Die Klimakatastrophe mit Algen verhindern - das klingt zunächst überraschend, hat aber einiges für sich, wie der folgende TED Talk von Tim Flannery zeigt:
Die Klimakatastrophe mit Algen verhindern - das klingt zunächst überraschend, hat aber einiges für sich, wie der folgende TED Talk von Tim Flannery zeigt:
Am 10. Mai 2021 um 19 Uhr hält Niko Paech einen Online-Vortrag mit dem Titel "All you need is less. Der Weg in die Postwachstumsökonomie", (erstaunlicherweise) veranstaltet von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Anmeldung (bis 7. Mai, 12 Uhr) und weitere Informationen gibt es hier...
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Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz (siehe Pressemitteilung des Gerichts vom 29.04.2021) wird zurecht als epochal bezeichnet. Die folgenden ausgewählten Beiträge machen die Tragweite dieses Schritts deutlich:
Felix Ekardt / Franziska Heß: The climate verdict of the German Constitutional Court (Social Europe)
Bernd Ulrich: Die Befreiung der Freiheit (Zeit)
Heinrich Wefing: Daran kommt niemand mehr vorbei (Zeit)
Interview von Rico Grimm mit Anna-Julia Saiger: "Damit wird Klimaschutz einklagbar" (Krautreporter)
Jonas Schaible: Jetzt bloß kein Kulturkampf (Spiegel)
Die Stoiker haben sich ausgehend vom antiken Athen Gedanken zum guten Leben gemacht. Der heute wohl bekannteste Vertreter ist der römische Kaiser Mark Aurel, dessen Buch "Selbstbetrachtungen" ein echter longseller ist. Zu den zentralen Begriffen der Stoa zählt Gelassenheit - etwas, was in unserer an Hysterie grenzenden "Empörungsdemokratie" (Bernhard Pörksen) Not tut. SWR2 Wissen hat dazu einen schönen Podcast veröffentlicht: "Philosophie der Gelassenheit – Mark Aurel und die Stoiker". Hören Sie rein...
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| Wordcloud aus den Antwortsätzen der vergangenen drei Semester (erstellt mit www.wortwolken.com) |
Zur Erläuterung: In der Anmeldemail zum Seminar "Klimawandel,
Wachstum und das gute Leben" im momentan anlaufenden dritten Online-Semester hatte ich darum
gebeten, neben der Angabe der üblichen Daten auch einen Satz zu
vervollständigen, nämlich "Ein gutes Leben heißt für mich ...". Hier
finden sich die Antworten im Wortlaut.
Ihre Ergänzungen des Satzes: Ein gutes Leben heißt für mich, ...
Über einen Zeitraum von 36 Jahren (1984-2020) kann man sich dank Google die Entwicklung aus der Luft in Timelapse Videos anschauen. Das ist faszinierend und erschreckend zugleich. Eine von Google kuratierte Auswahl (von Gletschern über Regenwälder bis zum Hambacher Forst) bietet diese Seite: https://developers.google.com/earth-engine/timelapse/videos (mit rund 800 fertigen Videos). Eigene Ansichten kann man mit dem Google Earth Engine erstellen: https://developers.google.com/earth-engine.
Die Ludwig-Maximilians-Universität München lädt zu einer virtuellen Ringvorlesung mit Wissenschaftlern und Experten im Bereich Klimaschutz ein. Die Vorlesungen finden im Zeitraum vom 19. April 2021 bis zum 12. Juli 2021 montags jeweils von 16:00 - 17:30 Uhr virtuell statt. Details zu den einzelnen Vorträgen und Informationen zum Zugang findet man hier: https://klimawandel-schule.de/ringvorlesung2021/. Die Veranstalter schreiben:
"Das Angebot richtet sich primär an Lehrkräfte, Lehramtsanwärter sowie Studierende des Lehramts, um sie für das Anpacken dieser enormen Herausforderung zu motivieren, in ihrer Arbeit mit ihren Schüler*innen zu unterstützen und der jungen Generation eine Antwort auf die Frage geben zu können: „Was können wir tun?“
Das Medium Podcast ist mittlerweile so erfolgreich wie nie zuvor. Die Möglichkeit, sich ein eigenes vielfältiges Audio-Programm zusammenzustellen und selbst zu entscheiden, wann, wo und wie lange man zuhören möchte, erlauben dem/der Konsument:in eine maximale Flexibilität. Im Gegensatz zu Print und Fernsehen erlebt man Podcasts deutlich persönlicher, da die meisten Podcaster:innen sich aus Leidenschaft mit einem Themenfeld beschäftigen.
