Mittwoch, 8. November 2017

Glücksatlas 2017 veröffentlicht

Seminarplanung at its best: Unmittelbar nachdem wir den ersten Teil des Seminars zu Themen rund um Glück und "das gute Leben" abgeschlossen haben, wurde der Glücksatlas 2017 veröffentlicht. Ein Besuch lohnt sich. Außerdem ist interessant zu sehen, was verschiedene (Leit-)Medien darüber schreiben:
  • Welt: Hier leben die glücklichsten Deutschen (Link)
  • Zeit: Die Lebenszufriedenheit im Osten steigt (Link)
  • FAZ: Wo die Deutschen glücklich sind (Link)
  • DW: Deutsche Post veröffentlicht Glücksatlas: Wo leben die glücklichsten Deutschen? (Link)
  • Süddeutsche: Hohe Lebenszufriedenheit in Deutschland (Link)

Dienstag, 7. November 2017

DESIDERATA Die Lebensregel von Baltimore (1927)

GEH DEINEN WEG GELASSEN IM LÄRM UND IN DER HEKTIK DIESER ZEIT UND BEHALTE IM SINN DEN FRIEDEN, DER IN DER STILLE WOHNT.

BEMÜHE DICH, MIT ALLEN MENSCHEN AUSZUKOMMEN, SOWEIT ES DIR MÖGLICH IST, OHNE DICH SELBST AUFZUGEBEN.

SPRICH DAS, WAS DU ALS WAHR ERKANNT HAST, KLAR AUS, UND HÖRE ANDEREN MENSCHEN ZU, AUCH DEN LANGWEILIGEN UND UNWISSENDEN, DENN AUCH SIE HABEN ETWAS ZU SAGEN.

MEIDE AUFDRINGLICHE UND AGGRESSIVE MENSCHEN, DENN SIE SIND EIN ÄRGERNIS FÜR DEN GEIST.

VERGLEICHE DICH NICHT MIT ANDEREN, DAMIT DU NICHT EITEL ODER BITTER WIRST, DENN ES WIRD IMMER MENSCHEN GEBEN, DIE GRÖSSER SIND ALS DU, UND MENSCHEN DIE GERINGER SIND.

ERFREUE DICH AN DEM, WAS DU SCHON ERREICHT HAST, WIE AUCH AN DEINEN PLÄNEN.

BLEIBE AN DEINEM BERUFLICHEN FORTKOMMEN INTERESSIERT, WIE BESCHEIDEN ES AUCH SEIN MAG; ES IST EIN ECHTER BESITZ IN DEN WECHSELFÄLLEN DER ZEIT.

SEI VORSICHTIG IN DEN GESCHÄFTLICHEN ANGELEGENHEITEN, DENN DIE WELT IST VOLLER TRUG. LASS DICH JEDOCH DADURCH NICHT BLIND MACHEN FÜR DIE TUGEND, DIE DIR BEGEGNET.

VIELE MENSCHEN HABEN HOHE IDEALE, UND WO DU AUCH HINSIEHST, EREIGNET SICH IM LEBEN HELDENHAFTES.

SEI DU SELBST, UND, WAS GANZ WICHTIG IST, TÄUSCHE KEINE ZUNEIGUNG VOR.

HÜTE DICH DAVOR, DER LIEBE ZYNISCH ZU BEGEGNEN, DENN TROTZ ALLER DÜRREPERIODEN UND ENTTÄUSCHUNGEN IST SIE BESTÄNDIG WIE DAS GRAS.

NIMM DEN RAT, DEN DIR DIE LEBENSJAHRE GEBEN, FREUNDLICH AN, UND LASS MIT WÜRDE AB VON DEM, WAS ZUR JUGENDZEIT GEHÖRT.

STÄRKE DIE KRAFT DEINES GEISTES, SO DASS SIE DICH SCHÜTZT, WENN EIN SCHICKSALSSCHLAG DICH TRIFFT. DOCH HALTE DEINE PHANTASIE IM ZAUM, DAMIT SIE DICH NICHT IN SORGE VERSETZT.

VIELE ÄNGSTE WURZELN IN ERSCHÖPFUNG UND EINSAMKEIT.

