Mittwoch, 9. Juni 2021

Nachhaltig einkaufen

Dieser Artikel der Hannoverschen Allgemeinen führt einige sehr hilfreiche Tipps aus, wie unser Kaufverhalten klimafreundlicher werden kann: https://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt/Saisonal-ist-besser-als-Bio.

Hier einige Beispiele:

  • Kartoffeln statt Reis - Reis hat eine deutlich schlechtere Ökobilanz
  • Bio, nur nicht aus Übersee (logischerweise höhere Emissionen) - am besten sind heimische Bio-Produkte
  • Freiland-Gemüse wins - ansonsten wird Gemüse in Gewächshäusern angebaut, die enorm viel Energie verbrauchen
  • Produkte sind je nach Saison unterschiedlich klimafreundlich - Äpfel sind z.B. von August - November am klimafreundlichsten
Handys - davon hatten wir es ja im Seminar schon - verbrauchen extrem viele wertvolle Ressourcen. Am besten nutzt man sein Smartphone natürlich auch mit zerkratztem Display (es funktioniert ja trotzdem noch) und einigen Macken. Wenn es gar nicht mehr gehen sollte, sind generalüberholte Geräte top. Kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen (z.B. https://www.backmarket.de). Ist wahrscheinlich auch da nicht alles Gold, was glänzt, aber mit Sicherheit nachhaltiger als ein Neugerät.

Dienstag, 8. Juni 2021

Grüner Knopf - Siegel für nachhaltige Kleidung

Der grüne Knopf ist ein staatlich zertifiziertes Siegel für nachhaltige Textilien. Das Siegel gilt nicht nur für Textilien und Produkte, sondern für das gesamte Unternehmen. Gerade befindet sich das Siegel in der Einführungsphase. Nach der Etablierung soll von der Produktion bis zum Verkauf alles überprüft und zertifiziert werden - einzelne Produkte reichen nicht aus. Geplant wird schon ein Grüner Knopf 2.0. Die Prüfung umfasst neben ökologischen auch soziale Kriterien, z.B. Arbeitsbedingungen, Löhne, Arbeitszeiten etc.

Es gibt schon einige Unternehmen, die das Siegel tragen dürfen. Eine Übersicht und nähere Informationen (auch zu den Kriterien) findet ihr hier: https://www.gruener-knopf.de. Arbeitsbedingungen sollten auf der ganzen Welt verbessert und bei Textilien auf Nachhaltigkeit geachtet werden - der Grüne Knopf ist ein guter Anfang. Beitrag über den grünen Knopf (https://www.youtube.com/watch?v=kVkYAdFRsRM):


Montag, 7. Juni 2021

Retten von Lebensmitteln durch Foodsharing

Foodsharing ist eine legale Möglichkeit, Lebensmittel von Supermärkten zu retten, die aufgrund ihres Mindesthaltbarkeitsdatums weggeschmissen werden sollten. Dies wird zentral durch die Plattform https://foodsharing.de organisiert. Nach der Teilnahme an einem Quiz, welches sich mit Grundsätzen des Vereins auseinandersetzt, können begleitete Erstabholungen erfolgen. Dies bedeutet, dass man zu einem Geschäft geht, mit dem zuvor ein Termin für die Abholung vereinbart wurde, und die dort abgelaufenen Lebensmittel abholt. Nach drei Erstabholungen kann jede*r sich auch selbstständig zu Abholungen eintragen.

Es gibt sogenannte „Fair-Teiler“. Hier werden die Lebensmittel der Abholungen gesammelt und verteilt. Aber auch Menschen, die nicht in dem Netzwerk aktiv sind, können hier Essen vorbeibringen sowie sich an den Ablageorten bedienen. Foodsharing stellt folglich eine legale Alternative zum Containern dar. Auf einer Karte auf der Website sieht man, welche Betriebe sich am Foodsharing beteiligen und welche möglicherweise an andere Organisationen wie die „Tafeln“ spenden (Ansicht erst nach Bestehen des Quiz möglich). Das Netzwerk lebt von ehrenamtlichen Engagierten, die Abholungen tätigen oder organisieren. Dadurch ist Foodsharing kostenlos.