An dieser Stelle möchte ich euch gerne drei Podcasts über nachhaltigen Konsum vorstellen, die es u.a. auf Spotify zu hören gibt:
Viel Spaß beim Hören!
Der Youtube-Kanal "Simple Living Alaska" dreht sich um das Leben zweier Amerikaner, die in Alaska als Aussteiger leben. In den Videos findet ihr Beispiele für nachhaltiges Leben, abgekoppelt von der Konsumgesellschaft. Ihr könnt entdecken, wie man Essen haltbar macht (Einmachen oder Räuchern) und wie das tägliche Leben als Aussteiger aussieht.
Es ist natürlich ein Extrembeispiel. Keiner erwartet von einem, dass man morgen in den Wald ziehen muss! Es ist trotzdem ein schönes Beispiel, wie ein Leben in fast völliger Nachhaltigkeit und Achtung der Natur aussehen kann. Es zeigt auch schön, welche Herausforderungen so ein Leben mit sich bringt und wie man diese bewältigt. Die Videos sind auch didaktisch gehaltvoll, denn in den meisten Videos werden hilfreiche Tipps und Erklärungen geliefert. Alle, die auf der Suche nach einem nachhaltigeren Leben sind, finden auf diesem Kanal etwas Inspiration.
Ein Video möchte ich euch besonders empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=4k7aK7V1wic&t=275s. Dort könnt ihr eine "Room-Tour" des Essensvorrates sehen und wie sie es haltbar machen bzw. was man alles Einmachen kann.
Genau rechtzeitig zu unserer Sitzung zur Gemeinwohl-Ökonomie ist dieser anschauliche Text über das Konzept in der Praxis erschienen, den Sie sich unbedingt durchlesen sollten:
Seit ca. 2014 eröffnen in Deutschland immer mehr verpackungsfreie Läden. Ein sogenannter Unverpackt-Laden ist ein Einzelhandelsgeschäft, das das gesamte Sortiment lose, also ohne Gebinde und Verpackung verkauft. Ziel dabei ist es, Lebensmittelabfall und Verpackungsmüll zu vermeiden. Die Produkte und Lebensmittel lassen sich in eigene, mitgebrachte Behälter in beliebiger Menge abfüllen.
Das Konzept des verpackungsfreien Einkaufs zielt auf eine nachhaltige Entwicklung ab. Außerdem spart es Unmengen an Plastikverpackungen, die unter hohem Energieaufwand produziert werden, nur um kurz nach dem Einkauf im Müll zu landen. Bei der Wahl des Sortiments wird meistens auch auf Standards wie "biologische, regionale und saisonale Produkte" gesetzt. So können beispielsweise lange Transportwege vermieden werden. Auch die Produktmenge können die Kunden selbst entscheiden, um so Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Die sieben Verpackungs-Visionen des Unverpackt-Konzepts lauten: (https://unverpackt-verband.de/vision/packaging)
Die Unverpackt-Läden aus dem deutschsprachigen Raum werden vom Verband Unverpackt e.V.- Verband der Unverpackt-Läden repräsentiert (https://unverpackt-verband.de). Auf dieser Website gibt es eine hilfreiche Übersichtskarte und weitere Informationen. Es lohnt sich sehr, dort mal vorbeizuschauen und das Konzept des Unverpackt-Ladens kennenzulernen.
In dem Artikel "Apps sorgen für einen nachhaltigen Konsum" auf der Website der österreichischen Sparkasse geht es um eine App, die im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts entwickelt wurde. Diese App zeigt genaue Informationen über die Produkte an, so lässt sich punktgenau eine nachhaltige Produktion und ein nachhaltiger Vertrieb direkt einschätzen.
Ergebnis: das Verhalten der Konsumenten wurde beeinflusst - zum Guten! Das so schwer erscheinende Verändern des Einkaufsverhaltens der Konsumenten lässt sich also doch mit modernen Mitteln unterstützen.