ÜBE GESUNDE SELBSTDISZIPLIN, DOCH VOR ALLEM SEI GUT ZU DIR.

DU BIST EIN KIND DES UNIVERSUMS, NICHT WENIGER ALS DIE BÄUME UND DIE STERNE: DU HAST EIN RECHT, DA ZU SEIN.

UND OB ES DIR NUN BEWUSST IST ODER NICHT: GANZ SICHER ENTFALTET SICH DAS UNIVERSUM SO, WIE ES IHM BESTIMMT IST. LEBE DAHER IN FRIEDEN MIT GOTT, WIE AUCH IMMER DU IHN DIR VORSTELLST.

UND WORAUF DU DEINE ANSTRENGUNGEN AUCH RICHTEST, WAS ES AUCH IST, DAS DU ERSTREBST, IM LÄRMENDEN DURCHEINANDER DES LEBENS SEI MIT DIR SELBST IM REINEN.

TROTZ ALLEN TRUGS, ALLER MÜHSAL UND ALLER ZERBROCHENEN TRÄUME IST DIE WELT DOCH WUNDERSCHÖN.

SEI HEITER. STREBE DANACH GLÜCKLICH ZU SEIN.

Max Ehrmann (1872-1945)

Dienstag, 24. Oktober 2017

Interview mit Yuval Noah Harari und zweiter Lesetipp aus dem SZ-Magazin 38/2017

Im SZ-Magazin Nummer 38 erschien ein Interview mit Yuval Noah Harari - liest sich schneller als ein ganzes Buch und gibt einen kleinen Einblick in seine Gedanken zur Zukunft der Menschheit. Der Autor Max Fellmann führte das Interview übrigens via Mail mit Harari, da dieser sich Bedenkzeit für seine Antworten erbat.

In dieser Ausgabe des SZ-Magazins ist noch ein zweiter Artikel, der sich mit dem Thema "Glück" auseinandersetzt: Eine Tochter schreibt über ihren Vater, der sich in seinem Berufsleben immer jeder Beförderung verweigert hat - und immer sehr zufrieden zu sein scheint -, was sie als Tochter lange nicht verstehen konnte. "Papas Glücks-Geheimnis" von Daniela Gassmann.

Montag, 23. Oktober 2017

Nachhaltigkeit als individualethische An- und Herausforderung

Eine Auseinandersetzung mit Kapitel 19 ("Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage") des Buches von Yuval Noah Harari "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Patrick Maisenhölder

Glaubt man Schillers akademischer Antrittsrede Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?, so ist die Geschichte ein Feld,
„das dem denkenden Betrachter so viele Gegenstände des Unterrichts, dem tätigen Weltmann so herrliche Muster zur Nachahmung, dem Philosophen so wichtige Aufschlüsse und jedem ohne Unterschied so reiche Quellen des Vergnügens eröffnet“ (Schiller 1789 / 2005, 21).
Auch Nietzsche geht davon aus, dass die Geschichte, zumindest richtig genutzt, „einer kräftigen Nahrung“ (Nietzsche 1874 / 2007, 186) gleicht, der man sich bedienen kann, um sich für die Jetztzeit und Zukunft zu stärken. Der hier kommentierte Harari könnte diese Reihe fortsetzend als ein zeitgenössischer Vertreter der Hervorhebung der Vorteile der Historie für das Leben betrachtet werden. Denn nachdem er eine negative Bilanz der Menschheitsgeschichte im Hinblick auf die Förderung des allgemeinen Glücks zieht (vgl. Harari 2013, 458-469), kommt er, nach einem Ausflug in die Biochemie (vgl. ebd., 470-475), zu dem Ergebnis, dass eigentlich nur so richtig das, was schon einmal war – religiöse Sinnstiftung (vgl. ebd., 476f.); philosophische Selbsterkenntnis (vgl. ebd., 478f.) oder buddhistische Gelassenheit (vgl. ebd., 480f.) – zum Glück und einem guten Leben führen.

Und es ist durchaus nicht von der Hand zu weisen. Die Geschichte hat einiges für die Gegenwart zu bieten – auch Antworten auf die Frage danach, was Glück eigentlich ist und wie ein gutes Leben aussieht. Gerade die griechische Antike und insbesondere der Hellenismus können dabei als gute Quellen dienen, aus denen man Ideen für Antworten auf solcherlei Fragen finden kann.

