Fast Fashion ist bekanntermaßen ein großes Problem unserer
Gesellschaft, da immer mehr Kleidung produziert, aber auch schnell wieder
weggeworfen wird. Eine gute Alternative dafür ist es, Second Hand einzukaufen, doch viele
Second Hand Läden haben eher alte Klamotten und sind meistens eher in den
größeren Städten und somit für Menschen aus kleineren Orten schwerer
erreichbar. Und besonders während der Pandemie, als nur Lebensmittelgeschäfte
geöffnet hatten, war das schwer.
Möchte man also Second Hand einkaufen, ohne das eigene Haus
zu verlassen, dann kann man die Website oder App Vinted(früher Kleiderkreisel) nutzen.
Vinted ist eine Plattform, auf der Kleidung, Schuhe und vieles mehr
verkauft wird. Mit der Anmeldung hat man nicht nur die Möglichkeit, die Seiten
anderer zu durchstöbern, sondern auch die eigenen, noch gut erhaltenen Stücke
selbst zu verkaufen.
Um die Suche zu vereinfachen, gibt es eine große Auswahl an
Filtern, man kann den Verkäufer anschreiben, Bewertungen hinterlassen und wenn
man möchte, über das Bezahlsystem von Vinted (verknüpft mit dem eigenen
Bankkonto) ganz einfach bezahlen oder verhandeln.
Kleiner Tipp: hier findet ihr auch viele gut erhaltene Designerstücke, die man Second Hand mit einem besseren Gewissen (und kleinerem Budget) kaufen kann.
Eben ist ein neues Heft aus der Reihe "Informationen zur politischen Bildung" der bpb erschienen: Heft 347 zum Thema "Klima" (kostenlos bestellbar und komplett online). Es handelt sich um eine hochaktuelle und überaus gelungene Koproduktion von Forschern des Wuppertal Instituts und des IASS Potsdam mit folgenden Abschnitten:
Der Vortrag des Initiators der Gemeinwohl-Ökonomie, Christian Felber, mit dem Titel "Aufruf zur Revolution der Wirtschaftswissenschaft!", der vor wenigen Tagen in Konstanz stattfand, passt sehr gut zum Thema der Donut-Ökonomie, denn auch Kate Raworth argumentiert, dass wir zuallererst die Wirtschaftswissenschaften vom Kopf auf die Füße stellen müssen. Der Vortrag beginnt bei 12:06 min und dauert eine (kurzweilige) Stunde. Es lohnt sich in diesem Fall auch, bei der Fragerunde nach dem Vortrag dabeizubleiben, um u.a. das "Systemische Konsensieren" kennenzulernen:
Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg lädt am Montag, 5. Juli 2021, ab 19 Uhr zu einem Online-Vortrag via Zoom ein. Der Titel lautet: "Nachhaltigkeit und Klimaschutz - Möglichkeiten und Herausforderungen auf dem Weg zum 1,5-Grad-Ziel".
Welche
aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zum Klimawandel und
welche zukünftigen Auswirkungen haben wir vor Ort zu erwarten?
Unterschiedliche Klimaschutzmaßnahmen werden vorgestellt und nach ihren
Wirkungsgraden untersucht. Thematisiert wird auch, was jede:r Einzelne
für mehr Nachhaltigkeit im eigenen Umfeld tun kann. Im Anschluss an den
Vortrag besteht die Möglichkeit für Fragen und eine Diskussion.
Auf Krautreporter wurde heute ein lesenswerter Artikel über das veröffentlicht, mit dem wir uns unter der Überschrift "Das gute Leben" beschäftigt haben:
Bislang haben wir uns drei Lösungsansätze für die grundlegenden Probleme
unserer Gesellschaften angeschaut, die auf vielfältige Weise
zusammenhängen und Überschneidungen aufweisen:
Das Konzept der Nachhaltigkeit bzw. der nachhaltigen Entwicklung,
die Postwachstumsökonomie bzw. -gesellschaft und
die Gemeinwohl-Ökonomie.