Erklärvideo: https://youtu.be/dqsVjuK3rTc

Nachhaltiger Konsum: Vegane Ernährung

Es gibt viele Gründe, sich für eine fleischlose Ernährung zu entscheiden. Auch wenn die Mehrheit den moralischen Aspekt als Motivation sieht, entscheiden sich immer mehr Menschen aufgrund des Klimas und der Umwelt dazu, sich vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren. Unter den folgenden Links werden die jeweiligen Beweggründe nochmals aufgegriffen und vor allem diejenigen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klima näher erläutert:

Sonntag, 6. Juni 2021

Bienen retten mit alten Automaten

Richard Bartz, Munich Makro Freak & Beemaster Hubert
Seibring, Munich which gave me advice and a protection
suite ;) My dog cashed 6 bee-sticks on the nose, i cashed 4.,
Apis mellifera carnica worker hive entrance 2, CC BY-SA 2.5

Das Bienensterben zählt zu den besorgniserregendsten Entwicklungen in einer an (ökologischen) Problemen nicht gerade armen Welt und Zeit. Heute berichtet die FAZ über ein Projekt, das mit restaurierten Kaugummi-Automaten zur Bienenrettung beiträgt. Ohne prahlen zu wollen: Hier im Blog wurde das Projekt im Rahmen der Fundgrube-Sitzungen bereits im November 2019 vorgestellt: "Dortmund - Bienenfutter aus dem Automaten"...

Donnerstag, 3. Juni 2021

Nachhaltiger Tourismus (II): Reportage

Ein Hinweis von Youssef El Kassem:

Kathi und Basti, ein Bloggerpärchen, versuchen in ihrem fünfwöchigen Trip durch Europa nachhaltig und umweltbewusst zu reisen. Dazu gehören Beach Clean-ups, Wildcampen und nachhaltiges Essen. Die PULS-Reporterin Ari macht den Realitäts-Check und geht auf die Grundfrage ein, ob umweltbewusstes und nachhaltiges Reisen wirklich funktioniert (https://www.youtube.com/watch?v=z9kindUptcM):


Nachhaltiger Tourismus (I): Erklärfilm

Wer von uns macht nicht gerne Urlaub in fremden Ländern?! Der Tourismus stellt für viele Entwicklungs- und Schwellenländer einen wichtigen Wirtschaftssektor dar. Gleichzeitig bringt er häufig Probleme mit sich wie bspw. Umweltverschmutzung, Abhängigkeit oder kulturelle Verödung. Wie genau lassen sich die Zusammenhänge im Tourismussektor mit ihren Vor- und Nachteilen erklären? Wie könnte ein nachhaltiger Tourismus aussehen? Diesen und weitere Fragen widmet sich das Projekt „WissensWerte“ in seinem 6-minütigen Erklärfilm (https://www.youtube.com/watch?v=BYSkBldlQrY).


Sonntag, 16. Mai 2021

Montag, 3. Mai 2021

Vortrag von Niko Paech zur Postwachstumsökonomie

Am 10. Mai 2021 um 19 Uhr hält Niko Paech einen Online-Vortrag mit dem Titel "All you need is less. Der Weg in die Postwachstumsökonomie", (erstaunlicherweise) veranstaltet von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Anmeldung (bis 7. Mai, 12 Uhr) und weitere Informationen gibt es hier...

Freitag, 30. April 2021

Bundesverfassungsgericht zum Klimaschutzgesetz

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz (siehe Pressemitteilung des Gerichts vom 29.04.2021) wird zurecht als epochal bezeichnet. Die folgenden ausgewählten Beiträge machen die Tragweite dieses Schritts deutlich: 

Felix Ekardt / Franziska Heß: The climate verdict of the German Constitutional Court (Social Europe) 

Bernd Ulrich: Die Befreiung der Freiheit (Zeit)

Heinrich Wefing: Daran kommt niemand mehr vorbei (Zeit)

Interview von Rico Grimm mit Anna-Julia Saiger: "Damit wird Klimaschutz einklagbar" (Krautreporter)