Aristoteles hat hierbei wohl eine der systematischsten Abhandlung über das gute Leben (eu zen) und die Glückseligkeit (eudaimonia) hinterlassen. Dabei ist sein Glücksverständnis von unserem heutigen Glücksverständnis, das oft recht einfach als „subjektives Wohlbefinden“ (Harari 2013, 463) definiert wird, recht weit entfernt. Denn für Aristoteles ist Glück „kein subjektives, privates Gefühl, sondern die Erfüllung einer Rolle, die uns von der kosmischen Ordnung vorgegeben sei“ (Rapp 2013, XII).

In seiner Nikomachischen Ethik heißt es dazu, dass Glückseligkeit „die Tätigkeit der Seele im Sinne der ihr wesenhaften Tüchtigkeit ist“ (Aristoteles, NE 1098a15). In einfachere Sprache übersetzt bedeutet das, dass der Mensch dann glückselig ist, wenn er seinem Wesen gemäß handelt. Da der Mensch, neben einem vegetativen Funktionssystem, auch ein zoon politikon, also ein politisches und Gemeinschaftswesen, und vor allem auch ein zoon logon echon, also ein sprach- und vernunftbegabtes Wesen ist, reicht es nach Aristoteles nicht aus, sich alleine der körperlichen Lust und den niederen Begierden hinzugeben, um Glückseligkeit zu erreichen. Vielmehr muss der Mensch einen guten Umgang mit seinen Mitmenschen pflegen, sich in der und für die Gemeinschaft einsetzen und sich gleichzeitig auch denkerisch betätigen – zusammengefasst: sich aktiv betätigen – um glückselig zu sein und letztlich überhaupt die Chance zu haben, ein gutes Leben führen zu können.

Um seinem Wesen zu entsprechen, ist deshalb die Ausbildung von Tugenden im Sinne von Grundhaltungen und Bereitschaften notwendig. Diese teilen sich, gemäß den verschiedenen Wesensbestimmungen des Menschen als einerseits Gemeinschafts- und andererseits Vernunftwesen, in dianoetische und ethische, also Verstandes- und Charaktertugenden (vgl. Masek 2011, 202).

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Haben Solidarität und soziale Bindungen in der Konsumgesellschaft eine Chance? - "Leben als Konsum" von Zygmunt Bauman

„Ich shoppe, also bin ich..." - Ein treffendes Zitat aus dem Klappentext von Zygmunt Baumans Buch über die Gesellschaft, in der wir uns befinden. Er beschreibt den Wandel der Gesellschaft von Produzenten hin zu einer Gesellschaft von Konsumenten und untersucht die Auswirkungen von Haltungen und Verhaltensmustern unserer Gesellschaft, geprägt durch den uns umgebenden Konsum, in verschiedenen Aspekten des sozialen Lebens.

Politik und Demokratie, soziale Spaltungen und Schichtungen, Gemeinschaften und Partnerschaften, Identitätsbildung sowie die Produktion und der Gebrauch von Wissen und Wertorientierung scheinen im ersten Moment nicht miteinander verbunden, Bauman zeigt aber die einzelnen Verkettungen der Bereiche detailliert auf.

Obwohl der leider Anfang dieses Jahres im Alter von 91 Jahren verstorbene Zygmunt Bauman das Buch "Leben als Konsum" ("Consuming Life" im englischen Original) bereits vor 10 Jahren veröffentlicht hat, hat es bis heute rein gar nichts an Aktualität und Aussagekraft eingebüßt.

Bauman war die moralische Stimme, die sich für die Globalisierungsverlierer, die Armen und Enteigneten dieser Welt einsetzte, die durch die Raster der Konsumgesellschaft gefallen waren. Er galt als einer der produktivsten und prominentesten Soziologen Europas und zeichnete sich als Kritiker aus, der immer wieder Einfluss auf den gesellschaftspolitischen Diskurs der Konsumgesellschaft ausübte. Bereits in den 90er- Jahren setzte seine Kritik an der Konsumgesellschaft an, und er prägte Begriffe wie z.B. die flüchtige Moderne.

