Mittwoch, 31. Mai 2017

Plastikmüll im Meer und Mikroplastik

In den Weltmeeren befinden sich unvorstellbare Mengen an Plastikmüll. Plastikflaschen benötigen laut Umweltbundesamt 450 Jahre für ihre Zersetzung, ein Fischfang-Nylonnetz sogar 600 Jahre - von ihnen geraten jährlich ca. 25.000 Stück unkontrolliert in die Meere. Besonders Mikroplastik (Plastik-Partikel, die kleiner als 5 Millimeter sind), gelangt über das Abwasser in die Meere und richtet große Schäden an.

Das folgende Video vom Mai 2017 handelt von Boyan Slat und seiner Foundation "The Ocean Cleanup", die versucht, durch eine spezielle Technik die Meere im großen Stil von Müll zu befreien.



Und was kann der Einzelne gegen Plastik im Meer tun? Wo immer es möglich und sinnvoll ist, sollte auf Plastik verzichtet werden! Weiterhin sollte beim Einkaufen darauf geachtet werden, Verpackungsmüll zu vermeiden und vor allem auch beim Kauf von Kosmetikartikeln nach Mikroplastik Ausschau gehalten werden. Genaueres dazu gibt es hier von der Seite des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Für mehr Informationen zu Mikroplastik ist folgendes Video empfehlenswert:


Mittwoch, 17. Mai 2017

Nachhaltigkeitstage 2017

Am Wochenende noch nichts vor?
Vom 19. - 21.05 finden in ganz Deutschland wieder die N!-Tage statt.
Ba-Wü ist Vorreiterbundesland mit den meisten Projekten!
Hier könnt ihr sie euch auf der Übersichtskarte anschauen.

Auch die Stadt Ludwigsburg (Nachhaltigkeitspreis 2014) ist mit einem bunten Programm dabei. 
Besonders erwähnenswert: die Ausstellung "Das Land das wir uns nehmen" vom 18.Mai bis 8.Juni im Kulturzentrum. 
Und in der Landeshauptstadt ist einiges geboten. So kannst du auf dem "Übermorgen-Markt"  kreative Initiativen kennenlernen, "nachhaltige" Produkte erwerben oder noch besser: eine Konsumpause bei einer kostenlosen Massage genießen.
Viel Spaß! 

Freitag, 12. Mai 2017

Aktiv werden

1. campusWELTbewerb

Die Bewerbungsfrist für den campusWELTbewerb, einem Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen, wurde verlängert. Bis Ende August können Projektskizzen von Hochschulangehörigen eingereicht werden. Der Kreativität sind dabei (fast) keine Grenzen gesetzt...

2. Sommerakademie der VÖÖ

Wer sich diesen Sommer intensiver mit der Postwachstumsökonomie und dem Suffizienzprinzip beschäftigen möchte, der kann sich noch bis zum 21. Mai bei der VÖÖ bewerben. Die Akademie "Nach dem Wachstum" findet von Montag, 28. August bis Freitag, 1. September statt. Bei erfolgreicher Bewerbung (von Studierenden wird eine wissenschaftliche Arbeit in diesem Feld erwartet) entstehen keine Teilnahmegebühren. Hier gibts weitere Infos: Sommerakademie VÖÖ.

Bhutan und das Bruttonationalglück

Glück und das gute Leben waren die Themen des ersten Seminarteils. Die Referatsgruppe der 3. Sitzung hat Bhutan als Beispiel ausgewählt, um die Thematik zu vertiefen. Wer sich im Nachklapp zur Sitzung noch etwas intensiver mit diesem Beispiel beschäftigen möchte, dem seien folgende Texte, eine Reportage und ein Podcast empfohlen:

Texte:
Amrai Coen: Bhutan. 40,9% sind schon glücklich, Zeit Online, 01.12.2011 (Link)
Eckhart Nickel: Bhutan. Was ist Glück?, FAZ Online, 26.10.2016 (Link)
Jochen Müssig: Bhutan. Das belächelte Glück, NZZ Online, 16.12.2016 (Link)