Jonas Schaible: Jetzt bloß kein Kulturkampf (Spiegel)

Freitag, 23. April 2021

Mark Aurel und das gute Leben

Die Stoiker haben sich ausgehend vom antiken Athen Gedanken zum guten Leben gemacht. Der heute wohl bekannteste Vertreter ist der römische Kaiser Mark Aurel, dessen Buch "Selbstbetrachtungen" ein echter longseller ist. Zu den zentralen Begriffen der Stoa zählt Gelassenheit - etwas, was in unserer an Hysterie grenzenden "Empörungsdemokratie" (Bernhard Pörksen) Not tut. SWR2 Wissen hat dazu einen schönen Podcast veröffentlicht: "Philosophie der Gelassenheit – Mark Aurel und die Stoiker". Hören Sie rein...

Sonntag, 18. April 2021

Ein gutes Leben heißt für mich...

Wordcloud aus den Antwortsätzen der vergangenen
drei Semester (erstellt mit www.wortwolken.com)

Zur Erläuterung: In der Anmeldemail zum Seminar "Klimawandel, Wachstum und das gute Leben" im momentan anlaufenden dritten Online-Semester hatte ich darum gebeten, neben der Angabe der üblichen Daten auch einen Satz zu vervollständigen, nämlich "Ein gutes Leben heißt für mich ...". Hier finden sich die Antworten im Wortlaut.

Ihre Ergänzungen des Satzes: Ein gutes Leben heißt für mich, ... 

  • ... genug Zeit für meine Familie zu haben und umsetzen zu können, was mir wichtig ist.
  • ... dass ich genug Geld habe.
  • ... genießen, glücklich sein und dabei Wertschätzung und Respekt allen Dingen, Tieren und Menschen entgegenzubringen und (im besten Fall auch) zurückzubekommen.
  • ... Gott, seine Geschöpfe und seine Schöpfung zu ehren.
  • ... dass ich mit mir und meinem Umfeld im Reinen bin. Ein gutes Leben ist ein erfülltes Leben, wo ich meine Ziele erfolgreich meistere und frei bin von Gewissensbissen, die nicht essentiell wichtig sind.
  • ... mein Leben so zu führen, dass so wenig Lebewesen wie möglich verletzt werden und so wenig Schaden für die Gesamtbevölkerung anzurichten, wie nur möglich. Mir stets bewusst über mein Handeln und dessen Folgen zu sein und somit mir und auch möglicht vielen weiteren ein gutes Leben zu ermöglichen.
  • ... mit gutem Gewissen den Alltag bestreiten zu können und Freude zu teilen.
  • ... ein glückliches, erfüllendes und zufriedenstellendes Leben zu führen. Eine gute gesundheitliche Verfassung, familiären und freundschaftlichen Zusammenhalt sowie ein persönliches Wohlbefinden kennzeichnet dies. 
  • ... selbstbestimmt leben zu dürfen.
  • ... zufrieden mit dem zu sein, mit wem oder was ich meine Tage verbringe und mich selbst immer weiter zu entwickeln. 
  • ...dass mein enger Kreis und meine Wenigkeit in finanzieller Sorglosigkeit, abgesicherter Freiheit und ausgelassenem Frieden leben können, und um eben jene Grundwerte der persönlichen Freiheit für viele Menschen anzustoßen, will ich den Beruf eines Lehrers ausüben.

Samstag, 17. April 2021

Google Earth Timelapse Videos

Über einen Zeitraum von 36 Jahren (1984-2020) kann man sich dank Google die Entwicklung aus der Luft in Timelapse Videos anschauen. Das ist faszinierend und erschreckend zugleich. Eine von Google kuratierte Auswahl (von Gletschern über Regenwälder bis zum Hambacher Forst) bietet diese Seite: https://developers.google.com/earth-engine/timelapse/videos (mit rund 800 fertigen Videos). Eigene Ansichten kann man mit dem Google Earth Engine erstellen: https://developers.google.com/earth-engine.