Aus alt mach "neu" - diesen Grundsatz haben sich die Gründer von backmarket auf die Fahnen geschrieben. Der Plan dahinter ist, den extremen Mengen an Elektroschrott, der jährlich anfällt, und dem Abbau von seltenen Erden den Kampf anzusagen. Jeder Deutsche hat 2019 19,4 kg Schrott verursacht. Aber nicht nur aufbereitete Smartphones werden bei backmarket billiger verkauft, sondern man kann da beinahe jedes Haushaltsgerät finden. Wenn man nicht nur auf die Umwelt achten möchte, sondern auch noch sein Portemonnaie schonen will, dann führt kein Weg daran vorbei, bei backmarket einzukaufen. Pluspunkt für das Unternehmen ist, dass man 36 Monate Garantie auf die Geräte bekommt, und es gibt dann auch noch 30 Tage Widerrufsrecht mit Geld-zurück-Garantie.
Ich möchte ihnen in diesem Beitrag eine Seite ans Herz
legen. Unter diesem Link finden Sie einen sehr interessanten Beitrag zum Thema
„nachhaltiger Konsum“. Mir hat dieser Beitrag sehr gut gefallen, da hier der
Fokus gezielt auf weniger Konsum gelegt wird. Die meisten Tipps, die hier
gegeben werden, handeln nicht von „besserem Konsum“, sondern von „längerem und
nachhaltigerem Konsum“. Zwar sind die hier genannten Vorschläge für die meisten
nichts neues, allerdings gefällt mir die Art und Weise, wie diese präsentiert
werden, sehr gut. Dazu ist das Schaubild der Pyramide meiner Meinung nach eine
geeignete Vorlage, an der sich jeder ein Bild des eigenen Konsumverhaltens
machen kann.
Interessant ist es
beispielsweise, sich verschiedene Kategorien an Gütern auszudenken (z.B.
Lebensmittel, Klamotten, Elektrogeräte) und diese Begriffe in die jeweils
zutreffende Stufe einer solchen Pyramide einzufügen. Dies kann im besten Fall
als Augenöffner vor dem nächsten Einkauf dienen und so das eigene
Konsumverhalten positiv beeinflussen.
Auch sehr interessant: Wer Lust hat, gerne die Kommentare
unter diesem Beitrag durchlesen. Wie ich finde, sind dort sehr interessante Gedanken
und Meinungen von verschiedenen Menschen vertreten. Auch Rezepte und ähnliches
werden Sie dort wiederfinden.
Ich möchte Ihnen den Artikel "Mit Ökostrom ans Reiseziel" der Deutschen Bahn ans Herz legen. In diesem Artikel wird der Zukunftsplan der Deutschen Bahn erläutert. Sie finden in diesem Text Beispiele für Bahnstrecken, die bereits ausschließlich mit Ökostrom befahren werden. Außerdem finden Sie hier die aktuellen prozentualen Anteile von Ökostrom im Bahnstrommix.
Ein weiterer Artikel, der mit diesem einhergeht, thematisiert die geplante Kooperation der Deutschen Bahn mit dem Unternehmen Siemens: "Deutsche Bahn und Siemens starten ins Wasserstoff-Zeitalter". Ziel dieser Kooperation ist die Inbetriebnahme eines Zuges, der mit Wasserstoff angetrieben wird. Dieses Konzept soll maßgeblich zur klimafreundlichen Mobilität beitragen.
Ich möchte mit diesem Beitrag auf die steigende Umweltfreundlichkeit der Deutschen Bahn hinweisen, die eine echte Alternative zum Autofahren ist. Wichtig zu erwähnen ist mir dabei, dass damit nicht nur der Gebrauch des Autos eingestellt werden kann, sondern dies auch auf eine sehr umweltfreundliche Weise geschieht. Zwar sind die Projekte nicht sofort umsetzbar, jedoch ist dies meiner Meinung nach ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Nur wenige schreiben heutzutage noch regelmäßig Briefe. E-Mails sind längst das gängige (formale) Kommunikationsmittel. Weltweit werden täglich über 300 Milliarden E-Mails versendet. Dabei sind grüne E-Mail-Anbieter ein Aspekt, der in der Thematik des nachhaltigen Lebens selten auf der Titelseite zu sehen ist.
