Mark Post präsentierte 2013 im Rahmen eines Livestreams aus seinem Labor an der Universitätsklinik Maastricht ein Stück Fleisch im Wert von ca. 250.000 €. Es war einer der ersten Burger-Patties aus der Petrischale. Ihm war es gelungen, aus den Stammzellen eines Rindes Muskelfasern herzustellen. Diese wiederum verarbeitet er zu Hackfleisch.
Ziemlich teuer für einen Burger. Aber schon zwei Jahre später hat Mark Post mit dem Start-Up "Mosa Meat" den Preis auf 70 € pro Burger gesenkt. Letztes Jahr dann verkündete das Unternehmen, es wäre ihnen möglich, einen Patty für gerade mal 10€ herzustellen. Mit seinem Team arbeitet Post weiterhin an der Produktion.
Die Methode, mit der die Wissenschaftler arbeiten, hört sich deutlich simpler an, als sie im Endeffekt ist. Mit Stammzellen vom Rind, welche sie wiederum in Bio-Reaktoren vermehren. Dabei verdoppelt sich die Zelle. Bis aus einer Zelle zwei werden, dauert es anfangs noch 24 Stunden. Danach aber wachsen die Zellen exponentiell. Nach nur 50 Tagen ergibt dies ca 10.000 kg Fleisch. Vom Prinzip her wächst das Fleisch im Labor genau so, wie es auch im Tier wächst. Nur eben außerhalb, unter künstlichen Bedingungen. Das Unternehmen versichert auch, dass keine genetischen Modifikationen nötig sind.
Auch am Geschmack arbeiten die Wissenschaftler. Neuerdings versucht man auch Fettgewebe und wichtige andere Bestandteile zu züchten, die von enormer Relevanz für den Geschmack des Produktes sind. Denn ist das Endprodukt nicht mindestens genauso gut wie das Fleisch vom Supermarkt, wäre es den Aufwand nicht wert gewesen. Es sollte den gesamten Markt überzeugen.
Falls das Team rund um den Medizinprofessor Mark Post weiterhin so erfolgreich ist, könnten wir bald von den vielen Vorteilen des "Labor-Fleisches" profitieren. Als erstes wäre es ein großer Schritt zur Sicherung von genügend Lebensmitteln für die immer größer werdende Menschheit.
Des weiteren könnte man den Wasserverbrauch, der für die Produktion von Rindfleisch benötigt wird, drastisch senken. Für ein 250 g Patty benötigt man etwa 5000 Liter Wasser. "Mosa Meat" sagt voraus, dass sie mit ihrer Produktion von Fleisch 99% weniger Land benötigen und 96% weniger Wasser verbrauchen.
Bei der Herstellung im Labor benötigen die Produzenten keine Medikamente. Das Fleisch ist dementsprechend deutlich gesünder. Es werden außerdem keine Hormone benötigt, die das Wachstum beschleunigen, und die Herstellung im sterilen Labor sichert ein "sauberes" Produkt, was in Schlachthöfen niemals gegeben sein kann.
Etwa 15% der Treibhausgase entstehen durch Viehzucht. Das Unternehmen behauptet, diesen Wert um 96% senken zu können, wenn man Fleisch ausschließlich auf ihre Art und Weise herstellen würde.
Zu guter Letzt, bleibt der Vorteil für die Tiere. Massentierhaltung, wie wir sie heute kennen, wird es nicht mehr geben müssen. Die Zeiten, in denen Tiere auf engstem Raum unter katastrophalen Umständen gehalten werden müssten, wären vorbei.
Inzwischen gibt es auch andere Unternehmen in Israel und in den USA, die auf diesem Gebiet forschen. Außerdem investieren viele Menschen in die Idee, wie auch Sergey Brin, einer der Mitbebgründer von Google, oder Bill Gates, Mitbegründer von Microsoft. Aber auch Unternehmen wie "Tyson Food", ein großes Schlachterunternehmen aus den USA, oder PHW, die vor allem für ihre Marke "Wiesenhof" in Deutschland bekannt sind. Dass bereits Firmen aus der Fleischindustrie ihr Geld in diesen Bereich investieren, zeigt, wie zukunftsfähig die Idee vom Fleisch aus dem Labor ist.
Montag, 19. November 2018
Hautpflege ist einfach! – Balmyou Naturkosmetik
Ich möchte Euch an dieser Stelle ein Produkt vorstellen, von dem ich sehr überzeugt bin. Eigentlich gehöre ich zu der Kategorie Mensch, bei der der Einkauf im Drogeriemarkt schnell mal in purer Überforderung endet. Dabei kann das Gute wirklich so einfach sein...
Angefangen hat die Geschichte so, dass mir jemand die App „Codecheck“ gezeigt hat. Codecheck (www.codecheck.info) ist ein kleines Unternehmen aus Zürich, das vor noch gar nicht allzu langer Zeit ein Programm entwickelte, um die Barcodes auf Verpackungen zu erfassen. Mit Hilfe einer riesigen Datenbank, die durch die Nutzer ständig erweitert wird, erklärt die App einem, was in dem Produkt steckt, für was der jeweilige Inhaltsstoff da ist und was an diesem Inhaltsstoff zu kritisieren ist. Die Information stammt dabei nicht aus irgendeinem Hobby-Keller, sondern aus wissenschaftlichen Quellen (beispielsweise sind oft Studien im Auftrag der EU aufgeführt).
Macht einfach mal den Selbsttest und durchkämmt mit der App bewaffnet euren Badschrank – die meisten von Euch werden negativ überrascht sein. Dies war bei mir auch der Auslöser, mir irgendetwas zu suchen mit weniger „Blödsinn“ drin. Schnell landet man mit dieser Auffassung im Bereich der Naturkosmetik. Den meisten natürlichen Zutaten sind keine langfristigen negativen Folgen nachgewiesen, ausgenommen weniger Allergene. Naturkosmetik scheint auch stark im Trend zu liegen. In immer mehr Drogerien stehen ganze Regale oder gar Abteilungen voller Naturprodukte. Sogar der große deutsche Discounter Aldi listet mittlerweile eine Eigenmarke im Bereich Naturkosmetik.
Auf einer Messe zum Thema Nachhaltigkeit in Stuttgart machten wir einen ganz besonderen Fund: Die Creme balmyou (https://balmyou.com ). Balmyou, das gleichnamige Unternehmen, wurde 2016 in Mannheim gegründet. Die Mission der beiden jungen Gründer Tuna und Paul ist klar: Einfache, gesunde und faire Kosmetik. Und das Rezept ist tatsächlich einfach.
Balmyou beinhaltet genau einen Inhaltsstoff: Sheabutter. Dieser Inhaltsstoff ist im Drogeriemarkt auf einigen Verpackungen zu finden. Balmyou unterscheidet sich dennoch von anderen Produkten. Zuerst einmal wird die einzige Zutat der Creme biologisch angebaut. Das nimmt das Unternehmen so ernst, dass größtenteils sogar auf Maschinen und Dünger verzichtet wird. Die Energie kommt aus einer Solaranlage.
Dies alles geschieht auf einer Farm in Uganda, mit der die Mannheimer zusammenarbeiten und ebenso dafür sorgen, dass ein großer Teil der Gewinne direkt vor Ort ankommt. Das Produkt wird komplett in Uganda gefertigt, verpackt und erst am Ende exportiert. Besonders ist der traditionelle Umgang mit dem Rohstoff, den Nüssen des Karitébaumes. Diese werden kaltgepresst, im Gegensatz zu den meisten raffinierten Sheabutter-Cremes, bei denen wichtige Inhaltsstoffe verlorengehen.
Besonders stolz sind die Unternehmer auch auf ihre sehr gut recyclebare Verpackung. Das einzige Teil aus Plastik ist eine durch den Gesetzgeber vorgeschriebene Abdichtung im Deckel, um die vorzeitige Kontamination des Produkts mit Fremdstoffen zu vermeiden. Der Rest besteht aus natürlichen Materialien und einem Glastiegel, der zur Verwendung als Gefäß für diverse Kleinigkeiten einlädt. Langfristig wäre sogar ein Pfand-System mit Wiederauffüllung denkbar. Problematisch ist dies nur, da die Tiegel vom Verbraucher zu Hause nach Uganda und wieder zurück gelangen müssten.
Angewendet werden kann balmyou überall! Wichtig ist, nur wenig der Creme zu verwenden, da diese sehr ergiebig ist. Unser Glaube, wir bräuchten für jede Körperstelle eine andere Creme, ist größtenteils ein Irrglaube. Unserer strapazierten Haut tut es gut, mit gesunden Fetten versorgt zu werden, dabei ist es egal, wo sich die Hautstelle befindet.