Freitag, 26. März 2021

Corona, Luftqualität und mögliche Lehren

122.524.424 bestätigte Infektionen, 2.703.620 Todesfälle weltweit (Stand 21. März 2021, Vgl. World health organizationWHO Coronavirus (Covid-19) Dashboard ) - die Covid-19-Pandemie ist eine globale Krise, die vielen Menschen die Perspektive, die Zukunft und das Leben nimmt. Nirgendwo sind die Auswirkungen der Pandemie nicht zu spüren. Ob man einkaufen geht oder zuhause im „Homeoffice“ vor dem PC sitzt. Viele Menschen verloren ihre Arbeitsplätze oder wurden auf Kurzarbeit umgestellt oder mussten ihre Selbständigkeit aufgeben. Allein in Deutschland ist die Arbeitslosenquote von Februar 2020 von 5.3% auf 6.3% im Februar 2021 angestiegen. Das ist ein Zuwachs von etwa 509.000 Arbeitslosen. Diesen Menschen bietet sich wegen der Ungewissheit der Pandemie momentan keine Perspektive und ihre Zahl steigt weiter. (Vgl. Statista, 2021)

Der Sektor der Alten- und Krankenpflege ist stark belastet, was sich auf die Pflegebedürftigen und das Personal auswirkt. Die Betroffenen fühlen sich durch den starken Anstieg an stationären Fällen psychisch belastet. (Vgl. Aerzteblatt) Viele junge Menschen müssen ihr Studium von zuhause aus absolvieren. Einige können aufgrund der ausgesprochenen Reise-Restriktionen ihrer Länder kein Auslandssemester absolvieren. (Vgl. Süddeutsche Zeitung) Die bisher gepflegten sozialen Kontakte und Beziehungen sind stark eingeschränkt und viele verkümmern.

Dass diese Pandemie positive Seiten haben soll, kann schwer zu glauben sein. Doch sie stellt eine einmalige Gelegenheit für den Planeten dar, sich vom menschlichen Einfluss ein Stück weit zu erholen. Und infolgedessen eine Gelegenheit für uns, uns neu zu orientieren, neue Prioritäten zu setzen und unser Leben neu zu gestalten. Wollen wir als Menschheit nach der Pandemie zum Status quo vor der Pandemie zurück? Oder können wir aus dieser globalen Katastrophe tatsächlich etwas lernen?

Um diese Frage zu beantworten, wird im Folgenden ein Thema untersucht, welches im Raum Stuttgart nichts Neues ist. Es geht um die Umweltverschmutzung, genauer die Luftverschmutzung. Zu Beginn wird ein Blick zurück auf die Entwicklung der Covid-19-Pandemie geworfen. Gefolgt von mehreren Studien zur Veränderung der Luftqualität in Folge der Lockdowns. Abschließend werden auf die Folgen und Implikationen der Erkenntnisse der Studien für den Einzelnen eingegangen.

Mittwoch, 17. Februar 2021

Ringvorlesung: Bildung für Klimaschutz

Die Ludwig-Maximilians-Universität München lädt zu einer virtuellen Ringvorlesung mit Wissenschaftlern und Experten im Bereich Klimaschutz ein. Die Vorlesungen finden im Zeitraum vom 19. April 2021 bis zum 12. Juli 2021 montags jeweils von 16:00 - 17:30 Uhr virtuell statt. Details zu den einzelnen Vorträgen und Informationen zum Zugang findet man hier: https://klimawandel-schule.de/ringvorlesung2021/. Die Veranstalter schreiben:

"Das Angebot richtet sich primär an Lehrkräfte, Lehramtsanwärter sowie Studierende des Lehramts, um sie für das Anpacken dieser enormen Herausforderung zu motivieren, in ihrer Arbeit mit ihren Schüler*innen zu unterstützen und der jungen Generation eine Antwort auf die Frage geben zu können: „Was können wir tun?“

Mittwoch, 3. Februar 2021

Nachhaltige Podcasts

Das Medium Podcast ist mittlerweile so erfolgreich wie nie zuvor. Die Möglichkeit, sich ein eigenes vielfältiges Audio-Programm zusammenzustellen und selbst zu entscheiden, wann, wo und wie lange man zuhören möchte, erlauben dem/der Konsument:in eine maximale Flexibilität. Im Gegensatz zu Print und Fernsehen erlebt man Podcasts deutlich persönlicher, da die meisten Podcaster:innen sich aus Leidenschaft mit einem Themenfeld beschäftigen.