In diesem Text versuche ich eine kleine Zwischenbilanz zu den drei Konzepten:
Nachhaltigkeit / nachhaltige Entwicklung
Die am häufigsten gebrauchte Definition von "nachhaltiger Entwicklung" stammt von Lester Brown, dem Gründer des Worldwatch Institute. Sie wurde in dem Bericht "Our Common Future" der Brundtland-Kommission aufgegriffen:
"Sustainable development is development that meets the needs of the
present without compromising the ability of future generations to meet
their own needs." [World Commission on Environment and Development (WCED), Our Common Future, Oxford 1987, p. 43]
Diese Definition von "nachhaltiger Entwicklung" wird zwar allgemein akzeptiert, aber sie sagt nicht viel aus. Fritjof Capra schlägt deshalb folgende Operationalisierung vor:
"Der Schlüssel zu einer funktionsfähigen Definition von ökologischer
Nachhaltigkeit ist die Einsicht, dass wir nachhaltige menschliche
Gemeinschaften nicht von Grund auf erfinden müssen, sondern sie nach dem
Vorbild der Ökosysteme der Natur nachbilden können, die ja nachhaltige
Gemeinschaften von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen sind. Wie wir
gesehen haben, ist die herausragendste Eigenschaft des Erdhaushalts
seine immanente Fähigkeit, Leben zu erhalten. Daher ist eine nachhaltige
menschliche Gemeinschaft so beschaffen, dass ihre Lebensweisen ebenso
wie ihre unternehmerischen, wirtschaftlichen und physikalischen
Strukturen und Technologien die immanente Fähigkeit der Natur, Leben zu
erhalten, nicht stören. Nachhaltige Gemeinschaften entwickeln ihre
Lebensmuster im Laufe der Zeit in ständiger Interaktion mit anderen
menschlichen und nichtmenschlichen lebenden Systemen. Nachhaltigkeit
bedeutet somit nicht, dass die Dinge sich nicht verändern. Sie ist kein
statischer Zustand, sondern ein dynamischer Prozess der Koevolution." [aus:
Fritjof Capra, Verborgene Zusammenhänge. Vernetzt denken und handeln -
in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, Bern u.a. 2002,
S. 298]
"Nachhaltige Entwicklung" als Widerspruch in sich
Ursprünglich war Nachhaltigkeit das neue Leitbild, das Ziel, die
regulative Idee. Unmerklich hat sich die Terminologie (und nicht nur
sie) verschoben. Wenn nicht gleich von green economy die Rede ist, dann
spricht man von "nachhaltiger Entwicklung".
"Nachhaltigkeit ja - nachhaltige Entwicklung nein", so lautet die Kritik
an der mittlerweile allgegenwärtigen Kombination der beiden Konzepte
Nachhaltigkeit und Entwicklung. Grund für die Ablehnung der Kombination
sind Vorbehalte gegenüber dem Konzept "Entwicklung". Es mit
Nachhaltigkeit kombinieren zu wollen, bedeute einen Widerspruch in sich.
Während Nachhaltigkeit zur neuen ökologischen Weltsicht gehöre,
entstamme der Entwicklungsbegriff der überholten mechanistischen
Weltsicht (eine Gegenüberstellung der beiden Weltsichten findet sich hier).
"Darüber hinaus", so Wolfgang Sachs, Wissenschaftler am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie (www.wupperinst.org),
"wurde mit der Verknüpfung von 'nachhaltig' und 'Entwicklung' ein
Terrain sprachlicher Ambivalenz geschaffen. Das neue Konzept verschob
auf subtile Weise den geometrischen Ort der Nachhaltigkeit von der Natur
auf Entwicklung; während sich zuvor 'nachhaltig' auf erneuerbare
Ressourcen bezogen hatte, bezieht es sich jetzt auf Entwicklung. Mit
dieser Verschiebung änderte sich die Wahrnehmung; die Bedeutung von
Nachhaltigkeit verlagerte sich von Naturschutz auf Entwicklungsschutz.