Eben diese flüchtige Moderne, die schnell und radikal ist, sieht Bauman als Grundlage der Konsumgesellschaft. Existenzielle Ängste und Verunsicherung, ausgelöst durch sich verflüchtigende soziale Strukturen und Beziehungen, noch bevor aus ihnen stützende Formen werden können, zeigen sich die Auswirkungen des schnellen Genusses der Konsumgesellschaft bis in unsere intimsten Bereiche des Lebens.

Freitag, 6. Oktober 2017

Podcast zur Externalisierungsgesellschaft

Vor einigen Wochen haben wir an dieser Stelle das Buch "Neben uns die Sintflut" vorgestellt, eine scharfsinnige und lesenswerte Analyse der Externalisierungsgesellschaft von Stephan Lessenich. Nun hat sich SWR2 Wissen der Thematik angenommen und ein Gespräch mit dem Autor als Podcast (inkl. Manuskript zum Download) veröffentlicht: "Leben auf Kosten anderer. Die Struktur der Externalisierungsgesellschaft" (29 min).

Freitag, 29. September 2017

Aus Gebern und Nehmern werden Partner - nachhaltige Entwicklungspolitik in Afrika?

Das Jahr 2017 ist nicht nur das Jahr der Reformation – welche sich zum 500sten Mal jährt – sondern auch das Afrikajahr Deutschlands und der EU. Das Afrikajahr 2017 soll dazu dienen, alte Konzepte zu reformieren, zwar nicht im Sinne von Martin Luther, jedoch im Sinne eines neuen Partnerschaftsvertrages.

Die neue Partnerschaft soll den Cotonou-Vertrag ablösen und eine neue Grundlage der Zusammenarbeit schaffen. Die Schwerpunkte dieses "Marshall-Plans" liegen auf den Gebieten „fairer Handel“, „mehr private Investoren“, „mehr wirtschaftliche Entwicklung“, und „unternehmerische Entfaltung“, außerdem soll dieser Plan zu mehr Jobs und mehr Beschäftigung führen. Der zentrale Begriff des Planes ist Zusammenarbeit, innerhalb welcher die EU und ihre Mitgliedstaaten als „gleichberechtigte Partner zur Verfügung“ stehen sollen.
„Ziel ist ein prosperierendes Afrika, dessen Entwicklung alle einbeziehen und von den Potenzialen der eigenen Bevölkerung vorangetrieben wird.“
Weiter heißt es, man wolle afrikanische Lösungen für afrikanische Herausforderungen (vgl. BMZ 2017, S. 5). Diese „neue Dimension der Zusammenarbeit“ scheint reformatorisch zu sein. Doch stellt man sich in diesem Zusammenhang die Frage: Wie kann nachhaltige Afrikapolitik aussehen und wie soll diese gestaltet werden?

Mittwoch, 20. September 2017

Glück als Ziel der Politik? Deutschland und Bhutan in der Analyse

Unsere Welt strebt danach und Politik orientiert sich daran: Wirtschaftswachstum, steigendes BIP, wachsender Konsum und technischer Fortschritt. Viele dieser Ziele zeigen sich in Handlungen der aktuellen Regierung. Nicht alle Ziele scheinen unangebracht, doch müssen daraus direkt Glück und Zufriedenheit entstehen? Wie und in welchem Maße können Glück und Zufriedenheit Ziele des Politikbetriebes sein?

Wie lassen sich Glück und Zufriedenheit in einer Gesellschaft messen?

Um diese Frage genauer zu beantworten, lassen sich verschiedene Quellen heranziehen, welche durch je eigene Kriterien Glück und Zufriedenheit definieren und demnach untersuchen.

Die W3 Indikatoren: Laut Bundesfinanzministerium ist bekannt, dass das BIP eines Landes nicht ausreichend Auskunft über die individuelle Zufriedenheit der Bürger eines Landes geben kann. Aus dieser Erkenntnis heraus misst die 2013 vom Bundestag eingesetzte Enquete-Kommission mit ihrem eigenen Indikatorensystem, wie es um Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität in Deutschland steht. Dies erfolgt in folgenden Leitindikatoren:



Die Kriterien orientieren sich immer noch stark an wirtschaftlichen Leistungen bzw. der Leistungsfähigkeit eines Individuums und nicht zwingend an den sozialen Beziehungen. Unter der vorhandenen Kategorie „Soziales und Teilhabe“ werden Punkte wie „Beschäftigungsquote“, „Bildungsabschluss Sek. 2“, „Lebenserwartung“ und „Freiheit“ geführt. Darin wird unter „Freiheit“ gefasst, wie es um Meinungs- und Pressefreiheit oder der Teilhabe in der Auswahl der Regierung steht. Faktoren wie soziale Beziehungen sind aber unterrepräsentiert, wo doch gerade Menschen, welche bspw. lange mit demselben Partner zusammenbleiben am glücklichsten sind.

