das eigene Bedürfnis befriedigt, sondern auch das eines anderen Menschen. Share basiert auf dem 1 + 1 Prinzip, das bedeutet, dass mit jedem Kauf eines Produkts einem Menschen in Not geholfen wird, indem an ihn ein gleichwertiges Produkt gespendet wird. Es wird geteilt, ohne abzugeben.
Transparenz wird bei Share großgeschrieben. Auf der Verpackung von jedem Share-Produkt findet man einen Track-Code, mit dem man genau nachverfolgen kann, wo man hilft. Die Produkte selbst sind gleichzeitig auch umweltfreundlich, die Wasserflaschen zum Beispiel sind zu 100% recycelt und die Hygieneprodukte vegan und tierversuchsfrei.
Aber kann Konsum überhaupt sozial sein? Definitiv! Denn es wird nicht nur das eigene Bedürfnis befriedigt, sondern auch das eines anderen Menschen. Share basiert auf dem 1 + 1 Prinzip, das bedeutet, dass mit jedem Kauf eines Produkts einem Menschen in Not geholfen wird, indem an ihn ein gleichwertiges Produkt gespendet wird. Es wird geteilt, ohne abzugeben.
Transparenz wird bei Share großgeschrieben. Auf der Verpackung von jedem Share-Produkt findet man einen Track-Code, mit dem man genau nachverfolgen kann, wo man hilft. Die Produkte selbst sind gleichzeitig auch umweltfreundlich, die Wasserflaschen zum Beispiel sind zu 100% recycelt und die Hygieneprodukte vegan und tierversuchsfrei.
Happy Cow - praktischer Alltagshelfer für eine pflanzliche Ernährung
Die Produktion tierischer Lebensmittel geht mit massiven Auswirkungen auf unsere Umwelt einher. Inbesondere die industrielle Massentierhaltung, aus welcher der Großteil aller tierischen Produkte stammt, ist durch einen enormen Flächen-, Wasser- und Energieverbrauch gekennzeichnet. Die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten belastet außerdem das Klima durch einen hohen Ausstoß verschiedener Emissionen wie die des Ozon-Killers Methylbromid, Stickoxid und Methangas. Die Rodung des Regenwaldes sowie die großflächige Nutzung anderer Gebiete für die Massentierhaltung und deren Futterproduktion führt zur Zerstörung natürlicher Lebensräume und in letzter Konsequenz zum Rückgang der Artenvielfalt.
Es gibt demnach viele Gründe, die für eine pflanzliche Ernährung ohne Tierleid sprechen. Entgegen mancher Vorurteile ist die pflanzliche Ernährungsweise, auch dank zahlreicher Ersatzprodukte, nicht sonderlich kompliziert oder aufwendig. Schnell finden sich neue, pflanzliche Lieblingsprodukte im Supermarkt und leckere Rezepte für Zuhause. Doch wie findet man unterwegs, möglicherweise in einer fremden Stadt, die passenden Restaurants und Kaffees mit vielfältigen Angeboten?
Die Internetseite sowie die dazugehörige App für iPhone und Android namens Happy Cow bietet eine schnelle Orientierung bei der Suche nach vegetarischen und veganen Restaurants, Läden, Kaffees und Bars.
Hinter dieser Anwendung steht eine riesige weltweite Datenbank, welche die Nutzung von Happy Cow an vielen Orten ermöglicht. Es gibt unterschiedliche Filterfunktionen wie "rein vegan", "vegetarisch-vegan" oder "veggie-freundlich", wodurch die Suche perfekt an die eigenen Kriterien angepasst werden kann. Insbesondere die Kommentare und Bewertungen anderer Besucherinnen und Besucher können äußerst hilfreich sein. Zudem lassen sich den Angaben meistens Öffnungszeiten und Preisspanne entnehmen. Die App bietet außerdem die Möglichkeit, ausgesuchte Restaurants zu speichern und sich diese dann auf einer übersichtlichen Karte anzeigen zu lassen.
Es lohnt sich in jedem Fall, Happy Cow bei der nächsten Restaurantsuche oder dem nächsten Städtetrip einmal auszuprobieren.
Es gibt demnach viele Gründe, die für eine pflanzliche Ernährung ohne Tierleid sprechen. Entgegen mancher Vorurteile ist die pflanzliche Ernährungsweise, auch dank zahlreicher Ersatzprodukte, nicht sonderlich kompliziert oder aufwendig. Schnell finden sich neue, pflanzliche Lieblingsprodukte im Supermarkt und leckere Rezepte für Zuhause. Doch wie findet man unterwegs, möglicherweise in einer fremden Stadt, die passenden Restaurants und Kaffees mit vielfältigen Angeboten?