An dieser Stelle möchte ich euch gerne drei Podcasts über nachhaltigen Konsum vorstellen, die es u.a. auf Spotify zu hören gibt:

Viel Spaß beim Hören!

Montag, 25. Januar 2021

Nachhaltiger Konsum am Beispiel des Aussteigerlebens in Alaska

Der Youtube-Kanal "Simple Living Alaska" dreht sich um das Leben zweier Amerikaner, die in Alaska als Aussteiger leben. In den Videos findet ihr Beispiele für nachhaltiges Leben, abgekoppelt von der Konsumgesellschaft. Ihr könnt entdecken, wie man Essen haltbar macht (Einmachen oder Räuchern) und wie das tägliche Leben als Aussteiger aussieht.

Es ist natürlich ein Extrembeispiel. Keiner erwartet von einem, dass man morgen in den Wald ziehen muss! Es ist trotzdem ein schönes Beispiel, wie ein Leben in fast völliger Nachhaltigkeit und Achtung der Natur aussehen kann. Es zeigt auch schön, welche Herausforderungen so ein Leben mit sich bringt und wie man diese bewältigt. Die Videos sind auch didaktisch gehaltvoll, denn in den meisten Videos werden hilfreiche Tipps und Erklärungen geliefert. Alle, die auf der Suche nach einem nachhaltigeren Leben sind, finden auf diesem Kanal etwas Inspiration.  

Ein Video möchte ich euch besonders empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=4k7aK7V1wic&t=275s. Dort könnt ihr eine "Room-Tour" des Essensvorrates sehen und wie sie es haltbar machen bzw. was man alles Einmachen kann.


Sonntag, 24. Januar 2021

Krautreporter-Artikel zur Gemeinwohl-Ökonomie

Genau rechtzeitig zu unserer Sitzung zur Gemeinwohl-Ökonomie ist dieser anschauliche Text über das Konzept in der Praxis erschienen, den Sie sich unbedingt durchlesen sollten:

Update 26.01.2021: Zwischenzeitlich hat sich das ZDF-Magazin "Kontraste" der Thematik angenommen und ein kurzes Video veröffentlicht: https://www.zdf.de/kultur/aspekte/gemeinwohl-zertifikat-fuer-steinheim-eine-stadt-lebt-die-nachhaltigkeit-100.html

Montag, 18. Januar 2021

Unverpackt-Läden

Seit ca. 2014 eröffnen in Deutschland immer mehr verpackungsfreie Läden. Ein sogenannter Unverpackt-Laden ist ein Einzelhandelsgeschäft, das das gesamte Sortiment lose, also ohne Gebinde und Verpackung verkauft. Ziel dabei ist es, Lebensmittelabfall und Verpackungsmüll zu vermeiden. Die Produkte und Lebensmittel lassen sich in eigene, mitgebrachte Behälter in beliebiger Menge abfüllen.

Das Konzept des verpackungsfreien Einkaufs zielt auf eine nachhaltige Entwicklung ab. Außerdem spart es Unmengen an Plastikverpackungen, die unter hohem Energieaufwand produziert werden, nur um kurz nach dem Einkauf im Müll zu landen. Bei der Wahl des Sortiments wird meistens auch auf Standards wie "biologische, regionale und saisonale Produkte" gesetzt. So können beispielsweise lange Transportwege vermieden werden. Auch die Produktmenge können die Kunden selbst entscheiden, um so Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Die sieben Verpackungs-Visionen des Unverpackt-Konzepts lauten: (https://unverpackt-verband.de/vision/packaging)