Für alle, die ihre Creme noch etwas aufmöbeln möchten, beispielsweise durch die Zugabe von weiteren pflanzlichen Fetten (verändert u.a. die Konsistenz und bringt noch weitere Fettsäuren) oder Geruchsölen, kann dies tun. Rezepte dafür findet ihr online.
Abschließend kann ich sagen, dass es sich lohnt, sich damit auseinanderzusetzen, was wir uns nicht nur in den Mund schieben, sondern auch auf die Haut schmieren. Sogar Naturkosmetik selbst machen ist gar nicht kompliziert, macht Spaß und gibt Sicherheit, was wirklich drin ist. Balmyou ist eine ideale Hautpflege, anwendbar für jeden Körperbereich, an dem es euch passt. Ein Tiegel kostet online derzeit 21,90 Euro. Auf Messen erhaltet ihr einen vergünstigten Messepreis. Viel Spaß beim Ausprobieren und eurer Haut langfristig alles Gute:)
Angefangen hat die Geschichte so, dass mir jemand die App „Codecheck“ gezeigt hat. Codecheck (www.codecheck.info) ist ein kleines Unternehmen aus Zürich, das vor noch gar nicht allzu langer Zeit ein Programm entwickelte, um die Barcodes auf Verpackungen zu erfassen. Mit Hilfe einer riesigen Datenbank, die durch die Nutzer ständig erweitert wird, erklärt die App einem, was in dem Produkt steckt, für was der jeweilige Inhaltsstoff da ist und was an diesem Inhaltsstoff zu kritisieren ist. Die Information stammt dabei nicht aus irgendeinem Hobby-Keller, sondern aus wissenschaftlichen Quellen (beispielsweise sind oft Studien im Auftrag der EU aufgeführt).
Macht einfach mal den Selbsttest und durchkämmt mit der App bewaffnet euren Badschrank – die meisten von Euch werden negativ überrascht sein. Dies war bei mir auch der Auslöser, mir irgendetwas zu suchen mit weniger „Blödsinn“ drin. Schnell landet man mit dieser Auffassung im Bereich der Naturkosmetik. Den meisten natürlichen Zutaten sind keine langfristigen negativen Folgen nachgewiesen, ausgenommen weniger Allergene. Naturkosmetik scheint auch stark im Trend zu liegen. In immer mehr Drogerien stehen ganze Regale oder gar Abteilungen voller Naturprodukte. Sogar der große deutsche Discounter Aldi listet mittlerweile eine Eigenmarke im Bereich Naturkosmetik.
Auf einer Messe zum Thema Nachhaltigkeit in Stuttgart machten wir einen ganz besonderen Fund: Die Creme balmyou (https://balmyou.com ). Balmyou, das gleichnamige Unternehmen, wurde 2016 in Mannheim gegründet. Die Mission der beiden jungen Gründer Tuna und Paul ist klar: Einfache, gesunde und faire Kosmetik. Und das Rezept ist tatsächlich einfach.
Balmyou beinhaltet genau einen Inhaltsstoff: Sheabutter. Dieser Inhaltsstoff ist im Drogeriemarkt auf einigen Verpackungen zu finden. Balmyou unterscheidet sich dennoch von anderen Produkten. Zuerst einmal wird die einzige Zutat der Creme biologisch angebaut. Das nimmt das Unternehmen so ernst, dass größtenteils sogar auf Maschinen und Dünger verzichtet wird. Die Energie kommt aus einer Solaranlage.
Dies alles geschieht auf einer Farm in Uganda, mit der die Mannheimer zusammenarbeiten und ebenso dafür sorgen, dass ein großer Teil der Gewinne direkt vor Ort ankommt. Das Produkt wird komplett in Uganda gefertigt, verpackt und erst am Ende exportiert. Besonders ist der traditionelle Umgang mit dem Rohstoff, den Nüssen des Karitébaumes. Diese werden kaltgepresst, im Gegensatz zu den meisten raffinierten Sheabutter-Cremes, bei denen wichtige Inhaltsstoffe verlorengehen.
Besonders stolz sind die Unternehmer auch auf ihre sehr gut recyclebare Verpackung. Das einzige Teil aus Plastik ist eine durch den Gesetzgeber vorgeschriebene Abdichtung im Deckel, um die vorzeitige Kontamination des Produkts mit Fremdstoffen zu vermeiden. Der Rest besteht aus natürlichen Materialien und einem Glastiegel, der zur Verwendung als Gefäß für diverse Kleinigkeiten einlädt. Langfristig wäre sogar ein Pfand-System mit Wiederauffüllung denkbar. Problematisch ist dies nur, da die Tiegel vom Verbraucher zu Hause nach Uganda und wieder zurück gelangen müssten.
Angewendet werden kann balmyou überall! Wichtig ist, nur wenig der Creme zu verwenden, da diese sehr ergiebig ist. Unser Glaube, wir bräuchten für jede Körperstelle eine andere Creme, ist größtenteils ein Irrglaube. Unserer strapazierten Haut tut es gut, mit gesunden Fetten versorgt zu werden, dabei ist es egal, wo sich die Hautstelle befindet.
Für alle, die ihre Creme noch etwas aufmöbeln möchten, beispielsweise durch die Zugabe von weiteren pflanzlichen Fetten (verändert u.a. die Konsistenz und bringt noch weitere Fettsäuren) oder Geruchsölen, kann dies tun. Rezepte dafür findet ihr online.
Abschließend kann ich sagen, dass es sich lohnt, sich damit auseinanderzusetzen, was wir uns nicht nur in den Mund schieben, sondern auch auf die Haut schmieren. Sogar Naturkosmetik selbst machen ist gar nicht kompliziert, macht Spaß und gibt Sicherheit, was wirklich drin ist. Balmyou ist eine ideale Hautpflege, anwendbar für jeden Körperbereich, an dem es euch passt. Ein Tiegel kostet online derzeit 21,90 Euro. Auf Messen erhaltet ihr einen vergünstigten Messepreis. Viel Spaß beim Ausprobieren und eurer Haut langfristig alles Gute:)
Sonntag, 18. November 2018
Too Good To Go – Die App gegen Essensverschwendung
Die App „Too Good To Go“ setzt sich seit Ende 2015 gegen die Essensverschwendung ein. Doch nicht die App rettet das übriggebliebene Essen, sondern der Konsument, der sich die App auf das mobile Endgerät herunterlädt. Sobald diese heruntergeladen wurde, erlaubt man der App den Zugriff auf den aktuellen Standort. Danach werden die Läden, Restaurants und Cafés sichtbar, die ihr überproduziertes Essen noch verkaufen wollen. Der Käufer sucht sich also ein passendes Angebot aus und kauft sich eine (oder mehrere) Portionen über die App. Zum angegebenen Zeitpunkt kann diese dann abgeholt werden.
Den Preis der Portionen bestimmen die Unternehmen selber. Allerdings wird nicht der komplette angezeigte Preis ausgezahlt, denn die App Too Good To Go muss sich ebenfalls finanzieren. Ihr werden von jeder geretteten Portion 1,09 € ausgezahlt. Der Durchschnittspreis einer Portion liegt bei ca. 3 €.
Es gibt 3 Ziele, die verfolgt werden:
1. Essensverschwendung bekämpfen
2. Umweltschutz
3. Sensibilisierung der Gesellschaft
Die App wird mittlerweile in 9 Ländern genutzt. Knapp 10.000 gastronomische Betriebe beteiligen sich und über 5 Millionen Menschen nutzen sie.
Nach jeder gekauften Portion wird dem Nutzer angezeigt, wie viel CO2 er gespart hat. Diese Einsparungen werden dem Nutzer allerdings nicht in Kilogramm angezeigt, sondern in einem alltäglichen Vergleich. Ein Beispiel dafür ist die Energiemenge einer 7,9 km langen Fahrt in einem durchschnittlichen PKW, die man einspart. Der CO2-Wert ist laut Too Good To Go ein Richtwert der US Environmental Protection Agency. Dieser beträgt 2 kg pro Portion.
Ein kurzes Fazit: Die App kann kostenlos heruntergeladen werden, was zu keinen anfänglichen Kosten führt. Außerdem müssen keine Mitgliedschaft oder ein Abo abgeschlossen werden. Ein Nachteil ist, dass die Portion in der App nur per PayPal oder Kreditkarte bezahlt werden kann.