Der Artikel „Grüne E-Mail-Anbieter“ von der Website der WWF-Jugend beschäftigt
sich mit verschiedenen Alternativen. Portale wie Posteo oder Mailbox.org
unterscheiden sich von den Marktführern GMX und Web.de vor allem in der Nutzung
von grünem Strom für den Betrieb der Server. Auch werden die Geldgeschäfte und Angebote
für ihre Mitarbeiter unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit umgesetzt. Sie
nutzen beispielsweise „Öko“-Banken und gestalten Büroräume nachhaltig.
Hier können Sie selbst nachlesen, welcher bzw. ob
einer dieser Anbieter für Sie der richtige ist: https://www.wwf-jugend.de/blogs/230/7952/tipp-der-woche-grune-email-anbieter
Verpackungsmüll im Online-Handel: Kartons mit Pfand | ZEIT ONLINE
Jetzt, wenn es immer kälter wird, beginnt die Zeit des Heizens wieder. Heizen verbraucht mit die meiste Energie in einem Haushalt, deshalb ist es umso wichtiger, dass wir auch in unseren eigenen vier Wänden die Umweltsituation immer im Hinterkopf haben. Es sind nämlich ganze 38% der CO2-Emissionen, die durch den privaten Konsum im Bereich Wohnen anfallen. Von diesen 38% entfallen 72% auf Raumwärme und Warmwasser. Zum Vergleich: die Beleuchtung ist im Bereich Wohnen nur für 3% der CO2-Emission verantwortlich.
Wie heizt man denn nun aber klimafreundlich? Anfangen kann man damit, dass man im Wohnbereich die Temperatur bei ca. 20 Grad lässt. In den anderen Bereichen der Wohnung kann die Temperatur zum Wohlbefinden sogar noch gesenkt werden. Ein weiteres großes Thema ist das Lüften im Winter, da dort die warme Luft nach außen getrieben wird. Man sollte lieber mehrmals am Tag Stoßlüften, anstatt eine Stunde am Stück zu lüften.
Link: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperatur#gewusst-wie
Das Mainzer Start-Up „Got Bag“ vertreibt auf der Internetseite Rucksäcke, Taschen und einige Accessoires. Die Mission der Marke ist es, „aktiv gegen die voranschreitende Plastik-Vermüllung unserer Meere vorzugehen und ein kollektives Bewusstsein zu schaffen“. Das Start-Up hat sich ein Netz aus 1500 Fischern aufgebaut, welche das Plastik aus ihren Netzen birgt, trennt und reinigt. Für jeden Got Bag werden bis zu vier Kilo Plastik geborgen. Der PET-Anteil fließt dann in die Produktionskette und aus dem Meeresplastik entsteht ein Garn. Zudem erfolgt jeder Arbeitsschritt unter den höchsten Anforderungen an fairen und sozialen Bedingungen mit Arbeitsplatzsicherheit und Zertifizierung.
Zu der Entmüllung des Meeresplastiks organsiert das
Unternehmen auch Trainingssessions zur Mülltrennung und unterstützt in
Indonesien den Aufbau einer Abfallstruktur. Die Beschichtung der Rucksäcke
besteht aus einer 100% biologisch abbaubaren Beschichtung. Dazu kommt ein
Reparaturservice der Rucksäcke, sodass diese lange verwendet
werden können. Die Firma beruft sich bei ihrer Mission auf die UN-Ziele zur
nachhaltigen Entwicklung.
Das deutsche
Unternehmen „Zirkeltraining“ aus Müllheim/Ruhr vertreibt ebenfalls Taschen,
Rucksäcke und Accessoires. Hier geht es vor allem um Recycling und Upcycling.
Die Taschen werden aus gebrauchten Sportgeräten und recycelten Turnmatten
gefertigt, sodass keine neuen Materialien produziert und verwendet werden
müssen. Die Taschen werden vorrangig in ausgewählten Läden verkauft, so auch in
Ludwigsburg im Cha Cha Store.