Der World Happiness Report 2017 beschäftigt sich mit den sechs Faktoren, welche „{...} das persönliche Wohlempfinden nachweislich beeinflussen - und zusammengesetzt persönliches Glück ergeben sollen.“ Schon mit der Auflistung der relevanten sechs Kriterien fällt auf, dass das viel zitierte BIP nicht irrelevant, aber nur Voraussetzung eines persönlichen Glücksempfindens sein kann.

Bruttoinlandsprodukt, Lebenserwartung, soziales Angebot für Bedürftige, Vertrauen in Regierung und Wirtschaft, gefühlte Entscheidungsfreiheit und Spendenbereitschaft werden beim World Happiness Report genauer analysiert. Die von Personen abhängigen Daten sind durch Selbstwahrnehmung zustande kommen. Nicht nur positive, sondern auch negative Faktoren wie Sorge, Trauer und Wut werden für die Erhebung herangezogen.

Sonntag, 10. September 2017

Hartmut Rosa im Gespräch

Der Soziologe Hartmut Rosa, mit dem wir uns im Seminar intensiv beschäftigen, war vergangene Woche in der Radiosendung SWR 1 Leute. Den Podcast kann man hier nachhören (32:28 min)...

Mittwoch, 2. August 2017

Nachhaltigkeit unter Präsident Trump

Donald Trump ist eine Katastrophe für den Klimaschutz, der Austritt aus dem Pariser Abkommen sei eine Kriegserklärung an den gesamten Planeten. So oder so ähnlich klingen die meisten Urteile über Donald Trumps Klimapolitik (http://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/15149-rtkl-klimapolitik-was-trump-fuer-den-klimaschutz-bedeutet [26.7.17]). Doch was waren seine Ankündigungen? Was hat er bereits durchgesetzt und was könnte noch folgen? In einer Zeit, in der sich die meisten Industriestaaten dem Klimaschutz verschreiben, ist Trump der eine, der dagegen ist.

In dieser Arbeit soll untersucht werden, was Trump für die Nachhaltigkeit der USA bedeutet. In zahlreichen Karikaturen sieht man Trump dargestellt als Gegner des Klimaschutzes. Bereits 2012 twitterte er, dass das Konzept des Klimawandels von und für die Chinesen propagiert wurde, um den amerikanischen Markt zu schwächen (https://twitter.com/realDonaldTrump/status/265895292191248385 [26.7.17]).

Der Einfluss, den Trump auf die Geisteshaltungen vieler Menschen hat, beschränkt sich beim Klimawandel nicht auf die Zeit seiner Kandidatur, sondern geht weiter zurück. Durch seine fast 35 Millionen Follower auf Twitter schafft er eine partizipative Kultur (Weitbrecht 2015, S. 107), in der er mit seinen Ansichten viele Menschen erreicht und Meinungen bildet.

Seit er verschiedenen Nachrichtensendern die Glaubwürdigkeit abspricht, erhebt er sich und einige wenige Sender in die Stellung der alleinigen Deutungshoheit von Informationen. Laut Weitbrecht hält derjenige mit der Deutungshoheit auch die Macht in einer Gesellschaft. So ist es nicht verwunderlich, wenn viele Menschen seinen Ansichten zum Klimawandel glauben und seine Taten nicht kritisieren.

Zu Beginn der Arbeit soll der Begriff Nachhaltigkeit kurz geklärt werden. Daraufhin werden Trumps Aktionen vor seiner Kampagne beleuchtet, um zuletzt die Zeit von der Kandidatur bis heute zu betrachten.