Günstiger und nachhaltiger kommt man nicht an eine gute Portion Essen. Vorteile hat die App sowohl für den Konsumenten als auch für den Anbieter. Die gastronomischen Betriebe werden ihr Essen am Ende eines Tages gegen ein kleines Entgelt los, und der Kunde bekommt eine Portion Essen, welches sonst weggeschmissen werden würde. Eine klare Win-Win-Situation!
Quelle: https://toogoodtogo.de/de/about-us
Den Preis der Portionen bestimmen die Unternehmen selber. Allerdings wird nicht der komplette angezeigte Preis ausgezahlt, denn die App Too Good To Go muss sich ebenfalls finanzieren. Ihr werden von jeder geretteten Portion 1,09 € ausgezahlt. Der Durchschnittspreis einer Portion liegt bei ca. 3 €.
Es gibt 3 Ziele, die verfolgt werden:
1. Essensverschwendung bekämpfen
2. Umweltschutz
3. Sensibilisierung der Gesellschaft
Die App wird mittlerweile in 9 Ländern genutzt. Knapp 10.000 gastronomische Betriebe beteiligen sich und über 5 Millionen Menschen nutzen sie.
Nach jeder gekauften Portion wird dem Nutzer angezeigt, wie viel CO2 er gespart hat. Diese Einsparungen werden dem Nutzer allerdings nicht in Kilogramm angezeigt, sondern in einem alltäglichen Vergleich. Ein Beispiel dafür ist die Energiemenge einer 7,9 km langen Fahrt in einem durchschnittlichen PKW, die man einspart. Der CO2-Wert ist laut Too Good To Go ein Richtwert der US Environmental Protection Agency. Dieser beträgt 2 kg pro Portion.
Ein kurzes Fazit: Die App kann kostenlos heruntergeladen werden, was zu keinen anfänglichen Kosten führt. Außerdem müssen keine Mitgliedschaft oder ein Abo abgeschlossen werden. Ein Nachteil ist, dass die Portion in der App nur per PayPal oder Kreditkarte bezahlt werden kann.
Günstiger und nachhaltiger kommt man nicht an eine gute Portion Essen. Vorteile hat die App sowohl für den Konsumenten als auch für den Anbieter. Die gastronomischen Betriebe werden ihr Essen am Ende eines Tages gegen ein kleines Entgelt los, und der Kunde bekommt eine Portion Essen, welches sonst weggeschmissen werden würde. Eine klare Win-Win-Situation!
Quelle: https://toogoodtogo.de/de/about-us
Das Bett 2.0 - Room in a box
2011 entdeckte der spätere Mitbegründer von „Room in a box“ auf einer Messe zum Thema Nachhaltigkeit einen Sessel aus Pappe. Dies war der Grundstein für das 2013 ins Leben gerufene Projekt „Room in a box“. Mittlerweile vier Personen sind an dieser kleinen Firma beteiligt mit dem Ziel, eine gesamte Zimmereinrichtung aus Pappe zu ermöglichen. Doch wie kann man sich das ganze vorstellen? Möbel aus Pappe?
Zur Herstellung wird Wellpappe verwendet, welche durch ihre Struktur besonders belastbar und robust ist, sodass sie als Grundlage für Möbel dienen kann. „Room in a box“ wirbt außerdem damit, dass die Möbel innerhalb von 1-3 Tagen kostenlos per Post geliefert werden, sehr leicht sind und innerhalb von Minuten aufgebaut. Hier könnt ihr sehen, wie der Aufbau eines Bettes funktioniert.
Weiterer Vorteil ist, dass die Betten sehr einfach erweitert werden können, so dass man individuell auch ganz spezielle Größen wählen kann (Probleme bereitet dann vermutlich allerdings die Matratzengröße). Die kleinste Variante eines Bettes erhält man bereits ab 99,90€, die Preise steigen allerdings auf bis zu knapp 280€ (Familienbett) an. Auch weitere Möbelstücke wie einen Hocker oder ein Rednerpult kann man erwerben, wobei der Hauptfokus auf den Betten liegt.
Doch was hat das alles mit nachhaltigem Konsum zu tun? Die verwendete Wellpappe besteht zu mindestens 70% aus recycelten Papierfasern, die restlichen Materialien aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Möbel sind komplett recyclebar und können mit dem Altpapier entsorgt werden. Auch die verwendeten Druckfarben sind lösemittelfrei und weder giftig noch gesundheitsschädlich.
Die Möbel werden alle ausschließlich in Deutschland produziert, wodurch recht kurze Transportwege garantiert werden können, was eine deutlich geringere CO2-Belastung im Vergleich zur herkömmlichen Herstellung und dem Transport von Möbeln bedeutet. Auch der Versand erfolgt CO2-neutral mit dpd.
Es lohnt sich also durchaus, einmal darüber nachzudenken, statt eines IKEA Bettes auf die nachhaltigere Variante von "Room in a box" umzusteigen und sich ein Bett aus Wellpappe zuzulegen - sicherlich ein etwas ungewöhnliches Bett, aber preislich durchaus erschwinglich und mit etwas Farbe kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und das Bett nach eigenen Vorlieben gestalten.
Zur Herstellung wird Wellpappe verwendet, welche durch ihre Struktur besonders belastbar und robust ist, sodass sie als Grundlage für Möbel dienen kann. „Room in a box“ wirbt außerdem damit, dass die Möbel innerhalb von 1-3 Tagen kostenlos per Post geliefert werden, sehr leicht sind und innerhalb von Minuten aufgebaut. Hier könnt ihr sehen, wie der Aufbau eines Bettes funktioniert.
Weiterer Vorteil ist, dass die Betten sehr einfach erweitert werden können, so dass man individuell auch ganz spezielle Größen wählen kann (Probleme bereitet dann vermutlich allerdings die Matratzengröße). Die kleinste Variante eines Bettes erhält man bereits ab 99,90€, die Preise steigen allerdings auf bis zu knapp 280€ (Familienbett) an. Auch weitere Möbelstücke wie einen Hocker oder ein Rednerpult kann man erwerben, wobei der Hauptfokus auf den Betten liegt.
Doch was hat das alles mit nachhaltigem Konsum zu tun? Die verwendete Wellpappe besteht zu mindestens 70% aus recycelten Papierfasern, die restlichen Materialien aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Möbel sind komplett recyclebar und können mit dem Altpapier entsorgt werden. Auch die verwendeten Druckfarben sind lösemittelfrei und weder giftig noch gesundheitsschädlich.
Die Möbel werden alle ausschließlich in Deutschland produziert, wodurch recht kurze Transportwege garantiert werden können, was eine deutlich geringere CO2-Belastung im Vergleich zur herkömmlichen Herstellung und dem Transport von Möbeln bedeutet. Auch der Versand erfolgt CO2-neutral mit dpd.
Es lohnt sich also durchaus, einmal darüber nachzudenken, statt eines IKEA Bettes auf die nachhaltigere Variante von "Room in a box" umzusteigen und sich ein Bett aus Wellpappe zuzulegen - sicherlich ein etwas ungewöhnliches Bett, aber preislich durchaus erschwinglich und mit etwas Farbe kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und das Bett nach eigenen Vorlieben gestalten.
Urbane Landwirtschaft
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Urbane Landwirtschaft oder auch urban farming ist ein neues Konzept der Landwirtschaft, hierbei werden freie Flächen in Städten für landwirtschaftliche Zwecke genutzt, um Nutz- und Zierpflanzen anzubauen, darunter fallen also beispielsweise Obst, Gemüse und Kräuter. Dabei werden freistehende grüne Flächen wie der Prinzessinnengarten in Berlin oder auch Dächer von Hochhäusern genutzt, um die verschiedensten Sorten an Obst und Gemüse anzubauen. Primär ist dieses Prinzip für die Eigenversorgung gedacht und insbesondere für die Bewohner der jeweiligen Stadt. Allerdings hat urban farming mittlerweile eine relativ große Tragweite, sodass manche dieser Menschen sogar schon von ihren Erträgen leben können. Es wurden in diesem Sinne sogar schon neuartige Konzepte entwickelt, ein Beispiel hierfür ist ein Unternehmen in Berlin, welches Fischzucht und Gemüseanbau verbindet (http://www.manager-magazin.de/lifestyle/genuss/aquaponik-berliner-ecf-farm-zuechtet-barsche-in-der-stadt-a-1131355.html).