Film:
Weltspiegel-Reportage über Bhutan (Gesamtlänge 28 min; Thema "Glück" im engeren Sinn ab 12 min, verfügbar bis 13.08.2017): http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/weltspiegel-reportage-bhutan-100.html

Podcast:
SWR2 Interview "Bhutan: Königreich des Glücks": http://avdlswr-a.akamaihd.net/swr/swr2/impuls/beitraege/2015/12/28-land-des-bruttosozialgluecks.12844s.mp3

Donnerstag, 11. Mai 2017

Elon Musk - Pionier für eine nachhaltigere Welt

Elon Musk ist meiner Meinung nach ein bedeutender Akteur für eine bessere Welt. Er verwendet sein komplettes Vermögen für seine Projekte (PayPal, Tesla, SpaceX). Das Video erzählt anschaulich seinen Werdegang.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Kinder und ihr Verständnis von Nachhaltigkeit

In der letzten Sitzung haben wir unter anderem auch über Kinder und ihre Sichtweise auf die Postwachstumsgesellschaft gesprochen. Zu diesem Thema gibt es einen Film mit dem Titel: "Nicht ohne uns". In diesem Dokumentarfilm geht es um 16 Kinder aus 15 Ländern, die auf ihrem Schulweg interviewt werden und dabei über ihre Wünsche und Träume sprechen.

Obwohl die Kinder aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen kommen, haben sie viele gemeinsame Themen, wie bspw. die Umwelt, die ihnen am Herzen liegt. Weiterführend sprechen sie sich auch gegen den Klimawandel, die Zerstörung der Umwelt und für soziale Gerechtigkeit aus. Leider wurde der Film nur in ausgewählten Kinos gezeigt, er ist aber ab dem 21.07.2017 als DVD erhältlich.



Weitere Infos: http://www.nichtohneuns-film.de

Montag, 8. Mai 2017

Initiative ZukunftsPHähig

„Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“
(Margaret Mead)


Das ist die Initiative ZukunftsPHähig:
Eine kleine (hoffentlich bald ganz große) Gruppe engagierter Studenten, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mit kleinen Aktionen das große Thema "Nachhaltigkeit" an der PH zu verwurzeln. Wir treffen uns immer MONTAGS um 18.00 Uhr vor dem Lit-Café. Das erste Treffen in diesem Semester findet statt am: 8. Mai (also heute ;). Schau doch einfach mal vorbei


Aktueller APuZ-Aufsatz zur Postwachstumsökonomie

Die aktuelle APuZ-Ausgabe zu Karl Marx und "Das Kapital" umfasst auch einen lesenswerten Beitrag von Niko Paech zur Postwachstumsökonomik, die er auf Seite 44 so definiert:
"Die Postwachstumsökonomik kann als ökologisch orientierte Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften bezeichnet werden. Als Lehr- und Forschungsprogramm richtet sie den Blick auf drei basale Fragestellungen. Erstens: Welche Begründungszusammenhänge lassen erkennen, dass ein weiteres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes keine Option für die Gestaltung moderner Industriegesellschaften sein kann? Zweitens: Was sind die Ursachen dafür, dass moderne, auf industrieller Fremdversorgung basierende Volkswirtschaften einem Wachstumszwang unterliegen? Drittens: Was sind die Merkmale einer Ökonomie, deren industrieller Output mit der Einhaltung ökologischer Grenzen harmoniert und insbesondere nicht mehr wächst (Postwachstumsökonomie)?"
Diese reduktive Ökonomie ist das Resultat einer fünffachen Selbstbegrenzung (S. 45-46), die sich mit den folgenden Begriffen verbindet:
  • Suffizienz
  • Subsistenz
  • Regionalökonomie
  • Umbau der restlichen Industrie
  • Institutionelle Maßnahmen

Sonntag, 7. Mai 2017

Lesung und Podiumsdiskussion zur BNE an der PH

Auf die folgende Veranstaltung zum Bereich BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) am kommenden Mitwoch (10. Mai 2017) wollte ich Sie hinweisen:

The Environmental Crisis, Business Interests and their Relevance for Secondary Teacher Education in Biology, Economics, and Politics
Ludwigsburg University of Education, LitCafé
Wednesday, May 10, 2017, 6 – 8 pm

Time
Programme
5:45 – 6 pm
Arrival at LitCafé, meet & greet
6 – 6:10 pm
Welcome, opening and introduction of guests
·        Prof. Dr. Jörg-U. Keßler
6:10 – 6:45 pm
Reading and introduction of the book
“Business Interests and the Environmental Crisis”
through the editors Kanchi Kohli and Manju Menon
6:45 – 7:30
Panel Discussion: The Environmental Crisis, Business Interests and their Relevance for Secondary Teacher Education in Biology, Economics, and Politics
·        Prof. Dr. Frank C. Englmann (Economics, Stuttgart University)
·        Prof. Dr. Armin Lude (Biology, Ludwigsburg University of Education)
·        Dr. Helmut Däuble (Political Sciences, Ludwigsburg University of Education)
·        Michael Eick, SSDL Esslingen
·        Stefan Fahrner, SSDL Ludwigsburg
·        Patrick Kiesel (Student, Ludwigsburg University of Education)
·        Kanchi Kohli (New Delhi)
·        Manju Menon (New Delhi)
Host: Prof. Dr. Jörg-U. Keßler
7:30 – 8 pm
Small reception, drinks and brezzles, meet & greet

Freitag, 5. Mai 2017

Spanien - im Treibhaus schuften für die Gemüseversorgung Europas

Eine sehr interessante Doku über den Obst- und Gemüseanbau im größten Anbaugebiet Europas. Dabei sind die Arbeitsbedingungen miserabel, ebenso wie die Lebensbedingungen, etwas, was man in Europa eigentlich nicht erwarten würde. Regt zum Nachdenken darüber an, wie unser gutes Leben auf Kosten anderer Menschen stattfindet. Und es stellt sich die Frage: Brauchen wir das ganze Jahr über Erdbeeren, Paprika und Tomaten? Hier der Link zur Doku auf Arte vom 21.04.2017:
Im Treibhaus schuften in Spanien

Dienstag, 2. Mai 2017

Ringvorlesung an der PH: Nachhaltigkeit in Ludwigsburg

Passend zu unserem Seminarthema gibt es in diesem Semester die Ringvorlesung "Nachhaltige Stadt Ludwigsburg". Die Beschreibung auf der PH-Website lautet:
Akteure aus Wissenschaft, Verwaltung und Alltag referieren über Ökologie, Mobilität, Partizipation und Energie am Beispiel der Stadt Ludwigsburg. Neben Studierenden sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger zu den Veranstaltungen eingeladen.
Die Vorlesungen finden jeweils dienstags von 16.15 - 17.45 Uhr in Raum 1.201 statt. Folgende Themen und Referenten sind vorgesehen:
  • 9. Mai 2017: Grußworte von Prof. Dr. Martin Fix, Rektor der PH Ludwigsburg und Angelina Visconti, AStA der PH Ludwigsburg; Nachhaltigkeit und BNE (Prof. Dr. Armin Lude & Prof. Dr. Stephan Schuler, PH Ludwigsburg), Nachhaltige Stadtentwicklung (Peter Fazekas, Stadt Ludwigsburg)
  • 16. Mai 2017: Nachhaltige Mobilität (Martin Kurt, Stadt Ludwigsburg)
  • 23. Mai 2017: Grün wirkt (Prof. Dr. Armin Lude, PH Ludwigsburg)
  • 30. Mai 2017: Klimapfad Ludwigsburg (Isabel Staiger, Stadt Ludwigsburg)
  • 13. Juni 2017: Bildung und Nachhaltige Stadtentwicklung (Renate Schmetz, Stadt Ludwigsburg)

Donnerstag, 27. April 2017

Tipp: Buch, Artikel, Website

1. Sofalektüre passend zum Thema der letzten Seminarsitzung: "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" von Francois Lelord. Ein junger Psychiater macht sich auf eine "Forschungsreise" mit dem Ziel, herauszufinden, was Menschen glücklich macht. Das Buch stand mehrere Wochen auf der Spiegel Bestseller-Liste (2004). Die kindliche Sprache ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Inhalt doch sehr tiefsinnig. Am Ende steht eine kleine Anleitungsliste zum Glücklichsein. Gleich den ersten Punkt haben wir schon im Seminar entdeckt: "Vergleiche machen unglücklich."