Angesichts der Tatsache, dass Entwicklung konzeptionell zu einer leeren
Hülse geworden war, war das, was nachhaltig bleiben sollte, unklar und
strittig. Daher sind in den folgenden Jahren alle Arten von politischen
Akteuren, selbst glühende Verfechter des Wirtschaftswachstums in der
Lage gewesen, ihre Absichten in den Begriff 'nachhaltige Entwicklung' zu
kleiden. Der Begriff wurde somit bald selbst-referentiell, wie eine von
der Weltbank angebotene Definition treffend bestätigt: 'Was ist
nachhaltig? Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, die anhält.'" [aus: Wolfgang Sachs, Nach uns die Zukunft. Der globale Konflikt um Gerechtigkeit und Ökologie, Frankfurt/Main 2002, S. 65]
Will man trotz dieser Kritik auf die etablierte Kombination "nachhaltige
Entwicklung" nicht verzichten, kann man nicht umhin, den
Entwicklungsbegriff näher zu bestimmen und vom überholten
Entwicklungsbegriff der Modernisierungstheorie abzugrenzen. Anregungen
hierzu gibt das folgende Schaubild:
"Die Postwachstumsökonomik kann als ökologisch orientierte Teildisziplin
der Wirtschaftswissenschaften bezeichnet werden. Als Lehr- und
Forschungsprogramm richtet sie den Blick auf drei basale
Fragestellungen. Erstens:
Welche Begründungszusammenhänge lassen erkennen, dass ein weiteres
Wachstum des Bruttoinlandsproduktes keine Option für die Gestaltung
moderner Industriegesellschaften sein kann? Zweitens: Was sind
die Ursachen dafür, dass moderne, auf industrieller Fremdversorgung
basierende Volkswirtschaften einem Wachstumszwang unterliegen? Drittens:
Was sind die Merkmale einer Ökonomie, deren industrieller Output mit
der Einhaltung ökologischer Grenzen harmoniert und insbesondere nicht
mehr wächst (Postwachstumsökonomie)?"
Diese reduktive Ökonomie ist das Resultat einer fünffachen Selbstbegrenzung (S. 45-46), die sich mit den folgenden Begriffen verbindet:
Suffizienz
Subsistenz
Regionalökonomie
Umbau der restlichen Industrie
Institutionelle Maßnahmen
Deutschlandfunk Nova hat in der Reihe "Hörsaal" einen Vortrag von Niko Paech vom
September 2019 als Podcast veröffentlicht, der vieles von dem
aufgreift, um was es in unserem Seminar zu Nachhaltigkeit und
Postwachstum geht. Titel des Vortrags ist "Nachhaltigkeit, Wachstum und globale Gerechtigkeit". Anhören lohnt sich...
Gemeinwohl-Ökonomie
Zu den Grundinformationen zur Gemeinwohl-Ökonomie hatten wir folgende Materialien genutzt:
Die laufend aktualisierte Selbstbeschreibung von Christian Felber : Gemeinwohl-Ökonomie
Zusammengenommen erhält man damit einen sehr guten Einblick, worum es
der Gemeinwohl-Ökonomie geht und wo sie die wichtigsten Stellschrauben
verortet. Wie das ganz konkret aussehen kann, beschreibt ein Artikel auf Krautreporter:
Janina Martens: Gemeinwohlökonomie: Auf dieser Baustelle könnte die Wirtschaft der Zukunft entstehen, Krautreporter 19.01.2021 (Link)
Es wäre schön, wenn der eine oder die andere von Ihnen zu
diesem hochinteressanten und erfolgreichen Ansatz noch etwas im Blog
ergänzen würde...
Bienen sind für uns Menschen nicht nur als Honigproduzenten relevant. Ihre Bestäubungsarbeit beeinflusst maßgeblich den Reifeprozess sämtlicher Pflanzen, so auch der Nutzpflanzen. So bestäubt eine Biene am Tag laut dem Umweltinstitut ca. 2.000 Blüten. Diese Aufgabe ist stark in das komplexe Ökosystem eingebettet, sodass das Sterben der Bienen nicht nur für den Menschen erhebliche Folgen hat. Um über die Ursachen einen Einblick zu verschaffen, werden diese im Folgenden erläutert. Fest steht jedoch, dass die hier aufgelisteten Ursachen durch Menschen entstanden sind und momentan teilweise sogar verstärkt werden. Ziel dieser Arbeit ist es, die menschengemachten Faktoren für das Bienensterben herauszuarbeiten, um anschließend Lösungsansätze finden zu können. Nur durch Menschen können die menschengemachten Ursachen wieder rückgängig gemacht werden!