Die Internetseite sowie die dazugehörige App für iPhone und Android namens Happy Cow bietet eine schnelle Orientierung bei der Suche nach vegetarischen und veganen Restaurants, Läden, Kaffees und Bars.
Hinter dieser Anwendung steht eine riesige weltweite Datenbank, welche die Nutzung von Happy Cow an vielen Orten ermöglicht. Es gibt unterschiedliche Filterfunktionen wie "rein vegan", "vegetarisch-vegan" oder "veggie-freundlich", wodurch die Suche perfekt an die eigenen Kriterien angepasst werden kann. Insbesondere die Kommentare und Bewertungen anderer Besucherinnen und Besucher können äußerst hilfreich sein. Zudem lassen sich den Angaben meistens Öffnungszeiten und Preisspanne entnehmen. Die App bietet außerdem die Möglichkeit, ausgesuchte Restaurants zu speichern und sich diese dann auf einer übersichtlichen Karte anzeigen zu lassen.
Es lohnt sich in jedem Fall, Happy Cow bei der nächsten Restaurantsuche oder dem nächsten Städtetrip einmal auszuprobieren.
Öko-Amazon: Avocadostore
Amazon und Öko? Ein kapitalistisches Unternehmen und Nachhaltigkeit in einem Satz? Ja das geht! Die Begründer der Online-Plattform www.avocadostore.de, Philipp Gloeckler und Stephan Uhrenbacher, zeigen uns eindrucksvoll, dass Konsum und Nachhaltigkeit sich nicht automatisch ausschließen.
Nach Vorbild des Onlinegiganten Amazon haben die beiden Unternehmer eine Verkaufsplattform gegründet, die sich als Ziel gesetzt hat, dass alle angebotenen Produkte nachhaltig hergestellt werden und gleichzeitig umweltfreundlich sind. Dazu haben sie zehn Kriterien für Nachhaltigkeit, die von jedem der bisher 165 Händler erfüllt werden müssen.
Einige dieser Kriterien wären zum Beispiel, dass die Produkte in Deutschland hergestellt werden müssen, dass sie fair und sozial sind sowie vegan und haltbar sein müssen. Die zehn Kriterien sind mit Erklärung auf der Startseite transparent und verständlich nachzulesen.
Ob die Unternehmer hier eine Marktlücke gefunden haben und mit ihrer Plattform durchstarten werden, das wird sich mit der Zeit zeigen. Fakt ist aber: Auch wenn für uns Konsum und Nachhaltigkeit zwei Begriffe sind, die noch nicht richtig zusammenpassen, kann man mit solchen Ideen Nachhaltigkeit voranbringen.
Der Artikel zum Avocadostore: https://www.geschaeftsideen.de/Produkte-aus-oekologischer-Nachhaltigkeit.html
Nach Vorbild des Onlinegiganten Amazon haben die beiden Unternehmer eine Verkaufsplattform gegründet, die sich als Ziel gesetzt hat, dass alle angebotenen Produkte nachhaltig hergestellt werden und gleichzeitig umweltfreundlich sind. Dazu haben sie zehn Kriterien für Nachhaltigkeit, die von jedem der bisher 165 Händler erfüllt werden müssen.
Einige dieser Kriterien wären zum Beispiel, dass die Produkte in Deutschland hergestellt werden müssen, dass sie fair und sozial sind sowie vegan und haltbar sein müssen. Die zehn Kriterien sind mit Erklärung auf der Startseite transparent und verständlich nachzulesen.
Ob die Unternehmer hier eine Marktlücke gefunden haben und mit ihrer Plattform durchstarten werden, das wird sich mit der Zeit zeigen. Fakt ist aber: Auch wenn für uns Konsum und Nachhaltigkeit zwei Begriffe sind, die noch nicht richtig zusammenpassen, kann man mit solchen Ideen Nachhaltigkeit voranbringen.
Der Artikel zum Avocadostore: https://www.geschaeftsideen.de/Produkte-aus-oekologischer-Nachhaltigkeit.html
Ernährungsrat in Köln: Beispiel nachhaltiger Kommunalpolitik?