  • Auf Einweg-Verkaufsverpackungen aus Kunststoff sowie unnötige Verpackungen wird verzichtet.
  • Modelle der Wiederverwendung von Verpackungen ersetzen Einwegverpackungen immer dann, wenn die Wiederverwendung ökologisch vorteilhaft ist.
  • Sämtliche Verpackungen sind zu 100% wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar.
  • Auf Verpackungen aus fossilen Primarrohstoffen wird vollständig verzichtet.
  • Alle Verpackungen sind frei von gefährlichen Chemikalien.
  • Die Gesundheit, Sicherheit und Rechte aller beteiligten Menschen werden respektiert.
  • Es werden keine Verpackungen eingesetzt, deren Rohstoffe zur Entwaldung beitragen, die biologische Vielfalt gefährden, gentechnisch verändert wurden oder die Nutzung von Agrarflächen für Nahrungsmittel beeinträchtigen.

Die Unverpackt-Läden aus dem deutschsprachigen Raum werden vom Verband Unverpackt e.V.- Verband der Unverpackt-Läden repräsentiert (https://unverpackt-verband.de). Auf dieser Website gibt es eine hilfreiche Übersichtskarte und weitere Informationen. Es lohnt sich sehr, dort mal vorbeizuschauen und das Konzept des Unverpackt-Ladens kennenzulernen.

Freitag, 15. Januar 2021

Transparenz fördert nachhaltigen Konsum

In dem Artikel "Apps sorgen für einen nachhaltigen Konsum" auf der Website der österreichischen Sparkasse geht es um eine App, die im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts entwickelt wurde. Diese App zeigt genaue Informationen über die Produkte an, so lässt sich punktgenau eine nachhaltige Produktion und ein nachhaltiger Vertrieb direkt einschätzen. 

Ergebnis: das Verhalten der Konsumenten wurde beeinflusst - zum Guten! Das so schwer erscheinende Verändern des Einkaufsverhaltens der Konsumenten lässt sich also doch mit modernen Mitteln unterstützen.

Montag, 21. Dezember 2020

Aus alt mach "neu"

Aus alt mach "neu" - diesen Grundsatz haben sich die Gründer von backmarket auf die Fahnen geschrieben. Der Plan dahinter ist, den extremen Mengen an Elektroschrott, der jährlich anfällt, und dem Abbau von seltenen Erden den Kampf anzusagen. Jeder Deutsche hat 2019 19,4 kg Schrott verursacht. Aber nicht nur aufbereitete Smartphones werden bei backmarket billiger verkauft, sondern man kann da beinahe jedes Haushaltsgerät finden. Wenn man nicht nur auf die Umwelt achten möchte, sondern auch noch sein Portemonnaie schonen will, dann führt kein Weg daran vorbei, bei backmarket einzukaufen. Pluspunkt für das Unternehmen ist, dass man 36 Monate Garantie auf die Geräte bekommt, und es gibt dann auch noch 30 Tage Widerrufsrecht mit Geld-zurück-Garantie.

Inwieweit ist "nachhaltiger Konsum" möglich?

https://www.smarticular.net/nachhaltig-leben-und-konsumieren-einkaufen-pyramide-tipps-fuer-den-alltag/

Ich möchte ihnen in diesem Beitrag eine Seite ans Herz legen. Unter diesem Link finden Sie einen sehr interessanten Beitrag zum Thema „nachhaltiger Konsum“. Mir hat dieser Beitrag sehr gut gefallen, da hier der Fokus gezielt auf weniger Konsum gelegt wird. Die meisten Tipps, die hier gegeben werden, handeln nicht von „besserem Konsum“, sondern von „längerem und nachhaltigerem Konsum“. Zwar sind die hier genannten Vorschläge für die meisten nichts neues, allerdings gefällt mir die Art und Weise, wie diese präsentiert werden, sehr gut. Dazu ist das Schaubild der Pyramide meiner Meinung nach eine geeignete Vorlage, an der sich jeder ein Bild des eigenen Konsumverhaltens machen kann.

Interessant ist es beispielsweise, sich verschiedene Kategorien an Gütern auszudenken (z.B. Lebensmittel, Klamotten, Elektrogeräte) und diese Begriffe in die jeweils zutreffende Stufe einer solchen Pyramide einzufügen. Dies kann im besten Fall als Augenöffner vor dem nächsten Einkauf dienen und so das eigene Konsumverhalten positiv beeinflussen.