Foto: privat
Für die Honigproduktion ist ausschließlich die Honigbiene verantwortlich. Diese kommt in Deutschland nur als Nutztier vor. Sie wird von Imker*innen gehalten und entsprechend versorgt und unterstützt, sodass diese Art nicht vom Aussterben bedroht ist (vgl. Umweltinstitut 2021). Zudem gibt es viele Wildbienen, die allerdings den Nektar entweder sofort selbst als Nahrung aufnehmen oder aber an ihre Brut verfüttern, sodass keine honiggefüllten Warben entstehen. Auch leben diese Bienenarten nicht als Volk zusammen.
Die aktuelle ZEIT-Serie "Ecologisch" ist unmittelbar einschlägig für unsere Thematik und besteht (bislang) aus den folgenden Interviews, die Sie unbedingt lesen sollten:
Lebensmittelverschwendung bedeutet, dass vor allem in den Industrieländern Lebensmittel weggeworfen werden. Beim Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums werden viele Lebensmittel, die noch längere Zeit essbar wären, weggeworfen. Somit landen weltweit 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel auf dem Müll. Allein in Deutschland sind es laut Studien, die auf dem Blog CareElite angeführt werden, 12 Millionen Tonnen. Das sind circa 75 Kilogramm Nahrung, die pro Kopf auf dem Müll landen.
Neuerdings gibt es die Möglichkeit, der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. In Online-Shops können abgelaufene Lebensmittel gekauft werden und somit gerettet. Das Berliner Startup „Sirplus“ bietet online verschiedenste abgelaufene Lebensmittel zu günstigeren Preisen an. Die Lebensmittel werden überprüft und somit wird sichergestellt, dass sie noch genießbar sind. Vereinzelt gibt es sogar schon sogenannte „Rettermärkte“, z.B. am Standort Berlin. Auf der Internetseite von „Sirplus“ gibt es außerdem noch einen Blog und man kann sich zusätzlich über einen bewussten Umgang mit der Umwelt informieren und sich Tipps holen für ein bewussteres, nachhaltigeres Leben.
In der verlinkten Reportage beschäftigt sich der Reporter von PULS mit der Frage, wie man Lebensmittel von zu Hause aus retten kann und was dazu im Hintergrund notwendig ist (https://www.youtube.com/watch?v=4K8MocrAxXU):
Kartoffeln statt Reis - Reis hat eine deutlich schlechtere Ökobilanz
Bio, nur nicht aus Übersee (logischerweise höhere Emissionen) - am besten sind heimische Bio-Produkte
Freiland-Gemüse wins - ansonsten wird Gemüse in Gewächshäusern angebaut, die enorm viel Energie verbrauchen
Produkte sind je nach Saison unterschiedlich klimafreundlich - Äpfel sind z.B. von August - November am klimafreundlichsten
Handys - davon hatten wir es ja im Seminar schon - verbrauchen extrem viele wertvolle Ressourcen. Am besten nutzt man sein Smartphone natürlich auch mit zerkratztem Display (es funktioniert ja trotzdem noch) und einigen Macken. Wenn es gar nicht mehr gehen sollte, sind generalüberholte Geräte top. Kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen (z.B. https://www.backmarket.de). Ist wahrscheinlich auch da nicht alles Gold, was glänzt, aber mit Sicherheit nachhaltiger als ein Neugerät.
Der grüne Knopf ist ein staatlich zertifiziertes Siegel für nachhaltige Textilien. Das Siegel gilt nicht nur für Textilien und Produkte, sondern für das gesamte Unternehmen. Gerade befindet sich das Siegel in der Einführungsphase. Nach der Etablierung soll von der Produktion bis zum Verkauf alles überprüft und zertifiziert werden - einzelne Produkte reichen nicht aus. Geplant wird schon ein Grüner Knopf 2.0. Die Prüfung umfasst neben ökologischen auch soziale Kriterien, z.B. Arbeitsbedingungen, Löhne, Arbeitszeiten etc.