Auf das Projekt „Ernährungsrat“ wurde ich in einem Vortrag des Dokumentarfilmers Valentin Thurn (einem breiteren Publikum bekannt geworden durch den Dokumentarfilm „Taste the waste“, Autor des Buches „Genial lokal“) aufmerksam. Grundlegend orientiert sich das Konzept des Ernährungsrates an den sogenannten „Food Policy Councils“, die in den USA bereits längere Zeit bestehen.
Das zentrale Anliegen eines Ernährungsrates oder der „Food Policy Councils“ ist es, ein Forum für alle Akteure zu bieten, die in dem regionalen Ernährungssystem involviert sind. Dazu gehören ebenso VertreterInnen der lokalen Wirtschaft (GastronomInnen, LandwirtInnen etc.), der kommunalen Politik wie auch Konsumenten und Konsumentinnen.
In der Stadt Köln setzt sich der Ernährungsrat jeweils zu einem Drittel aus Vertretern und Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft zusammen. Durch verschiedene Ausschüsse (z.B. „Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung“ oder „Urbane Landwirtschaft / Essbare Stadt“) soll eine nachhaltige Ernährungsstrategie unter Einbezug aller relevanten Akteure erarbeitet werden.
Ziel ist dabei insbesondere, dass Konsumierende und LandwirtInnen miteinander in Kontakt treten und so ein bewussteres und nachhaltigeres Konsumverhalten angestoßen werden kann. Meiner Meinung nach können Ernährungsräte sinnvolle Ergänzungen zu einer global ausgerichteten Politik nachhaltiger Entwicklung darstellen. Gut wird die Idee des Ernährungsrates in diesem kurzen Video zusammengefasst:
Das zentrale Anliegen eines Ernährungsrates oder der „Food Policy Councils“ ist es, ein Forum für alle Akteure zu bieten, die in dem regionalen Ernährungssystem involviert sind. Dazu gehören ebenso VertreterInnen der lokalen Wirtschaft (GastronomInnen, LandwirtInnen etc.), der kommunalen Politik wie auch Konsumenten und Konsumentinnen.
In der Stadt Köln setzt sich der Ernährungsrat jeweils zu einem Drittel aus Vertretern und Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft zusammen. Durch verschiedene Ausschüsse (z.B. „Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung“ oder „Urbane Landwirtschaft / Essbare Stadt“) soll eine nachhaltige Ernährungsstrategie unter Einbezug aller relevanten Akteure erarbeitet werden.
Ziel ist dabei insbesondere, dass Konsumierende und LandwirtInnen miteinander in Kontakt treten und so ein bewussteres und nachhaltigeres Konsumverhalten angestoßen werden kann. Meiner Meinung nach können Ernährungsräte sinnvolle Ergänzungen zu einer global ausgerichteten Politik nachhaltiger Entwicklung darstellen. Gut wird die Idee des Ernährungsrates in diesem kurzen Video zusammengefasst:
Weiter Informationen finden sich auch auf der Homepage der Initiative.
Rübenretter
Gib krummen Gemüse eine Chance. Die inneren Werte zählen.
Zu krumm, zu schief, zu klein, zu verdreht – es hat viele Gründe, wieso Gemüse oder Obst bei der Ernte aussortiert wird und nicht in den Handel kommt. Eine krumme Gurke oder ein Apfel mit ein paar Macken landen einfach im Müll, obwohl diese genauso lecker sind. Bis zu 50% einer Ernte werden aufgrund von optischem Makel aussortiert.
Ein engagiertes Team aus Berg möchte gegen diese Lebensmittelverschwendung etwas unternehmen und gründet das Projekt Rübenretter. In enger Zusammenarbeit mit Bio-Bauern leisten sie ihren Beitrag zu nachhaltigem Konsum. Jeder kann online einfach eine Retterbox in Form eines Abos bestellen und wird so zum Rübenretter. Die Retterbox enthält Gemüse und Obst und ist in verschiedenen Größen erhältlich. Das Gemüse kommt von Bauern aus der Region und das Obst kommt aus Spanien. Was genau in der Box landet, entscheidet die Natur.
Zu krumm, zu schief, zu klein, zu verdreht – es hat viele Gründe, wieso Gemüse oder Obst bei der Ernte aussortiert wird und nicht in den Handel kommt. Eine krumme Gurke oder ein Apfel mit ein paar Macken landen einfach im Müll, obwohl diese genauso lecker sind. Bis zu 50% einer Ernte werden aufgrund von optischem Makel aussortiert.