Auch sehr interessant: Wer Lust hat, gerne die Kommentare unter diesem Beitrag durchlesen. Wie ich finde, sind dort sehr interessante Gedanken und Meinungen von verschiedenen Menschen vertreten. Auch Rezepte und ähnliches werden Sie dort wiederfinden.

Samstag, 19. Dezember 2020

Nachhaltigkeit bei der Deutschen Bahn

Ich möchte Ihnen den Artikel "Mit Ökostrom ans Reiseziel" der Deutschen Bahn ans Herz legen. In diesem Artikel wird der Zukunftsplan der Deutschen Bahn erläutert. Sie finden in diesem Text Beispiele für Bahnstrecken, die bereits ausschließlich mit Ökostrom befahren werden. Außerdem finden Sie hier die aktuellen prozentualen Anteile von Ökostrom im Bahnstrommix.

Ein weiterer Artikel, der mit diesem einhergeht, thematisiert die geplante Kooperation der Deutschen Bahn mit dem Unternehmen Siemens: "Deutsche Bahn und Siemens starten ins Wasserstoff-Zeitalter". Ziel dieser Kooperation ist die Inbetriebnahme eines Zuges, der mit Wasserstoff angetrieben wird. Dieses Konzept soll maßgeblich zur klimafreundlichen Mobilität beitragen.

Ich möchte mit diesem Beitrag auf die steigende Umweltfreundlichkeit der Deutschen Bahn hinweisen, die eine echte Alternative zum Autofahren ist. Wichtig zu erwähnen ist mir dabei, dass damit nicht nur der Gebrauch des Autos eingestellt werden kann, sondern dies auch auf eine sehr umweltfreundliche Weise geschieht. Zwar sind die Projekte nicht sofort umsetzbar, jedoch ist dies meiner Meinung nach ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Nachhaltige E-Mails

Nur wenige schreiben heutzutage noch regelmäßig Briefe. E-Mails sind längst das gängige (formale) Kommunikationsmittel. Weltweit werden täglich über 300 Milliarden E-Mails versendet. Dabei sind grüne E-Mail-Anbieter ein Aspekt, der in der Thematik des nachhaltigen Lebens selten auf der Titelseite zu sehen ist.

Der Artikel „Grüne E-Mail-Anbieter“ von der Website der WWF-Jugend beschäftigt sich mit verschiedenen Alternativen. Portale wie Posteo oder Mailbox.org unterscheiden sich von den Marktführern GMX und Web.de vor allem in der Nutzung von grünem Strom für den Betrieb der Server. Auch werden die Geldgeschäfte und Angebote für ihre Mitarbeiter unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit umgesetzt. Sie nutzen beispielsweise „Öko“-Banken und gestalten Büroräume nachhaltig.

Hier können Sie selbst nachlesen, welcher bzw. ob einer dieser Anbieter für Sie der richtige ist: https://www.wwf-jugend.de/blogs/230/7952/tipp-der-woche-grune-email-anbieter

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Verpackungsmüll im Online-Handel

Im Jahr 2018 entstanden allein in Deutschland 863.000 Tonnen Müll aus Versandverpackungen. Während der Weihnachtszeit wird besonders viel online bestellt. Dieses Jahr wird aufgrund der Corona-Pandemie wohl noch mehr Müll anfallen. Ein Forschungsprojekt der Hamburger Umweltberatung Ökopol untersucht nun, wie mit Hilfe von Mehrwegverpackungen Müll eingespart werden könnte. Unterstützt werden sie hierbei von dem finnischen Unternehmen Repack, das schon seit 2013 Mehrwegversandtaschen anbietet. Jedoch scheint es noch einige Probleme zu geben, und es ist nicht klar, ob dieses Verpackungssystem tatsächlich praktikabel ist und für Unternehmen nicht zum wirtschaftlichen Nachteil werden könnte...

Verpackungsmüll im Online-Handel: Kartons mit Pfand | ZEIT ONLINE