Bei beiden
Unternehmen habe ich mir die Frage gestellt, ob solche Firmen zu einem
nachhaltigen Konsum beitragen? Kann man sowas schon nachhaltigen Konsum nennen? Ich würde hier
gerne Eure Meinung dazu hören😊
Der „Lifeverde Podcast“ thematisiert verschiedene Themen rund um Nachhaltigkeit und Wirtschaft. Die Gründer sagen, dass mittlerweile viele Menschen die Themen Wirtschaft und Karriere nicht mehr getrennt vom Thema Nachhaltigkeit betrachten möchten, weshalb es das Ziel war, einen Podcast ins Leben zu rufen, der eine „zukunftsfähige, verantwortungsbewusste und innovative Wirtschaft beschreibt“ (https://www.lifeverde.de/nachhaltigkeitsmagazin/gruene-wirtschaft/der-lifeverde-podcast-zu-den-themen-wirtschaft-und-nachhaltigkeit).
In der 18. Folge des Podcasts (Dauer: 37:09 Minuten) steht das Thema „nachhaltig reisen“ im Fokus. Zu Gast ist die Autorin Claudia Endrich, die vor nicht allzu langer Zeit ein Buch mit dem Titel „Das nächste Mal bleib ich daheim – Umweltbewusstsein im Gepäck“ veröffentlicht hat, in dem sie ihre Ansichten, Gedanken und Erfahrungen im Bezug auf nachhaltiges Reisen teilt.
Zu Anfang des Podcasts beschreibt Claudia Endrich, wie sie damit angefangen hat, sich mit nachhaltigem Reisen auseinanderzusetzen und welche ihre ersten Gedanken bezüglich dieses Themas waren. Weiterführend gibt sie Tipps, vor allem adressiert an junge Leute, wie sie ihre zukünftigen Reisen nachhaltiger gestalten könnten.
„Wenn das nötige Kleingeld da ist, machen sich die Leute wenig Gedanken über ihren Fußabdruck.“ Dieser im Podcast vorkommende Satz bezieht sich auf die Unterhaltungsbranche, inkludiert beispielsweise auch die Fußballbranche. Hier wird als Beispiel Jürgen Klinsmann genannt, der, als er Trainer von Hertha BSC war, angeblich einmal die Woche zu seiner Familie nach Kalifornien geflogen sei. Dieser Sachverhalt wird im Podcast kritisiert.
Desweiteren wird der sogenannte „Gruppenzwang“ zum Thema. Es herrscht die allgemeine Auffassung, dass man, insbesondere als junger Mensch, die Welt sehen will, sollte und muss. Das Reisen in verschiedene Länder und die Anzahl der Länder und Kontinente, die man bereist hat, gelten als eine Art Statussymbol. Auch hier scheint in gewisser Weise zu gelten: immer höher und weiter und am besten schnell alles gesehen haben, um mitreden zu können.
Im weiteren Verlauf des Podcasts werden die Flugpreise der Fluggesellschaften als eine Art möglicher Regulierung thematisiert und die Frage gestellt, ob „nachhaltig eingestellte“ Fluggesellschaften, die teurere Flüge anbieten, um eine gewisse Form von Nachhaltigkeit herstellen zu können, überhaupt konkurrenzfähig und erfolgreich auf dem Markt wären. Darüber hinaus wird die Frage offen gelassen, ob hier überhaupt eine Kompensation stattfinden würde und ob das mehr verlangte Geld überhaupt dort ankommen würde, wo es investiert werden sollte. Claudia Endrich äußert, vertiefend dazu, Vorschläge und ein abschließendes Fazit bezüglich der Thematik.
Zum Ende des Podcasts hin werden aktuelle Bezüge hergestellt. Als Beispiele werden die Corona-Krise und „Fridays For Future“ im Hinblick auf nachhaltiges Reisen und den Tourismus thematisiert. Hier werden spannende Gedanken ausgetauscht!
Der Tourismusbranche kommt eine große Bedeutung hinsichtlich des Erreichens der nationalen Klimaschutzziele zu. Claudia Endrich erwähnt das Projekt „Katzensprung“. Es wurde 2017 ins Leben gerufen mit der Intention, die zahlreichen Angebote im nachhaltigen und klimaschonenden Tourismus in Deutschland bekannter zu machen. Auf der Website des Projekts ist zu lesen:
„Ob Abenteuer in der Natur oder luxuriöse Schlafmöglichkeiten - bei unseren Katzensprüngen ist für jeden etwas dabei. Und das Beste daran? Es erspart dem Klima jede Menge CO2, wenn ihr Urlaub vor der Haustür macht, statt in den Flieger zu springen“.