Gründe für die urbane Landwirtschaft
Nachhaltigkeit ist für viele Menschen ein sehr wichtiges Thema, welches nicht mehr nur auf das politische Interesse oder verantwortungsvolle Ressourcenverwendung beschränkt ist, sondern sich mittlerweile auf viele Lebensbereiche ausgeweitet hat. Hierbei ist die gesunde Ernährung ein sehr wichtiges Thema geworden, die Nachfrage nach Bio-Produkten ist sehr stark angestiegen. Da es allerdings immer mehr Menschen gibt, welche in Städten leben, ist es schwierig, tatsächlich nachvollziehen zu können, unter welchen Bedingungen das Gemüse angebaut wurde. Denn auch Bewohner/innen von Städten haben den Anspruch, Gemüse oder auch Obst zu konsumieren, welches nicht mit Pestiziden belastet ist oder durch Gentechnik manipuliert wurde. Zudem gefällt es vielen Stadtbewohnern nicht, dass die Städte immer weniger „grün“ sind und ganze Parks weichen müssen, um beispielsweise neue Straßen bauen zu können.
Positive Auswirkungen von urbaner Landwirtschaft
1. Durch städtische Pflanzenzucht werden lange Transportwege gespart, was insbesondere für die Umwelt von Vorteil ist, zudem fallen hier dann auch die Transportkosten weg, welche der Konsument für das Gemüse zahlen müsste.
2. In einer schnelllebigen Gesellschaft, in der man fast alle Lebensmittel zu jeder Uhrzeit kaufen kann und die meisten dieser Produkte bereits verarbeitet oder verpackt sind, verlieren viele städtische Bewohner das Bewusstsein für Nahrungsmittel und welcher Aufwand dahintersteckt. Im Sinne der urbanen Landwirtschaft wird somit die Slow-Food Bewegung unterstützt, die sich gegen diese schnelllebige und lediglich umsatzorientierte landwirtschaftliche Produktion stellt.
3. Zudem werden durch lokales Recycling kompostierbarer Abfälle und Abwässer die Anlagen versorgt. Somit passt sich die urbane Landwirtschaft der städtischen Lebensweise an und Abfälle werden in die natürlichen Stoffkreisläufe integriert.
Weitere Informationen:
Freitag, 16. November 2018
Terra Kahwa - Nachhaltiger Kaffee aus Äthiopien
Dass guter Kaffee seine wohltuende Wirkung nicht nur für Körper und Geist, sondern auch für Natur und Umwelt entfalten kann, zeigt das Beispiel des Unternehmens Terra Kahwa aus Landshut. Die kleine Firma wirbt mit in Äthiopien hergestelltem "grünem" Kaffee.
Vor allem im Vergleich mit den "Big Playern" der Kaffeebranche kann Terra Kahwa von sich sagen, dass die äthiopischen Kaffeebauern für ihre Bohnen sehr gut entlohnt werden. Doch nicht nur das, auch Entwicklungshilfe vor Ort wird von der Firma geleistet. Pro verkauftem Kilo Kaffee an Privatkunden wandert ein Euro an soziale Projekte in Äthiopien.
Doch das Unternehmen zeichnet sich vor allem durch den ökologischen Fußabdruck aus, den es bei der Kaffeeproduktion hinterlässt. Die äthiopischen Bauern verzichten bei der Herstellung von Kaffeebohnen komplett auf chemische Düngemittel und Pestizide.
Auch die Ernte verläuft umweltbewusst, denn es werden keine riesigen landwirtschaftlichen Geräte genutzt, sondern jede einzelne Kaffeebohne wird von den Bauern per Hand gepflückt. Des weiteren verläuft auch der Transport per "Go Green" Versand von DHL, wo entstandene Treibhausgase durch Förderung von Umweltprojekten "ausgeglichen" werden mit Rücksicht auf die Natur und ihrer Erhaltung.
Obwohl auch die Verpackung des Kaffees aus 100% Recyclepapier besteht, ist auf ihr weder das "Bio"- noch das "Fair Trade"-Label zu finden. Nach Angaben des Unternehmens wird auf diese Labels bewusst verzichtet, da es sich die hohen Kosten für eine Zertifizierung sparen und das Geld stattdessen für eine noch bessere Bezahlung der äthiopischen Bauern verwenden möchte.
Wer für einen wirklich fairen Kaffee bereit ist, auch ein bisschen mehr Geld zu bezahlen, um ohne schlechtes Gewissen zu genießen, dem sei der Kaffee des Landshuter Unternehmens empfohlen. Diese Verbindung aus Umweltschutz und gesellschaftlichem Engagement ist in der Kaffeebranche wohl einzigartig und meiner Meinung nach unterstützenswert.
Quelle: https://www.lifeverde.de/gruene-unternehmen/nachhaltige-ernaehrung-u-gesundheit/terra-kahwa-deutschland#
Link zum Unternehmen: https://www.terra-kahwa.de/
Vor allem im Vergleich mit den "Big Playern" der Kaffeebranche kann Terra Kahwa von sich sagen, dass die äthiopischen Kaffeebauern für ihre Bohnen sehr gut entlohnt werden. Doch nicht nur das, auch Entwicklungshilfe vor Ort wird von der Firma geleistet. Pro verkauftem Kilo Kaffee an Privatkunden wandert ein Euro an soziale Projekte in Äthiopien.
Doch das Unternehmen zeichnet sich vor allem durch den ökologischen Fußabdruck aus, den es bei der Kaffeeproduktion hinterlässt. Die äthiopischen Bauern verzichten bei der Herstellung von Kaffeebohnen komplett auf chemische Düngemittel und Pestizide.
Auch die Ernte verläuft umweltbewusst, denn es werden keine riesigen landwirtschaftlichen Geräte genutzt, sondern jede einzelne Kaffeebohne wird von den Bauern per Hand gepflückt. Des weiteren verläuft auch der Transport per "Go Green" Versand von DHL, wo entstandene Treibhausgase durch Förderung von Umweltprojekten "ausgeglichen" werden mit Rücksicht auf die Natur und ihrer Erhaltung.
Obwohl auch die Verpackung des Kaffees aus 100% Recyclepapier besteht, ist auf ihr weder das "Bio"- noch das "Fair Trade"-Label zu finden. Nach Angaben des Unternehmens wird auf diese Labels bewusst verzichtet, da es sich die hohen Kosten für eine Zertifizierung sparen und das Geld stattdessen für eine noch bessere Bezahlung der äthiopischen Bauern verwenden möchte.
Wer für einen wirklich fairen Kaffee bereit ist, auch ein bisschen mehr Geld zu bezahlen, um ohne schlechtes Gewissen zu genießen, dem sei der Kaffee des Landshuter Unternehmens empfohlen. Diese Verbindung aus Umweltschutz und gesellschaftlichem Engagement ist in der Kaffeebranche wohl einzigartig und meiner Meinung nach unterstützenswert.
Quelle: https://www.lifeverde.de/gruene-unternehmen/nachhaltige-ernaehrung-u-gesundheit/terra-kahwa-deutschland#
Link zum Unternehmen: https://www.terra-kahwa.de/
Mittwoch, 14. November 2018
Warum mich das Thema Nachhaltigkeit ankotzt
Ein Beitrag von Simon Baur
So etwas hört man besonders als Politikstudent nicht sehr gerne. In dem betreffenden Artikel beschreibt die Vice-Reporterin Philin Peters, wie die Gesellschaft mit dem Begriff Nachhaltigkeit umgeht und wie sie dazu steht. Sie schreibt auf ihre ganz eigene Art, wie ihr Nachhaltigkeit im Alltag begegnet und wie ihr Umfeld darauf reagiert. Sie macht jedoch auch deutlich, dass sie dem allgegenwärtigen „Nachhaltigkeitswahn“ eher kritisch gegenübersteht.
Im Text wird deutlich, dass Nachhaltigkeit z.T. in einem Spannungsfeld mit dem „guten Leben“ steht. Die Reporterin bringt dies gut auf den Punkt. Der Link zum Artikel: https://www.vice.com/de/article/evw3d4/warum-mich-das-thema-nachhaltigkeit-ankotzt
So etwas hört man besonders als Politikstudent nicht sehr gerne. In dem betreffenden Artikel beschreibt die Vice-Reporterin Philin Peters, wie die Gesellschaft mit dem Begriff Nachhaltigkeit umgeht und wie sie dazu steht. Sie schreibt auf ihre ganz eigene Art, wie ihr Nachhaltigkeit im Alltag begegnet und wie ihr Umfeld darauf reagiert. Sie macht jedoch auch deutlich, dass sie dem allgegenwärtigen „Nachhaltigkeitswahn“ eher kritisch gegenübersteht.