2. Interview vom 27.04.2017 (jetzt.de) mit dem Soziologen Stephan Lessenich (LMU München) über unsere Überflussgesellschaft und die Auswirkungen: http://www.jetzt.de/besitz/interview-mit-stephan-lessenich

3. Empfehlenswerte Website zu Aktionen und Events zum Thema "Nachhaltigkeit in BaWü": http://www.wir-ernten-was-wir-saeen.de/. Außerdem: die Website utopia.de mit praktischen Tipps, Produkt- und Filmempfehlungen, sowie einem wöchentlichen Newsletter rund um das große Themenfeld "Nachhaltigkeit". 

4. Hinweis: Am Montag war nicht nur Semesterbeginn, sondern auch Erdüberlastungstag. 4 Monate nach Jahresbeginn haben wir in Deutschland schon unser Jahresquantum eines global verantwortbaren Ressourcenverbrauchs überschritten...

Donnerstag, 20. April 2017

Neuauflage von "Wohlstand ohne Wachstum"

Tim Jacksons 2009 im englischen Original erschienenes Buch "Wohlstand ohne Wachstum" hat sich schnell zu DEM Standardwerk der Wachstumskritik entwickelt. Soeben ist die erweiterte Neuauflage auch auf deutsch erschienen. Die Heinrich Böll Stiftung als Herausgeber zitiert in diesem Zusammenhang auf Twitter den Namenspatron der Stiftung, der 1985 in "Es stirbt täglich Freiheit weg" geschrieben hat:
"Wir leben in einer Verschwendungsgesellschaft, (...) die Verschwendung als Wachstum ausgibt." (Heinrich Böll)
Der oekom Verlag beschreibt das Buch auf der Verlagswebsite folgendermaßen:
Als Tim Jacksons Buch »Wohlstand ohne Wachstum« vor sieben Jahren erstmals erschien, entwickelte es sich schnell zum Standardwerk. Die brisante Diagnose des renommierten britischen Ökonomen lautete damals: »Unsere gesamte Wirtschaftsordnung baut auf ewigem Wachstum auf – aber nun brauchen wir einen anderen Motor« – und daran hat sich auch heute nichts geändert. In Zeiten zunehmender Ungleichheit und Umweltzerstörung ist die Notwendigkeit, umzusteuern, dringlicher denn je, und so kommt die komplett überarbeitete Neuauflage der »Bibel der Wachstumskritik« gerade zur rechten Zeit. Das Buch bietet eine fundierte Analyse der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrisen und des ungebrochenen Strebens nach Wachstum, legt den Fokus auf die ganze Welt und schildert die Chancen und Herausforderungen einer Postwachstumsgesellschaft, welche die ökologischen Grenzen unseres Planeten nicht überschreitet und trotzdem in Wohlstand lebt.

Mittwoch, 12. April 2017

Erklärvideos von WissensWerte zu Klimawandel etc.

Die hervorragenden Filme von WissensWerte beschäftigen sich u.a. mit Themen rund um Nachhaltigkeit und nachhaltigen Konsum (z.B. Klimawandel, Nachhaltiger Tourismus, Energiewende, Konsum und Nachhaltigkeit). Mehr Informationen zum Projekt WissensWerte finden Sie unter www.wissenswerte.e-politik.de, zum YouTube-Kanal geht es hier ...