Vielleicht wäre dies nach der Corona-Krise für jemanden eine mögliche Art, seinen nächsten Urlaub zu verbringen?
Eine wichtige Erkenntnis, die sich aus dem Podcast und dem Thema „nachhaltiges Reisen“ ableiten lässt, ist, dass Reisen ein Privileg darstellt. Gerade in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie, in der das Reisen nur sehr eingeschränkt möglich ist, regt es doch zum Nachdenken über dieses unglaubliche Privileg und unsere größtenteils uneingeschränkte Freiheit an, die wir haben. Dies ist etwas, was wir uns öfter, auch im Bezug auf unsere nächsten Reisen, ins Gedächtnis rufen sollten.
Kommenden Dienstag, am 15.12.2020 findet der Vortrag zur Postwachstumsökonomie von Niko Paech im Rahmen der Vortragsreihe "Klima:Nachhaltigkeit:Bildung" von 14.15 bis 15.45 Uhr online statt. Diesen für unser Seminarthema höchst relevanten Vortrag dürfen Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Die Verantwortlichen für die Vortragsreihe schreiben folgendes:
"Wir freuen uns sehr, in diesem Semester Prof. Dr. Niko Paech in unserer Veranstaltung begrüßen zu können. Herr Paech zählt zu den bekanntesten Wachstumskritikern und wird uns in seinem Vortrag die Grundzüge der Postwachstumsökonomie darstellen. Auch durch sein Buch „Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie“ ist dieses Konzept längst nicht mehr unbekannt. Niko Paech forscht und lehrt unter anderem in den Bereichen Nachhaltigkeitsforschung, Umweltökonomik, Klimaschutz und Konsumforschung."
Die Vorträge finden ausschließlich online statt. Zur Teilnahme klicken Sie auf diesen Link: https://ph-ludwigsburg.webex.com/ph-ludwigsburg/j.php?MTID=mb00fd8a3adbbb4525b1bbfece65d361b
Unser jetziges Geldsystem hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt, da es systematisch exzessiven Konsum fördert. Der Grund dafür liegt in der Inflation und in dem sich negativ auswirkenden Anreizsystem, welches durch staatliche Intervention geschaffen wird. Dadurch, dass die Kaufkraft des Geldes im Lauf der Zeit abnimmt, wird der Anreiz erzeugt, dieses auszugeben. Dies kann sowohl zu übermäßigem Konsum als auch zu Fehlinvestitionen und übermäßigem Verbrauch von Ressourcen führen.
Verstärkt wird dieser Effekt bei großen Konzernen dadurch, dass sie auf Rettung durch den Staat hoffen können, sollten sie in Krisenzeiten bankrottgehen. Somit belohnt das jetzige Geldsystem und die staatliche Interventionspolitik nicht den sparsamen und Rücklagen bildenden Konsumenten oder Konzern, sondern jene, die verschwenderisch mit Ressourcen umgehen.
Neben
dem Aspekt des Konsums gibt es eine Reihe weiterer Problematiken, die sich aus
der Natur des Fiat-Gelds ergeben. Wie ein alternatives Geldsystem aussehen
könnte, welches weit weniger Probleme mit sich bringen würde, hat der Ökonom
Ludwig von Mises ausgearbeitet. Eine grobe Zusammenfassung seiner Erkenntnisse kann
man dem folgenden Artikel entnehmen: https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/ludwig-von-mises-mises-geldtheorie/6504244-3.html
Am 1. Dezember 2020 hielt Justiz- und Verbraucherschutzministerin Lambrecht einen Vortrag im Rahmen des virtuellen Consumer Day zum Thema "Verbraucherpolitik im Dienst der SDG der Agenda 2030". Sie zieht Vergleiche zwischen der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und dem Klimawandel und der wachsenden Ungleichheit der Gesellschaften weltweit. Sie appelliert an die Bevölkerung, sich jetzt auf Nachhaltigkeit zu konzentrieren. Besser spät als nie.