Im Text wird deutlich, dass Nachhaltigkeit z.T. in einem Spannungsfeld mit dem „guten Leben“ steht. Die Reporterin bringt dies gut auf den Punkt. Der Link zum Artikel: https://www.vice.com/de/article/evw3d4/warum-mich-das-thema-nachhaltigkeit-ankotzt
Dienstag, 13. November 2018
Gefährlicher Elektroschrott – Endstation Afrika
Passend zur vergangenen Sitzung zum Thema Konsumgesellschaft strahlt der Fernsehkanal ZDFinfo am 14.11.18 um 20:15 eine Dokumentation über die Schattenseiten des globalen Handelns mit Elektromüll aus: "Gefährlicher Elektroschrott – Endstation Afrika".
Montag, 12. November 2018
Vortrag zur Postwachstumsökonomie an der PH
Im Rahmen des interdisziplinären Seminars „Klima : Nachhaltigkeit : Bildung“, das in diesem Wintersemester von Prof. Dr. Katrin Bederna und Prof. Dr. Armin Lude angeboten wird, findet am Dienstag 20.11.2018 (14:15 -15:45 Uhr) der öffentliche Vortrag "Postwachstumsökonomie" von Dr. Christoph Gran (Zoe-Institut, Institut für zukunftsfähige Ökonomien) in der Aula, Raum 1.102, statt.
Dienstag, 6. November 2018
Hartmut Rosa bei Precht zum Gespräch
Im Gespräch mit Richard David Precht erklärt Hartmut Rosa
eindrücklich und leicht verständlich das Prinzip der Beschleunigungsdynamik. Die Sendung findet man noch einige Monate in der ZDF-Mediathek: https://www.zdf.de/gesellschaft/precht/fast-food-speed-dating-power-napping-multitasking-100.html
Mittwoch, 24. Oktober 2018
Textilproduktion und Nachhaltigkeit
Passend zum vorigen Beitrag zu nachhaltiger Mode hat die Bundeszentrale für politische Bildung heute ein Buch von Imke Müller-Hellmann mit dem Titel "Leute machen Kleider. Eine Reise durch die globale Textilindustrie" ins Programm aufgenommen (für 4,50 € bestellen). Die Beschreibung liest sich folgendermaßen:
Was ziehe ich heute an? Diese Frage, zumeist auf die Auswahl im Kleiderschrank gerichtet, kann auch dazu einladen, über Herkunft, Materialien und Produktionsbedingungen unserer Kleidung nachzudenken. Wer produziert eigentlich all die modischen, nützlichen oder erforderlichen Textilien, die wir tragen? Welche Arbeitsbedingungen bestehen an den Standorten der Textilindustrie, hierzulande, im europäischen Ausland, in den Staaten des globalen Südens? Welche ökologischen und sozialen Auswirkungen hat die Textilproduktion? Imke Müller-Hellmann traf Manager und Zwischenhändler, Verkaufsstrategen und Aufsichtspersonal. Zumal in China, Bangladesh oder Vietnam blieb jedoch der offene Austausch mit den Menschen schwierig, die zwar am Beginn des Produktionsprozesses, aber am unteren Ende seiner Hierarchie stehen: Arme, zumeist Frauen. Ihre realen Lebens- und Arbeitsbedingungen in der globalisierten, die Welt umspannenden textilen Industrie bleiben vage.
Samstag, 20. Oktober 2018
LANIUS - Fair und nachhaltig produzierte Damenmode
Mein Beitrag zum nachhhaltigen Konsum hat mit Mode zu tun - mit nachhaltiger Mode. Heute gibt es schon zahlreiche Modemarken, die nachhaltige Mode designen und herstellen. Leider kommt vieles davon jedoch eher bieder daher. Wer nach nachhaltiger, aber dennoch schöner und femininer Mode sucht, muss etwas tiefer recherchieren. Hier stelle ich ein Modeunternehmen vor, welches sich der nachhaltigen Produktion von Kleidern, Röcken und Mänteln verschrieben hat, aber dennoch keineswegs den Anschein des ökomäßigen macht.
Ich habe mich für den Bereich Mode entschieden, weil ich ein modeaffiner Mensch bin und schöne Stoffe und Schnitte mag. Während meiner Recherche zu einer nachhaltig produzierten Modelinie bin ich auf die Firma LANIUS GmbH (www.lanius.com) gestoßen. Bei der LANIUS GmbH handelt es sich um ein deutsches Modeunternehmen, welches 1999 in Köln gegründet wurde. Dort hat es auch heute noch seinen Firmensitz. Der Markenname LANIUS richtet sich nach der Gründerin, Claudia Lanius. Sie ist Designerin und hat laut Homepage des Unternehmens bereits früh die Zeichen der Zeit erkannt und ist in die nachhaltige Mode eingestiegen. In Köln selbst gibt es drei LANIUS-Stores.
Die Kleidungsstücke und die dafür verwendeten Stoffe werden überwiegend in Europa, aber auch in China, Indien und Peru produziert. Es wird aber strengstens darauf Wert gelegt, dass die Kleidung unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wird. Es werden nur ökologische Materialien verwandt. LANIUS begreift "nachhaltige Entwicklung als fortwährenden Prozess".
Die Unternehmensphilosophie lässt sich mit den drei Schlagworten "Love Fashion, Think Organic & Be Responsible" zusammenfassen. LANIUS bietet jährlich zwei Kollektionen an. So beschreibt das Unternehmen selbst seine Herangehensweise bei der Produktion:
Die Kleider, Mäntel, Hosen, Röcke, Oberteile und Accessoires sind einerseits online erhältlich unter oben genanntem Link, andererseits kann man LANIUS-Mode auch in ausgewählten Läden deutschlandweit erwerben.
Die Kleidung wird allerdings nur für Frauen produziert. Die Preise befinden sich im mittleren bis oberen Preissegment, z.B. muss man für ein Kleid zwischen 100-300 Euro aufbringen. Ingesamt reicht die Preisspanne ca. von 80-400 Euro. Das ist nicht ganz günstig, aber angesichts dessen, dass die Kleidung absolut fair produziert wird und die Stoffe und Designs toll sind, sind die stolzen Preise durchaus gerechtfertigt.
Die Outfits können von allen Frauen jeden Alters getragen werden, da sie zeitlos, klassisch und geradlinig sind, aber trotzdem eine feminine Silhouette haben.
Ich habe mich für den Bereich Mode entschieden, weil ich ein modeaffiner Mensch bin und schöne Stoffe und Schnitte mag. Während meiner Recherche zu einer nachhaltig produzierten Modelinie bin ich auf die Firma LANIUS GmbH (www.lanius.com) gestoßen. Bei der LANIUS GmbH handelt es sich um ein deutsches Modeunternehmen, welches 1999 in Köln gegründet wurde. Dort hat es auch heute noch seinen Firmensitz. Der Markenname LANIUS richtet sich nach der Gründerin, Claudia Lanius. Sie ist Designerin und hat laut Homepage des Unternehmens bereits früh die Zeichen der Zeit erkannt und ist in die nachhaltige Mode eingestiegen. In Köln selbst gibt es drei LANIUS-Stores.
Die Kleidungsstücke und die dafür verwendeten Stoffe werden überwiegend in Europa, aber auch in China, Indien und Peru produziert. Es wird aber strengstens darauf Wert gelegt, dass die Kleidung unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wird. Es werden nur ökologische Materialien verwandt. LANIUS begreift "nachhaltige Entwicklung als fortwährenden Prozess".
Die Unternehmensphilosophie lässt sich mit den drei Schlagworten "Love Fashion, Think Organic & Be Responsible" zusammenfassen. LANIUS bietet jährlich zwei Kollektionen an. So beschreibt das Unternehmen selbst seine Herangehensweise bei der Produktion:
"Der Fokus liegt auf Nachhaltigkeit und Ökologie. LANIUS (...) verwendet hauptsächlich biologische Materialien, die von unabhängigen Instituten kontrolliert werden."Auch Veganerinnen kommen mit dem Tragen dieser Kleidung auf ihre Kosten. Die Stoffe werden mit hochwertigen Fasern hergestellt, z.B. wird Alpakawolle verwendet, die sehr selten und darum kostbar ist. Somit wird den Tieren größeres Leid erspart und man hat länger seine Freude an den Stücken, weil sie eben nachhaltig und hochwertig sind. Selbst das Leder wird vegetabil gegerbt.