Es gibt schon einige Unternehmen, die das Siegel tragen dürfen. Eine Übersicht und nähere Informationen (auch zu den Kriterien) findet ihr hier: https://www.gruener-knopf.de. Arbeitsbedingungen sollten auf der ganzen Welt verbessert und bei Textilien auf Nachhaltigkeit geachtet werden - der Grüne Knopf ist ein guter Anfang. Beitrag über den grünen Knopf (https://www.youtube.com/watch?v=kVkYAdFRsRM):
Foodsharing ist eine legale Möglichkeit, Lebensmittel von
Supermärkten zu retten, die aufgrund ihres Mindesthaltbarkeitsdatums
weggeschmissen werden sollten. Dies wird zentral durch die Plattform https://foodsharing.de organisiert. Nach der Teilnahme an einem Quiz, welches sich mit
Grundsätzen des Vereins auseinandersetzt, können begleitete Erstabholungen
erfolgen. Dies bedeutet, dass man zu einem Geschäft geht, mit dem zuvor ein
Termin für die Abholung vereinbart wurde, und die dort abgelaufenen Lebensmittel
abholt. Nach drei Erstabholungen kann jede*r sich auch selbstständig zu
Abholungen eintragen.
Es gibt sogenannte „Fair-Teiler“. Hier werden die Lebensmittel der
Abholungen gesammelt und verteilt. Aber auch Menschen, die nicht in dem Netzwerk aktiv sind,
können hier Essen vorbeibringen sowie sich an den Ablageorten bedienen.
Foodsharing stellt folglich eine legale Alternative zum Containern dar. Auf
einer Karte auf der Website sieht man, welche
Betriebe sich am Foodsharing beteiligen und welche möglicherweise an andere
Organisationen wie die „Tafeln“ spenden (Ansicht erst nach Bestehen des Quiz möglich). Das Netzwerk lebt von ehrenamtlichen
Engagierten, die Abholungen tätigen oder organisieren. Dadurch ist Foodsharing
kostenlos.
Es gibt viele Gründe, sich für eine fleischlose Ernährung zu entscheiden. Auch wenn die Mehrheit den moralischen Aspekt als Motivation sieht, entscheiden sich immer mehr Menschen aufgrund des Klimas und der Umwelt dazu, sich vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren. Unter den folgenden Links werden die jeweiligen Beweggründe nochmals aufgegriffen und vor allem diejenigen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klima näher erläutert:
Das Bienensterben zählt zu den besorgniserregendsten Entwicklungen in einer an (ökologischen) Problemen nicht gerade armen Welt und Zeit. Heute berichtet die FAZ über ein Projekt, das mit restaurierten Kaugummi-Automaten zur Bienenrettung beiträgt. Ohne prahlen zu wollen: Hier im Blog wurde das Projekt im Rahmen der Fundgrube-Sitzungen bereits im November 2019 vorgestellt: "Dortmund - Bienenfutter aus dem Automaten"...
Kathi und Basti, ein Bloggerpärchen, versuchen in ihrem fünfwöchigen Trip durch Europa nachhaltig und umweltbewusst zu reisen. Dazu gehören Beach Clean-ups, Wildcampen und nachhaltiges Essen. Die PULS-Reporterin Ari macht den Realitäts-Check und geht auf die Grundfrage ein, ob umweltbewusstes und nachhaltiges Reisen wirklich funktioniert (https://www.youtube.com/watch?v=z9kindUptcM):
Wer von uns macht nicht gerne Urlaub in fremden Ländern?! Der Tourismus stellt für viele Entwicklungs- und Schwellenländer einen wichtigen Wirtschaftssektor dar. Gleichzeitig bringt er häufig Probleme mit sich wie bspw. Umweltverschmutzung, Abhängigkeit oder kulturelle Verödung. Wie genau lassen sich die Zusammenhänge im Tourismussektor mit ihren Vor- und Nachteilen erklären? Wie könnte ein nachhaltiger Tourismus aussehen? Diesen und weitere Fragen widmet sich das Projekt „WissensWerte“ in seinem 6-minütigen Erklärfilm (https://www.youtube.com/watch?v=BYSkBldlQrY).