Donnerstag, 16. März 2017

Reader zur Postwachstumsgesellschaft

Unter dem Titel "Mehr geht nicht!" hat die Zeitschrift "Blätter für deutsche und internationale Politik" einen Postwachstums-Reader herausgegeben:
"Obwohl der globale Klimawandel immer bedrohlichere Ausmaße annimmt, was immer mehr Menschen zum Verlassen ihrer Heimat zwingen wird, scheinen wir unfähig, diesem Menschheitsproblem wirksam zu begegnen. (...) Doch eine wachsende Bewegung will sich mit diesem Fatalismus nicht abfinden. Die Befürworter der Décroissance, des Postwachstums, hinterfragen das westliche Wachstumsmodell radikal – in Theorie und Praxis.Was heißt heute Wohlstand und wie wäre ein Ausstieg aus der Wachstumslogik möglich? Die „Blätter für deutsche und internationale Politik“ haben sich dieser Fragestellung von Beginn an gewidmet. Dieser Reader versammelt die zentralen Aufsätze der vergangenen Jahre."
Die Beiträge im Reader behandeln so gut wie alle Ansätze, die in der Diskussion sind (von Urban Gardening bis zur Sharing Economy, von Genossenschaften bis zur Green Economy), und sind in fünf Teile untergliedert:
  • Wir konsumieren uns zu Tode
  • Der Krieg gegen die Erde
  • Grünes Wachstum, des Rätsels Lösung?
  • Raus aus der Wachstumsmühle
  • Her mit dem guten Leben

Mittwoch, 15. März 2017

Naomi Klein: Kapitalismus und Klimawandel

Naomi Klein, eine der führenden Denkerinnen der (damals so genannten) Anti-Globalisierungs-Bewegung und Autorin des einflussreichen Buches "No Logo!", hat ein neues Buch veröffentlicht, das auch auf deutsch erschienen ist: "Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima".

Der englische Originaltitel "This Changes Everything" verweist noch deutlicher auf das zentrale Thema, nämlich die immer offener zutage tretende Unmöglichkeit, den Klimawandel im Rahmen der vorherrschenden Wirtschaftsweise (wachstumsorientierter Kapitalismus) zu bekämpfen oder auch nur zu begrenzen. In einer Rezension auf dem Blog der LSE (London School of Economics and Political Science) heißt es:
Naomi Klein in her new book This Changes Everything presents a new way of looking at two major problems: disaster capitalism and climate change. Klein’s argument is that, while the majority of people think climate change is a threat, “we have not done the things that are necessary to lower emissions because those things fundamentally conflict with deregulated capitalism” which is the “reigning ideology” of our time (p. 18). At the heart of the book Klein is supplying society with a challenge: are we on the right path, are we doing the right things for ourselves and for the future, and is this the best we can be? Arguably her core message is one of social and environmental justice: “the solution to global warming is not to fix the world, but to fix ourselves” (p. 279).

Dienstag, 14. März 2017

Erhard Eppler und Niko Paech im Gespräch

Kürzlich ist im oekom Verlag das Buch "Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution..." erschienen. Es handelt sich um ein von Christiane Grefe moderiertes Streitgespräch zwischen Erhard Eppler und Niko Paech. Der Verlag beschreibt das Buch in seiner Broschüre denk.stoff folgendermaßen:
"Es muss anders werden, damit es besser wird – aber wie wird es anders? Erhard Eppler und Niko Paech kämpfen seit Jahrzehnten für eine ökologische Wende und sind zentrale Vordenker ihrer jeweiligen Generation. Gerade deshalb streiten sie vortrefflich und leidenschaftlich über den richtigen Weg: Was kann die globalen Krisen noch stoppen? Ist »grünes Wachstum« Fluch oder Segen? Wie gelingt, wie weit reicht die Energiewende? Sind genügsamere Lebensstile in unserer Konsumgesellschaft mehr als eine Utopie? Und wer steht in der Pflicht: die Bürger oder die Politik?"
Zu den beiden Gesprächspartnern schreibt der Verlag:
"Als Politiker und Publizist war Erhard Eppler, der im Dezember 90 Jahre alt wird, einer der ersten, der auf die ökologische Krise und die Notwendigkeit zum Umdenken hingewiesen hat. Sein Buch »Ende oder Wende« (1975) trug wesentlich zur Entstehung und Entwicklung der Umweltbewegung in Deutschland bei. Beeinflusst hat er damals auch Niko Paech, der heute einer der profiliertesten Wachstumskritiker ist und mit seinem Buch »Befreiung vom Überfluss« zum führenden Vordenker der Postwachstumsgesellschaft wurde."
Einen Auszug aus dem Buch kann man bei Zeit Online lesen: "Verzichten oder grün wachsen".