Die Kleider, Mäntel, Hosen, Röcke, Oberteile und Accessoires sind einerseits online erhältlich unter oben genanntem Link, andererseits kann man LANIUS-Mode auch in ausgewählten Läden deutschlandweit erwerben.
Die Kleidung wird allerdings nur für Frauen produziert. Die Preise befinden sich im mittleren bis oberen Preissegment, z.B. muss man für ein Kleid zwischen 100-300 Euro aufbringen. Ingesamt reicht die Preisspanne ca. von 80-400 Euro. Das ist nicht ganz günstig, aber angesichts dessen, dass die Kleidung absolut fair produziert wird und die Stoffe und Designs toll sind, sind die stolzen Preise durchaus gerechtfertigt.
Die Outfits können von allen Frauen jeden Alters getragen werden, da sie zeitlos, klassisch und geradlinig sind, aber trotzdem eine feminine Silhouette haben.
Mittwoch, 26. September 2018
Lektüretipp: Utopien für Realisten
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
hat ein lesenswertes und anregendes Buch ins Programm aufgenommen, das sich mit der Frage nach dem guten Leben befasst und u.a.
ein nachdrückliches Plädoyer für die Einführung des bedingungslosen
Grundeinkommens enthält:
Rutger Bregmann (2018), Utopien für Realisten. Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen (für 4,50 € bestellen)
Die Beschreibung auf der bpb-Website lautet:
Rutger Bregmann (2018), Utopien für Realisten. Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen (für 4,50 € bestellen)
Die Beschreibung auf der bpb-Website lautet:
Utopien scheinen nicht kompatibel mit der Realität. Utopie aber war lange Zeit vieles, was wir heute als Selbstverständlichkeit erachten: eine sichere Daseinsvorsorge, eine erfüllte Freizeit, der Stellenwert der Gerechtigkeit auf individueller, nationaler und internationaler Ebene. Warum also, so fragt Rutger Bregman, nicht weiter mutige Schritte in Richtung einer Gesellschaft gehen, die das Wohlergehen nicht an Herkunft, Leistungsfähigkeit oder Besitz koppelt, sondern möglichst alle Menschen befähigt, gut zu leben? Sein provokantes Buch möchte dazu einladen, Denkverbote und unhinterfragte Routinen beiseite zu schieben. Bregman trägt eine Vielzahl von Überlegungen und Erkenntnissen zusammen, die, so sein Credo, das Potenzial zur Überwindung aktueller Problemlagen haben – zum Beispiel andere Formen der Arbeit, innovativere Daseinsvorsorge, deutlicher chancenorientierte Rahmenbedingungen für möglichst viele Menschen.
TheBussard zur deutschen Klimapolitik
TheBuzzard
ist ein interessantes Start-up, das es sich zur Aufgabe macht, einen schnellen
Überblick über verschiedene Stimmen zu einem aktuellen politischen Thema zu
geben und damit die Filterblasen und Echokammern zu durchbrechen. Die wöchentlich publizierten
Debatten bestehen, so der Mitbegründer Felix Friedrich in einer Mail an mich, "aus einer Auflistung von Pro- und
Kontra-Stimmen, Lösungsansätzen, neutralen Fakten zum Thema sowie
Horizont-erweiternden Ideen." Die aktuelle Ausgabe ist unmittelbar einschlägig für die Thematik dieses Blogs und beschäftigt sich mit der deutschen Klimapolitik...
Montag, 17. September 2018
Offener Brief zum Postwachstum
Zeit Online dokumentiert einen offenen Brief von mehr als 200 WissenschaftlerInnen aus allen Mitgliedstaaten an die EU. Er spricht sich im Vorfeld der morgen in Brüssel beginnenden Post-Growth-Konferenz dafür aus, die Fixierung auf Wachstum zu überdenken. Zu den Unterzeichnern zählen viele Wissenschaftler, die hier im Blog immer wieder auftauchen, z.B. Niko Paech, Wolfgang Sachs, Tim Jackson oder Stephan Lessenich. Die Zeit hat den Brief unter folgtendem Titel veröffentlicht: "Schluss mit WachstumWachstumWachstum"...
Donnerstag, 30. August 2018
Podcast: Gespräch mit dem Glücksbeauftragten von Bhutan
In SWR1 Leute war Ha Vinh Tho zu Gast, zuständig für das "Bruttonationalglück" in Bhutan, um das es auch hier im Blog schon mehrfach ging. Das gut halbstündige Gespräch kann man hier nachhören. Die Beschreibung auf der SWR1-Website liest sich folgendermaßen:
Ha Vinh Tho leitet das Zentrum für Bruttonationalglück in Bhutan. Jahrelang hat er das Unglück in aller Welt erlebt, als Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes war er in vielen Regionen unterwegs, die von Krieg oder Naturkatastrophen getroffen waren. Er fragte sich, was er jenseits der humanitären Hilfe beim Roten Kreuz noch unternehmen könne, um die Welt zu verbessern. Dabei stieß er auf die Idee des Zwergstaats Bhutan, den Wohlstand einer Gesellschaft nicht nur am Wachstum des Geldes anzulegen, sondern offiziell am Glück auszurichten. Heute wird das Bruttonationalglück nicht mehr als "Träumerei aus Bhutan" belächelt, sondern weltweit aufgegriffen. Die Vereinten Nationen richteten eine Konferenz zum Thema aus, in Neuseeland und Wales wurden von der Regierung Programme zum Wohlbefinden und Glück der Bevölkerung aufgelegt. Bhutan steht als eine Art Labor dafür, wohin ein Grundrecht auf Glück führen kann und auch, welche Kehrseiten es mit sich bringt.
Mittwoch, 22. August 2018
Video: Die Wachstumsmaschine
Attac und die Heinrich-Böll-Stiftung haben ein stark 2-minütiges Video zum Kern der Problematik von (Post-)Wachstum veröffentlicht:
Freitag, 27. Juli 2018
Plastikmüll im Meer
Johanna Kramm / Carolin Völker: Plastikmüll im Meer: Zur Entdeckung eines Umweltproblems.
Die Beschreibung auf der bpb-Website lautet:
Der nordpazifische "Müllstrudel" aus Plastikpartikeln gilt als eines der drängendsten Umweltprobleme. Auch wenn noch nicht gesichert ist, wie schädlich Mikroplastik für den Menschen ist, gibt es ausreichend Argumente, etwas gegen die Vermüllung der Ozeane zu tun.
Samstag, 16. Juni 2018
Veröffentlichungen zur Klimapolitik bei der bpb
An dieser Stelle wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) Themen rund um Nachhaltigkeit regelmäßig berücksichtigt werden. Das gilt sowohl für Bücher und Zeitschriften als auch für das Online-Angebot. Entsprechend ist wieder auf zwei Veröffentlichungen hinzuweisen:
Ottmar Edenhofer / Michael Jakob (2018), Klimapolitik. Ziele, Konflikte, Lösungen (für 4,50 € bestellen) - Kurzbeschreibung auf der bpb-Website:
Ottmar Edenhofer / Michael Jakob (2018), Klimapolitik. Ziele, Konflikte, Lösungen (für 4,50 € bestellen) - Kurzbeschreibung auf der bpb-Website:
Die Existenz des vom Menschen verursachten Klimawandels bestreiten nur mehr ganz wenige. Gleichwohl gibt es in Wissenschaft und Politik Differenzen in der Beurteilung seiner Ursachen und Auswirkungen sowie der Strategien, diese zu beherrschen und sich den neuen, zu erwartenden Gegebenheiten auf dem Planeten anzupassen. Ottmar Edenkofer und Michael Jakob stellen zunächst die Ziele von Klimapolitik vor, die einen Weg zwischen den Risiken des Klimawandels, den Kosten der Emissionsvermeidung und dem Anspruch der Generationengerechtigkeit auszuloten habe. Sie analysieren Erfolge und Desiderate bei der Umsetzung klimapolitischer Zielstellungen, fragen nach dem Beitrag von Wirtschaft und Gesellschaft zu Klimaschutzmaßnahmen und untersuchen, wie und gegen welche Widerstände eine ambitionierte internationale Klimapolitik im globalen Maßstab ausgestaltet, wissenschaftlich begleitet und umgesetzt werden könnte. Zahlreiche Tabellen und Grafiken ergänzen die Darstellung.Aus Politik und Zeitgeschichte, 68 Jg., Heft 21-23/2018: Klima - kann kostenlos bestellt oder online gelesen werden - Inhalt:
- Philipp Blom: Zeiten des Klimawandels: Ein historischer Brückenschlag von der kleinen Eiszeit bis heute - Essay - Die historische Erfahrung der Kleinen Eiszeit zeigt, dass veränderte klimatische Rahmenbedingungen zwangsläufig auch tief greifende wirtschaftliche, soziale und kulturelle Umwälzungen nach sich ziehen. Was wird die Konsequenz der heutigen klimatischen Veränderungen sein?