Die Klimakatastrophe mit Algen verhindern - das klingt zunächst überraschend, hat aber einiges für sich, wie der folgende TED Talk von Tim Flannery zeigt:
Am 10. Mai 2021 um 19 Uhr hält Niko Paech einen Online-Vortrag mit dem Titel "All you need is less. Der Weg in die Postwachstumsökonomie", (erstaunlicherweise) veranstaltet von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Anmeldung (bis 7. Mai, 12 Uhr) und weitere Informationen gibt es hier...
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz (siehe Pressemitteilung des Gerichts vom 29.04.2021) wird zurecht als epochal bezeichnet. Die folgenden ausgewählten Beiträge machen die Tragweite dieses Schritts deutlich:
Felix Ekardt / Franziska Heß: The climate verdict of the German Constitutional Court (Social Europe)
Die Stoiker haben sich ausgehend vom antiken Athen Gedanken zum guten Leben gemacht. Der heute wohl bekannteste Vertreter ist der römische Kaiser Mark Aurel, dessen Buch "Selbstbetrachtungen" ein echter longseller ist. Zu den zentralen Begriffen der Stoa zählt Gelassenheit - etwas, was in unserer an Hysterie grenzenden "Empörungsdemokratie" (Bernhard Pörksen) Not tut. SWR2 Wissen hat dazu einen schönen Podcast veröffentlicht: "Philosophie der Gelassenheit – Mark Aurel und die Stoiker". Hören Sie rein...
Wordcloud aus den Antwortsätzen der vergangenen drei Semester (erstellt mit www.wortwolken.com)
Zur Erläuterung: In der Anmeldemail zum Seminar "Klimawandel,
Wachstum und das gute Leben" im momentan anlaufenden dritten Online-Semester hatte ich darum
gebeten, neben der Angabe der üblichen Daten auch einen Satz zu
vervollständigen, nämlich "Ein gutes Leben heißt für mich ...". Hier
finden sich die Antworten im Wortlaut.
Ihre Ergänzungen des Satzes: Ein gutes Leben heißt für mich, ...
... genug Zeit für meine Familie zu haben und umsetzen zu können, was mir wichtig ist.
... dass ich genug Geld habe.
... genießen, glücklich sein und dabei Wertschätzung und Respekt allen Dingen, Tieren und Menschen entgegenzubringen und (im besten Fall auch) zurückzubekommen.
... Gott, seine Geschöpfe und seine Schöpfung zu ehren.
... dass ich mit mir und meinem Umfeld im Reinen bin. Ein gutes Leben ist ein erfülltes Leben, wo ich meine Ziele erfolgreich meistere und frei bin von Gewissensbissen, die nicht essentiell wichtig sind.
... mein Leben so zu führen, dass so wenig Lebewesen wie möglich verletzt werden und so wenig Schaden für die Gesamtbevölkerung anzurichten, wie nur möglich. Mir stets bewusst über mein Handeln und dessen Folgen zu sein und somit mir und auch möglicht vielen weiteren ein gutes Leben zu ermöglichen.
... mit gutem Gewissen den Alltag bestreiten zu können und Freude zu teilen.
... ein glückliches, erfüllendes und zufriedenstellendes Leben zu führen. Eine gute gesundheitliche Verfassung, familiären und freundschaftlichen Zusammenhalt sowie ein persönliches Wohlbefinden kennzeichnet dies.
... selbstbestimmt leben zu dürfen.
... zufrieden mit dem zu sein, mit wem oder was ich meine Tage verbringe und mich selbst immer weiter zu entwickeln.
...dass mein enger Kreis und meine Wenigkeit in finanzieller Sorglosigkeit, abgesicherter Freiheit und ausgelassenem Frieden leben können, und um eben jene Grundwerte der persönlichen Freiheit für viele Menschen anzustoßen, will ich den Beruf eines Lehrers ausüben.