Montag, 13. März 2017

Konsumkultur

Der amerikanische Marketingexperte Victor Lebov brachte in den 1950er Jahren den Kern der Konsumgesellschaft auf den Punkt, wenn er schreibt, dass "unsere ungeheuer produktive Wirtschaft verlangt, dass wir den Konsum zu unserem Lebensstil und den Kauf und die Nutzung von Gütern zu einem Ritual machen, dass wir unsere spirituelle Befriedigung und die Erfüllung unseres Selbst im Konsum suchen."
[zit. nach: Harald Welzer (2013), Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand, Lizenzausgabe für die bpb, Schriftenreihe Band 1401, Bonn, S. 47f.]

"Intelligent wachsen" und "Global Gardening"

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat Nachhaltigkeit zu einem thematischen Schwerpunkt ihrer Schriftenreihe gemacht. Davon zeugen zahlreiche Veröffentlichungen, die in diesem Blog vorgestellt wurden. Auf zwei weitere, thematisch einschlägige Bücher sei noch hingewiesen:

Ralf Fücks: Intelligent wachsen. Die grüne Revolution (Bestellung für 4,50 €) - Beschreibung auf der bpb-Website:
Geht es weiter wie bisher? Oder zwingen die globalen Herausforderungen nicht eigentlich längst zum Umdenken? Welche Konzepte, welche Ideen weisen in eine Zukunft, in der Innovation, Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit keine Gegensätze mehr sind? Und: Sind sie Utopie oder doch, im Interesse der Menschheit, umsetzbar?
Die Ressourcen der Erde sind endlich. Nur ein Teil der Menschheit profitiert von ihnen und ihre Nutzung kommt vielfach Raubbau gleich. Wie lassen sich die Prosperitätserwartungen, nicht nur in den reichen Staaten, mit den globalen Herausforderungen in ökologischer, ökonomischer, aber auch sozialer Hinsicht in Einklang bringen? Ralf Fücks sieht die Zukunft der Menschheit in einer Ökonomie, die ihre Grundlagen – Boden, Wasser, Luft und Lebewesen – ebenso nachhaltig wie innovativ nutzt. Dies setze, so Fücks, ein Umdenken voraus: Nicht Ausbeutung, kurzfristiger Nutzen und Gewinnmaximierung, sondern langfristig tragbare, effiziente und gerechte Lösungen seien geboten. Nicht nur Produzenten und Konsumenten, zumal hierzulande, sieht Fücks in der Pflicht zum Umdenken. Auch die nationale und internationale Politik müsse den Wandel moderieren, gestalten und verteidigen. Nur dann sei weltweit gerechter, ressourcenkonformer Wohlstand möglich.
Christiane Grefe: Global Gardening. Bioökonomie - Neuer Raubbau oder Wirtschaftsform der Zukunft? (Bestellung für 4,50 €) - Beschreibung auf der bpb-Website:
Bioökonomie? Klingt gut, aber wie ist das Verhältnis zwischen Bio und Ökonomie dabei? Bedeutet der Begriff Wirtschaften im Einklang mit den Ressourcen der Erde? Oder tarnt sich hier weiterer Raubbau in neuem Gewand? Christiane Grefe geht diesen Fragen auf den Grund.
Welches Potenzial hat Bioökonomie? Der Begriff weckt Assoziationen intelligenten Wirtschaftens im Einklang mit den Ressourcen der Erde. Zugleich schwingt in ihm die immer raffiniertere, nahezu vollständig profitorientierte Beherrschung von Pflanzen und Tieren, Böden und Gewässern bis in den letzten Winkel der Erde mit. Wer hat welche Interessen und Ziele im Sinn, wenn von Bioökonomie die Rede ist? Welche Werte, Zustände oder Errungenschaften gilt es im Blick zu halten? Welche der so unterschiedlichen wie gegensätzlichen Konzepte der Bioökonomie zielen auf Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit? Welche können den globalen sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen gerecht werden? Welche wären lediglich Raubbau im neuen Gewand? Wer wäre Nutznießer, wer Verlierer? Christiane Grefe lässt viele Akteure auf dem weiten Feld der Bioökonomie zu Wort kommen. Sie nähert sich differenziert und abwägend dem überaus komplexen Geflecht aus Anforderungen, Interessen, Möglichkeiten und Risiken des zukünftigen Wirtschaftens auf der Erde.