- Gabriele Dürbeck: Das Anthropozän Erzählen: fünf Narrative - Um den Begriff des Anthropozän hat sich in Wissenschaft und Öffentlichkeit seit 2000 ein kontroverser Diskurs entwickelt. Es wird gezeigt, inwiefern unterschiedliche, erzählerisch strukturierte Geschichten der gesellschaftlichen und politischen Sinnstiftung dienen.
- Steffen Bauer: Internationale Klimapolitik 2018. Von Paris über Bonn nach Katowice - Im Dezember 2018 soll auf der Klimakonferenz in Katowice ein Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verabschiedet werden, das die kontinuierliche Steigerung der nationalen Klimaschutzanstrengungen gewährleisten soll. Ob dies gelingt, ist offen.
- Ottmar Edenhofer: Klima, Kohle, Kapital. Ökonomische Hebel in der internationalen Klimapolitik - Um die Klimaziele zu erreichen, bedarf es mehr als die Förderung grüner Technologien. Erst wenn die Verursacher für ihre Emissionen zahlen müssen, ändert sich die Situation. CO2 braucht Preise – entweder als Steuer oder als Mindestpreis in einem Emissionshandelssystem.
- Silja Klepp: Klimawandel und Migration. Heterogenes Forschungsfeld und politisierte Debatte - Das Thema "Klimawandel und Migration" hat in den vergangenen Jahren erhöhte Aufmerksamkeit erfahren. Das liegt auch daran, dass Fragen aufgeworfen werden, die auf den Kern politischer, sozialer und ökologischer Entwicklungen des 21. Jahrhunderts zielen.
- Gotelind Alber, Diana Hummel, Ulrike Röhr, Meike Spitzner, Immanuel Stieß: Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik - Jeder Aspekt des Klimawandels ist direkt oder indirekt genderrelevant. Klimapolitik kann einen wichtigen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit leisten und durch die Berücksichtigung von Genderaspekten zugleich ihre gesellschaftliche Wirksamkeit verbessern.
- Thomas Hickmann, Berenike Prem: Von Gegnern zu Partnern? Zum Verhältnis von NGOs und Unternehmen in der internationalen Klimapolitik - An die Rolle von NGOs in der Weltpolitik ist häufig die Hoffnung geknüpft, die Macht privatwirtschaftlicher Akteure zu begrenzen. Seit einiger Zeit haben sich die Funktionen von NGOs jedoch erweitert, sie arbeiten zunehmend mit ihren einstigen Gegnern zusammen.
Dienstag, 5. Juni 2018
TED Talk: Abschied vom Wachstum
In rund 15 min fasst Kate Raworth viele der Themen rund um Nachhaltigkeit und Postwachstum zusammen und schlägt eine neue Orientierung vor, die aussieht wie ein doughnut: https://www.youtube.com/watch?v=Rhcrbcg8HBw.
What would a sustainable, universally beneficial economy look like? "Like a doughnut," says Oxford economist Kate Raworth. In a stellar, eye-opening talk, she explains how we can move countries out of the hole -- where people are falling short on life's essentials -- and create regenerative, distributive economies that work within the planet's ecological limits.
Donnerstag, 10. Mai 2018
TED Talk von Naomi Klein
Naomi Klein und ihre Bücher (v.a. "This Changes Everything" und "No Is Not Enough") spielen im Seminar eine große Rolle. Nun hat sie in einem rund 15-minütigen Vortrag einige Kerngedanken daraus sowie die von ihr mitbegründete Initiative "The Leap" vorgestellt (siehe theleap.org).
Sonntag, 22. April 2018
Einschlägige Bücher bei der bpb
In der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sind in den letzten Wochen mehrere für unsere Thematik einschlägige Bücher erschienen:
Annemieke Hendriks (2018), Tomaten. Recherchen auf dem globalisierten Nahrungsmittelmarkt (für 4,50 € bestellen) - Kurzbeschreibung auf der bpb-Website:
Annemieke Hendriks (2018), Tomaten. Recherchen auf dem globalisierten Nahrungsmittelmarkt (für 4,50 € bestellen) - Kurzbeschreibung auf der bpb-Website:
Tomaten sind beliebt, aber unverarbeitet nicht lange haltbar. Hierzulande wird zumeist niederländische Ware angeboten. Auch in Osteuropa dominieren Tomaten niederländischer Produktion – obgleich das warme Klima in vielen Gegenden Rumäniens, Bulgariens, Ungarns oder Polens eine regionale Produktion zulässt. Große Teile der spanischen Tomatenernte wiederum werden in den Niederlanden oder anderswo mehrfach umgepackt und teilweise wieder spanischen Verbrauchern angeboten. Die Ware Tomate, so das Fazit der niederländischen Journalistin Annemieke Hendriks nach ihrer Recherche in ganz Europa, spiegelt beispielhaft einen grotesk anmutenden, globalisierten Lebensmittelmarkt, der hinsichtlich der Produktion und der Vertriebslogistik vielfach die Gewinnmaximierung ökologischen, gesundheitlichen und ethischen Kriterien überordnet. Hendriks hinterfragt zudem die Monopolstrukturen in der Saatgutproduktion, aber auch die Mentalität der Verbraucher, die sich häufig von Schlagworten wie Nachhaltigkeit oder Regionalität blenden ließen.Michael Kopatz (2018), Ökoroutine. Damit wir tun, was wir für richtig halten (für 4,50 € bestellen) - Kurzbeschreibung auf der bpb-Website:
Niemand muss das Rad neu erfinden, um ressourcenschonender zu leben: Unser Alltag bietet zahlreiche Gelegenheiten, und viele Menschen sind auch dazu bereit. Jedoch sei auch im großen Maßstab, so Michael Kopatz, Nachhaltigkeit mit Blick auf Generationengerechtigkeit und den immer noch wachsenden Ressourcenverbrauch nicht nur möglich, sondern zwingend geboten. Um bei Konsum und Wohnen, bei Arbeit, Produktion und Verkehr, im Agrarsektor, in der Energieversorgung und der Abfallwirtschaft im Sinne einer ökologisch vertretbaren Praxis umzusteuern, bedürfe es einer Vielzahl auch gesetzlicher Anreize. Eine in diesem Sinne engagierte Politik könne dazu beitragen, den vielfach vorhandenen guten Willen in die Tat umzusetzen, damit nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsformen zur Selbstverständlichkeit werden. Kopatz kommt ohne moralische oder pädagogische Zeigefinger aus und misst seine Vorschläge an der Realität. Entscheidend sei, dass es gelinge, die Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg in eine "Ökoroutine".Susanne Dohrn (2018), Das Ende der Natur. Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür (für 4,50 € bestellen) - Kurzbeschreibung auf der bpb-Website:
Raubbau in Deutschland? Was wir anderswo in der Welt anprangern, geschieht auch vor unserer Haustür: Aus Profitstreben oder Rationalisierungsdruck haben sich hierzulande landwirtschaftliche Strukturen etabliert, die Boden, Luft und Wasser schädigen. Monokulturen und Pestizideinsatz führen, weithin ignoriert, zum dramatischen Rückgang der Artenvielfalt, insbesondere bei Insekten und Vögeln, und verwandeln Landschaften in Agrarwüsten. Vielfach fehlt es an Wissen um solche schwerwiegenden Auswirkungen agrarindustrieller Nutzung, zuweilen auch am guten Willen, anders und umweltgerechter zu wirtschaften. Susanne Dohrn verbindet die ökologische Lupe mit dem Blick auf bundesweite Strukturen: Sie erläutert die Folgen der Landschaftsverarmung und Überdüngung, des Herbizid- und Pestizideinsatzes, spricht mit Produzenten, Lobbyisten, Aktivisten und Forschenden in Landwirtschaft und Umweltschutz. Ihr Buch setzt sich für ein Umdenken in der Agrarpolitik ein, das, so die Autorin, nicht nur geboten, sondern im Interesse von Mensch und Umwelt unabdingbar sei.