Über einen Zeitraum von 36 Jahren (1984-2020) kann man sich dank Google die Entwicklung aus der Luft in Timelapse Videos anschauen. Das ist faszinierend und erschreckend zugleich. Eine von Google kuratierte Auswahl (von Gletschern über Regenwälder bis zum Hambacher Forst) bietet diese Seite: https://developers.google.com/earth-engine/timelapse/videos (mit rund 800 fertigen Videos). Eigene Ansichten kann man mit dem Google Earth Engine erstellen: https://developers.google.com/earth-engine.
122.524.424 bestätigte Infektionen, 2.703.620 Todesfälle weltweit (Stand 21. März 2021, Vgl. World health organization, WHO Coronavirus (Covid-19) Dashboard ) - die Covid-19-Pandemie ist eine globale Krise, die vielen Menschen die Perspektive, die Zukunft und das Leben nimmt. Nirgendwo sind die Auswirkungen der Pandemie nicht zu spüren. Ob man einkaufen geht oder zuhause im „Homeoffice“ vor dem PC sitzt. Viele Menschen verloren ihre Arbeitsplätze oder wurden auf Kurzarbeit umgestellt oder mussten ihre Selbständigkeit aufgeben. Allein in Deutschland ist die Arbeitslosenquote von Februar 2020 von 5.3% auf 6.3% im Februar 2021 angestiegen. Das ist ein Zuwachs von etwa 509.000 Arbeitslosen. Diesen Menschen bietet sich wegen der Ungewissheit der Pandemie momentan keine Perspektive und ihre Zahl steigt weiter. (Vgl. Statista, 2021)
Der Sektor der Alten- und Krankenpflege ist stark belastet, was sich auf die Pflegebedürftigen und das Personal auswirkt. Die Betroffenen fühlen sich durch den starken Anstieg an stationären Fällen psychisch belastet. (Vgl. Aerzteblatt) Viele junge Menschen müssen ihr Studium von zuhause aus absolvieren. Einige können aufgrund der ausgesprochenen Reise-Restriktionen ihrer Länder kein Auslandssemester absolvieren. (Vgl. Süddeutsche Zeitung) Die bisher gepflegten sozialen Kontakte und Beziehungen sind stark eingeschränkt und viele verkümmern.
Dass diese Pandemie positive Seiten haben soll, kann schwer zu glauben sein. Doch sie stellt eine einmalige Gelegenheit für den Planeten dar, sich vom menschlichen Einfluss ein Stück weit zu erholen. Und infolgedessen eine Gelegenheit für uns, uns neu zu orientieren, neue Prioritäten zu setzen und unser Leben neu zu gestalten. Wollen wir als Menschheit nach der Pandemie zum Status quo vor der Pandemie zurück? Oder können wir aus dieser globalen Katastrophe tatsächlich etwas lernen?
Um diese Frage zu beantworten, wird im Folgenden ein Thema untersucht, welches im Raum Stuttgart nichts Neues ist. Es geht um die Umweltverschmutzung, genauer die Luftverschmutzung. Zu Beginn wird ein Blick zurück auf die Entwicklung der Covid-19-Pandemie geworfen. Gefolgt von mehreren Studien zur Veränderung der Luftqualität in Folge der Lockdowns. Abschließend werden auf die Folgen und Implikationen der Erkenntnisse der Studien für den Einzelnen eingegangen.
Die Ludwig-Maximilians-Universität München lädt zu einer virtuellen Ringvorlesung mit Wissenschaftlern und Experten im Bereich Klimaschutz ein. Die Vorlesungen finden im Zeitraum vom 19. April 2021 bis zum 12. Juli 2021 montags jeweils von 16:00 - 17:30 Uhr virtuell statt. Details zu den einzelnen Vorträgen und Informationen zum Zugang findet man hier: https://klimawandel-schule.de/ringvorlesung2021/. Die Veranstalter schreiben:
"Das Angebot richtet sich primär an Lehrkräfte, Lehramtsanwärter sowie Studierende des Lehramts, um sie für das Anpacken dieser enormen Herausforderung zu motivieren, in ihrer Arbeit mit ihren Schüler*innen zu unterstützen und der jungen Generation eine Antwort auf die Frage geben zu können: „Was können wir tun?“