Dienstag, 25. Juli 2017

Verzicht und Nachhaltigkeit

Anfang Juni habe ich an dieser Stelle anlässlich des Artikels "Wir sind Konsumnation" von Nils Markwardt auf die Serie "Kaufen, kaufen, kaufen" auf Zeit Online hingewiesen, die sich sehr gut eignet, um nun zum Semesterende die Thematik des Seminars noch einmal Revue passieren zu lassen. Das gilt ganz besonders für den jüngsten Beitrag von Felix Ekardt mit dem Titel "Nachhaltiger Konsum: Wir werden verzichten müssen". Ich wünsche eine anregende Lektüre und eine schöne vorlesungsfreie Zeit (vulgo: Ferien)...

Samstag, 22. Juli 2017

"Urlaub war uns wichtiger als eure Zukunft, sorry!"

Ein vorweggenommener Entschuldigungsbrief an unsere Kinder von Marc Baumann, erschienen im Magazin der Süddeutschen Zeitung am 14. Juli. Sehr lesenswert!

Das Fazit:
"Immerhin: Unsere Tatenlosigkeit ist gut dokumentiert in Millionen von Selfies, die unseren Hedonismus, unseren verantwortungslosen Lebensstil der Verschwendung, feiern. Solltet ihr uns eines Tages vor Gericht anklagen wollen wegen Umweltzerstörung, werdet ihr mehr als genug Beweise haben. Ich plädiere hiermit schon mal auf völlige Schuldfähigkeit."

... ich auch . Und ihr?

Freitag, 21. Juli 2017

Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Falls jemand mal ne Pause von der Lernerei (oder so wie ich ne Ausrede um überhaupt anzufangen) braucht: netter Film über die Suche eine jungen Filmemachers nach der Be- bzw. Entschleunigung.
Unter anderem mit Hartmut Rosa. Ich persönlich hätte mir vom "Fazit" etwas mehr erhofft, aber fand ihn trotzdem sehr sehenswert!
Freu mich über Rückmeldungen/Kritik :)


(Noch 26 Tage verfügbar)

Dienstag, 18. Juli 2017

Nachhaltiges aus dem Freistaat

Unerklärlicherweise besitzen Bayern einen ähnlichen regionalen Stolz wie Menschen aus Schwaben (na gut, und Baden). Dabei können wir doch alles - außer Hochdeutsch. Und das können die Bayern ebenso wenig. Das bemerkt jeder, der versucht, ein Brötchen bei einem bayerischen Bäcker zu bestellen.

Aber mal Spaß beiseite. Aufrichtigkeit und somit auch aufrichtige Anerkennung ist eine Tugend (übrigens eine der Tugenden der "Saupreißen"). So steht Bayern in vielen wichtigen Statistiken vor Baden-Württemberg und auch vor vielen anderen Bundesländern.


Mit Abstand bezahlt Bayern den höchsten Betrag in den Länderfinanzausgleich (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71763/umfrage/geber-und-empfaenger-beim-laenderfinanzausgleich/). Sie bezahlen mehr als Ba-Wü und Hessen, die beiden anderen Geldgeber, gemeinsam. Sie sind auf Platz 2 des BIP nach Bundesländern hinter Nordrhein-Westfalen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36889/umfrage/bruttoinlandsprodukt-nach-bundeslaendern/).

Aber genug von Statistiken. Um was es in diesem Blog gehen soll, ist Nachhaltigkeit. Auf einer Seite stellt Bayern seine "bavarian makers" vor. Start-Ups aus dem Freistaat, die sich zu einem Großteil mit nachhaltiger Produktion beschäftigen. Aber seht selbst:
Allgemeine Beschreibung des Projekts: https://bavarianmakers.de/dasprojekt/
Beispiele des Projekts: 
Es sind noch ein paar mehr nachhaltige Start-Ups zu finden, aber klickt euch am besten selbst durch.

Ach ja, und nochmal zu der Sache mit den Statistiken. In einer sehr wichtigen Statistik sind wir Baden-Württemberger noch vorne: 2016 hatten wir 15 Sonnenstunden mehr als Bayern. Getreu dem Motto: Über Ba-Wü lacht die Sonne, über Bayern die ganze Welt (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/249925/umfrage/sonnenstunden-im-jahr-nach-bundeslaendern/)...