Ein engagiertes Team aus Berg möchte gegen diese Lebensmittelverschwendung etwas unternehmen und gründet das Projekt Rübenretter. In enger Zusammenarbeit mit Bio-Bauern leisten sie ihren Beitrag zu nachhaltigem Konsum. Jeder kann online einfach eine Retterbox in Form eines Abos bestellen und wird so zum Rübenretter. Die Retterbox enthält Gemüse und Obst und ist in verschiedenen Größen erhältlich. Das Gemüse kommt von Bauern aus der Region und das Obst kommt aus Spanien. Was genau in der Box landet, entscheidet die Natur.
FAIRlaufen in Stuttgart - die interaktive Stadtrallye
Ab Ende Juni 2019 bietet das Welthaus Stuttgart eine interaktive Stadtrallye an:
Das Ziel der Stadtrallye ist es, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster in Stuttgart aufzuzeigen und damit das SDG 12 und dessen Umsetzung vor Ort bekannter zu machen. Auch die restlichen SDGs werden an passender Stelle mit aufgenommen. SDG steht für Sustainable Development Goal, was mit "Ziele für nachhaltige Entwicklung" übersetzt wird.
Es handelt sich um eine digital unterstützte Stadtrallye. Das selbst mitgebrachte mobile Endgerät navigiert die Teilnehmer*innen zu den Stationen. An den Stationen werden die Teilnehmer*innen durch interaktive Aufgaben, Fragestellungen und im Gespräch mit den Mitarbeiter*innen vor Ort an das Stationsthema herangeführt. Der Fokus liegt darauf, positive Handlungsoptionen aufzuzeigen und die Handlungskompetenzen der Spieler*innen auszubilden. Trotzdem wird auch eine kritische Perspektive geschult. Die Spieler*innen nehmen sich während der Stadtrallye gleichzeitig als Individuen und als Teil der Gesellschaft wahr. Sie lernen, wie ihre eigenen Konsumentscheidungen Einfluss auf die Gesamtgesellschaft haben, und lernen, mit dem Spannungsfeld zwischen individuellen und gesellschaftlichen Interessen umzugehen.
Ort: Stuttgart (S-Mitte/S-West)
Zielgruppe(n): Schüler*innen jeder Schulform ab der 8. Klasse, Freundeskreise, Betriebsausflüge usw. mit pädagogischer Vor- und Nachbereitung; Einzelpersonen und Öffentlichkeit ohne pädagogische Begleitung.
Dauer: ca. 3 Stunden
Fortbewegungsmittel: Zu Fuß und mit dem ÖPNV
Kosten: 25€ pro Gruppe und Kosten für den ÖPNV
Vorraussetzung: Ein eigenes mobiles Endgerät mit Internetverbindung und GPS
Themen: Textilwirtschaft, Elektronik, Recycling, Lebensmittel, Fair Trade, Sozialunternehmertum
Stationen: Welthaus Stuttgart, Weltladen an der Planie, Weltcafé Stuttgart, Second Dreams, AfB, Oxfam Buchshop, Greenality, smark Kessellädle, Café Immersatt e.V.
Buchung: Mo-Fr ab 10:30 Uhr
Jetzt Buchung anfragen unter: lena.wissel@welthaus-stuttgart.de
Die Website wird Ende Juni gelaunched!
Ein Projekt des Welthaus Stuttgart e.V. in Kooperation mit den Stuttgarter Weltläden und dem EPiZ Reutlingen + Bildung trifft Entwicklung (BtE), gefördert durch die SEZ - Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg
Das Ziel der Stadtrallye ist es, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster in Stuttgart aufzuzeigen und damit das SDG 12 und dessen Umsetzung vor Ort bekannter zu machen. Auch die restlichen SDGs werden an passender Stelle mit aufgenommen. SDG steht für Sustainable Development Goal, was mit "Ziele für nachhaltige Entwicklung" übersetzt wird.
Es handelt sich um eine digital unterstützte Stadtrallye. Das selbst mitgebrachte mobile Endgerät navigiert die Teilnehmer*innen zu den Stationen. An den Stationen werden die Teilnehmer*innen durch interaktive Aufgaben, Fragestellungen und im Gespräch mit den Mitarbeiter*innen vor Ort an das Stationsthema herangeführt. Der Fokus liegt darauf, positive Handlungsoptionen aufzuzeigen und die Handlungskompetenzen der Spieler*innen auszubilden. Trotzdem wird auch eine kritische Perspektive geschult. Die Spieler*innen nehmen sich während der Stadtrallye gleichzeitig als Individuen und als Teil der Gesellschaft wahr. Sie lernen, wie ihre eigenen Konsumentscheidungen Einfluss auf die Gesamtgesellschaft haben, und lernen, mit dem Spannungsfeld zwischen individuellen und gesellschaftlichen Interessen umzugehen.