Klimawandel beschleunigt sich
Eine beunruhigende Bestandsaufnahme zum Klimawandel ist in der FAZ zu lesen:
- Joachim Müller-Jung: "Der Planet steht, das System wankt" (21.04.2018)
Montag, 9. April 2018
Kostenloser Nahverkehr - ein Weg zu nachhaltiger Mobilität in Deutschland?
''Wenn es darum geht, zwischen Wirtschaftswachstum und ökologischer Stabilität zu wählen, dann entscheiden sich Politiker, Unternehmensvorstände und Wähler fast immer für das Wachstum. Im 21. Jahrhundert werden wir das anders machen müssen, wenn wir eine Katastrophe vermeiden wollen'' (Harari 2017, S. 33f.).Der eindrückliche Appell, den Yuval Noah Harari in seinem bahnbrechenden Werk ''Homo Deus'' an die Leserschaft richtet, hat den Verfasser dieser Seminararbeit in dem Verlangen bestärkt, sich eingehender mit nachhaltigen Entwicklungsprozessen zu beschäftigen.
In Deutschland scheint es unterdessen vor allem der Verkehrssektor zu sein, der Befürworter und Gegner eines nachhaltigen Wirtschaftens entzweit. Um die Luftqualität in zahlreichen Großstädten zu verbessern und drohende Fahrverbote für ältere, dieselbetriebene Autos zu umgehen, erwog die Bundesregierung kürzlich, das Konzept eines kostenlosen Nahverkehrs im Rahmen eines Pilotprojektes auf seine Wirksamkeit zu überprüfen (Decker, 2018). Als Modellstädte sind hierfür Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen vorgesehen (Decker, 2018).
Unmittelbar nachdem jener Vorschlag der Bundesregierung der Öffentlichkeit präsentiert wurde, regte sich gewaltiger Widerstand gegen das Vorhaben. Neben prinzipiellen Zweifeln an einer umweltschonenderen Mobilität durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder an der Wirksamkeit eines sinkenden Preisniveaus im Nahverkehr wird insbesondere die Befürchtung gehegt, dass eine Finanzierung des beschriebenen Bestrebens nicht realisierbar sei (Decker, 2018).
In Zusammenspiel mit den grundsätzlichen Aussagen Hararis führte die Vielzahl an konträren Positionen einem kostenlosen Nahverkehr gegenüber zu dem Bedürfnis, eine Analyse zu dessen Effektivität und Realisierungspotenzial zu betreiben. An diesen basalen Überlegungen wird sich die Gliederung der vorliegenden Seminararbeit orientieren. Nachdem einige zentrale Begriffe im Kontext nachhaltiger Verkehrsentwicklung definiert worden sind, wird zunächst darauf eingegangen, inwiefern die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel einer auf Nachhaltigkeit basierenden Mobilität grundsätzlich zuträglich ist. Anschließend soll das Potenzial, das durch einen Verzicht auf die Erhebung von Gebühren im Nahverkehr nutzbar gemacht werden könnte, erörtert werden. Schließlich wird die Möglichkeit einer Finanzierung des kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs kritisch in den Blick genommen.
Der Verfasser der Seminararbeit hat sich somit dazu entschlossen, eine ganzheitliche Betrachtung der Thematik vorzunehmen. Ausgehend von grundsätzlichen Gedankengängen (Begriffsdefinition, Mehrwert durch öffentliche Verkehrsmittel), die in der emotional aufgeladenen Debatte um Änderungen an der gängigen Mobilitätspraxis jedoch essentiell für ein substanzielles Verständnis sind, werden konkrete Ausgestaltungsmöglichkeiten und Erfolgschancen eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs aufgezeigt.
Mittwoch, 4. April 2018
Das Ende des Wachstumsparadigmas, Wachstumszwänge und Postwachstumsgesellschaft
Die 1980er – ab diesem Zeitpunkt reichen die Ressourcen unserer Erde nicht mehr aus, um unsere Lebensweise und die künftiger Generationen dauerhaft zu sichern und die dadurch verursachten ökologischen Folgen zu tragen (vgl. Meadows et al. 2006, XVII). Seitdem nimmt der Bedarf der Menschheit an Ressourcen stetig zu, sodass wir heute ungefähr vier Erden bräuchten, um unsere von Rohstoffen abhängige Lebensweise auf Dauer beizubehalten.
Entkoppelungsstrategien und „green growth“ – Methoden, mit denen wir unseren Lebensstandard aufrecht erhalten sollen und dennoch die Natur schonen – versuchen, uns darüber hinwegzutäuschen, was Kritiker seit Jahrzehnten als längst überfällig und unumgänglich erachten: Einen Wandel des unserer expansiven Lebensweise zugrundeliegenden Wachstumsparadigmas.
Das Antasten dieser fundamentalen Ideologie galt jahrzehntelang als unmöglich und auch heute noch sträubt sich vielerorts die Politik – aus vielfältigen Gründen –, die Notwendigkeit eines alternativen Gesellschaftsmodells zu thematisieren. Ein Grund dafür ist, dass der Wachstumsgedanke in seiner heute praktizierten exponentiellen Form nicht nur der Ökonomie, sondern auch gesellschaftlichen und subjektorientierten Strukturen zugrundeliegt und tiefer in unseren Köpfen verankert ist, als wir annehmen.
Doch das Wachstum hat seine Versprechungen vom Wohlstand und vom guten Leben für alle nicht gehalten und noch schlimmer: Es hat sich als tickende Zeitbombe herausgestellt. Die Menschheit steht nun vor der Aufgabe, ein neues Gesellschaftsmodell zu entwickeln, das sich zum einen durch die Vereinbarkeit mit den ökologischen Grenzen unserer Erde auszeichnet und sich zum anderen der leeren Versprechen des Wachstums annimmt.
Bedeutet jedoch die Alternativlosigkeit des Endes des Wachstumsparadigmas ein Zurückfallen der Gesellschaftsstrukturen und des Lebensstandards in die 1980er Jahre, als unser Bedarf von nur einer Erde gedeckt werden konnte? Mit dieser Arbeit soll unter anderem die Notwendigkeit eines Wandels klargemacht werden. Ausgehend davon ergibt sich die Frage, weshalb die Menschheit noch immer am Wachstumsparadigma festhält, es sollen also zudem diejenigen Wachstumszwänge thematisiert werden, die einen Ausstieg aus dem zugrundeliegenden Paradigma erschweren. Zuletzt soll das Modell eines bekannten Forschers zur Postwachstumsthematik skizziert werden.
Entkoppelungsstrategien und „green growth“ – Methoden, mit denen wir unseren Lebensstandard aufrecht erhalten sollen und dennoch die Natur schonen – versuchen, uns darüber hinwegzutäuschen, was Kritiker seit Jahrzehnten als längst überfällig und unumgänglich erachten: Einen Wandel des unserer expansiven Lebensweise zugrundeliegenden Wachstumsparadigmas.
Das Antasten dieser fundamentalen Ideologie galt jahrzehntelang als unmöglich und auch heute noch sträubt sich vielerorts die Politik – aus vielfältigen Gründen –, die Notwendigkeit eines alternativen Gesellschaftsmodells zu thematisieren. Ein Grund dafür ist, dass der Wachstumsgedanke in seiner heute praktizierten exponentiellen Form nicht nur der Ökonomie, sondern auch gesellschaftlichen und subjektorientierten Strukturen zugrundeliegt und tiefer in unseren Köpfen verankert ist, als wir annehmen.
Doch das Wachstum hat seine Versprechungen vom Wohlstand und vom guten Leben für alle nicht gehalten und noch schlimmer: Es hat sich als tickende Zeitbombe herausgestellt. Die Menschheit steht nun vor der Aufgabe, ein neues Gesellschaftsmodell zu entwickeln, das sich zum einen durch die Vereinbarkeit mit den ökologischen Grenzen unserer Erde auszeichnet und sich zum anderen der leeren Versprechen des Wachstums annimmt.
Bedeutet jedoch die Alternativlosigkeit des Endes des Wachstumsparadigmas ein Zurückfallen der Gesellschaftsstrukturen und des Lebensstandards in die 1980er Jahre, als unser Bedarf von nur einer Erde gedeckt werden konnte? Mit dieser Arbeit soll unter anderem die Notwendigkeit eines Wandels klargemacht werden. Ausgehend davon ergibt sich die Frage, weshalb die Menschheit noch immer am Wachstumsparadigma festhält, es sollen also zudem diejenigen Wachstumszwänge thematisiert werden, die einen Ausstieg aus dem zugrundeliegenden Paradigma erschweren. Zuletzt soll das Modell eines bekannten Forschers zur Postwachstumsthematik skizziert werden.
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