Sie spricht die Ziele der Agenda 2030 knapp an und zeigt die Möglichkeiten der Verbraucherpolitik auf, Nachhaltigkeit zu fördern. Es kann gezielt an den unternehmerischen Verhaltenspflichten gegenüber den Verbrauchern, der Ausgestaltung von Verbraucherrechten und der Verbraucherbildung und -beratung angesetzt werden.
Wir leben in einer Gesellschaft, die sich nur durch Steigerung erhalten kann (siehe Vortrag von Hartmut Rosa),
die also von Wachstum abhängig ist. Die steigende Produktion muss aber
auch Abnehmer finden. Würden wir nur das kaufen und konsumieren, was wir
benötigen, wäre das Ende der Fahnenstange schnell erreicht. Und hier
kommt die Konsumgesellschaft ins Spiel. Wer diese
Gesellschaftsformation, die sich in den USA etwas früher, in Westeuropa
nach dem Zweiten Weltkrieg herausgebildet und in den 1980er Jahren
vollständig durchgesetzt hat, verstehen will, dem sei die Lektüre von
Zygmunt Baumans 2007 erschienenen Buchs "Consuming Life" empfohlen, das
auch in deutscher Übersetzung vorliegt:
"Pointillistische Zeit ist zersplittert, ja geradezu pulverisiert zu einer Vielzahl von „ewigen Augenblicken“ – Ereignissen, Zwischenfällen, Unfällen, Abenteuern, Episoden." (S. 46)Für das menschliche Verhalten hat das gravierende Folgen. Man lebt ausschließlich in der Gegenwart, versucht, diese so gut wie möglich zu nutzen (carpe diem), und kümmert sich weder um die Erfahrungen der Vergangenheit, noch um die Konsequenzen seiner Handlungen in der Zukunft, und schon gar nicht um die Ewigkeit (memento mori). Und man empfindet diese Handlungsweise als Ausdruck seiner individuellen Freiheit.
"(Das Leben ist) eine Abfolge von Gegenwart, eine Verknüpfung von Augenblicken, die mehr oder weniger intensiv erlebt werden." (S. 47)
"Würde man eine Karte des pointillistischen Lebens zeichnen, so hätte sie eine geradezu unheimliche Ähnlichkeit mit einem Friedhof für imaginäre, eingebildete oder fahrlässig vernachlässigte und unerfüllt gebliebene Möglichkeiten." (S. 47)
"Permanente Aktivität, bei der eine dringliche Aufgabe auf die andere folgt, gibt einem die Sicherheit eines erfüllten Lebens oder einer „erfolgreichen Karriere“, die einzigen Beweise der Selbstverwirklichung in einer Welt, aus der alle Bezüge auf ein Jenseits verschwunden sind.(…) Allzu oft ist Handeln nur eine Flucht vor dem Selbst, ein Heilmittel gegen den Schmerz." (S.125/126).
"Die Konsumgesellschaft floriert, solange sie erfolgreich dafür sorgt, dass die Nicht-Befriedigung ihrer Mitglieder (und damit in ihren eigenen Begriffen ihr Unglücklichsein) fortwährend ist." (S. 64)Die Wirtschaft muss um jeden Preis angekurbelt werden. "Schulden zu machen und auf Kredit zu leben, ist in Großbritannien mittlerweile Teil des vom Staat entworfenen, abgesegneten und subventionierten nationalen Lehrplans geworden" (S. 104). Der Wirtschaftskreislauf, der nicht unterbrochen werden darf, besteht darin, Umsatz und Kauflust dadurch anzukurbeln, dass immer neue und (angeblich) bessere Produkte auf den Markt kommen und die Entsorgung der ausgedienten Produkte organisiert wird.
"Der Raum, den flüchtig-moderne Konsumenten brauchen, für den sie, so der Rat von allen Seiten, kämpfen und den sie mit Zähnen und Klauen verteidigen sollen, kann nur dadurch errungen werden, dass man andere Menschen aus ihm hinausbefördert – vor allem jene Art von Menschen, die fürsorglich sind und/oder die es nötig haben könnten, dass man für sie sorgt" (S. 69).Der ideale Konsument