Ort: Stuttgart (S-Mitte/S-West)
Zielgruppe(n): Schüler*innen jeder Schulform ab der 8. Klasse, Freundeskreise, Betriebsausflüge usw. mit pädagogischer Vor- und Nachbereitung; Einzelpersonen und Öffentlichkeit ohne pädagogische Begleitung.
Dauer: ca. 3 Stunden
Fortbewegungsmittel: Zu Fuß und mit dem ÖPNV
Kosten: 25€ pro Gruppe und Kosten für den ÖPNV
Vorraussetzung: Ein eigenes mobiles Endgerät mit Internetverbindung und GPS
Themen: Textilwirtschaft, Elektronik, Recycling, Lebensmittel, Fair Trade, Sozialunternehmertum
Stationen: Welthaus Stuttgart, Weltladen an der Planie, Weltcafé Stuttgart, Second Dreams, AfB, Oxfam Buchshop, Greenality, smark Kessellädle, Café Immersatt e.V.
Buchung: Mo-Fr ab 10:30 Uhr
Jetzt Buchung anfragen unter: lena.wissel@welthaus-stuttgart.de
Die Website wird Ende Juni gelaunched!
Ein Projekt des Welthaus Stuttgart e.V. in Kooperation mit den Stuttgarter Weltläden und dem EPiZ Reutlingen + Bildung trifft Entwicklung (BtE), gefördert durch die SEZ - Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg
Sonntag, 26. Mai 2019
Wiederbelebt - Upcycling Fashion in Stuttgart
Die LabelgründerInnen haben sich mit Textilunternehmen aus Baden-Württemberg zusammengetan und kaufen deren Überschüsse auf. Dabei werden nicht nur Stoffe, sondern auch Knöpfe oder Reißverschlüsse wiederverwertet. Neben den Materialien werden die Kollektionen im eigenen Atelier designed und in einer eigenen Produktionsstätte produziert und somit auch kontrolliert.
https://www.wiederbelebt.de/
Esslinger Straße 14
70182 Stuttgart
Ohne PlaPla - verpackungsfrei in Ludwigsburg
In Plastik verpackte Lebensmittel war gestern - zumindest zum Teil. Denn seit ein paar Monaten hat in Ludwigsburg (und damit auch für uns Studenten der PH einfach erreichbar) ein verpackungs- und plastikfreier Laden eröffnet.
Ohne PlaPla verkauft alles, was nachhaltige Konsumenten, die Wert auf zero waste oder zumindest less waste legen, mögen. Von Nudeln über vegane Schokolade bis hin zu Waschpulver, Seifen und wiederverwendbaren Hygieneartikeln ist beinahe alles dabei, was man im Alltag brauchen kann.
Und anders als man vielleicht erwartet, sind die Preise hier nicht überdimensional hoch, sodass auch wir Studenten eigentlich keine Ausrede mehr haben, um nicht unsere Glasbehälter von zuhause zu schnappen und die nächste Mahlzeit plastik- und verpackungsfrei einzukaufen.
Und wer mal in Ruhe ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee genießen möchte, kann dies auch vor Ort im angrenzenden Café - alles fairtrade und auf Wunsch vegan.
Ohne PlaPla verkauft alles, was nachhaltige Konsumenten, die Wert auf zero waste oder zumindest less waste legen, mögen. Von Nudeln über vegane Schokolade bis hin zu Waschpulver, Seifen und wiederverwendbaren Hygieneartikeln ist beinahe alles dabei, was man im Alltag brauchen kann.
Und anders als man vielleicht erwartet, sind die Preise hier nicht überdimensional hoch, sodass auch wir Studenten eigentlich keine Ausrede mehr haben, um nicht unsere Glasbehälter von zuhause zu schnappen und die nächste Mahlzeit plastik- und verpackungsfrei einzukaufen.
Und wer mal in Ruhe ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee genießen möchte, kann dies auch vor Ort im angrenzenden Café - alles fairtrade und auf Wunsch vegan.
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