Sonntag, 12. März 2017

Lektüreempfehlung: Cheaponomics

"Billig" ist ein ambivalentes Wort: Es kann bedeuten, dass etwas einen niedrigen Preis hat, es kann aber auch heißen (und diese Bedeutung schwingt immer mit), dass etwas von schlechter Qualität oder unlauter ist ("billiger Trick"). Diese Doppelbedeutung hat sich der amerikanische Soziologe Michael Carolan für den Titel seines Buches "Cheaponomics. Warum billig zu teuer ist" zunutze gemacht (Original 2014, deutsche Übersetzung im oekom verlag 2015, Lizenzausgabe für die bpb 2016).

Cheaponomics ist der ambitionierte Versuch einer ganzheitlichen Sicht auf unser Wirtschaftssystem, auf Konsumwahn, Kostensozialisierung und Wegwerfmentalität. Auf der Website der bpb wird das Buch folgendermaßen beschrieben:
"Dumping-Preise auf Elektronikartikel, billige Lebensmittel, Plastiktüten. Was für Konsumenten annehmlich zu sein scheint, verursacht hohe gesellschaftliche und ökologische Kosten. Der Soziologe Michael Carolan zeigt auf, welche Mechanismen hinter der Billig-Ökonomie stecken und wer den wahren Preis für zu günstige Konsumgüter bezahlt. (...) [Er] durchleuchtet die Ökonomie, die hinter dem Billigkonsum steckt. Er kritisiert insbesondere, dass Unternehmen immer mehr Kosten externalisieren und somit letztlich sozialisieren – also der Gesellschaft aufbürden. Waren, so Carolan, könnten deshalb so günstig angeboten werden, weil den wahren Preis andere bezahlen. So zeigt dieses Buch die Schattenseiten der Konsumwelt auf: Rohstoffabbau in Konfliktgebieten, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, verschwenderischer Umgang mit Ressourcen, hoher CO2-Ausstoß, Müllberge und die Verfestigung sozialer Ungleichheit. Dem setzt Carolan ein Verständnis von Wohlstand entgegen, das sich nicht mehr allein an Wachstum, Konsum und Produktivität orientiert."
Von den vielen Rezensionen seien die beiden folgenden empfohlen, die zusammen einen guten Eindruck von dem äußerst lesenswerten Buch vermitteln:

Gut leben statt Wachstum und Entwicklung

Mit der Diskussion um décroissance bzw. Postwachstumsgesellschaft haben wir uns in diesem Blog schon mehrfach befasst. Nun hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) das Buch von Barbara Muraca ins Programm aufgenommen. Der schmale Band mit dem Titel "Gut leben. Eine Gesellschaft jenseits des Wachstums" bietet einen gelungenen Überblick über das Thema und kann hier bestellt werden. Die Beschreibung auf der bpb-Website liest sich folgendermaßen:
"Volkswirtschaften sind an Wettbewerb und Wachstum ausgerichtet. Zugleich mehren sich die Anzeichen, dass zentrale globale Probleme sich ökonomischen Lösungen entziehen: Das gilt für Forderungen nach einem gerechten Umgang mit Gütern ebenso wie für Fragen des Umweltschutzes, der Nachhaltigkeit oder der Partizipation. Welche Wege führen aus der Krise, welche Konzepte versprechen ein gutes Leben für möglichst alle Menschen? Wie weit können, müssen oder wollen wir in bestehende Strukturen eingreifen? Die Philosophin Barbara Muraca verweist auf die weltweite Postwachstumsbewegung und zeigt eine Vielzahl teils utopisch anmutender Stellschrauben der Veränderung auf. Sie lassen sich mit Regionalisierung, Demokratisierung, Entschleunigung, Vergemeinschaftung, mit Nachhaltigkeit und Rückbesinnung umreißen. Das Buch wirft Fragen auf und regt zum Nachdenken an."

Samstag, 11. März 2017

TED Talks von Al Gore zum Klimawandel

Seit vielen Jahren zählt Al Gore weltweit zu den wichtigsten Protagonisten in der Debatte um Klimawandel und Klimaschutz. Bekannt wurde er durch den aufrüttelnden Film und das Buch "Eine unbequeme Wahrheit". Regelmäßig tritt er mit sehenswerten Präsentationen bei TED Konferenzen auf (TED Speaker Al Gore):
  • "Averting the climate crisis" (2006)
  • "New thinking on the climate crisis" (2008)
  • "What comes after An Inconvenient Truth" (2009)
Sein jüngster TED Talk zeigt einerseits auf, wie katastrophal sich die Dinge entwickeln, legt aber andererseits den Schwerpunkt darauf, zu zeigen, dass es Grund zum Optimismus gibt, v.a. wenn man auf die Entwicklung erneuerbarer Energien blickt:

Freitag, 10. März 2017

Zentrale TED Talks zum Klimawandel

Seit vielen Jahren versucht James Hansen, ein führender Klimaforscher, einer breiteren Öffentlichkeit darzulegen, wie dringlich es ist, sofort Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, denn die Fakten sind klar, so betont er immer wieder. Die Prognosen, die er 1981 zusammen mit Kollegen in "Science" veröffentlicht hat, sind zwischenzeitlich alle eingetroffen - "the science is clear":



2013 hat Allan Savory einen außerordentlich bemerkenswerten Vortrag gehalten mit dem Titel: "How to green the world's deserts and reverse climate change". Während es sonst beim Thema Klimawandel wenig Anlass zu Optimismus gibt und sich  Katastrophenszenarien aneinander reihen, zeigt dieser Vortrag eine Perspektive auf, an die man schon gar nicht mehr zu glauben gewagt hat:

Nachhaltiger Warenkorb

Der bekannteste Ratgeber für nachhaltigen Konsum ist „Der Nachhaltige Warenkorb”, der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (www.nachhaltigkeitsrat.de) erstellt und regelmäßig aktualisiert wird. Dabei handelt es sich um eine knapp 100-seitige Broschüre, die man bestellen oder als pdf herunterladen kann. Außerdem stehen die Informationen auch online unter www.nachhaltiger-warenkorb.de zur Verfügung (mittlerweile auch als App).

Der Einkaufsführer deckt sowohl die täglichen Einkäufe (Lebensmittel, Textilien, Kosmetik etc.) als auch die seltenen Einkäufe (Haushaltsgeräte, TV, PC, Reisen etc.) und großen Anschaffungen (Auto, Möbel, Geldanlage etc.) ab. Ein großer Vorzug besteht auch darin, dass die vielen verschiedenen Label und Siegel einer Prüfung unterzogen und diesbezüglich Empfehlungen ausgesprochen werden, was der Orientierung der Verbraucher sehr dienlich ist.

Donnerstag, 9. März 2017

Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit

Die "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit" (www.va-bne.de) der Universität Bremen bietet 14 videobasierte Lehrveranstaltungen zu verschiedenen Themen rund um nachhaltige Entwicklung, die kostenfrei belegt und im Selbststudium bearbeitet werden können. Es handelt sich u.a. um folgende Themen:
  • Weltfinanzsystem und Nachhaltigkeit
  • Technik, Energie und Nachhaltigkeit
  • Menschliche Ernährung und ökologische Folgen
  • Weltbevölkerung und weltweite Migration
  • Sustainability Marketing
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Civic Ecology
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Klimaschutz und Klimaanpassung 2.0
  • Nachhaltigkeit und Unternehmensführung